Backofen stinkt - 5 mögliche Gründe
 
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Backofen stinkt – 5 mögliche Gründe

Es bleibt manchmal nicht aus, dass sich im Backofen Gerüche entwickeln … wenn er dann aber unangenehm zu riechen beginnt und stinkt, dann macht man sich schon Sorgen. Ist ja auch nicht angenehm, oder?

Gründe für die Geruchsbildung im Ofen können vielfältig sein … und nicht immer sind es Essensreste, verbranntes Fett oder Verschmutzungen, die am riechenden Backofen schuld sind. Auch neue Backöfen können unangenehme Gerüche entwickeln.
Welche Gründe nun wirklich vorliegen und was man gegen diese tun kann, soll im Folgenden kurz erörtert werden.

Auf Ursachenforschung

Der Backofen duftet nicht mehr? Er stinkt? Oder er hat bisher noch gar nicht duften können und reicht trotzdem? Deswegen ist die erste Frage bei der Ursachenforschung, wie alt der Backofen ist, der unangenehme Gerüche entwickelt. Denn neue Backöfen können auch unangenehme Gerüche entwickeln, vor allem dann, wenn sie nicht ausreichend eingebrannt worden sind. Ist der Backofen schon etwas älter kann auf unmittelbare Spurensuche gegangen werden … und war mit der Taschenlampe. Vielleicht haben sich in den hinteren Ecken große Essensreste versteckt, die jetzt langsam vor sich hin schmoren oder gar faulen? Ursachen können vielfältig sein. Doch was macht man dagegen?

Neuer Ofen und unangenehme Gerüche

Viele Hersteller weisen bei ihren Modellen darauf hin, dass der Backofen vor der ersten Inbetriebnahme auszubrennen ist, bzw. eingebrannt werden muss. Diesen Vermerk findet man in der Regel auch in jeder Bedienungsanleitung.
Es sind Lacke, Polierpasten und Fette, die für unangenehme Gerüche vor dem Einbrennen sorgen. Sie sitzen im inneren des Backofens und auch unter den Heizelementen. Deswegen wird der Ofen auf volle Leistung gedreht und so richtig ausgebrannt.

Um einen Ofen auszubrennen, werden die Bleche und Roste aus dem Backofen genommen. Dann wird der Backofen auf 225°C gestellt. Meistens wird die Funktion Unter- und Oberhitze gewählt. Das ist die zuverlässigste Methode, einen neuen Backofen einzubrennen. Etwa eine Stunde bei Unter- und Oberhitze reichen aus. Dann kann die Umluft-Funktion hinzugeschaltet werden und der Ofen für eine weitere Stunde laufen gelassen werden.

Dann kann die Ofentür aufgemacht werden und die Temperatur ausgeschaltet werden. Die Umluft-Funktion wird dabei aber nicht ausgeschaltet, sondern darf nun die heiße Luft aus dem Backofeninneren blasen. Jetzt darf noch die Küche gelüftet werden und schon dürfte der neue Backofen seinen unangenehmen Geruch verloren haben.

Wenn der Putzteufel siegt

In der Regel säubern wir unseren Backofen mit einem Haushaltsschwamm. Doch was, wenn der Haushaltsschwamm langsam aber sicher in seine Bestandteile zerfällt. Wird nämlich ein solcher Schwamm zum Reinigen des Backofens benutzt, können kleine Partikel im Backofen zurückbleiben … und werden diese mit im Backofen erhitzt beginnen sie zu schmelzen und unangenehme Gerüche zu entwickeln. Verbrannter Kunststoff ist schädlich, besonders wenn wir seine Dämpfe einatmen oder sie sich gar aufs Essen niederlegen. Hier hilft es wirklich nur, wenn der Backofen ein weiteres Mal ausgebrannt wird.

Essens- und Speisereste

Die wohl häufigste Ursache für eine unangenehme Geruchsentwicklung sind Essens- und Speisereste sowie Fett. Wird der Backofen nicht regelmäßig gereinigt, so kann es hier mit der Zeit zu Gerüchen kommen, die man nicht unbedingt in seinem Backofen haben möchte.

Am besten wird hier der Backofen mit Zitronenwasser, Hitze und Dampf gereinigt und dann ordentlich ausgewaschen. So lassen sich alte Essens- und Speisereste, die womöglich schon dabei waren, sich einzubrennen, schonend und einfach entfernen.

Die Heizstäbe

Ist nach solcher einer Reinigung immer noch der unangenehme Duft vorhanden, so hat man wohl nicht ganz genau hingeschaut bei der Reinigung. So eine Backofenreinigung hat es aber auch in sich … besonders wenn es um die Heizstäbe geht. Denn gerade deren Innenseite ist ein beliebter Sammelplatz für Fettspritzer und andere Schmutzpartikel … und diese Stellen sind auch noch so wahnsinnig umständlich und schwer zu reinigen. Denn die Heizstäbe gilt es in der Regel auszubauen, um sie umfangreich und gründlich wieder sauber und fettfrei zu bekommen.

Kein Geruch mehr mit Pyrolyse

Eine der neusten und erfolgreichsten Innovationen im Bereich der Backofenreinigung stellt die Pyrolyse-Funktion dar. Hierbei wird der Backofen bis auf 500°C erhitzt, so dass Essensreste und andere Schmutzpartikel zu Staub zerfallen, sind sie diesen hohen Temperaturen ausgesetzt. So kann sich erst gar nicht unangenehmer Geruch entwickeln.

Wer auf einen Backofen mit Pyrolyse setzt, der setzt auf ein effektives vollautomatisches Reinigungssystem, bei dem nur noch gilt die Staubpartikel am Ende des Reinigungsprogramms nur noch aus dem Backofen zu wischen.
Diese Technologie ist aber noch lange entfernt zum Standard zu werden und kostet auch dementsprechend. Doch die Anschaffungskosten sind erst der Anfang, denn es kommen die laufenden Kosten hinzu … und das bedeutet für die Pyrolyse Unkosten in Höhe von 1,35 Euro pro Reinigungsgang. Denn die Reinigungsfunktion verbraucht bis zu 5 kWh und der Strompreis liegt aktuell bei 0,27 Cent

Wer hingegen auf die klassische Reinigung setzt, der arbeitet am besten mit Zitronenwasser, Hitze und Wasserdampf. Das reinigt nicht nur den Backofen von Fett- und Speiseresten, sondern bringt auch einen angenehmen, frischen Geruch in ihren Backofen. Von Essig wird in diesem Zusammenhang übrigens abgeraten, denn das könnte für die empfindlichen Materialien im backofeninneren zu aggressiv sein. Zudem hält sich Essig länger in der Luft und kann auch mit Speisen eine Verbindung eingehen … und man möchte doch nur einen sauberen Backofen, nicht aber Essig als zusätzliche Würze im nächsten Braten.

Auch hilft es, wenn der Backofen nach jeder Benutzung einmal gründlich ausgewaschen wird. So kann man ebenfalls verhindern, dass sich Gerüche entwickeln und der Backofen bleibt länger in seinem ursprünglichen Zustand.
Dazu wartet man ein wenig, bis die größte Hitze abgeklungen ist und das Backofeninneren noch lauwarm ist. Dann lassen sich Speisereste in der Regel gut entfernen und können sich beim nächsten Backgang auch nicht weiter einbrennen.