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Mikrofon Test 2017 • Die 9 besten Mikrofone im Vergleich

In der Unterhaltungsindustrie und in der modernen Kommunikationswelt ist das Mikrofon nicht mehr wegzudenken. Die Musikbranche baut auf hochwertigen Mikrofonen auf. Jedes Telefon, Headset und Handy besitzt ein Mikrofon, dass die fernmündliche Weitergabe von Informationen ermöglicht. Aber auch private Videofilmer, Hobbymusiker und Sprecher legen Wert auf ein exzellentes klangliches Erlebnis, wie es nur ein gutes Mikrofon leisten kann.

Bei der Beschreibung von Mikrofonen treffen Interessierte auf eine Vielzahl von Modellen und werden mit verwirrenden Fachbegriffen konfrontiert. Das macht die Entscheidung für das richtige Mikrofon nicht einfach. Im Mikrofon Test 2017 haben wir die populärsten Mikrofone für den heimischen und semi-professionellen Einsatz getestet. Der Vergleichs-Testsieger zeichnet sich durch ein ausgezeichnetes Klangbild und eine große Vielseitigkeit aus.

 

Bestenliste der Mikrofone

Letzte Aktualisierung am: 

 Rode NT-1ARode Podcaster Rode NTUSB Studioqualität USBBlue Microphones YetiAudio Technica AT2020USB+ Kondensatormikrofon mit Nierencharakteristik schwarz
Audio Technica AT2020USB+Samson Meteor MicAuna MIC-900B USB Kondensator Mikrofon für Studio-Aufnahmen inkl. Spinne (16mm Kapsel, Nierencharakteristik, 320Hz - 18KHz) schwarz
auna CM001B Mikrofon Studiomikrofon Kondensatormikrofon (Nierencharakteristik, Frequenzbereich: 20 Hz - 20 kHz, inkl Mikrofonspinne, Windschutz und Schutztasche) schwarz

Rode NT-1A

Rode Podcaster

Rode NTUSB Studioqualität USB


Blue Microphones Yeti


Audio Technica AT2020USB+


Audio Technica AT2020USB+


Samson Meteor Mic


Auna MIC-900B


Auna CM001B


Bewertung 1,11,3 1,41,5 1,6 1,7 1,9 2,0 2,5
FunktionKondensatormikrofonDynamisches GroßmembranmikrofonUSB-KondensatormikrofonUSB MikrofonKondensatormikrofon mit NierencharakteristikKondensatormikrofonUSB Studio/Podcast MikrofonUSB Studio MikrofonUSB Studio Mikrofon
MarkeRodeRodeRodeBlueAudio-TechnicaAudio TechnicaSamsonAunaAuna
FarbeSilberWeissSchwarzSilber, MetallSchwarzSchwarzSilber, MetallSchwarzSchwarz
Artikelgewicht2,1 Kg610 g520 g650 g386 g500 g590 g295 g340 g
Produktgewicht inkl. Verpackung2,4 Kg2 Kg1,6 Kg1,7 Kg1 g1,2 Kg1 Kg921 g862 g
Abmessung40,6 x 12,7 x 30,5 cm28,6 x 6,4 x 13,3 cm35,6 x 10,2 x 27,9 cm
12,7 x 14 x 25,4 cm
24,4 x 24,4 x 6,6 cm24,4 x 24,4 x 6,6 cm15,2 x 7,6 x 12,7 cm
37 x 13 x 12 cm
5 x 5 x 15 cm
Geeignet fürHome studio, MusicHome studioHome StudioHome StudioHome StudioHome StudioHome Studio, MusicHome StudioHome Studio
Pop Filter inbegriffenGrüner Hakennicht InklusiveGrüner Hakennicht Inklusivek.A.nicht Inklusivenicht Inklusivenicht Inklusivenicht Inklusive
Besonderheiten

  • Rode NT1-A Complete Vocal Recording Solution
  • inkl. Shockmount
  • Popshield
  • XLR-Kabel
  • 10 Jahre Hersteller-Garantie

  • Spezialmikrofon mit USB-Anschluss für Mac und PC
  • integrierter A/D-Wandler
  • Grenzschalldruckpegel: 115 dB
  • Übertragungsbereich: 40 Hz - 14 kHz
  • Inkl. Mikrofonhalterung und USB-Kabel

  • Metall-Popschutz (vormontiert)
  • Tischstativ
  • Befestigungsring mit Stativhalterung
  • USB-Kabel (6 m)
  • Kunstlederetui

  • Tri-Kapsel Spektrum
  • Mehrfache Musterauswahl
  • Lautstärkeregelung, Stummschaltung, Latenzfreier Kofhörerausgang
  • Plug ''n play - kompatibel mit Mac and PC
  • Frequenzgang: 20 Hz - 20 kHz

  • Hochqualitativer A/D Wandler mit 16-bit, 44,1/48 kHz Sampling Rate für hervorragenden Klang
  • Kondensatormikrofon mit USB-Audiointerface für digitales Aufnehmen
  • Kompatibel mit Windows 7, Vista, XP, 2000 und Mac OS


  • mit USB-Audiointerface für digitales Aufnehmen
  • A/D Wandler mit 16-bit, 44,1/48 kHz Sampling Rate
  • Regelbarer Kopfhörerausgang
  • Kompatibel mit Windows & Mac OS X
  • Ein dreibeiniges Tischstativ

  • Große Kondensatorkapsel (25mm)
  • Gleichmäßig ebene Frequenzantwort von 20 Hz - 20 kHz
  • Lässt sich einfach via USB an jeden Computer anschließen
  • Frequenzgang: 20 Hz - 20 kHz

  • USB Typ B-Anschluss
  • Inklusive Transporttasche und weiteres Zubehör
  • Für Gaming, Studioaufnahmen, Internettelefonie - auch auf Reisen
  • inkl. Mikrofonspinne mit 16mm (5/8 Zoll) Gewinde für Stativmontage und 3/8 Zoll zu 5/8 Zoll-Adapter


  • integrierter -6dB 100Hz Low-Cut-Filter
  • Anschluss XLR-Ausgang
  • Empfindlichkeit 36dB +/- 2dB
  • Ausgangsimpedanz 200 Ohm
  • Stromversorgung via +48V Phantomspeisung

Preis- / Leistung
Preisvergleich


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Was ist ein Mikrofon?

Ein Mikrofon dient dazu, akustische Signale zu verstärken oder einem Tonträger zuzuführen. In der Natur sind wir umgeben von Schall aller Art. Im Wind rauschende Bäume, bellende Hunde und menschliche Stimmen erzeugen Töne, die im Normalfall in ihrer Stärke und Ausbreitung begrenzt sind und unmittelbar nach Erzeugung verloren gehen. Das Mikrofon übernimmt die Aufgabe, Töne aller Art zu empfangen und in elektrische Signale zu wandeln. Auf diese Weise können Kangereignisse wie Vorträge und Konzerte einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden. Eine Speicherung auf Tonträger oder eine Digitalisierung erlaubt auch eine Konservierung der akustischen Ereignisse.

Ein Mikrofon nimmt die Schallwellen über eine Membran entgegen. Im weiteren technischen Prozess werden diese Signale verstärkt. Die Töne werden nach einer Verstärkung entweder unmittelbar wieder über Lautsprecher aufgegeben oder aufgezeichnet. Oftmals erfolgen beide Prozesse auch gleichzeitig. Die Anforderungen an Mikrofone sind immer weiter gestiegen und neue Techniken haben alte Konzepte verdrängt. Viele Jahrzehnte lang war das Kohlemikrofon der Standard in der Filmindustrie und in der Telekommunikation. Heute ist es praktisch ausgestorben und vom Elektretmikrofon verdrängt worden.

Die Herausforderung für Hersteller von Mikrofonen liegt darin, einen möglichst großes Frequenzspektrum klangetreu wiederzugeben und einen hohen Dynamikumfang zu wahren. Gute Mikrofone verarbeiten leise Töne ebenso wie laute Ereignisse, ohne dass es zu Verzerrungen oder Störgeräuschen kommt.

Eine der schwierigsten Aufgaben ist die Live-Aufnahme eines klassischen Orchesters, da dem kundigen Hörer ein direkter Vergleich mit den originalen Instrumenten möglich ist.

Das menschliche Ohr kann Töne im Bereich von 16 bis 20000 Hertz verarbeiten, daher decken auch die meisten Mikrofone diesen Frequenzbereich ab. Der Schall wird durch ein Medium übertragen. Im Normalfall ist dieses Medium die Luft. Ohne ein Übertragungsmedium wie Luft oder Wasser werden keine Töne übertragen, daher ist es im Weltall lautlos.

So wie sich Wellen von einem Stein ausbreiten, der in einen Teich geworfen wird, genauso breiten sich auch Schallwellen von der Quelle des Schallsignals aus. Als Schallquelle kommt zum Beispiel die Stimme eines Menschen in Betracht, die die Umgebungsluft in Schwingungen versetzt und auf die Trommelfelle anderer Menschen trifft. Auch das Mikrofon besitzt eine Art von Trommelfell und nimmt die Schwingungen der Luft entgegen.

Der Rundfunk wäre ohne Mikrofone vorstellbar. Auch im Journalismus spielen Mikrofone eine bedeutende Rolle. Von den täglichen Nachrichten bis zur Sportberichterstattung – das Radio braucht Mikrofone in allen denkbaren Bereichen. Einige entscheidende Ereignisse des 20. Jahrhunderts haben sich nur durch die Verwendung von Mikrofonen in das Gedächtnis der Menschen eingebrannt.

Hierzu gehören die Live-Reportage des Hindenburg-Unglücks in Lakehurst und auch ein sportliches Ereignis wie der Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1954. Vor der Entdeckung des Mikrofons konnten nachrichtliche Ereignisse nur auf telegraphischem Weg übermittelt werden. Die sich in der Stimme niederschlagenden Emotionen des Berichterstatters blieben außen vor.

Einen großen Einfluss hatte das Mikrofon auch beim Umbruch vom Stummfilm zum Tonfilm. Die ersten Tonfilme erregten große Aufmerksamkeit, da den Zuschauern die Bedeutung der akustischen Komponente für ein umfassendes Filmerlebnis schlagartig bewusst wurde.

Mikrofone sind für uns heute so selbstverständlich, dass wir uns wenig Gedanken um die akustischen Empfangsgeräte machen, die unseren Alltag und das Berufsleben so erleichtern. Viele Mikrofone sind Bestandteile eines anderen Gerät und durch ihren festen Einbau nicht direkt zugänglich. Dies gilt zum Beispiel für Handys und Telefone. Aber auch Sprechanlagen und viele Alarmanlagen sind mit Mikrofonen ausgestattet.

Die Erfindung des Mikrofons veränderte die Gesellschaft und die Politik. Die Möglichkeit, mit dem Mikrofon viele Menschen gleichzeitig ansprechen zu können, wurde von gesellschaftlichen Gruppierungen genutzt und auch von Diktaturen missbraucht. Wie alle Werkzeuge ist auch das Mikrofon ein Instrument, das zum Guten wie zum Schlechten verwendet werden kann. Eine der beeindruckendsten über ein Mikrofon vorgenommenen Ansprachen war die berühmte Rede von Martin Luther King mit dem Titel “I have a dream”, die er vor 250.000 Menschen in Washington hielt. Zum Einsatz kam hier das Mikrofon Shure 55 Unidyne I.

Wie funktioniert ein Mikrofon?

Ein Mikrofon ist ein akustisches Empfangsgerät und wandelt Schallwellen in elektrische Signale um. Töne zeichnen sich durch Schwankungen des Schalldrucks und durch unterschiedliche Wellenlängen aus. Für den Menschen ist nur ein begrenzter Frequenzbereich hörbar. In jungem Alter können Menschen Töne bis zu 20.000 Hertz wahrnehmen. Zum Vergleich: Fledermäuse hören sogar noch Töne bis 200.000 Hertz. Das ideale Mikrofon würde den gesamten hörbaren Frequenzbereich des Menschen gleichmäßig und in hoher Klangtreue verarbeiten. Aus technischen Gründen ist dies jedoch nicht möglich, daher ist die Wahl des richtigen Mikrofons immer auch die Suche nach dem besten Kompromiss. Neben der Klangwiedergabe muss ein Mikrofon je nach Zweck und Einsatzgebiet weitere Anforderungen erfüllen. Wünschenswert können beispielsweise eine große Robustheit, kleine Maße, eine Richtcharakteristik oder eine drahtlose Verbindung sein.

Als Allrounder unter den Mikrofonen gilt das dynamische Mikrofon. Es isoliert die Schallquelle von lauten Umgebungsgeräuschen und gibt den Frequenzumfang der menschlichen Stimme adäquat wieder. Aus diesem Grund ist das dynamische Mikrofon seit vielen Jahren das bevorzugte Mikrofon für Reportagen, Präsentationen und Veranstaltungen. Es benötigt keine externe Stromspeisung und nimmt auch eine unsanfte Behandlung klaglos hin.

Das dynamische Mikrofon funktioniert auf dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion. Am Kopf des Mikrofons befindet sich eine Membran, die den Schalldruck entgegennimmt. Mit der Membran verbunden ist eine Tauchspule, die einen Magneten umschließt. Wenn die Membran vibriert, produziert das schwankende elektrische Feld eine kleine, wenn auch minimale Spannung.

Daher ist das dynamische Mikrofon zur Erzeugung eines Audiosignals nicht auf die Zufuhr einer Grundspannung angewiesen. Einige aufwändig konstruierten dynamischen Mikrofone nutzen mehrere Membrane, um einen besonders breiten Frequenzbereich abzudecken.

Auf Grund des hohen konstruktiven Aufwandes wird davon jedoch selten Gebrauch gemacht. Dynamische Mikrofone sind auf den Frequenzbereich der menschlichen Stimme oder den Frequenzgang spezifischer Musikinstrumente abgestimmt.

Musikstudios setzen bevorzugt Kondensatormikrofone ein. Wenn es um höchste Soundqualität geht, sind Kondensatormikrofone unschlagbar. Diese Mikrofone reagieren sehr sensibel auch auf leise Töne und produzieren die höchste Klangtreue. Kondensatormikrofone benötigen eine sogenannte Phantomspeisung. Darunter versteht man eine in der Regel über das Mikrofonkabel zugeleitete Spannungsversorgung mit Gleichstrom. Als Standard für die Phantomspeisung hat sich eine Spannung von 48 Volt durchgesetzt.

Das Kondensatormikrofon nutzt zum Schallempfang zwei vis-à-vis angeordnete Metallplättchen. Eines dieser Plättchen fungiert als Membran, während das andere Plättchen unbeweglich ist. Eine elektrische Quelle liefert Spannung, die durch die Plättchen fließt und ein elektrisches Feld generiert.

Die elektrische Quelle kann eine Phantomspeisung oder eine Batterie sein. Wenn die Membran vibriert, ändert sich das elektrische Feld und somit die Kapazität des Kondensators. Der elektrische Output ist das Audiosignal. Wenn die Ausschläge der Schallwellen zu groß würden, könnten sich die empfindlichen Metallplättchen berühren und das Mikrofon unbrauchbar machen. Daher ist im Tonstudio die maximal verarbeitete Amplitude kleiner als bei Mikrofonen für die Bühne.

Bei Kondensator-Mikrofonen unterscheidet man zwischen dem Kleinmembran- und dem Großmembranmikrofon. Großmembran-Mikrofone sind alle Mikrofone mit einem Membran-Durchmesser über 2,5 cm. Sie eignen sich auf Grund ihrer Empfindlichkeit und ihres geringen Eigenrauschens für leise Töne, reagieren jedoch nicht so gut auf hohe Frequenzen. Bevorzugtes Einsatzgebiet von Großmembran-Mikrofonen ist die Aufnahme von Gesang. Kleinmembran-Mikrofone besitzen ein höheres Eigenrauschen, haben aber dafür eine bessere Höhenwiedergabe. Da die kleine Membran leichter ist als bei einem Großmembran-Mikro, reagiert sie schneller auf das ankommende Akustiksignal und deckt einen breiteren Frequenzbereich ab.

Der große Dynamikumfang macht Kondensatormikrofone mit kleiner Membran allerdings auch anfällig für Wind- und Popp-Geräusche. Popp-Geräusche treten beim Sprechen explosiver Konsonanten wie „p“ oder „t“ auf. Mildern lässt sich der Effekt im Studio mit einem Popp-Schutz, der in einer Entfernung von etwa 10 cm vor dem Mikrofon installiert wird. Im Außenbereich schützt ein voluminöser Schaumstoffkörper die Mikrofonkapsel vor akustischen und mechanischen Störungen. Bei starkem Wind wird oft ein Bezug aus Kunstfell über das Mikrofon gestülpt. Diese Katze, wie sie von Tonleuten genannt wird, verwirbelt den einfallenden Wind vor dem Auftreffen auf der Membran.

Die weiteste Verbreitung besitzt das Elektret-Mikrofon. Etwa 90 Prozent aller weltweit eingesetzten Mikrofone sind Elektret-Mikrofone. In der Auslegung ähnelt dieses Mikro dem Kondensator-Mikrofon. Das statische Metallplättchen ist hier jedoch mit einer Elektretfolie überzogen, die ein permanent-elektrisches Feld erzeugt. Dadurch hat das Elektret-Mikrofon nur einen geringen Strombedarf von 1,5 Volt. Die kleinen Abmessungen machen das Elektret-Mikrofon zum idealen Mikro in vielen Kommunikationsgeräten. Auf Grund der hohen Stückzahlen lassen sich Elektret-Mikrofone preisgünstig herstellen. Telefone, Headsets, Funkgeräte und Sprechanlagen sind mit Elektret-Mikrofonen ausgestattet. Da der Schwerpunkt bei Elektret-Mikrofonen meist auf der Verarbeitung von Sprache liegt und der Aufbau aus preislichen Gründen einfach gehalten wird, erreicht die Masse der Elektret-Mikros nicht die hohe akustische Qualität von Kondensator-Mikrofonen. In den letzten Jahren haben führende Hersteller jedoch auch hochwertige Elektret-Mikrofone entwickelt.

Vorteile und Anwendungsbereiche

So vielseitig das Mikrofon ist, so umfangreich sind auch seine Anwendungsgebiete. Mikrofone werden in zahlreichen Bereichen der Kommunikation, Produktion und Unterhaltung eingesetzt. Die Unterhaltungsbranche braucht hochwertige Mikrofone, die Stimme, Gesang und Instrumente klanggetreu aufnehmen und verarbeiten. Für Radiostationen zählen Mikrofone zu den wichtigsten Werkzeugen und werden für Moderationen und Live-Übertragungen verwendet. Tonstudios verwenden Mikrofone, um hochwertige Aufnahmen von Musikproduktionen anzufertigen. Auch im Eventbereich und auf der Bühne sind Mikrofone unverzichtbare Instrumente, um Sprache, Musik, Ansagen und Interviews einem großen Publikum zugänglich zu machen.

Eines der größten Anwendungsgebiete für Mikrofone liegt im Telekommunikationsbereich. In der Telefonie wird das Mikrofon entweder im Hörer oder in einem Headset integriert. Elektronische Kommunikation spielt für eine große Zahl administrativer und kommerzieller Bereiche eine große Rolle. Luftfahrt, Polizei, Militär und viele gewerbliche Betriebe verwenden Mikrofone, um per Telefon oder Funk zu kommunizieren. Beim Film und beim Fernsehen stellt die Aufnahme des Tons einen wichtigen Teil im gesamten Produktionsprozess dar. In der Film- und Videoproduktion werden Mikrofone aller Bauarten eingesetzt, vom kleinen Lavalier-Mikrofon bis zum Großmembran-Mikrofon. Kleine Mikrofone lassen sich bei Filmaufnahmen in Requisiten verbergen oder werden in Form von Ansteckmikrofonen verwendet. Beliebt für Bühnenshows und Großveranstaltungen sind auch Funkmikrofone, die einem Moderator oder Musiker eine große Bewegunsfreiheit ermöglichen.

Moderne Mikrofone unterscheiden sich deutlich von ihren klobigen Vorgängern. Selbst miniaturisierte Mikrofone produzieren oft eine bessere Klangqualität als die schweren Kohlemikrofone vergangener Zeiten. Das Internet wurde in den vergangenen Jahren immer multimedialer. Viele Betreiber von Websites produzieren Online-Videos, die sie auf der eigenen Seite oder einem Videoportal präsentieren. So lassen sich auch Besucher erreichen, die das Anschauen eines Videos oder das Anhören eines Podcasts dem Lesen einer Website vorziehen.

Für die Vertonung von Filmen und Hörspielen werden Datenbanken verwendet, die alle Arten von Umweltgeräuschen vorhalten. Ob Regen, Autohupen oder das Schreien eines Babys – jedes Geräusch lässt sich hier finden und für eine Produktion verwenden.

Mikrofone werden eingesetzt für Durchsagen aller Art, vom Kaufhaus über den Flughafen bis zu polizeilichen Durchsagen. Sie sind ausfallsicher und erweisen sich in vielen Lebensbereichen als nützliche Diener des Menschen. Auch das Megaphon besitzt ein Mikrofon. Diese mobile Gerät ermöglicht es, eine größere Menschenmenge anzusprechen und setzt keinerlei weitere stationäre Installationen voraus.

Gute Mikrofone stellen auch für viele Eltern einen großen Wert dar, denn sie dokumentieren das Wachstum des eigenen Kindes. Wenn kleine Kinder ihre ersten Sprechversuche machen, bleibt dies dank eines Mikrofons für die Nachwelt erhalten. Ein mit einem Elektret-Mikrofon ausgestattetes Babyphone lässt die Eltern ruhig schlafen.

Auch in der Medizin wird mit dem Stethoskop seit langem ein Diagnoseinstrument eingesetzt, das vom Aufbau her einem mechanischen Mikrofon entspricht. In der Meeresforschung helfen Hydrophone bei der Aufnahme von Unterwassergeräuschen, wie sie durch Meerestiere und Unterwasserbeben verursacht werden. Geheimdienste zahlreicher Länder setzen seit langer Zeit mit sogenannten Wanzen winzige Mikrofone ein, die bei zu observierenden Personen verdeckt im Wohnumfeld, im Telefon oder im Automobil angebracht werden.

Welche Arten von Mikrofonen gibt es?

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal und Auswahlkriterium ist die Richtcharakteristik eines Mikrofons. Während omnidirektionale Mikrofone alle Töne aus jedem einfallenden Winkel mit gleicher Sensibilität empfangen und verarbeiten, zeichnen sich Richtmikrofone durch eine Bevorzugung bestimmter Raumsektoren aus. Die Richtwirkung wird sowohl durch die Auslegung der Mikrofoneinheit als auch durch die Formgebung des Mikrofon selbst bestimmt. Wie stark die Richtwirkung ausfällt, wird mit dem Bündelungsfaktor umschrieben. Der räumliche Bereich, der von einem Richtmikrofon hervorgehoben wird, wird mit Begriffen die Kugel, Acht, Keule, breite Niere, Niere, Superniere und Hyperniere beschrieben. Ein Druckmikrofon nimmt alle Töne gleichmäßig aus allen Richtungen auf und besitzt somit eine Kugelcharakteristik. Die meisten Elektretmikrofone, die in Telefonen und Headsets verwendet werden, sind als Druckmikrofone ausgelegt.

Beim Druckgradientenmikrofon kann der Schall auch von der Rückseite der Mikrofonkapsel her auf die Membran einwirken. Daher ist die Basis-Richtwirkung dieses Mikrofontyps eine Acht. Bei Auslegung als Richtrohrmikrofon lässt sich durch Anbringung eines Interferenzrohrs auch eien andere Richtcharakteristik wie zum Beispiel eine Niere oder Keule herstellen.

Richtmikrofone mit Interferenzrohr werden in Bereichen eingesetzt, in denen störende Umgebungsgeräusche ausgefiltert werden sollen. Die Richtwirkung ergibt sich lediglich aus der Auslöschung seitlich und rückseitig einfallender Töne.

Eine Verstärkung des aus der Richtwirkung einfallenden Audiosignals im Mikrofon findet nicht statt. Eine andere Bauform des Richtmikrofons ist das Hohlspiegelmikrofon. Hohlspiegelmikrofone werden in erster Linie zur Ortung und zur Diagnose technischer Systeme eingesetzt.

Sowohl dynamische Mikrofone als auch Kondensatormikrofone können als Druckmikrofone oder Druckgradientenmikrofon konstruiert werden. Wird ein dynamisches Mikrofon als Druckgradientenmikrofon konzipiert, kommt oft die Bauform des Bändchenmikrofons zum Einsatz. Einige Kondensatormikrofone vereinen Mikrofone in einem Gerät und erlauben es, die Richtcharakteristik den Anforderungen anzupassen. Das Audiosignal dieser Doppelmembran-Mikrofone wird aus der Verrechnung beider Audiosignale gebildet.

Eine besondere Bauart stellt das Grenzflächenmikrofon dar. Es wird vor allem in Innenräumen genutzt, um störende Schallreflexionen auszuschalten. Empfangen werden nur Schallwellen, die in Form einer Halbkugel auf das Mikrofon eintreffen. Durch die Löschung störender Raum-Schallanteile erzielt das Grenzflächenmikrofon ein besonders harmonisches Frequenzbild und filtert störende Signale aus.

Funkmikrofone sind in allen Bereichen von Vorteil, wo Bewegungsfreiheit gefragt ist und ein überlanges Kabel stören würde. Typische Einsatzbereiche sind im Showbusiness und auf Konzertbühnen. Auch bei Fernsehanstalten werden Funkmikrofone bevorzugt eingesetzt. Funkmikrofone werden als Handmikrofone verwendet oder in ein Headset integriert. Die von Funkmikrofonen genutzten Frequenzbereiche sind je nach Land verschieden. Der Nutzer des Funkmikrofons trägt einen Sender am Körper, der die Verbindung zu einem Empfangsgerät herstellt.

Kabellose Mikrofone haben eine Reichweite von 100 bis 250 m. Die Signalübertragung erfolgt analog oder digital. Im Mikrofon Vergleichstest wurden auch Funkmikrofone getestet. Der Mikrofon Vergleichssieger zeichnet sich durch ein einwandfreies und störungsfreies Übertragunssignal aus.

Von der Bauart her unterscheidet man zwischen stationären Mikrofonen, Handmikrofonen, Ansteckmikrofonen, Headsets und in Geräten wie Handys oder Hörgeräte eingebaute Mikrofone. Die meisten Handmikrofone lassen auch in Mikrofonstative einklemmen sind während eines Auftrittes vom Stativ wieder entkoppelbar.

In der Film- und Videoproduktion werden Mikrofongalgen verwendet, die es ermöglichen, das Mikrofon außerhalb des aufzunehmenden Bildbereich zu halten und mitzuschwenken. Im Reportagebereich werden Richtmikrofone oft über einen Ausleger an der Videokamera befestigt. Für Stereo-Aufnahmen werden mindestens zwei Mikrofone benötigt, jedoch wird für komplexe Kangereignisse wie der Aufnahme eines Orchesters oft eine Vielzahl von Mikrofonen verwendet. Eine Variante des Mikrofons ist der Tonabnehmer, der für die Verstärkung von Saiteninstrumenten die Gitarren und Bässen genutzt wird. Tonabnehmer wandeln die Schwingungen der Saiten elektromagnetisch um und verwenden dazu bisweilen auch den Körperschall des jeweiligen Musikinstruments.

So haben wir die Mikrofone getestet

Für den Nutzer eines Mikrofons stehen verschiedene und teilweise sich widersprechende Belange im Vordergrund. Ein Mikrofon soll die Tonquelle naturgetreu und unverfälscht aufzeichnen, gleichzeitig aber auch einen hohen Dynamikumfang und eine Unempfindlichkeit gegenüber störenden Geräuschen besitzen.

In vielen Feldern ist eine große Robustheit des Mikrofons erwünscht. Bei Handmikrofonen dürfen beim Umgreifen des Mikrofons keine Poltergeräusche über die Halterung der Mikrofonkapsel weitergeleitet werden. Der Frequenzumfang soll, sofern die menschliche Stimme die Schallquelle darstellt, an den Umfang und die Charakteristik der menschlichen Stimme angepasst sein. Sowohl tiefe Basstöne als auch hohe Sopranstimmen sollen unverfälscht und klar vom Mikrofon aufgenommen werden. Leise Audiosignale sollen ebenso verarbeitet werden wie laute, explosiv auftretende Schallereignisse. Beim Mikrofon Test 2017 wurde daher sowohl auf eine große Alltagstauglichkeit als auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis Wert gelegt..

Die Aufnahmequalität der Mikrofone wurde mit verschiedenen Schallquellen getestet. Die Testaufnahmen wurden sowohl außen als auch in geschlossenen Räumen von unterschiedlichen Größen und mit unterschiedlichen Wandbelägen durchgeführt. Ein vielseitiges Mikrofon sollte sowohl in einem kleinen, kahlen Zimmer als auch in einem großen, mit textilen Belägen und Vorhängen ausgestatteten Raum eine akzeptable Aufnahmequalität liefern. Bei der Verarbeitung von Sprache sollten sowohl leise Töne als auch laute Ausrufe gut verarbeitet werden. Im Außenbereich ist es besonders wichtig, dass Störgeräusche, die von der Seite oder von hinten auf das Mikrofon einfallen, effektiv ausgefiltert werden. Während des Tests wurde sukzessive der Abstand zu den Mikrofonen und der Winkel verändert, um die Modelle herauszufinden, die auch unter schwierigen Bedingungen ein gutes, klangliches Erlebnis liefern.

Beim Mikrofon Test 2017 wurden Ansteckmikrofone, Handmikrofone und Richtmikrofone jeweils untereinander verglichen. Funkmikrofone bilden eine besondere Kategorie, da diese Mikrofone keine Störungen durch die Funkübertragung erzeugen dürfen und ausfallsicher ausgelegt sein müssen. Bei diesem Mikrofontyp wurde auch Wert darauf gelegt, dass der Sender vom Nutzer leicht anzulegen ist.

Der Sender sollte ein möglichst geringes Gewicht und eine hohe Robustheit besitzen. Auch die Mikrofone selbst sollen bei aller Empfindlichkeit robust ausgelegt sein und dürfen auf eine unsanfte Behandlung nicht mit einem Ausfall von Komponenten reagieren.

Beim Vergleich der Mikrofone wurde abgesehen von technischen Qualitäten auch gewertet, welcher Service vom Anbieter geleistet wird und welche Artikel zum Lieferumfang gehören. Auch die allgemeine Verarbeitungsqualität floss in die Wertung ein. Ein leichtes Gewicht und die ausschließliche Verwendung von Kunststoff für das Mikrofon Gehäuse lassen befürchten, dass der Anwender kein langes Vergnügen an seinem Mikro haben wird. Bei kleinen Ansteckmikrofonen ist es wichtig, dass Sie sicher zu befestigen sind und sich möglichst unempfindlich gegen Körperschall verhalten.

Ein Ansteckmikrofon befindet sich nicht unmittelbar vor der Schallquelle, dem Mund des Nutzers. Dennoch sollte es alle Frequenzen klar aufnehmen und darf kein dumpfes Klangbild vermitteln.

Eine schwere Prüfung für Mikrofone ist die klanggetreue Aufnahme von Musikinstrumenten aller Art. Wir haben die Mikrofone für die Verstärkung von akustischen Instrumenten wie Piano, Geige und Saxophon getestet. Beim Einsatz als Schlagzeugmikrofon mussten die Mikrofone zeigen, welchen Dynamikumfang sie besitzen und ob sie auch für solche Klangsituationen die ausreichende Toleranz besitzen. Alle Testaufnahmen wurden im Testlabor ausgewertet. Danegen wurden die Aufnahmen auch Testpersonen vorgespielt, die anschließend nach ihrem subjektiven Eindruck befragt wurden.

Ein wichtiger Prüfpunkt im Mikrofon Vergleichstest war eine verzerrungsfreie Wiedergabe. Bei der Verarbeitung von Schallsignalen sollte die Membran eines Mikrofons eine möglichst geringe Eigenresonanz aufbauen. Hierzu zählt auch ein möglichst geringer Klirrfaktor. Diese Einheit gibt an, wie stark das Audiosignal von unerwünschten, hochfrequenten Oberschwingungen überlagert wird. Je nach Bauart des Mikrofons und dem bevorzugten Einsatzgebiet ist ein linearer oder ein konturierter Frequenzgang von Vorteil. Der lineare Frequenzgang gewährleistet eine besonders klanggetreue Wiedergabe des Audiosignals. Für die Bühne kann ein Mikrofon mit konturiertem Frequenzgang der Stimme des Nutzers jedoch eine besondere Prägung verleihen.

Die Empfindlichkeit eines Mikrofons gibt darüber Auskunft, ab welchem Schalldruck die Membran des Mikrofons anspricht und eine dynamische Verarbeitung des Signals zulässt. Je größer die Membran eines Mikrofons ausfällt, desto größer ist das Potenzial für eine rauschfreie Aufnahme leiser Schallquellen. Das Rauschen wird nicht durch die Membran selbst, sondern durch den größeren elektrischen Innenwiderstand verursacht. Beim Mikrofon Test wurde ermittelt, wie gut leise Schallquellen von Mikrofon verarbeitet werden und wie stark und unangenehm das Rauschen ausfällt.

Ein wichtiger Bestandteil und entscheidend für die Klangqualität ist das Mikrofonkabel und der Mikrofonstecker. Eine schlechte Abschirmung oder mangelhafte Entstörung kann zu lästigen Brummgeräuschen führen und die Aufnahme beeinträchtigen.

Je länger das Mikrofonkabel ist, desto anfälliger ist die Einheit für Störsignale. Wir haben im Mikrofon Test 2017 bewertet, ob ein Mikrofonkabel bereits zum Lieferumfang gehört. Alle Mikrofone einer Kategorie wurden mit den gleichen Kabeln und Steckern verwendet, sodass Störgeräusche im Vergleichstest fair bewertet werden konnten.

Worauf muss ich beim Kauf eines Mikrofons achten?

Ein Mikrofon sollte eine möglichst große Zahl von Klangquellen verarbeiten können und ein sauberes akustisches Ergebnis abliefern. Dennoch muss sich der Käufer eines Mikrofons zunächst die Frage stellen, für welche Zwecke er sein Mikrofon hauptsächlich einsetzen möchte.

Wer ein Mikrofon für Reportagen sucht, benötigt ein Gerät, das auf die menschliche Stimme angepasst ist und eine hohe Robustheit mitbringt. Für diesen Einsatzzweck ist ein dynamisches Druckmikrofon empfehlenswert. Wer hingegen ein Mikrofon sucht, mit dem er Musikinstrumente aufnehmen möchte, sollte ein Mikrofon wählen, dass auf den Frequenzbereich seines Musikinstruments abgestimmt ist. So ist für eine Violine ein anderes Mikrofon empfehlenswert als für ein Schlagzeug.

Entscheidend ist dabei auch, ob das Mikrofon zum Beispiel für Aufnahmen im heimischen Musikstudio am Computer eingesetzt werden soll oder für Auftritte auf der Bühne gedacht ist. Für Aufnahmen mit einer Studio-Software empfehlen sich Kondensatormikrofone, die eine hohe Klangtreue aufweisen. Da diese Mikrofone stationär verwendet werden, ist die größere Empfindlichkeit für Erschütterungen und Körperschall hinnehmbar.

Auf der Bühne sind Mikrofone von Vorteil, die sich gut greifen und auch in Stativen fixieren lassen. Diese Mikrofon sollten einen guten Kompromiss darstellen zwischen Solidität und einer guten Klangwiedergabe. Für Videoaufnahmen können Handmikrofone oder Ansteckmikrofone genutzt werden. Die auch als Lavalier-Mikrofone bezeichneten Ansteckmikrofone können unsichtbar am Körper befestigt werden und haben den Vorteil, dass beide Hände zum Moderieren oder Singen frei bleiben.

Daher sind sie sowohl auf der Bühne als auch bei einer Präsentation hilfreiche Assistenten. Viele Sprecher und Gesangskünstler verwenden auch drahtlose Headsets, die das Audiosignal über einen Sender am Körper an das Empfangsgerät übermitteln.

Es sollten jedoch Headsets gewählt werden, die sich deutlich von den Headsets für Büro Zwecke unterscheiden, da diese Geräte ausschließlich für die Verarbeitung von Sprache ausgelegt sind und aufgrund der Preisgestaltung keine hohe klangliche Qualität erwarten lassen.

Beim Kauf eines Mikrofons sollte auch auf das Gewicht und die Handhabung geachtet werden. Ein hohes Gewicht kann zwar bei einem Handmikrofon ermüdend sein, lässt aber andererseits auf eine massive und solide Konstruktion des Geräts schließen. Auch die Bedienung sollte leicht und eingängig sein. Ein Handmikrofon sollte sich ohne Probleme in ein Mikrofonstativ einklinken und auch wieder entnehmen lassen. Nichts ist unangenehmer, als während einer Präsentation eine Panne mit einem Mikrofon zu erleben, da dies den gesamten Vortrag negativ beeinträchtigen kann. Daher sollte der Käufer eines Mikrofons auf eine hohe Ausfallsicherheit Wert legen und sich an einem Mikrofon Vergleichstest 2017 orientieren. Wenn er sich für den Vergleichssieger aus einem Mikrofon Test entscheidet, kann er sicher gehen, ein Mikrofon mit exzellenten Aufnahmequalitäten zu erhalten.

Kurzinformationen zu führenden Herstellern

  • Beyer
  • Shure
  • Sennheiser
  • AKG
  • Rode
  • Oktava
  • Schoeps
  • Audio-Technica
  • Neumann 
Das Unternehmen Beyerdynamik wurde von Eugen Bayer im Jahr 1924 in Berlin gegründet. Die Pionier Jahre des Tonfilms nutzte der Unternehmer, um mit Kino Lautsprechern und Reportage Mikrofonen für die Wochenschau einen neuen bedarf nach akustischen Geräten abzudecken. Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelte sich das Unternehmen in Heilbronn an. Der Schwerpunkt des deutschen Herstellers liegt auf hochwertigen Mikrofonen und Kopfhörer für gewerbliche Abnehmer und Privatkunden mit hohen Ansprüchen an den Klanggenuss.
Die Brüder Sidney und Samuel Shure begannen im Jahr 1925 mit dem Vertrieb von Radio- Bausätzen. Anfang der dreißiger Jahre vollführte das junge Unternehmen aus Chicago einen Schwenk und konzentrierte sich fortan auf die Herstellung von Mikrofonen. Die Produktpalette aus Kohlemikrofonen wurde sukzessive um dynamische Mikrofone, Kondensator-Mikrofone und Bändchenmikrofone erweitert. Bereits seit den 30er Jahren zählen auch Tonabnehmer Systeme zur Produktpalette von Schuhe. Mit dem 55 Unidyne I brachte Shure im Jahr 1939 das erste Richtmikrofon mit nur einer Kapsel auf den Markt. Es wurde von Persönlichkeiten wie Elvis, Roosevelt und Martin Luther King genutzt und zeichnet sich neben seiner akustischen Qualität durch ein unverwechselbares Design aus.
Das Unternehmen Sennheiser wurde 1945 von Fritz Sennheiser gegründet. Der Anbieter gehört zu den führenden Herstellern von Kopfhörern und Mikrofonen. Das international aufgestellte Unternehmen entwickelte den ersten offenen Kopfhörer, der einen hohen Tragekomfort mit hohen akustischen Qualitäten verbannt. Das Stammwerk in Wennebostel besteht seit der Gründung und enthält auch das Sennheiser Forschungszentrum. Dort entwickeln Experten neue Konzepte für Mikrofone und Kopfhörer.
Die Abkürzung AKG steht für “Akustische und Kino Geräte Gesellschaft”. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1947 in Wien. Ein frühes Erfolgsprodukt war das Mikrofon C12, mit dem die Beatles ihre ersten Aufnahmen durchführten. Neben hochwertigen Kondensator-Mikrofonen stellt AKG auch dynamische Mikrofone her. Heute umfasst die Produktpalette von AKG ein großes Portfolio an Mikrofonen für Studio und Bühne. Aktueller Nachfolger des legendären C12 ist das C414. Das Großmembranmikrofon kommt in vielen Tonstudios der ganzen Welt zum Einsatz.
Das australische Unternehmen Rode wurde unter dem Namen Friedman Electronics von zwei ausgewanderten Österreichern im Jahr 1967 gegründet. Zu den frühen Produkten zählten Mischpulte und Lautsprecher. In den 90er Jahren begann Rode mit der Herstellung hochwertiger Mikrofone, um die Nachfrage von Heimstudios zu decken. Neben seinen akustischen Qualitäten zeichnet die Mikrofone von Rode auch ein exquisites Design aus, für das Rode mehrmals ausgezeichnet und prämiert wurde.
Oktava ist ein Hersteller aus Russland und stellt neben Kondensatormikrofonen auch dynamische Mikrofone her. Zum Sortiment des Anbieters zählt auch Equipment für Tonstudios wie zum Beispiel Verstärker. Das bereits 1927 gegründete Unternehmen Oktava vertreibt seine Produkte in Deutschland über einen eigenen Online-Shop.
Das 1948 in Karlsruhe gegründete Unternehmen Schoeps befasste sich bis in die 50er Jahre hauptsächlich mit akustischen Anlagen für Lichtspielhäuser. Die vermehrte Nachfrage nach hochwertigen Kondensator-Mikrofonen führte zu einer Verlagerung der Geschäftstätigkeit, sodass das Unternehmen heute vor allem für seine Kondensatormikrofone bekannt ist. Das erste auf Transistoren basierende Kondensatormikrofon wurde im Jahr 1964 von Schoeps hergestellt. Ende der 90er Jahre bewies das Unternehmen Schoeps erneut Innovationsfreude und begann mit der Produktion digitaler Mikrofone. Die Mikrofone von Schoeps sind für ihre kompakten Ausmaße und ihre Vielseitigkeit bekannt.
Geburtsstunde des japanischen Unternehmens Audio-Technica ist das Jahr 1962. Zu den ersten Produkten des Herstellers aus Tokio zählten Tonabnehmersysteme. In den 70er Jahren begann der Hersteller mit der Erweiterung seines Sortiments und stellte seitdem auch Kopfhörer und Mikrofone her. Bahnbrechend war ein Vakuumröhren beinhaltendes Kondensator-Mikrofon, das im Jahr 1998 für den Einsatz im Tonstudio entwickelt wurde. Die Produkte von Audio-Technica sind für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt.
In vielen professionellen Tonstudios finden sich Mikrofone von Neumann. Das Unternehmen wurde von Georg Neumann im Jahr 1928 gegründet und stellte von Beginn an hochwertige Kondensatormikrofone her. Berühmtheit erlangte das Mikrofon M7, das für Reportagen während der Olympischen Spiele 1936 eingesetzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Produktsortiment auf Tonstudio Equipment ausgeweitet, wobei Mikrofone weiterhin den Schwerpunkt des Unternehmens bilden. Der Spezialist für Studiomikrofone wurde in den 90er Jahren von der Sennheiser Gruppe übernommen, jedoch blieb die Marke Neumann erhalten.

Internet vs Fachhandel: wo kaufe ich mein Mikrofon am besten?

Wer sich ein Mikrofon zulegen möchte, hat meist ein bestimmtes Anwendungsgebiet im Auge. Manch einer möchte die akustische Qualität seiner Videoaufnahmen verbessern, andere suchen ein hochwertiges Mikrofon für das heimische Musikstudio. Wer regelmässig Präsentationen auf der Bühne durchführt, will ein Mikrofon, das sowohl auf dem Stativ als auch in der Hand eine gute Klangqualität liefert.

Viele Hobbymusiker verwenden Mikrofone zur Verstärkung der Gesangsstimme und der eingesetzten Musikinstrumente. Immer mehr Betreiber von Websites gehen dazu über, ihr Online-Angebot mit medialen Komponenten wie Videos und Podcasts zu bereichern.

Wer vor der Videokamera Auftritt, profitiert von einem kleinen Ansteckmikrofon. Diese leichten Mikrofone empfangen die Sprache und verstärken sie, ohne dass der Sprecher ein Mikrofon in den Händen halten muss. Bei anderen Anwendungsgebieten ist dem Nutzer oft nicht klar, welches Mikrofon für ihn das geeignete ist.

Die Vielzahl an Fachbegriffen, die von den Herstellern genutzt werden, kann für einen Käufer verwirrend sein. Der Unterschied zwischen dynamischen Mikrofonen, Kondensator-Mikrofonen, Elektretmikrofonen, Bändchenmikrofonen und Lavalier-Mikrofonen ist dem Laien meist nicht klar.

Doch das Internet bietet zahlreiche Websites, die bei der Einordnung helfen. Auch die Richtcharakteristik eines Mikrofons ist entscheidend für eine gute Aufnahme. Informationen dazu, ob einer Kugelcharakteristik oder einer Nierencharakteristik das Mikrofon der Vorzug zu geben ist, findet der Anwender im Internet. In vielen Videos wird dem Interessenten online gezeigt, wie er ein Mikrofon einsetzt, so dass er ein gutes Klangerlebnis erhält.

Auf der Suche nach einem geeigneten Mikrofon begeben sich viele Käufer in einen Elektronikfachmarkt. Der Einzelhandel hält eine Reihe verschiedener Mikrofone vorrätig. Allerdings kennen sich die Verkäufer meist nicht mit den Unterschieden zwischen den einzelnen Mikrophonen aus und können bei der Entscheidung für das eine oder andere Mikrofon nicht behilflich sein.

Zudem sind die Mikrofone meist verpackt und lassen sich nicht in die Hand nehmen. Ein Ausprobieren ist im Fachhandel in der Regel nicht möglich, sodass sich die entscheidende akustische Qualität des Mikrofons nicht überprüfen lässt.

Die andere Option ist der Erwerb eines Mikrofons im Internet. Hier kann sich der Interessent an Bewertungen anderer Nutzer orientieren und findet in einem Mikrofon Vergleichstest 2017 die Mikrofone, die besonders gut abgeschnitten haben. Auf zahlreichen Internetseiten wird der Käufer über die Unterschiede zwischen einzelnen Mikrofon-Typen und Einsatzzwecken informiert. So findet er online schnell heraus, welches Mikrofon für seine Zwecke am besten geeignet ist.

So manch ein Kunde griff im Fachgeschäft vorschnell zu einem hochwertigen Kondensator- Mikrofon, um erst zu Hause festzustellen, dass ihm noch das Gerät für die Phantomspeisung des Mikrofons fehlt. Vom Käufer oder an der Kasse wurde er auf die technischen Voraussetzungen zur Inbetriebnahme eines Kondensator-Mikrofons nicht hingewiesen, da dem Personal in einem Elektronikfachmarkt das nötige Hintergrundwissen zu den einzelnen Mikrofon-Arten oftmals fehlt. Elektret-Mikrofone benötigen eine Batterie, um in Betrieb gesetzt werden zu können. Auch das Mikrofonkabel und ein gegebenenfalls erforderliches Mikrofonstativ müssen auf das jeweilige Mikrofon abgestimmt sein.

In einem großen Onlineshop wird der Käufer schon beim Ablegen eines Mikrofons in den Warenkorb darauf hingewiesen, welche weiteren Artikel zur Inbetriebnahme seines Mikrofon noch erforderlich sind. Er erhält Kaufempfehlungen und kann sich an Produkten orientieren, die von den meisten anderen Käufern seines Mikrofons ergänzend hinzugekauft wurden. Die beste Orientierung bietet ein umfangreicher Mikrofon Test. Bei einer Kaufentscheidung für eines der auf den vorderen Plätzen eines Mikrofon Test positionierten Mikrofons geht der Käufer kein Risiko ein.

Nach der Entscheidung für ein Mikrofon kann der Kauf mit wenigen Klicks abgeschlossen werden. Das Mikrofon wird dem Käufer innerhalb weniger Tagen auf dem Postweg zugesandt. Sollte er mit der Klangqualität des Mikrofons nicht zufrieden sein, kann er das Mikrofon innerhalb der Widerrufsfrist kostenlos zurücksenden.

Die Geschichte des Mikrofons

Die Stimme des Menschen hat nur eine begrenzte Reichweite. In vergangenen Jahrhunderten stellte sich dies als Problem heraus, wenn eine große Menschenmenge angesprochen werden sollte. Die Worte des Redners waren nur in den ersten Reihen zu vernehmen und verloren sich auf den hinteren Plätzen.

Auch Musikaufführungen und Gesangsdarbietungen waren vom Stimmvolumen der Gesangskünstler abhängig und konnten nur in geeigneten und in der Größe begrenzten Räumen aufgeführt werden. Das Mikrofon entwickelte sich aus dem Wunsch heraus, die menschliche Stimme zu verstärken. Zu diesem Zwecke verwendete der Mensch schon sehr früh seine Hände. Indem die Hände wie ein Trichter vor den Mund gelegt werden, wird ein Ruf gerichtet und verstärkt.

Im 17. Jahrhundert entwickelte der Engländer Samuel Morland das Sprachrohr, das bis heute in Form des elektrischen Megafons Verwendung findet. Ein weiterer früher Vorläufer des Mikrofons ist das Schnurtelefon, das auch als Kinderspielzeug Verwendung findet. Das erste Mikrofon wurde von Philipp Reis im Jahr 1860 zusammen mit dem ersten Telephon entwickelt. Den Namen Telephon entwickelte er aus dem Vorläufer Telegraph. Weiter entwickelt wurde die Erfindung vom Amerikaner Graham Bell.

Eine deutliche Verbesserung des Kontaktmikrofons war das Kohlemikrofon. Es ermöglichte erstmals eine Sprachverstärkung mit hoher Verständlichkeit und genügte auch den Anforderungen der frühen Musikindustrie. Das Kohlemikrofon war eine entscheidende Voraussetzung für die rasche Verbreitung des Tonfilms. Im Jahr 1923 wurde das erste elektromagnetische Tauchspulenmikrofon präsentiert.

Dynamische Mikrofone, Kondensator-Mikrofone und Bändchen-Mikrofone lösten in Bereichen, bei denen es auf hohe Klangtreue ankam, rasch das Kohlemikrofone ab.

Das günstige und zuverlässig arbeitende Kohlemikrofon blieb jedoch bis in die 70er Jahre Standard bei Festnetztelefonen, da es für den eingeschränkten Frequenzumfang in der Telefonie genügte. Das Kondensator-Mikrofon wurden von Georg Neumann ab dem Jahr 1928 vermarktet. Legendären Ruf erlangte das Mikrofon CMV3, die sogenannte Neumann-Flasche. Im Jahr

1962 wurde das Elektret-Mikrofon eingeführt, das auf Grund seiner Anspruchslosigkeit und kompakten Ausmaße in Kommunikationsgeräten wie Headsets und Handys Einzug fand. Bei Festnetztelefonen löste es das Kohlemikrofon ab. Neueste Entwicklung ist das Silizium-Mikrofon, das eine weitere Miniaturisierung erlaubt und neue Einsatzfelder in der Medizin und im Mobilfunkbereich eröffnet.

Zahlen, Daten, Fakten rund um das Mikrofon

Für die Qualität einer Tonaufnahme ist der Mikrofonabstand mit entscheidend. Je weiter sich das Mikrofon von der Schallquelle befindet, desto größer wird die Aufnahme durch den Raumklang beeinflusst. Insbesondere in Halligen Räumen wie einer Kirche kann bereits ein Abstand von wenigen Methan zum Sprecher zu groß für eine gute Verständlichkeit sein.

Den Bereich, an dem der reflektierte Schall ebenso groß ist wie das direkt auf das Mikrofon eintreffende Tonsignal, nennt man hallradius. Auch einen zu nahe Abstand kann sich negativ auswirken, zum Beispiel in Form von Klopfgeräuschen oder der Anhebung tiefer Frequenzen.

Die Klangqualität einer Tonaufnahme wird durch verschiedene Punkte beeinflusst. Hierzu zählen die Auswahl des richtigen Mikrofon und die Positionierung eines Mikrofons im Raum. Diesen Prozess nennt man Mikrofonierung.

Räume mit ungünstigen akustischen Eigenschaften können vor der Tonaufnahme präpariert werden, soweit dies am jeweiligen Aufnahmeort möglich ist. Zu einem natürlichen Raumklang gehört ein gewisser Nachhall dazu.

Zu starker Nachhall oder störende Nebengeräusche beeinträchtigen jedoch die Qualität einer Tonaufnahme. Bei Verwendung von Ansteckmikrofonen ist darauf zu achten, das keine Reibegeräusche durch Kleidungsstücke auf das Mikrofon übertragen werden.

Bei der Aufnahme von Musikinstrumenten können je nach Instrument hohe Anforderungen an den Dynamikumfang eines Mikrofons gestellt werden. Bestehen Zweifel bei der Auswahl eines Mikrofons, sollte vorab eine Testaufnahme erfolgen. Im professionellen Bereich gehören Testaufnahmen zur Routine eines jeden Tontechnikers.

Für die räumliche Wirkung einer Stereo-Aufnahme ist der Abstand der für den linken und rechten Kanal aufgestellten Mikrofone entscheidend. Dieser Abstand wird Mikrofonbasis genannt. Das Winkelverhältnis einer Schallquelle, zum Beispiel eines Orchesters, zu den Mikrofonen ist der Aufnahmebereich. Die Stereo-Aufnahme wird durch die Wahl und Richtwirkung der Mikrofone beeinflusst. Der Aufnahmebereich soll die zu empfangende Schallquelle im Idealfall vollständig abdecken.

Mikrofon anschließen

Zum Anschließen eines Mikrofons wird ein Mikrofonkabel mit kompatiblen Mikrofonstecker verwendet. Je nach Mikrofon und Gerät sind verschiedene Steckertypen in Verwendung.

Als Standard für Mikrofone hat sich der XLR-Stecker durchgesetzt. Dieser Stecker besitzt 3 oder 5 Pole und ist geerdet. Andere Mikrofonstecker sind als Klinkenstecker oder Kleintuchelstecker ausgeführt.

Bei der symmetrischen Signalleitung verbinden Mikrofonkabel und Stecker neben dem Audiosignal die Masse sowie zwei Signalpole. Die asymmetrische Signalleitung gibt bei einem Monosignal Masse und Signal oder bei einem Stereosignal Masse sowie linkes und rechtes Signal an das Gerät weiter.

Die symmetrische Signalübertragung hat eine geringere Anfälligkeit gegen externe Störsignale. Bei der Anschaffung eines Mikrofonkabels ist auch auf eine ausreichende Länge zu achten. Vom “Zusammensetzen” zweier kurzer Mikrofonkabel ist abzuraten, um Qualitätseinbußen zu vermeiden und eine hohe Beweglichkeit des Kabels beim Einsatz zu erhalten.

XLR-Stecker sind massiver ausgelegt als Klinkenstecker und lassen sich verriegeln. Stehen mehrere Anschlussverbindungen zur Auswahl, sollte dem XLR-Stecker der Vorzug gegeben werden. Dieser Anschlusstyp hat sich vor allem im im rauen Bühneneinsatz bewährt und als zuverlässig erwiesen. Einfach aufgebaute Mikrofone und Elektretmikrofone verwenden jedoch meist ein Koaxialkabel mit Klinkenstecker. Insbesondere zum Anschluss an viele Consumer-Geräte Computer und TV sind Klinkenstecker oft die einzige Option. Ein Vorteil kleiner Klinkenstecker ist ihr schlanker Aufbau, so dass sie sich auch in Frontblenden von Notebooks gut integrieren lassen.

Kondensatormikrofone lassen sich nicht wie andere Mikrofone anschließen und in Betrieb nehmen, denn sie benötigen eine Phantomspeisung. Der erforderliche Gleichstrom von 48 Volt wird von einem Phantomspeisungs-Adapter oder von einem Mischpult zur Verfügung gestellt.

Werden ältere, dynamische Mikrofone an eine Phantomspeisung angeschlossen, können sie gegebenenfalls Schaden nehmen. Daher sollte bei Einsatz unterschiedlicher Mikrofontypen die Phantomspeisung nur bei Anschluss von Kondensatormikrofonen zugeschaltet werden.

Kleine und günstige Elektretmikrofone nutzen die Speisespannung eines Gerätes oder einer Soundkarte für den Betrieb. Hochwertige Elektretmikrofone müssen mit einer Batterie bestückt werden oder benötigen wie Kondensatormikrofone eine Phantomspeisung.

Mikrofon einstellen

Für eine qualitativ hochwertige Aufnahme würde ein trockenes Schallsignal angestrebt. Darunter versteht man ein Signal, das nicht oder kaum von Boden Wänden und Decke eines Raumes reflektiert wurde. Räume mit Haken Reflexionsflächen sollten vor einer Audioaufnahme präpariert werden, das heißt mit Teppichen und anderen geeigneten Materialien gedämpft werden.

Generell wird eine große Nähe des Mikrofons zur Schallquelle angestrebt. Dieser den Vorzug, dass Reflektionen unterdrückt werden und unerwünschte Nebengeräusche ausgeblendet werden. Da eine große Nähe des Mikrofons zu einer Person den sogenannten Nahbesprechungseffekt auslöst, das heißt eine Anhebung der tiefen Frequenzen, ist ein Kompromiss zu wählen. Ein Mikrofon sollte auch nicht nahe einer Wand stehen, da dies Reflektionen auslösen würde.

Sämtliche technischen Geräte wie Computer sollten möglichst leise arbeiten oder effektiv geblitzt werden. Insbesondere bei Musikaufnahmen ist ein Monitoring erforderlich. Der Künstler hört seine eigene Stimme oder das von ihm gespielte Instrumente über den Kopfhörer.

Werden verschiedene Spuren nacheinander aufgenommen, muss der Künstler auch die bereits vorproduzierten Spuren der weiteren Instrumente oder Gesangsstimmen hören können.

Die Aufnahme von Musikinstrumenten kann sich als komplex herausstellen. Dies gilt besonders für das Schlagzeug, bei dem die komplette Mikrofonierung eine Reihe unterschiedlicher Mikrofone erfordert, die noch dazu in bestimmten Positionen einzurichten sind. Für professionelle Aufnahmen eines Schlagzeugs werden bis zu 7 Mikrofone verwendet.

Die Aufnahme einer akustischen Gitarre gestaltet sich einfacher. Hierzu reicht bereits ein hochwertiges Kondensator-Mikrofon. Bei diesem Mikro sollte es sich um einen kleinmembraner handeln und das Mikrofon sollte in der Mitte zwischen Schallloch und seitensteg platziert werden. Eine noch bessere Wiedergabe lässt sich mit zwei Mikrofonen erzählen, von denen eins auf den kleinen Körper der Gitarre gerichtet ist und das andere auf den Hals in Höhe des zwölften Bundes.

Eine besondere Herausforderung stellt die Mikrofonierung eines Flügels dar. Eine der Schwierigkeiten ist es Komma sowohl eine hohe Klangqualität zu erreichen und gleichzeitig störende mechanische Geräusche aus Hammerwerk und Pedalerie des Pianos auszublenden. Wir können bereits kleine Positionsänderungen der Mikrofone eine große Wirkung zeigen.

Anwendung und Positionierung

Nach Anschluss eines Mikrofons ist zu prüfen, ob Stör- oder Brummgeräusche auftreten.

Für Brummgeräusche ist oft ist eine mangelhafte Erdung der Grund. Störgeräusche können durch eine unzureichende Abschirmung des Mikrofonkabels oder in unmittelbarer Nähe des Kabels befindliche Sender verursacht werden.

Durch elektromagnetische Felder verursachte Störungen lassen sich am einfachsten durch Ausschalten oder Entfernen des betreffenden Geräts beseitigen. Unerwünschte Rückkopplungen lassen sich vermeiden, indem das Mikrofon möglichst nah an der Schallquelle und möglichst weit von Lautsprechern positioniert wird.

Auf Grund der symmetrischen Signalübertragung kommen Störgeräusche bei hochwertigen Mikrofonen mit XLR-Ausgang äußerst selten vor. Störanfällig sind besonders Mikrofone im unteren Preissegment, die das Audiosignal unsymmetrisch ausgeben. Diese Mikrofone sind meist mit Cinchsteckern oder Klinkensteckern bestückt. Cinchstecker und Klinkenstecker werden im professionellen Bereich weitestgehend gemieden. Diese Stecker stellen den Kontakt lediglich durch Reibung oder Federkraft her. Bei entsprechend hoher Zugbelastung gleiten sie aus ihren Buchsen – ein Verriegeln ist nicht möglich. Wenn Klinkenstecker im Studiobereich verwendet werden, dann nur solche mit einem Durchmesser von 6,35 Millimeter. Klinkenstecker mit 3,5 und 2,5 Millimeter Durchmesser sind im Consumer-Bereich weit verbreitet und dort wegen ihrer kleinen Baugröße beliebt.

Eine interessante Option für Anwender, die sich mit Homerecording oder der Erstellung von Podcasts befassen, sind Mikrofone mit USB-Anschluss. Diese Mikrofone wandeln das analoge Signal intern in ein digitales um.

Der Anschluss an einen Computer gestaltet sich mit diesen Mikrofonen besonders leicht, da keine weiteren Konfigurationen vorzunehmen sind. Wer Studio-Mikrofone mit XLR-Ausgang an den Rechner anschließen will, steht jedoch vor einem Problem. Konventionelle Onboard-Soundkarten bieten nur einen Anschluss für Mikrofone mit unsymmetrischem Stecker. Zwar lässt sich die erwünschte Kompabilität durch Einsatz eines Adapter erreichen, jedoch besitzen diese Onboard-Karten eine hohe Latenz, die sie für professionelle Band-Aufnahmen untauglich macht. Zudem ist ein solches System anfällig für Störgeräusche. Besitzer eines PCs sollten daher eine hochwertige Soundkarte mit XLR-Anschluss installieren. Für Laptops gibt es externe Soundkarten mit XLR-Anschlüssen.

FAQ

  • Was versteht man unter dem Dynamikbereich eines Mikrofons?

Jedes Mikrofon produziert ein geräteseitiges Eigenrauschen. Das Mikrofonrauschen sollte möglichst klein bleiben sollte, um leise Passagen nicht zu beeinträchtigen. Moderne, hochwertige Kondensatormikrofone produzieren nur noch ein extrem kleines Eigenrauschen. Die Differenenz zum maximal noch zu verarbeitenden Schalldruck ist der Dynamikbereich des Mikrofons. Der Dynamikbereich sollte möglichst groß sein.

  • Was ist der Vorteil einer Nachvertonung?

Videos werden im Zuge einer Nachvertonung oft mit Geräuschen, Moderationen und Musik ergänzt. Viele Filme und Videos werden auch komplett nachvertont. Ein Vorteil der Nachvertonung ist die bessere Tonqualität, die sich im Studio erzielen lässt. Am Set ist es oft schwierig, einen qualitativ guten Liveton einzufangen. Die Mikrofonierung und Abmischung gestaltet sich umso schwieriger, je mehr Personen mit Mikrofonen auszustatten sind. Bei einer Nachvertonung fallen störende Hintergrundgeräusche, Versprecher oder Verspieler nicht ins Gewicht. Liveton wird für Moderationen verwendet und überall dort, wo hohe Authentizität ist.

  • Wie viele Mikrofone werden für eine Tonaufnahme benötigt?

Art und Zahl der Mikrofone sind vom Raum und von der aufzunehmenden Schallquelle abhängig. Für Moderationen und Interviews reicht meist ein Mikrofon. Komplexe Musikinstrumente wie ein Schlagzeug erfordern mindestens 3 Mikrofone. Bei der Aufnahme von Orchestern und bei großen musikalischen Events kann eine Vielzahl unterschiedlichster Mikrofone zum Einsatz kommen.

  • Sind kleine Mikrofone schlechter als große?

Die Größe eines Mikrofons steht nicht in direktem Zusammenhang zur Klangqualität. Auch kleine Lavaliermikrofone können ein gutes Audiosignal liefern, wenn die Mikrofonierung sorgfältig durchgeführt und das Mikrofon auf die Stimme des Sprechers abgestimmt wurde. Allerdings verlangen Großmembran-Mikrofone ein Gehäuse, das über dem Durchmesser der Membran liegt. In Tonstudios kommen große Kondensatormikrofone zum Einsatz, die zwecks Abkopplung von Körperschall in einer sogenannten Spinne aufgehangen werden. Die kleinen Elektret-Mikrofone, die für Handys und Headsets verwendet werden, sind für die Sprachübertragung optimiert. Diese Mikrofone müssen keine hohe Klangtreue liefern und sind sehr ausfallsicher.

Nützliches Zubehör

Zur Übertragung eines hochwertigen Audiosignals bedarf es auch eines hochwertigen Mikrofonkabels. Erste Wahl für eine Signalverarbeitung hoher Güte sind Mikrofonkabel mit XLR-Anschluss. XLR ist der Standard im Profibereich und wird auch von ambitionierten Podcastern und Hobbymusikern verwendet. Soll ein Mikrofon mit XLR-Ausgang direkt an einen Computer angeschlossen werden, ist ein Kabel mit eingebettetem Audio-Digital-Konverter und USB-Anschluss zu wählen.

Wer Mirkofone im heimischen Tonstudio oder zur Aufnahme von musikalischen Veranstaltungen verwendet, kommt um Mikrofonstative nicht herum. Gute Stative lassen sich vielseitig einstellen und besitzen eine Aufnahmehalterung, in die sich eine Vielzahl von Mikrofonen sicher einklemmen lassen.

Durch Verwendung eines Mikrofonstativs hat ein Sprecher oder Sänger die Hände frei. Nur so kann ein Musiker zum Beispiel gleichzeitig singen und sich auf der Gitarre begleiten. Bei der Auswahl des Stativs sollte auf hohe Stabilität geachtet werden. Der Galgen des Stativs darf auch bei Belastung mit schweren Mikrofonen nicht absinken und muss die eingestellte Höhe einbehalten. Neben einer soliden Ausführung ist eine einfache Handhabung wichtig. Mikrofonstative sollten sich nicht nur von technischem Personal, sondern auch von jedem Sprecher und jedem Musiker einfach einstellen und sichern lassen.

Alle Griffe und Verbindungen sollten so ausgelegt sein, dass man sich auch bei ungeübter Handhabung nicht die Finger einklemmen kann. Höhe des Ständers und Länge des Galgens müssen den jeweiligen Anforderungen entsprechen. Mit Schwenkarm ausgestattete Mikrofonständer sind für alle von Nutzen, die sich mit Homerecording oder der Aufnahme von Podcasts befassen.

Ein Popschutz verhindert Popgeräusche, die beim Aussprechen oder Singen explosiver Konsonanten entstehen können. Weiterhin schützt ein Popschutz die empfindlichen Membranen hochwertiger Kondensatormikrofone vor Befeuchtung durch Speichel.

Der relative geringe Anschaffungspreis für einen Popschutz steht in keinem Verhältnis zum hohen Nutzen, den dieses Vorsatzteil für Studiomikrofone bietet. Auch für Hobbymusiker und Podcast-Produzenten ist dein Popschutz ein unverzichtbares Zubehörteil, das mit einem Mikrofon zu installieren ist.

Auch eine Spinne erfordert nur eine geringe Investition und sollte bei Studioaufnahmen nicht fehlen. Insbesondere Kondensatormikrofone sind anfällig für Körperschall. Die Spinne hängt ein Mikrofon elastisch auf und schützt es vor Vibrationen und unerwünschten Resonanzen. Beim Kauf ist auf Kompabilität mit den eingesetzten Mikrofonen zu achten.

Alle Kondensatormikrofone und einige Elektretmikrofone benötigen eine Phantomspeisung. Wenn die Phantomspeisung nicht durch ein Mischpult hergestellt wird, kann ein Phantomspeisegerät die erforderliche Spannung von 48 Volt liefern.

Für den sicheren Transport von Mikrofon und Zubehör bieten verschiedene Hersteller passende Koffer und Transporttaschen an. Taschen für Mikrofonstative sind oft mit einem Schultergurt ausgestattet. Alle Transportbehälter sollten wasserdicht sein und einen adäquaten Schutz gegen Erschütterungen bieten.

Weiterführende Links und Quellen

 

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