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Die Geschichte des Hauswasserwerkes

AquäduktDer Mensch war schon immer sehr erfinderisch, wenn es darum ging, sich das Leben einfacher zu gestalten. Nach Einführung der Zahlungsmittel und Währungen kam noch die Sparsamkeit hinzu.

Im Bereich der Wasserversorgung zeigten sich bereits die Menschen in der Vorzeit sehr einfallsreich. Die Versorgung der Lager früher Menschen mit Wasser und später der ansässigen Clans machte die ersten Schritte vom Wasser herantragen aus Gewässern zu einer primitiven Wasserführung zu den Niederlassungen.

Mit der sich immer weiter entwickelnden Technik machte die Art der Wasserversorgung ab dem Mittelalter teilweise wahre Quantensprünge. Das Ergebnis ist die heutige moderne Art der Wasserversorgung mit Trinkwasser.

Immer wieder wurden im letzten Jahrhundert Neuerungen auf den Markt, welche dann nicht mehr nur das Trinkwasser betrafen, sondern es auch ermöglichten, die Brauchwasserversorgung unabhängig von der Trinkwasserversorgung zu gestalten.

Vom Wasserbehälter zur Wasserleitung

Die Menschen der Frühzeit siedelten überwiegend in der Nähe von Gewässern, um zum Trinken dorthin gehen zu können. In der Phase trank man noch direkt aus dem Wasserlauf, Wasserloch oder See. Mit der Zeit wurden die ersten Wasserbehälter entwickelt, womit die Menschen etwas unabhängiger in der Wahl ihrer Lagerplätze wurden, da sie dann das Wasser dorthin transportieren konnten.

Wo die Möglichkeiten vorhanden waren, wurden von den Wasserläufen Gräben zum Lagerplatz gezogen, um das Wasser dorthin zu leiten. Als die ersten Menschen rund 350.000 Jahre v. Chr. sesshaft wurden, gruben sie bereits die ersten Brunnen, um ihre Hütten mit Wasser zu versorgen.

Die nachweislich ersten Wasserrohre, sie waren aus Ton hergestellt, sind rund 6.000 Jahre alt und stammen aus Syrien.
Rund 1.000 v. Chr. wurde der erste einfache Brunnen mittels eines unterirdischen Wasserkanals erweitert, um das Wasser ohne Verdunstung zur Abnahmestelle zu transportieren.

Das nachweislich erste Aquädukt wurde 312. v. Chr. erbaut. Diese Art wurde zuerst überwiegend unterirdisch verlegt. In der Römerzeit entstanden 12 weitere dieser Aquädukte. Sie wiesen insgesamt einige Hundert Kilometer Länge auf und waren in der Lage, pro Stunde mehr als 200.000 Liter Wasser zu transportieren. Allerdings waren diese Wasserleitungen sehr wartungsaufwendig und wurden nur rund 500 Jahre genutzt.

Vom Schöpfwerk zur Pumpe

Aus den ersten Brunnen wurde das Wasser noch mittels eines einzelnen Schöpfbehälters entnommen. Bereits 1.000 v Chr. erfanden die Ägypter mit einem Becherwerk das erste Schöpfwerk. Auf einem Rad waren Tontöpfe befestigt, das Rad wurde von Menschen oder Tieren bewegt und am Scheitelpunkt konnte das Wasser aus den Töpfen herauslaufen.

Noch im 8. Jahrhundert n. Chr. wurden die meisten Städte durch Quell- oder Grundwasser versorgt. Ein privater Grundwasserbrunnen in Form eines Ziehbrunnens, Lauf- oder Schöpfbrunnens versorgte rund 300 Einwohner mit dem benötigten Wasser.

Aus dieser Zeit sind auch die ersten Zisternen bekannt, welche auf Felsenburgen für die Wasserversorgung angelegt wurden. Als die Menschen im 14. Jahrhundert lernten, den Luftdruck einzusetzen, entstanden die ersten Pumpen. Daraus entwickelten sich die bis heute bekannten Schwengelpumpen. Diese Pumpen benötigten aber einen großen Kraftaufwand, um nur ein wenig Wasser zu fördern.

Bereits um 1438 erstellte der italienische Ingenieur Jacopo Mariano Skizzen über doppelt-wirkende Druck- und Saugpumpen. Diese Pumpen wurden um 1500 von Leonardo da Vinci nochmals verbessert. Noch bis ins 18. Jahrhundert wurden die deutschen Städte überwiegend aus Schöpf- oder Ziehbrunnen versorgt. Erst Ende des 17. Jahrhunderts stellte Frankfurt als eine der ersten Städte die Wasserversorgung um. Die Ziehbrunnen der Stadt wurden in Pumpbrunnen umgewandelt.

Das erste Wasserwerk Deutschlands entstand 1849. Gleichzeitig fand der Ausbau des Leitungsnetzes statt. Somit wurde das Wasser direkt in die Haushalte geführt. Da der Wasserdruck nicht ausreichte, um die oberen Wohnungen der höher werden Häuser ausreichend zu versorgen, wurde er in Hochbehältern auf umliegenden Bergen oder auf Türmen zwischengelagert, um dann den Falldruck des Wassers zu nutzen.

Von der Pumpe zum Hauswasserwerk

Das Grundfos JP 5 60 Hauswasserwerk Hydrojet JP 5Die technische Entwicklung im 18. und 19. Jahrhundert brachte es mit sich, dass die Pumpen immer weiter entwickelt wurden. Aus den Modellen der ersten Hubkolbenpumpen entstanden die in der heutigen Zeit bekannten Kreiselpumpen, Jet-Pumpen usw.

Als die Menschen durch den steigenden Wasserbedarf der Städte gezwungen wurden, nach Wegen zu suchen, den nicht mehr ausreichenden Wasserdruck zu steigern, wurden die ersten vorgeschalteten Druckbehälter zur Druckerhöhung erfunden.

Durch die fortschreitenden Verfeinerungen der Technik entstanden so die uns heute bekannten Hauswasserwerke mit Druckbehälter, mit welchen das immer teurer gewordene Trinkwasser durch Regenwasser oder wie früher durch Brunnenwasser ersetzt werden kann.