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Mikroskop Test 2017 • Die 10 besten Mikroskope im Vergleich

Wir haben 10 Mikroskope für Sie getestet.Mikroskope sind schon seit langer Zeit in Wissenschaft, Industrie und Technik zum unverzichtbaren Hilfsmittel geworden. Sie ermöglichen den Einblick in eine Welt, die mit dem bloßen menschlichen Auge nicht sichtbar ist. Insbesondere in der Mikrobiologie und in der Medizin ermöglichen die Mikroskope Wissenschaftlern die Erforschung von Kleinstorganismen wie Bakterien und die Untersuchung erkrankten Gewebes.

Aus diesem Grunde tragen Mikroskope auch in Krankenhäusern und medizinischen Laboren täglich dazu bei, die richtige Behandlung für die Krankheit des Patienten festzulegen. Aber auch im Schulunterricht bietet das Mikroskopieren Kindern das Erkunden einer völlig neuen Welt. So werden vielleicht schon früh das Interesse für Wissenschaft und Forschung geweckt.

Gerade auch zuhause macht ein Mikroskop ab einem gewissen Alter durchaus Sinn, um Alltagsgegenstände von einer völlig neuen Seite kennen zu lernen. Deshalb haben wir für Sie unsere getesteten Kandidaten in im Bereich der Mikroskope und natürlich auch unsere Vergleichssieger in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt.

Mikroskop Bestenliste 2017

Letzte Aktualisierung am: 

 Bresser Mikroskop Erudit DLX 40x-1000x
 Das Bresser - LCD-Mikroskop hat den 2. Platz.Bresser 5803600 Mikroskop Erudit Basic Stereo 20x-40x
 Das National Geographic – Durchlichtmikroskop belegt den 4. Platz. Das Bresser - Mikroskop-Set Biolux belegt Platz 5. Das Maozua – Digitalmikroskop ist auf dem 6. Platz. Das National Geographic – Stereomikroskop ist auf Platz 7.Bresser Mikroskop Biolux ICD 20x
 Das Crenova - UM012C wurde auf Platz 9 gewählt. Das Somikon - Digitales 3in1-Mikroskop ist unser Platz 10.

Bresser Mikroskop Erudit DLX 40x-1000x


Bresser - LCD-Mikroskop

Bresser 5803600


National Geographic - Durchlichtmikroskop

Bresser - Mikroskop-Set Biolux

Maozua - Digitalmikroskop

National Geographic - Stereomikroskop

Bresser Mikroskop Biolux ICD 20x


Crenova - UM012C

Somikon - Digitales 3in1-Mikroskop

Bewertung 1,1 1,2 1,4 1,4 1,6 1,7 1,8 2,0 2,2 2,4
Vergrößerung40x-600x50x-500x, 2000x (digital) Vergrößerung20x, 40x40x-1280x40x-1024x20-300x20x20x20x bis 300x400x
Digitale Vergrößerung auf bis zu 715-fach
LeuchtenLED2 LED-Lampen (Durchlicht, Auflicht) und 6 verschiedene FarbfilterLEDAuflicht-/DurchlichtfunktionLED Durchlichtbeleuchtung8 LEDsBatteriebetriebene Auflichtbeleuchtungk.A.8 LEDZwei LED-Beleuchtungs-Stufen : Licht von unten (besonders für lichtdurchlässige Objekte), Licht von oben (für lichtundurchlässige Objekte)
Objektive4x, 10x, 40x, 100x-Oil4x, 10x, 40x2x, 4x4x,10x,40x20x-320x-Achse Mikrolinsek.A.3 Objektiv-Linsen für 50x, 100x, 200x
OkulareWF 10xWF-10xseparat erhältlichWF10x, WF16xnicht InklusiveBinokularer Einblickk.A.
Gewicht3,7 Kg998 g2,1 Kg1,1 Kg2,8 Kg898 g762 g550 g880 g599 g
USB Anschlussk.A.Grüner Hakennicht Inklusivenicht InklusiveGrüner HakenGrüner Hakennicht Inklusivenicht InklusiveGrüner HakenGrüner Haken
LieferumfangMikroskop
Din-Okular (WF 10x)
DIN-Objektive (4x, 10x, 40x, 100x-Oil)
Kreuztisch mit Nonius-Einteilung
Abbe-Kondensor
Netzadapter
- Mikroskop, 4/10/40fach Objektive
- Kreuztisch mit Noniuseinteilung
- USB-Kabel
- Farben-Filterscheibe
- Dauerpräparate
- Objektträger+Deckgläser
- Hefe, Gum Media, Seesalz, Garneleneier
- umfangreiches Set mit Besteck
- Mikrotom und Garnelenbrutanlage
Mikroskop; 2x WF10 Okulare;
Stereo Wechselobjektiv 2x/4x;
Objektplatte Glas,
eine Seite mattiert;
Schwarz/Weiß Objektplatte;
Smartphone Halterung;
Kunststoffkoffer

- Mikroskop
- Präparierbesteck
- Objektträger
- Präparate
- Okulare
- Mikroskop
- 2 Okulare (WF10x, WF16x)
- 3 Objektive (4x,10x,40x)
- Barlowlinse
- USB Kamera
- Objektträger
- Deckgläser (je 5)
- Pipette
- Einschlussmittel
- Mikrotom
- Zucht-Set für Garnelen (Artemia)
- 3x AA Batterien
- Anleitung
- Microscope
- Metal stehen
- Software CD
- Manual (English)
- Calibration Ruler
- Stereomikroskop
- Okulare
- Mineralproben
Biolux ICD Stereo Auflichtmikroskop
Staubschutzhülle
Präparatebox mit 12 Gesteinspräparaten
- USB Mikroskop
- Ständer
- CD Laufwerk
- Lineal zur Korrektur
- Englische Benutzeranleitung
- Mikroskop
- Kamera-Aufsatz
- Stativ
- Software
- USB-Kabel (150 cm)
- 3 Objektträgern aus Kunststoff
- 1 Präparat (Baumwollfasern)
- Pipette
- Pinzette
- Software
- deutscher Anleitung
Details

  • 360° Grad drehbar
  • geeignet für DIN- und Ölimmersions-Objektive
  • Stufenlose regulierbare LED-Beleuchtung


  • Hochwertiges LCD-Mikroskop mit 3,5" (89mm) Display
  • 5 Mega-Pixel CMOS Sensor für Liveview, Foto und Videofunktion
  • USB Anschluss und SD-Kartenleser
  • Optimale Beleuchtung durch 2 LED-Lampen

  • Dreidimensionales Bild (3D) durch Stereo-Optik
  • Langlebige LED-Beleuchtung mit Batteriebetrieb, dadurch universell einsetzbar
  • Auflicht- und Durchlichtbeleuchtung, separat dimmbar


  • Einsteigermikroskop für Jung und Alt
  • ideal für Schule und Hobby
  • Mit viel Zubehör für den perfekten Start in den Mikrokosmos
  • separat erhältlichen elektronischen Okular

  • Hochwertiges Einsteigermikroskop mit umfangreichem Zubehör und hoher Vergrößerung
  • Perfekt für Jung und Alt
  • USB-Kamera zum Übertragen von Bildern und Videos auf den PC
  • Pull-Out Barlow Linse zum stufenlosen Zoomen

  • 5,0-Megapixel-Sensor
  • 20x-320x-Achse Mikrolinse
  • Einstellbarer Brennweite von 0 mm-150mm
  • USB Port mit Strom versorgt (5 V DC)

  • Stereomikroskop für Kinder und Erwachsene
  • Extra leicht und gut transportierbar
  • Binokularer Einblick
  • Augenabstand individuell einstellbar

  • Ideal geeignet zum Beobachten von Steinen, Münzen, Blättern, Käfern und vielem mehr
  • Erzeugt einen dreidimensionalen Eindruck beim Beobachten da jedes Auge eine eigene Mikroskoplinse und eigenes Okular hat


  • 5 Megapixel (wahre Auflösung) Bildsensor
  • Benutzerfreundlich
  • Einfacher Zusammenbau
  • Videos und Standbilder Ihrer Funde erstellen

  • 3in1-Mikroskop: digital, analog und mobil
  • Mit abnehmbarer Kamera
  • Ohne Stativ als Handmikroskop verwendbar
  • Mit Bild- und Video-Aufnahmefunktion
Komfort
Preis- / Leistung
Preisvergleich



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Der Vergleichs-Testsieger im Video

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Mikroskop?

Der große Test der Mikroskope 2017.Ein Mikroskop vergrößert das untersuchte Objekt wesentlich. Selbst bei einfacheren Mikroskopen sind maximale Vergrößerungen um das Hundertfache keine Seltenheit. So lassen sich Details erkennen, die ohne solche Hilfsmittel nicht oder nur schwer sichtbar sind. Insbesondere können so auch biologische Gewebe und Mikroorganismen untersucht werden. Aber auch Modelle mit Vergrößerungsfaktoren von etwa 1000 und mehr sind heutzutage bereits vergleichsweise günstig erhältlich. Diese eignen sich auch für die Untersuchung von noch kleineren Strukturen oder spezifischen Details von größeren Zellen.

Wie funktioniert ein Mikroskop?

Das Mikroskop setzt sich aus mehreren Funktionseinheiten zusammen, von denen ein Großteil zum optischen System des Instruments gehört. Für eine hinreichende Beleuchtung wird beim Mikroskop durch eine Lichtquelle wie ein Halogenbirnchenoder auch eine LED gesorgt. Diese befindet sich beim Durchlichtmikroskop unterhalb, beim Auflichtmikroskop hingegen oberhalb der auf dem Objektträger befestigten Probe. Idealerweise sollte die Intensität der Lichtquelle einstellbar sein. Auf diese Weise können die Lichtverhältnisse an das jeweilige Untersuchungsobjekt angepasst werden.

Die Vergrößerung wird im Mikroskop durch ein Linsensystem erreicht, welches den vom Objekt ausgehenden Lichtstrahl soweit aufweitet, dass auch das menschliche Auge die Details selbst von Strukturen, die nur wenige Mikrometer groß sind, erkennen kann. Dar Mikroskope auch von Brillenträgern üblicherweise ohne Brille genutzt werden, lässt sich die Optik durch das Drehen an verschiedenen Mechaniken des Okulars oder Objektivs auf die jeweilige Sehstärke anpassen.

Hier unterscheidet man zwischen dem Grobtrieb und dem Feintrieb des Instruments, der zur Justierung der Brennweite genutzt wird. Somit muss beim Benutzen des Mikroskops im Normalfall keine Brille getragen werden. Es gibt natürlich aber auch Sehschwächen, die durch ein bloßes Schärferstellen nicht ausgeglichen werden können. Diese können dann auch durch die entsprechende Einstellung des Mikroskops nicht neutralisiert werden. Hier empfiehlt es sich, entweder versuchsweise doch mit Brille zu mikroskopieren oder eine andere Lösung in Absprache mit dem Augenarzt zu finden.

Bei besonders hohen Vergrößerungsfaktoren stößt man beim Lichtmikroskop an die Beschränkung durch die Wellenlänge des Lichts: Es gibt eine minimale Länge, die durch das Mikroskop noch scharf abgebildet werden kann. Alle Strukturen, die kleiner als diese charakteristische Größe sind, erscheinen verschwommen und können unter dem Mikroskop somit nicht untersucht werden.

Damit eignen sich derartige z.B. optische Mikroskope nicht, um wissenschaftliche Forschung an den entsprechenden Strukturen durchzuführen.

Hier kommen deshalb andere Geräte zum Einsatz: Denn es lässt sich nicht nur mit Licht mikroskopieren, auch andere Wellen wie z.B. Elektronenwellen bieten die Möglichkeit zur vergrößerten Darstellung von Objekten bzw. Präparaten. Insbesondere das Elektronenmikroskop liefert ein sehr gutes Auflösungsvermögen. Allerdings muss das Untersuchungsobjekt mit einer Metallbeschichtung auf die Aufnahme vorbereitet werden.

Dies bedeutet nicht nur einen zusätzlichen Aufwand, sondern kann auch feine Details verdecken. Ein Beispiel sind etwa kleine Öffnungen im Panzer von Insekten, in denen sich die Metallatome ansammeln können: Die feinen Poren verstopfen. Auf der Aufnahme sind sie dann nicht mehr zu erkennen. Außerdem existieren noch viele weitere verschiedene Mikroskope, auf die hier nicht im notwendigen Detail eingegangen werden kann.

Vorteile & Anwendungsbereiche

Es gibt die verschiedensten Anwendungsbereiche eines Mikroskops.Mikroskope kommen immer da zur Anwendung, wo das menschliche Auge bei der Auflösung von Strukturen aufgrund deren geringer Größe versagt. Die meisten Menschen können Objekte von einer Größe von etwa 100 Mikrometern (0,1 Millimetern) noch als kleine Punkte erkennen, wesentlich kleinere Gegenstände oder Lebewesen können aber in der Regel vom Auge nicht aufgelöst werden.

Diese Details der den Menschen umgebenden Welt bleibt ihm ohne den Einsatz von Vergrößerungsverfahren wie der Mikroskopie somit  verborgen. Dies hat sich im Verlauf der Evolution anscheinend nicht als genügend nachteilhaft erwiesen, um zu einem besseren Auflösungsvermögen des Auges zu führen. Hier traten die größten lebensbedrohlichen Gefahren, die dem frühen Menschen und seinen Vorfahren zum Verhängnis werden konnten, wohl auf einer anderen Größenskala auf.

Als Beispiel seien hier Raubtiere, feindliche Stämme oder giftige Beeren genannt. Aber auch zum oft zitierten „Jagen und Sammeln“ war die naturgegebene Sehschärfe vollkommen ausreichend. Allerdings ist der Mensch in seiner Entwicklung nun an einen Punkt gekommen, an dem auch die Erkundung der mikroskopischen Welt eine immer größere Rolle spielt.

Mit der fortschreitenden Entwicklung der Miniaturisierung in der Elektronik werden Mikroskope im zunehmendem Maße auch in diesem Fachgebiet eingesetzt. Etwa lassen sich tote Pixel auf einem flachen Monitor mit einem Mikroskop häufig genauer untersuchen: Hier wird dann deutlich, dass jeder Bildpunkt in Wirklichkeit kein einzelner Punkt ist, sondern sich in der Regel (je nach verwendeter Technik) aus Leuchtmitteln in drei verschiedenen Farben (z.B. Rot, Grün und Blau) zusammensetzt.

Hierbei wird natürlich bei Monitoren der Abstand dieser verschiedenfarbigen Leuchtpunkte vom Hersteller bewusst so klein gewählt, dass das Auge sie nicht mehr unterscheiden kann. Das Resultat ist ein anscheinend einfarbiger Pixel. Auch für Hobby-Elektroniker und Bastler kann ein geeignetes Mikroskop deshalb als fester Bestandteil der Werkstatteinrichtung interessant sein.

Mit ihm lassen sich häufig faszinierende Einblicke in den Aufbau oder die Funktionsweise von modernen oder älteren Geräten gewinnen, die ohne ein solches Hilfsmittel graue Theorie bleiben. Die eigene Praxiserfahrung kann erfahrungsgemäß meist nicht vollständig durch Lehrbuchwissen ersetzt werden. Auch die Diagnose bestimmter Defekte elektronischer Bauteile oder von sehr kleinen Leiterbahnen wird durch ein solches Instrument erleichtert.

Außerdem können auch Taschentücher, Stoffe oder Metallfolien unter dem Mikroskop bereits bei relativ kleinen Vergrößerungen interessante Details offenbaren. Hier lassen sich die Arbeitsmuster der verwendeten industriellen Maschinen eher erkennen als auf der gröberen Skala.

Insbesondere aus biologischem Ausgangstoffen hergestellte Materialien enthalten oft noch Hinweise auf ihre Herkunft, die erst unter dem Mikroskop sichtbar werden.

Hier rechnen die meisten Hersteller nicht damit, dass der Kunde sich die gekaufte Ware auch einmal stark vergrößert ansieht. Dementsprechend bleibt die Gestaltung auf das gröbere, mit dem bloßen Auge sichtbare Bild des entsprechenden Artikels beschränkt. Dies ist völlig verständlich, bietet dem Interessierten aber ein weites Spektrum zur mikroskopischen Erkundung solcher Materialien.

Ein Großteil der medizinischen Forschung ist in der heutigen Zeit ohne Mikroskope weitgehend undenkbar. Nur unter dem Mikroskop können – der Name verrät es bereits – mikroskopische Veränderungen an Geweben und anderen biologischen Proben erkannt und weiter untersucht werden. Aber nicht nur in der Grundlagenforschung, auch in der Diagnostik z.B. in Krankenhäusern spielen sie deshalb natürlich eine wichtige Rolle.

Desweiteren können sie zum Beispiel in den Ingenieurswissenschaften dabei helfen, Materialfehler zu erkennen, bevor diese makroskopisch sichtbar werden. Somit lassen sich wichtige Bauelemente austauschen, bevor es zu größeren Schäden oder Unfällen kommt. Aber auch im Nachhinein lassen sich Verschleißmechanismen anhand ihres Erscheinens im vergrößerten Bild klassifizieren und so die Ursache z.B. für einen Motorschaden feststellen. Dies kann von strafrechtlicher Relevanz sein, hat aber auch Bedeutung bei der Ermittlung im Rahmen von Schadensersatzansprüchen oder Versicherungsbetrug.

Besonders interessant für angehende Kriminologen, aber auch aus Film und Fernsehen bekannt, sind Ermittlungsverfahren, bei denen mikroskopische Spuren eines Verbrechens unter dem Mikroskop untersucht werden. So lassen sich winzige Blutspritzer klassifizieren oder eindeutige Besonderheiten von am Tatort gefundenen Materialien feststellen. Auf diese Weise kann der Kreis der Verdächtigen oftmals weiter eingeschränkt oder sinnvoll erweitert werden.

Allerdings gehen viele fortgeschrittene Untersuchungsverfahren den geschulten Experten weniger schnell von der Hand, als es in so mancher Serie dargestellt wird. Eine umfassende DNA-Analyse in einem Zeitrahmen von wenigen Stunden, weil der Verdächtige sich vor der Verhaftung ansonsten ins Ausland absetzen könnte, muss zumindest in absehbarer Zeit der fiktiven Welt der Filme und Serien vorbehalten bleiben. Weiteres zu den Anwendungen in der Forensik findet man z.B. in [5].

Das Mikroskop erweckt aber nicht nur das Fachwissen etablierter Experten zum Leben, in der Ausbildung nimmt es einen ebenso hohen Stellenwert ein. Häufig ist auch für Schüler ein eigenes Mikroskop ein sehr attraktives Beschäftigungsobjekt und motiviert zur Erkundung einer völlig andersartigen Kleinstwelt. Insbesondere kann der Schüler oder die Schülerin bei Interesse auch Wissen zusammentragen, welches über den häufig als nicht besonders interessant empfundenen Biologie-Schulunterricht hinausgeht.

Die bei vielen Modellen mitgelieferten Proben liefern hier interessante Eindrücke und sorgen vielleicht sogar für eine Menge wissenschaftlichen Gesprächsstoff. Außerdem lassen sich natürlich auch Alltagsgegenstände, eigene Haare oder Pflanzenteile von einer völlig neuen Seite kennenlernen. Hier ist vor allem die Struktur hervorzuheben, die vergrößert häufig ein ganz anderes oder weiteres Gesicht offenbart. Dies liegt daran, dass z.B. Pflanzen häufig aus verschiedenen Strukturen bestehen, von denen nur die größeren mit dem bloßen Auge sichtbar sind.

Neben diesen Einblicken ist aber auch die praktische Erfahrung mit dem Mikroskop nicht zu unterschätzen: Diese wird z.B. im Medizinstudium an vielen Universitäten bereits im ersten Semester benötigt oder muss in sehr kurzer Zeit erworben werden. Hier kann es also auch für Abiturienten sinnvoll sein, sich bereits in der Schulzeit ein eigenes Mikroskop zuzulegen, damit die spätere wissenschaftliche Arbeit im Studium leichter von der Hand geht.

Darüber hinaus kann man so bereits Erfahrungen mit dem Aufbau der verschiedensten biologischen Gewebe sammeln, bevor dieses Wissen dann später an der Universität oder im Unterricht vertieft wird. Oftmals ist es dazu vorteilhaft, wenn man auch außerhalb der Unterrichtszeit praktischen Einblick in die verschiedenen kleinen, natürlich auftretenden Strukturen nehmen kann.

Die Zellen haben im Laufe der Jahrmillionen der Evolution eine schier unglaubliche Anzahl von Möglichkeiten entwickelt, sich miteinander zu verknüpfen und so größere Zellverbände, Gewebe und  Organe zu bilden. Es lohnt sich also, diese reichhaltigen Strukturen auf verschiedenen Längenskalen zu erkunden.

Welche Arten von Mikroskopen gibt es?

Es gibt verschieden Arten von Mikroskope.Lichtmikroskope können als Monokularmikroskop oder Binokularmikroskp ausgeführt sein. Dies bedeutet, dass entweder nur ein Auge oder beide Augen zur Betrachtung des vergrößerten Bildes ans Okular geführt werden. Bei den binokularen Modellen muss so nicht das zweite Auge geschlossen werden, um das Mikroskopbild zu betrachten. Im Hobbybereich sollte man vor allem zwischen Lichtmikroskopen mit und ohne eingebauten Photosensor unterscheiden.

Manchmal sind diese Mikroskope aber auch als Kombinationsgerät ausgeführt, d.h. das Bild kann entweder mit dem Auge betrachtet oder digital übertragen bzw. abgespeichert werden. Die Mikroskope mit Photosensor lassen sich meist einfach an den USB-Anschluss eines Computers anschließen. Vorsicht: Digitalmikroskope verfügen nicht immer über die Möglichkeit, selbst einen Blick ins Mikroskop zu werfen.

Oftmals ist bei diesen Modellen das digitalisierte Bild bzw. Video auf dem Computerbildschirm das einzige, was der Nutzer von der Probe zu Gesicht bekommt. Dies muss aber natürlich nicht zwingend ein Nachteil sein. Für Modelle ohne Digitalisierung bzw. USB-Option ist eine Okularkamera oftmals eine sinnvolle Ergänzung – insbesondere dann, wenn das verwendete Modell bereits relativ hochwertig ist (siehe den Abschnitt „Nützliches Zubehör“).

Mit der beigelegten Software kann man dann die verschiedenen Präparate vergrößert auf dem Monitor darstellen. Die Aufnahmen lassen sich üblicherweise als Bild- oder Videodateien abspeichern. Dabei sind auch bei günstigeren Mikroskopen häufig schon verschiedene fertige Anschauungsobjekte beigelegt. Hersteller von hochwertigeren Modellen für den professionellen Einsatz im Bereich der Medizin und Biowissenschaften vertrauen hingegen oft darauf, dass die Käufer selbst über das notwendige Know-How verfügen, um Gewebe oder Mikroorganismen zum Mikroskopieren vorzubereiten.

Hier hilft es meist, einfach einen Blick in die genaue Beschreibung des jeweiligen Modells zu werfen oder beim Lieferanten nachzufragen. Natürlich gibt es aber auch Modelle, die sowohl im Privat- als auch im professionellen Bereich nutzbar und sinnvoll sind. Darüber hinaus existieren selbstverständlich auch Spielzeug-Mikroskope, die eher für kleinere Kinder geeignet sind.

Diese beheben meist Gefahren wie Glassplitter nach dem Zerbrechen von Linsen, indem sie beispielsweise relativ günstige Kunststofflinsen verwenden oder die verwendeten Glaslinsen fest in einen Rand aus transparentem Kunststoff eingießen. Ein solches Mikroskop ist eher nicht für das ernste wissenschaftliche Arbeiten geeignet, sondern dient vor allem der Heranführung und Begeisterung selbst kleiner Kinder für die mikroskopische Welt.

Allerdings verfügen viele Modelle aus dieser Kategorie nicht über ein ausreichendes Auflösungsvermögen, um biologische Zellen und andere Komponenten sichtbar zu machen. Oftmals beinhaltet ein solches Mikroskop auch nur eine relativ kleine Auswahl von beigelegten Untersuchungsobjekten.

Vorsicht ist außerdem geboten, wenn das Modell in der Spielzeugabteilung angeboten wird: Hier sollte am besten vorab geklärt werden, ob die unter dem Objektiv liegenden Proben tatsächlich vergrößert oder nur ein vorbereitetes Bild (etwa einer Comicfigur) dargestellt wird.

Eine solche Konstruktion mag dann zwar den beschenkten Kindern eine Weile Spaß machen, hat aber nur einen sehr geringen wissenschaftlichen Wert. Diese Kritikpunkte sind zwar unter Umständen gar nicht relevant, weil bewusst ein reines Spielzeug verschenkt werden soll, wir halten es aber für unsere Pflicht, sie auf diese Schwierigkeit bei der Auswahl eines geeigneten Mikroskops hinzuweisen.

Im wissenschaftlichen Bereich gibt es neben den mit Licht arbeitenden Modellen hingegen eine große Anzahl von weiteren Mikroskopen, die nicht immer unbedingt mit sichtbarem Licht arbeiten. So macht etwa das Elektronenmikroskop auch solche Strukturen sichtbar, die mit normalen Lichtmikroskopen nicht aufzulösen sind. Rastertunnelmikroskope können hingegen sogar einzelne Atome abbilden. Zum Abtasten der Oberfläche wird eine sogenannte Tunnelspitze über die abzubildende Oberfläche bewegt.

Die dahinterstehende Technik stellt eine technische Anwendung des quantenmechanischen Tunneleffekts dar. Hier wird der Abstand der Tunnelspitze von der zu untersuchenden Oberfläche über den Tunnelstrom gemessen. Dieser fließt aufgrund von quantenmechanischen Effekten bereits im geringen Abstand, ohne dass die Spitze die Oberfläche dazu berühren muss.

Die Intensität des gemessenen Tunnelstroms hängt dabei von dem Abstand zur Oberfläche ab, so dass die Messdaten (also die Informationen über die jeweilige Position der Tunnelspitze und den dort gemessenen Tunnelstrom) sich z.B. mit einem Computerprogramm in ein relativ detailliertes Bild von nanometergroßen Strukturen auf der Oberfläche umwandeln lassen.

So lassen sich tatsächlich die Elektronenhüllen einzelner Atome abbilden. Außerdem existieren noch viele weitere Arten von Mikroskopen wie etwa das Rasterkraftmikroskop, die allerdings aus Platzgründen hier nicht alle beschrieben werden können. Dies ist ein Thema, welches leicht Bücher füllen könnte und dies auch tut.

Mikroskop im Video

So haben wir die Mikroskope getestet

Die optische Qualität eines Mikroskops bemisst sich anhand verschiedener Faktoren. Insbesondere ist hierbei die Qualität der verwendeten Linsen wichtig. Auch sollten die verbauten optischen Elemente ideal aufeinander abgestimmt sein, um eine optimale Abbildungsqualität zu gewährleisten. Die Linsen sollten das Untersuchungsobjekt außerdem bei der Abbildung nicht übermäßig verzerren.

Bei modernen Mikroskopen oder Okularkameras, die z.B. über ein USB-Kabel an einen Rechner angeschlossen werden können, ist außerdem noch die Güte des eingebauten CCD-Sensors entscheidend. So nützt ein noch so hochwertiges optisches System nichts, wenn der Sensor übermäßig viel Rauschen in Bild bringt. Insbesondere müssen diese beiden Teile des Mikroskops natürlich gut zusammenarbeiten: Das Linsensystem sollte dem CCD-Sensor ein hinreichend scharfes, gut belichtetes, weitgehend verzerrungsfreies und detailliertes Bild zur Digitalisierung liefern.

Auf diese Weise ist ein solches Mikroskop tatsächlich mehr als nur die Summe seiner Teile und wurde natürlich auch dementsprechend bewertet. Allerdings haben wir alle Punkte letztendlich in der Abbildungsqualität zusammengefasst, da diese wohl das für den Verbraucher wichtigste Kriterium darstellt.

So haben unsere Experten die Mikroskope getestet.Darüber hinaus sollten moderne Mikroskope natürlich auch eine Möglichkeit zur Digitalisierung der aufgenommenen Bilder als herausragendste technische Eigenschaft bieten. Daher haben wir eine Möglichkeit zum Anschluss des Mikroskops über USB an einen Rechner zur Übertragung des Aufnahmen ebenfalls positiv mit in die Bewertung aufgenommen. Darüber hinaus ist natürlich auch die Qualität der so erzielten Bild- oder Videodateien wichtig.

Bei diesem Punkt ist allerdings zu beachten, dass Modelle mit abnehmbaren Okular oftmals die Möglichkeit bieten, dieses durch eine passende USB-Okularkamera zu ersetzen. Wenn diese separat erworben werden muss, wie es bei einigen professionellen Modellen immer noch üblich zu sein scheint, wirkt sich dies in unserem Test allerdings negativ auf das Preis-Leistungsverhältnis des Mikroskops aus.

Dieses ist ein weiteres wichtiges Bewertungskriterium: Hält der Verbraucher für sein Geld ein Gerät, welches zu diesem Preis annehmbare Aufnahmen möglich macht, und wie schlägt es sich hier im Vergleich zur Konkurrenz? Besonders günstige Modelle, die eine wesentlich schlechtere Qualität der Darstellung als etwas kostspieligere Geräte bieten, schneiden bei diesem Punkt also mitunter trotzdem schlechter ab.

Letztendlich haben wir auch die Verarbeitung des jeweiligen Instruments bewertet. Steht das Instrument sicher, macht es es einen stabilen Eindruck? Wurden die Komponenten sauber miteinander verbunden, ist z.B. der Tubus ordentlich ausgearbeitet? Hier erhalten gut verarbeitete, solide Mikroskope aus Metall naturgemäß eine bessere Bewertung als locker zusammenhängende Plastikkonstruktionen.

Ein weiterer Punkt ist die Ausstattung des Mikroskops. Hier geht beigelegtes, sinnvolles Zubehör positiv ein, aber z.B. auch, ob es zwischen Auflicht- und Durchlichtmikroskopie umgeschaltet werden kann.

Worauf muss ich beim Kauf eines Mikroskops achten?

Bei dem Kauf eines Mikroskops sollte man vor allem darauf achten, ob sich das Modell für den angedachten Anwendungszweck eignet. Ist das Gerät eher als Spielzeug gedacht, um sie Begeisterung für die kleinen und kleinsten Bausteine der Natur zu entfachen, oder soll damit ernsthaft wissenschaftlich gearbeitet werden? In letzterem Fall sollte etwa die Vergrößerung in einem passenden Bereich liegen.

Hier kommt es insbesondere darauf an, ob nur relativ große Zellen abgebildet werden oder auch kleinere Strukturen untersucht werden sollen.

Eine etwa hundertfache Vergrößerung ist für die Darstellung von Zwiebelzellen meist vollkommen ausreichend. Diese besitzen einen Durchmesser von etwa 200 Mikrometern, der auf dem vergrößerten Bild für das Auge dann etwa 20 mm (200 µm x 100) groß erscheint. Somit sind die einzelnen Zellen selbst bei dieser relativ geringen Vergrößerung bereits deutlich sichtbar.

Dazu sollte allerdings gesagt werden, dass Zwiebelzellen gerade wegen ihrer recht umfangreichen Dimensionen und der damit zusammenhängenden leichten Mikrokospierbarkeit im Schulunterricht so beliebt sind. Wer allerdings feinere Details oder kleinere Zellen untersuchen möchte, der sollte am besten bei der Auswahl des passenden Modells auf eine noch höhere Vergrößerung achten. Bei vielen Lichtmikroskopen setzt sich der insgesamt zu erzielende Vergrößerungsfaktor dabei aus der Vergrößerung durch das Okular und durch das Objektiv zusammen.

Dies bedeutet: Wenn das Objektiv eine sechszehnfache Vergrößerung liefert und das Okular eine achtfache, dann beträgt der gesamte Vergrößerungsfaktor bei der Betrachtung des Bildes durch das Mikroskop 8×16 = 128. So wird also in etwa eine gute hundertfache Vergrößerung erreicht. Dies ist insbesondere bei Modellen interessant, bei denen die beiden Vergrößerungen nur separat aufgelistet werden.

Davon abgesehen sollte das Stativ dem Instrument einen stabilen, sicheren Stand verleihen. Nichts ist ärgerlicher, als wenn sorgfältig vorbereitete Aufnahmen aufgrund eines minderwertigen Stativs verwackeln oder man die lange gesuchte Stelle deshalb wieder aus dem Auge verliert. Auch ein verzerrungsfreies, klares Bild ist eine wichtige Voraussetzung zum wissenschaftlichen Arbeiten. Diese lässt sich häufig am besten anhand von im Internet veröffentlichten Aufnahmen mit dem jeweiligen Instrument abschätzen.

Außerdem sollte man sich natürlich über die grundsätzlichen Beschränkungen eines Lichtmikroskops im Klaren sein: Es ist vor allem für die Untersuchung von Strukturen im Mikrometerbereich geeignet. Die Auflösung von Atomkernen oder Molekülen wird mit einem solchen handelsüblichen Mikroskop hingegen nicht gelingen.

Auch wenn in den letzten Jahren ein Nobelpreis für wesentliche Fortschritte bei der optischen Mikroskopie verliehen wurde, gibt es hier besser geeignete Modelle wie etwa die Rastertunnelmikroskope, die z.B. auch die Darstellung von Atomhüllen in den Oberflächen von Festkörpern gestatten. Allerdings sollte man sich hier schon sehr gut mit der entsprechenden Materie auskennen, bevor man sich ein solches STM kauft oder gar selbst baut.

Dies ist insbesondere für Studenten der Physik oder verwandter Fachrichtungen interessant, allerdings je nach Ausführung nicht unbedingt preisgünstig, da hier eine sehr genaue Kontrolle der Umgebungseigenschaften und eine feine Regulierung der relevanten Messgrößen notwendig ist. Für biologische Präparate werden diese Instrumente eher selten verwendet.

Beachten Sie ein paar Punkte vor dem Kauf eines Mikroskops.Außer den optischen Eigenschaften des Mikroskops ist außerdem für viele Nutzer in der heutigen Zeit auch die digitale Anbindung interessant: Können die gemachten Bilder einfach und unkompliziert auf den eigenen Rechner übertragen und dort weiterverarbeitet werden? Die einfachste Möglichkeit besteht dabei darin, dass das Mikroskop über ein herkömmliches USB-Kabel mit dem entsprechenden Gegenstück am eigenen Computer verbunden wird.

So können dann die von den Untersuchungsobjekten gemachten Bilder auf die rechnereigene Festplatte übertragen werden. Wer hier die Aufnahmen unter speziellen fachlichen Anforderungen an die Software auswerten möchte oder muss, der sollte natürlich am besten bereits vor dem Kauf sicherstellen, dass er an die entsprechenden Programme herankommt. Diese können entweder bereits im Lieferumfang des Mikroskops enthalten sein oder aber separat heruntergeladen oder bestellt werden. Für schulische oder Hobby-Anwendungen wird eine solche Spezialsoftware hingegen meist nicht benötigt.

Wer qualitativ sehr hochwertige Aufnahmen erwartet, die sich etwa zum Abdruck in Fachzeitschriften eignen, sollte ruhig ein paar Euro mehr in ein hochwertiges Mikroskop investieren. Oftmals übernimmt die Arbeitsgruppe oder das Unternehmen diese Anschaffung. Insbesondere können bei günstigen Mikroskopen vermehrt Abbildungsfehler wie ein verzerrtes Bild und Farbfehler durch chromatische Aberration auftreten.

Aber auch auf die Art der Beleuchtung ist zu achten. Viele Nutzer ziehen hier immer noch eine traditionellere Beleuchtung z.B. mit einer ins Mikroskop eingesetzten Beleuchtung vor. Auch wenn diese Art der Leuchtmittel nicht mehr ganz zeitgemäß ist, macht sie doch darauf aufmerksam, dass die Farbgebung und Qualität der aufgenommenen Bilder natürlich auch vom Farbspektrum der Beleuchtung abhängt.

Hier sollte man im Zweifelsfall auf allzu künstlich wirkende LED-Leuchtmittel verzichten. Insbesondere gilt dies, wenn man mit dem gekauften Modell regelmäßig über einen längeren Zeitraum arbeiten möchte. Auch ist dann eher der Einsatz eines binokularen Mikroskops zu empfehlen.

Kurzinformation zu führenden Herstellern

  • Bresser
  • Zeiss
  • Leica
Bei Bresser handelt es sich um eine Firma, die neben qualitativ hochwertigen Mikroskopen auch günstigere Modelle für den Einsteigerbereich mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis anbietet. Mittlerweile zählen allerdings auch digitalie Mikroskope zum Angebot des Herstellers. Insbesondere die günstigen monokularen Modelle dürften etwa als Geschenk für Schülerinnen und Schüler interessant sein.

Zeiss ist vielen Verbrauchern vielleicht schon aus dem Bereich der Brillenoptik bekannt. Als Optik-Experte ist das Unternehmen aber natürlich auch im Sektor der Mikroskope vertreten. Viele wissenschaftliche Labors und private Forschungseinrichtungen nutzen Modelle von Zeiss. Aber auch in anderen Bereichen der Optik hat sich das Unternehmen seit seiner Gründung einen Namen machen können. Viele Kunden schätzen die bewährte Qualität und die langjährige Erfahrung, die in die Produkte des Herstellers einfließt.

Auch Leica bietet einige hochwertige Mikroskope auf professionellem Niveau. Insbesondere bei mikrobiologischen Untersuchungen haben diese sich in der Vergangenheit bewährt. Aber auch die Möglichkeit der Digitalisierung bietet Experten, Fortgeschrittenen und Neueinsteigern interessante Optionen zur Verwendung der erhaltenen Aufnahmen. Daher ist der Name Leica heutzutage aus der Welt der Mikroskopie nicht mehr wegzudenken und hat schon viele angehende Wissenschaftler, Schüler und Studenten beim Erwerben des spezifischen Fachwissens und der Verfassung ihrer Studienarbeiten unterstützt.

Internet vs. Fachhandel: Wo kaufe ich mein Mikroskop am besten?

Ein Mikroskop muss als wissenschaftliches Instrument hohe Ansprüche an die Qualität der durch die Optik vergrößerten oder per USB-Kabel aufgenommenen Bilder aus der mikroskopischen Welt erfüllen. Aber auch für den Einsatz in Hobby, Schule und Freizeit wünschen sich viele Verbraucher ein möglichst gutes Preis-Leistungsverhältnis und qualitativ hochwertige Aufnahmen.

Deshalb möchten viele Käufer eines Lichtmikroskops sich vor dem Kauf gerne vom Fachmann beraten lassen. Aus diesem Grund suchen viele Interessierte das Beratungsgespräch in einem Laden, bevor Sie sich für ein bestimmtes Modell entscheiden. Allerdings liegen die wesentlichen Informationen zu den verschiedenen Modellen heutzutage auch im Internet vor. Wer sich wirklich umfassend über Mikroskope informieren möchte, dem wird das Beratungsgespräch beim Fachhändler hingegen aufgrund der beschränkten Zeit ohnehin nicht ausreichen.

Unsere Experten verraten Ihnen wo Sie am Besten ein Mikroskop kaufen.Hingegen kann man ohne ein solches Fachwissen über die verwendeten Linsensysteme ohnehin nur schwer Aussagen über den Wahrheitsgehalt der getätigten Aussagen machen. Somit bietet das Beratungsgespräch dem Kunden in unseren Augen keinen wesentlichen Vorteil im Vergleich mit dem Kauf im Internet. Gerade auch dann, wenn Sie vielleicht ein wenig mehr in ein Mikroskop investieren möchten, ist es – natürlich in Ihrem eigenen Sinne rein freiwillig – vielleicht am besten, sich erst einmal ein wenig in die Materie einzuarbeiten.

So können Sie etwaige Verkaufstricks oder unglaubwürdige Aussagen_im Verkaufsgespräch schneller erkennen. Vor allem eröffnet Ihnen dieses Fachwissen jedoch die Möglichkeit, unter den vielen im Internet verfügbaren Modellen das für Ihre persönlichen Ansprüche am besten geeignete Modell auszuwählen.

Darüber hinaus sind im Internet zahlreiche Informationen zu den verschiedenen Mikroskopen verfügbar, die über die reine Produktbeschreibung des Herstellers hinausgehen. Insbesondere liegen sie in der Form kritischer Kundenbewertungen und objektiver Vergleichsergebnisse vor. Dabei gilt es natürlich, die für den Verbraucher wertvollsten Seiten von den eher im Herstellersinne informierenden zu unterscheiden.

Wenn dies gewährleistet ist, gilt aber: In der Regel kann der Fachhändler bei der Auswahl eines geeigneten Produkts aus dieser Sparte auch keine bessere Auskunft geben, als sie in der heutigen Zeit ohnehin im weiten Rahmen online verfügbar ist. Andererseits sind die einzelnen Händler im Internet aber einem gerade in den letzten Jahren immer weiter steigenden Konkurrenzdruck ausgesetzt.

Dies führt zu einer Preisentwicklung im Sinne des Verbrauchers, nämlich zu sehr günstigen Preisen, mit denen viele lokale Fachhändler einfach nicht mehr mithalten können oder wollen. Stattdessen werden die Kosten des auf den ersten Blick kostenlosen Beratungsgesprächs dann später in vielen Fällen auf den Kaufpreis aufgeschlagen. Dies ist einerseits nicht verwunderlich, da auch die Weiterbildung und Arbeiszeit des entsprechenden Mitarbeiters den Händler natürlich Geld kostet. Andererseits ist aber die Frage, ob der Kunde diese Kosten dann am Ende doch tragen sollte und will.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, einen eventuellen Fehlkauf einfach im Rahmen des gesetzlichen oder vom Händler eingeräumten Rückgaberechts zurückzuschicken. Man erhält dann in der Regel den vollen Kaufpreis erstattet und kann das Geld für den Kauf eines anderen Modells verwenden. Hierzu sollte natürlich vor der Rücksendung pfleglich mit der Ware umgegangen werden, da der Händler die Rückgabe eines vom Kunden beschädigten Mikroskops nicht akzeptieren muss.

Alternativ wird manchmal bei Beschädigungen nur ein Teil des Kaufpreises erstattet. Insbesondere kann es aus diesem Grund nützlich sein, die Versandverpackung nach dem Eintreffen des bestellten Mikroskops noch eine Weile aufzubewahren. Die Händler von Mikroskopen kennen sich in der Regel sehr gut mit den verschiedenen Modellen aus und wählen die passende Verpackung, um Versandschäden an der Optik oder andere Beeinträchtigungen weitestgehend zu vermeiden. So kann die Rücksendung ähnlich sicher wie die Lieferung verpackt werden.

Ein weiterer Vorteil des Internets ist die große Auswahl an verschiedenen Produkten. So lassen sich ab und zu auch Instrumente oder Zubehör finden, die bestimmte Aufgaben im Bereich der Mikroskopie auf relativ einfache und kostengünstige Weise lösen. Hier ist der Einfallsreichtum der diversen Hersteller, aber auch von Amateuren durchaus erstaunlich.

Deshalb macht es Sinn, sich umfassend über die verschiedenen zur Auswahl stehenden Modelle und Mikroskopietechniken zu informieren. Für bestimmte technische Anwendungen können zum Beispiel bereits Mikroskope mit einer verhältnismäßig geringen Auflösung ausreichend sein, während die umfangreiche Untersuchung von Einzellern eher die höheren verfügbaren Vergrößerungsfaktoren erfordert.

Lassen Sie sich hier nicht vom Fachhändler zum Kauf eines unter Umständen teuren Instruments verleiten, dessen erweiterte Fähigkeiten Sie in Wirklichkeit in der Praxis nie benötigen. Im Zweifelsfalle sollten Sie nach einem Beratungsgespräch lieber noch einmal in Ruhe darüber nachdenken, ob Sie das angepriesene Modell letztendlich wirklich benötigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: In unseren Augen bietet der Kauf im Fachhandel gegenüber dem Internet keine wesentlichen Vorteile, aber einige Nachteile etwa bei den üblichen Einkaufspreisen. Deshalb empfehlen wir Ihnen stattdessen den Einkauf im Internet. Sollten Sie einmal nicht zufrieden sein, können Sie dann später immer noch von Ihrem Rückgaberecht Gebrauch machen.

Wissenswertes & Ratgeber

Die Geschichte der Mikroskope

Die Geschichte der Mikroskope ist überraschenderweise erst etwa gute 400 Jahre alt. Überraschenderweise deshalb, weil man sich vor Augen führen muss, dass sämtliches Fachwissen über Mikroorganismen und die Mechanismen der von Ihnen verursachten Krankheiten höchstens genauso alt sein kann –- tatsächlich ist es aber noch wesentlich jünger. Denn sämtliche Krankheitserreger wie Bakterien wurden erst unter dem Mikroskop für den Menschen sichtbar.

Vorher konnte man allenfalls vermuten, wie Krankheiten von einem Menschen zum anderen übertragen werden. Insbesondere wurde vielen Ärzten erst dadurch die Relevanz des Händewaschens bewusst, da zuvor weitgehend ungeklärt war, warum Ärzte andere Patienten durch bloße Berührung mit der Krankeiten vorheriger Patienten infizieren konnten. Die Londoner Akademie der Wissenschaften schenkte den Darstellungen von van Leeuwenhoek, der eine der ersten überlieferten Untersuchungen der mikroskopisch kleinen Lebewesen durchführte, so zunächst auch wenig Glauben.

Eher glaubte man vielleicht sogar daran, dass der fleißige und wohlhabende, aber immer schon als etwas seltsam bekannte hauptberufliche Kaufmann nun völlig den Verstand verloren hatte. Erst als der gesandte Beauftragte der Akademie einen eigenständigen Blick in die völlig neue Welt werfen konnte, wurde Leeuwenhoek die verdiente Ehre zuteil.

Insbesondere hat das Mikroskop den Zellbegriff und somit einen großen Teil der Forschung und Vorstellungen in der modernen Biologie begründet.

Insbesondere führte es zu dem Schluss, dass jegliche Lebensform auf der Erde aus Zellen aufgebaut ist und die Zelle somit eine “kleinste Einheit des Lebens” darstellt. Eine Welt, in der über die mikroskopischen Ursprünge des Lebens und der Naturgesetze so wenig bekannt ist wie vor der Erfindung der Mikroskope, kann man sich heutzutage nur noch schwer vorstellen. Schließlich ist es für die Entwicklung der gesamten Mikrobiologie verantwortlich und hat auch die Vorstellungen vom Leben innerhalb der Biologie maßgeblich beeinflusst. Weitere Details finden sich hier zum Beispiel in den ersten Kapiteln von [6].

Zahlen, Daten, Fakten rund um die Mikroskope

Die wichtigsten Fakten zum Mikroskop finden Sie in diesem Ratgeber.Moderne Mikroskope liefern zum Teil eine Vergrößerung und Abbildungsqualität, die in den Anfangstagen nicht einfach oder gar nicht zu realisieren war. Hierzu hat insbesondere die stetige technische Weiterentwicklung im Bereich der Optik beigetragen. Im Jahre …. hat es sogar einen Nobelpreis für eine wesentliche Verbesserung des Auflösungsvermögens optischer Mikroskope gegeben.

Diese ermöglicht eine Auflösung auch sehr kleiner biologischer Strukturen. Insbesondere ließen sich zum Teil einzelne Moleküle bei Vorgängen im Inneren einer Zelle optisch auflösen – eine für Wissenschaftler lange undenkbare Entwicklung. Denn eigentlich sollte es so sein, dass das Auflösungsvermögen eines Mikroskops durch die Wellenlänge des verwendeten Lichtes beschränkt wird. Durch einen raffinierten Trick ist es dem Nobelpreisträger aber gelungen, diese lange als unüberwindbar geltende Grenze zu umgehen.

So lassen sich tatsächlich Videos von Zellen „bei der Arbeit“ aufnehmen, die ausgewählte Vorgänge unter dem Mikroskop darstellen. Diese Methoden sind nicht ganz einfach und preiswert und somit eher nichts für Neueinsteiger in den Bereich der Mikroskopie. Trotzdem gilt: Wenn Sie wissenschaftlich interessiert sind und die Gelegenheit dazu haben, schauen Sie sich ruhig einmal Aufnahmen mit der preistragenden Technik an. Sie sind wirklich beeindruckend! Dieses Beispiel zeigt, welch wichtigen Stellenwert das Mikroskop als Instrument und Hilfsmittel auch heute noch in den Naturwissenschaften einnimmt.

Das Konzept des Mikroskops wurde mittlerweile auf viele verschiedene Techniken erweitert, die dem Beobachter in den verschiedensten Situationen brauchbare vergrößerte Bilder liefern, auch wenn herkömmliche Verfahren versagen. Dabei beschränkt man sich schon lange nicht mehr auf den bloßen Unterschied zwischen Auflicht- und Durchlichtmikroskopen. Als Beispiel sei hier nur die Dunkelfeldmikroskopie genannt.

Aufbau eines Mikroskops

Ein Mikroskop besteht vor allem aus einem Linsensystem, welches für die notwendige Vergrößerung der Untersuchungsobjekte sorgt. Dieses Linsensystem teilt sich häufig noch in weitere Untereinheiten wie z.B. das Okular und das Objektiv auf. Häufig lässt sich die Vergrößerung durch das Drehen des Okulars einstellen. Hierbei wird das passende Linsensystem auf den Objektträger gerichtet. Für die Untersuchung können die Proben bei einigen Modellen auch von oben oder von der Seite beleuchtet werden. Gerade bei der Untersuchung von Zellstrukturen ist die Transmissionsmikroskopie dabei besonders nützlich.

Der vom Objekt ausgehende Lichtstrahl wird dann durch das Linsensystem ins menschliche Auge oder (bei neueren Modellen) einen CCD-Sensor, wie man ihn z.B. auch in Digital- oder Handykameras findet, geleitet. Hier wird das empfangene Licht dann vom menschlichen Auge oder der angeschlossenen Elektronik in ein Bild verwandelt.

Die Untersuchungsobjekte werden bei vielen Lichtmikroskopen auf den sogenannten Objektträger aufgebracht. Dieser dient dazu, die Probe während der Untersuchung räumlich zu fixieren und in den idealen Funktionsbereich des Geräts zu bringen. Das Stativ des Mikroskops trägt die übrigen Komponenten, davon abgesehen hat es keine Funktion.

Das Okular dient dabei zur Betrachtung der auf dem Objektträger befestigten Probe. Hier tritt das gewonnene Bild nach der Vergrößerung im Inneren des Mikroskops aus. Zur Beobachtung kann entweder das bloße Auge oder eine passende Okularkamera verwendet werden. Hierzu wird z.B. das Okular herausgezogen und durch die Okularkamera ersetzt. Hier sind allerdings verschiedene technische Umsetzungen möglich.

Mikroskopieren im Schulunterricht

Gerade im Schulunterricht in den höheren Klassen kann die Mikroskopie naturwissenschaftlich interessierte Schüler oftmals für die Biowissenschaften begeistern. Hier ist es für den Lernfortschritt wichtig, nicht nur theoretischen Darlegungen über den Aufbau der belebten Materie zu folgen, sondern diese in der Praxisphase des Unterrichts auch mit eigenen Augen zu Gesicht zu bekommen.

Dies unterstreicht die Bedeutung des vermittelnden Stoffes und hilft dem Gehirn somit beim Lernen. Denn das Gehirn sortiert Informationen nach ihrer Relevanz und vergisst am schnellsten diejenigen, die ihm für das alltägliche Leben am unwichtigsten erscheinen.

Durch die praktische Erfahrung am Mikroskop bekommt das trockene Theoriewissen somit also auch für diesen praktisch orientierten Teil des Gehirn eine Bedeutung – und wird später weniger wahrscheinlich wieder aus der Erinnerung gelöscht.

Davon abgesehen ist das Mikroskopieren für viele Schüler eine interessante und zu lebhaften Diskussionen führende Erfahrung. So werden erfahrungsgemäß gerne auch einmal andere als die vom Lehrer vorbereiteten Proben auf den Objektträger gelegt. Dies ist im Allgemeinen nur ein Ausdruck der schülerischen Neugier und zeigt das große Potential, das das Mikroskop im Schulunterricht immer noch hat.

Materialauswahl: Schüler begeistern aber nicht überfordern

Bei der Auswahl des Materials zur Mikroskopie empfiehlt es sich, den Fokus eher auf ein allgemeines Verständnis als auf konkretes Fachwissen zu legen. Viel wichtiger als der Name eines bestimmten Einzellers ist in dieser Lernphase der grundsätzliche Aufbau der belebten Materie. Typische in der Schule untersuchte Objekte wie Zwiebelzellen sollten die wesentlichen Grundlagen illustrieren, ohne sofort allzu sehr ins Detail zu gehen.

Erst wenn die Schüler eine gewisse Geschicklichkeit und Erfahrung beim Umgang mit dem Mikroskop erworben haben, sollte man sich an schwieriger zu mikroskopierende Gewebe wagen. Insbesondere sollte sich bei solchen schwierigerer zu handhabenden Untersuchungsobjekten immer die Frage stellen, ob der Schwierigkeitsgrad in angemessener Relation zum erzielten Erkenntnisgewinn steht oder die Schüler nur unnötig frustriert.

Mikroskope für Schüler.Darüber hinaus eröffnen die in hochwertige Mikroskope eingebaute oder nachrüstbare USB-Kameras völlig neue Möglichkeiten im Schulunterricht. So kann der Lehrer etwa bereits vor dem Unterricht ein Video aufnehmen, das die zu vermittelnden Inhalte anschaulich demonstriert oder die Durchführung eines bestimmten Versuches zeigt. Diese lassen sich dann als zusätzliches Lehrmaterial z.B. über das Internet verteilen.

Aber auch die Schüler können mikroskopische Strukturen studieren und die gewonnenen Einblicke in Form eines Videos aufnehmen. Auch Experimente etwa zu der durchschnittlichen Geschwindigkeit von verschiedenen Zelltypen lassen sich mit einem solchen Mikroskop leichter auswerten: Die verschiedenen Einzeller werden auf Video aufgenommen und die zurückgelegte Strecke in einem bestimmten Zeitfenster per Auswertung der Videodatei ermittelt. Dies vermittelt die Einsicht, dass sich ausgewählte Konzepte aus der makroskopischen Welt durchaus in die mikroskopische Welt übertragen lassen.

Schwierigere Mikroskopieraufgaben, die die Schüler erwartungsgemäß überfordern oder unnötig frustrieren, können vom Lehrer bereits außerhalb des Unterrichts durchgeführt und der Klasse später als Aufnahme vorgestellt werden. Bei passender Auswahl der Anschauungsobjekte wird die Klasse dann vielleicht selbst danach fragen, die im Video gezeigten Schritte selbst nachvollziehen zu dürfen. Dies kann, je nach zur Verfügung stehenden Mitteln und zeitlichen Ressourcen, auch im Rahmen einer AG geschehen. Diese bietet dem Lehrer die Möglichkeit, das zugrundeliegende Fachwissen mit interessierten Schülern weitergehend zu diskutieren und zu vertiefen.

Aber auch in anderen Naturwissenschaften kann das Mikroskop helfen, den Horizont der Schüler zu erweitern. So bietet sich etwa in der Chemie und Physik die Beobachtung der sogenannten Brownschen Molekularbewegung unter dem Mikroskop an. Hier handelt es sich um eine ungeordnete Bewegung sehr kleiner Partikel, die in der makroskopischen Welt nicht auftritt bzw. vernachlässigt werden kann.

Sie ist auf die in der Umgebung immer vorhandene Wärmeenergie zurückzuführen und spielte deshalb insbesondere in der Entwicklung der Thermodynamik eine wichtige Rolle. So lässt sich die vorhandene Wärme nicht nur fühlen, sondern unter dem Mikroskop mit eigenen Augen bei der Arbeit beobachten. Aber auch die Betrachtung der winzigen Lebenwesen in einem ganz gewöhnlichen Wassertropfen kann bereits für einiges Staunen sorgen.

Fast fühlt man sich dann wieder in die Zeiten zurückversetzt, zu denen die Menschen nichts von der mikroskopischen Welt ahnten und über diese Entdeckung entsprechend erstaunt waren. Denn auch heute geht es den meisten Menschen, die den Mikrokosmos noch nie mit eigenen Augen gesehen haben, im Grunde nicht wesentlich anders.

Mikroskopie schon in der Grundschule?

Selbst im Sachunterricht in der Grundschule können gelegentlich eingebrachte mikroskopische Aufnahmen („vergrößerte Fotos“) von Taschentüchern, Wattebäuschen, der Struktur von Blättern oder der Tinte in Comicheften bei den Kleinsten sicherlich für Begeisterung sorgen. Auch winzige Krebse und andere kleine Lebewesen bieten sich vielleicht als Motiv zur Präsentation an – insbesondere im Videoformat.

Natürlich ist die Herausforderung hier, ein Motiv zu finden, das die Kinder gleichzeitig interessiert und nicht überfordert. Allerdings muss man nicht zwingend bis in die höheren Klassenstufen warten, um die Schüler mit mikroskopischen Aufnahmen zu konfrontierten. Für die selbstständige Arbeit mit dem Mikroskop ist die Grundschule hingegen wohl eher nicht geeignet. Hier sollte also der mit entsprechend Fähigkeiten ausgestattete Lehrer die Aufnahmen machen (oder besorgen).

FAQ

Welche Auflösung wird zum Betrachten von einem bestimmten Anschauungsobjekt bzw. Präparat benötigt?

Welche Auflösung wird zum Betrachten von einem bestimmten Anschauungsobjekt bzw. Präparat benötigt?

Die benötigte Auflösung des Mikroskops lässt sich leicht ermitteln, wenn Sie die Größe der entsprechenden aufzulösenden Strukturen kennen. Außerdem ist es hierbei noch wichtig, in welcher Größe das entsprechende Objekt letztendlich auf dem Bildschirm oder im Objektiv des Mikroskops studiert werden soll. Beispiel: Wenn Sie eine Zelle von der Größe eines Mikrometers (0,000001 m) untersuchen möchten, so sollte das verwendete Mikroskop mindestens eine Vergrößerung um einen Faktor 1000 bieten. Im Bild des Mikroskops erscheint das Objekt der Forschung dann etwa einen Millimeter groß (1000 x 0,000001 m = 1mm). Noch besser ist aber natürlich eine noch höhere Vergrößerung, um die Zelle z.B. für das Auge zentimetergroß darzustellen und wenigstens ein paar grobe Strukturen erkennen zu können. Natürlich gibt es hierbei aber auch noch andere Punkte, die zu bedenken sind, etwa wie beweglich Untersuchungsobjekte wie Zellen sind und wie gut sie im gegebenen Mikroskop fokussiert werden können. Kleine Lebewesen lassen sich hingegen in den meisten Fällen bereits mit zwanzig- oder vierzigfacher Vergrößerung ansehen und untersuchen. Am Anfang sollte man zum Kennenlernen des Instruments deshalb lieber mit relativ bewegungsarmen Objekten wie Haaren oder Pflanzengewebe experimentieren, um ein Gefühl für und praktische Erfahrung mit dem Mikroskop zu entwickeln. Zur Untersuchung von verhältnismäßig großen Zellen wie Zwiebelzellen ist hingegen eine geringere Vergrößerung ausreichend. Diese haben eine Größe von etwa 200 µm und erscheinen dem Auge somit bereits bei einer zehnfachen Vergrößerung als etwa 2 mm groß. Eine hundertfache oder noch höhere Vergrößerung bringt sie bereits in eine scheinbare Größe im Bereich von etwa Zentimetern, was sie gut sichtbar macht. Daher lässt sich „der“ perfekte Vergrößerungsfaktor eines Mikroskops nicht angeben, es kommt immer auf die angedachte Anwendung an. Ein als Allroundinstrument arbeitendes Mikroskop sollte deshalb eine möglichst große Auswahl an
verschiedenen Vergrößerungsfaktoren anbieten.

Was sollte ich bei der Handhabung beachten?

Was sollte ich bei der Handhabung beachten?

Die von außen zugänglichen Linsen des Okulars und des Objektivs sollten regelmäßig mit einem Tuch gereinigt werden. So können Rückstände wie Wasserdampf, Staub, Fettflecken und Verschmutzungen durch zuvor untersuchte Proben und andere Quellen entfernt werden. Diese beeinträchtigen ansonsten auch das vergrößerte Bild. Zum Schutz vor solchen Fremdkörpern macht es Sinn, das Mikroskop nach dem Einsatz wieder in die oftmals mitgelieferte Tasche zu packen.

Gerade ältere, aber auch neuere Mikroskope bestehen aus einer Vielzahl empfindlicher Linsen und sind daher vorsichtig zu behandeln, um lange Freude an diesem Utensil zu haben. Ansonsten kann es etwa durch Stürze zu Beschädigungen kommen, die eine Reparatur oder die Beschaffung eines Ersatzteils notwendig machen. Aber auch heftigere Stöße sollten insbesondere bei empfindlicheren Mikroskopen für den professionellen Einsatz in Forschung oder Entwicklung so weit wie möglich vermieden werden. Dies wird insbesondere von Anfängern ab und zu übersehen. Gerade für den Transport sollte deshalb immer eine passende Tasche aus einem entsprechend stabilen Material verwendet werden. Diese schützt gegen Stöße und Erschütterungen und hilft somit dabei, insbesondere Schäden an der empfindlichen Optik zu vermeiden.

Ich kann das Untersuchungsobjekt im Okular nicht finden. Was kann ich tun?

Ich kann das Untersuchungsobjekt im Okular nicht finden. Was kann ich tun?

Dies liegt meist daran, dass das Objekt sich nicht in der richtigen Position unter dem Okular befindet. Hier kann es helfen, es vorsichtig zu verschieben, bis man etwas sieht. Außerdem sollte man immer mit der geringsten Auflösung beginnen, um die Position der Probe abzuschätzen und eventuell korrigieren zu können. Wenn das Bild beim Wechsel von einer Vergrößerung zur nächsthöheren plötzlich verschwindet, liegt wahrscheinlich eine Dispositionierung der Probe vor. Es kann aber auch ein Belichtungsfehler vorliegen, der zum Beispiel durch einfallendes Streulicht verursacht wird. Wenn Sie eine sehr große Vergrößerung gewählt haben, kann es außerdem sein, dass das Bild durch Vibrationen der Umgebung gestört werden, die auf der makroskopischen Skala nicht unbedingt offensichtlich sein müssen. Allerdings sollte das Bild in einem solchen Fall immer schlechter werden, je größer die gewählte Auflösung ist. Auch in diesem Fall empfiehlt es sich also, den Vergrößerungfaktor langsam anzupassen, um die Ursache zu finden. Im Fall von störenden Vibrationen empfiehlt es sich, das Mikroskop zunächst auf einem anderen Tisch oder sogar in einem anderen Gebäude auszuprobieren. Treten vergleichbare Störungen dort nicht auf, so muss die Ursache zur weiteren Verwendung des Instruments gefunden und behoben werden. Bei wissenschaftlichen Anwendungen kann insbesondere auch eine mechanische Entkopplung oder Dämpfung der auftretenden Schwingungen sinnvoll sein. Zu guter Letzt können Sie versuchen, die von außen zugänglichen Linsen des Mikroskops vorsichtig zu reinigen. Denn auch Rückstände auf dem Objektiv oder Okular können für ein verschwommenes Bild sorgen. Denken Sie bei der Durchlichtmikroskopie auch daran, dass die verwendeten Glasplättchen und der Objektträger möglichst sauber sein sollten. Zusammenfassend sollten sich außer der Probe so wenige Fremdkörper im Strahlengang des Mikroskops befinden wie nur möglich.

Worin liegen die Vorteile eines binokularen Mikroskops?

Worin liegen die Vorteile eines binokularen Mikroskops?

Ein Vorteil ist der höhere Komfort bei der Betrachtung des Untersuchungsobjekts. Bei binokularen Mikroskopen muss das unbenutzte Auge nicht geschlossen werden, so wie dies beim monokularen Mikroskop der Fall ist. Dies ermöglicht insbesondere beim Längeren oder tagtäglichen Arbeiten eine weniger ermüdende Benutzung des Instruments. Dieser Effekt wird gerade von Menschen, die das regelmäßige Arbeiten mit dem Mikroskop nicht gewohnt sind, häufig unterschätzt. Außerdem lassen sich in ein binokularen Mikroskop zwei Okularkameras einsetzen. Warum sollte man zwei Kameras verwenden? Dies kann bei verschiedenen Experimenten praktisch sein, um eine bestimmte Szene unter verschiedenen Gesichtspunkten auszuwerten. Beispielsweise könnte eine der Kameras mit einem Filter versehen sein, der nur grünes Licht durchlässt, während die andere die gleiche Aufnahme oder Filter macht. Dies ist z.B. nützlich, um Farbmarkierungen aus dem Bild des Mikroskops zu isolieren. So lassen sich im Rahmen des Versuchs gleichzeitig anschauliche Illustrationen etwa der Bakterienaktivität und hartes Datenmaterial gewinnen. Der Nachteil ist der bei den meisten Modellen im Vergleich höhere Preis. Gerade wer viel mikroskopiert sollte unserer Meinung nach aber trotzdem über die Anschaffung eines solchen Modells nachdenken.

Kann ich jede Okularkamera mit meinem Mikroskop benutzen?

Kann ich jede Okularkamera mit meinem Mikroskop benutzen?

Nein, nicht jede Okularkamera ist mit jedem Mikroskop kompatibel. Hier kommt es z.B. darauf an, ob es sich um ein binokulares oder monokulares Modell handelt. Wird nur eine Kamera in ein binokulares Modell eingesetzt, so kann es zu für den Laien nicht immer einfach zu behebenden Fehlern bei der Belichtung oder Problemen mit der Bildqualität kommen. Daher empfiehlt es sich in einem solchen Fall, entweder zwei Kameras zu nutzen oder dafür zu sorgen, dass das Bild im abgenommenen Okular nicht vom zweiten Okular gestört wird. Geräte, die bereits mit einer Okularkamera geliefert werden, machen hier aber bei deren Einsatz meist keine Probleme. Aber auch bei der technischen Ausführung der Optik kann es zwischen den verschiedenen Mikroskopen Unterschiede geben. Hier ist insbesondere auf den Durchmesser des jeweiligen Okulars zu achten. Oftmals liegt ein passender Adapter bei, um die Kamera auch mit anderen Okulardurchmessers kompatibel zu machen, davon sollte aber im Zweifelsfall nicht ausgegangen werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Okularkamera mit Ihrem Mikroskop kompatibel ist, konsultieren Sie am besten die Produktbeschreibung, das Datenblatt bzw. Benutzerhandbuch oder wenden Sie sich an den Kundenservice des Herstellers oder Händlers. Die Mitarbeiter haben in der Regel tagtäglich mit derartigen Fragen zu tun und können Ihnen schnell und kompetent bei der Auswahl der passenden Kamera helfen.

Warum sollte ich zusätzlich noch Geld in eine Okularkamera investieren?

Warum sollte ich zusätzlich noch Geld in eine Okularkamera investieren?

Sie benötigen eine solche Kamera nur, wenn Sie die Bilder Ihres Mikroskops auch aufnehmen möchten. Gerade bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die es heutzutage gewohnt sind, alles jederzeit aufnehmen zu können, sollten Sie bedenken, dass diesen Mikroskopie ohne eine solche Möglichkeit wahrscheinlich eher unnötig altertümlich oder trocken erscheinen wird. Es ist erfahrungsgemäß wichtig und trägt zur Begeisterung bei, wenn sich auch gemachte Video-Aufnahmen von Alonella exigua über Facebook (mit den üblichen Kommentaren wie „Cool“, „Voll süß!“, „Haha, an wen erinnert der dich?“ usw.) teilen lassen. Auf diese Weise trägt die moderne Technik maßgeblich zur Diskussion unter den Schülern bei und holt vielleicht nach einiger Zeit auch die „Problemschüler“ mit ins Boot. Vielleicht hat Ihre Frage aber auch einen anderen Hintergrund. Alternativ können Sie auch einen Kameraadapter nutzen, um das Bild des Mikroskops direkt z.B. in eine Spiegelreflexkamera oder andere Digitalkamera einzuspeisen. Auf diese Weise können durchaus auch sehr gute Aufnahmen gelingen. Allerdings ist dies ein Thema für sich, welches im Rahmen dieses Ratgebers leider nicht in voller Breite diskutiert werden kann. Insbesondere ist hier das richtige Zusammenwirken von Mikroskop und Kamera für die Qualität der letztendlich erhaltenen Bilder relevant.t

Welche Mikroskope eignen sich besonders für Schüler?

Welche Mikroskope eignen sich besonders für Schüler?

Schüler sind meist als Anfänger im Bereich der Mikroskopie einzustufen, daher müssen für Schüler geeignete Mikroskope in der Regel keine für diese Modelle unüblichen Anforderungen in der Qualität der optischen Darstellung oder den maximalen Vergrößerungsfaktor erfüllen. Wichtiger ist eine möglichst einfache Bedienung, gewisse Robustheit und eine Digitalisierbarkeit der erzeugten Aufnahmen, da die heutige Generation Digitalkameras in ihren Smartphones gewohnt ist. Somit würden den Schülern Mikroskope ohne diese Möglichkeit vermutlich unnötig vorsintflutlich erscheinen. Dies ist natürlich in gewisser Weise Geschmackssache und keine allgemeingültige Regel.

Ich komme wegen einer Sehschwäche mit dem Mikroskop nicht zurecht. Was kann ich tun?

Ich komme wegen einer Sehschwäche mit dem Mikroskop nicht zurecht. Was kann ich tun?

Wenn Sie mit dem Auge oder den Augen am Okular trotz einer Variation der entsprechenden Einstellungen am Mikroskop kein scharfes Bild erhalten können, empfiehlt sich in der heutigen Zeit der Einsatz eines USB-Mikroskops. Wenn Ihr Mikroskop keinen USB-Ausgang besitzt, dann lässt sich in vielen Fällen eine USB-Okularkamera zur Digitalisierung nutzen. Mit diesen Geräten kann das Bild des Mikroskops dann während der Untersuchung über einen Rechner auf einem Monitor dargestellt werden. Modelle mit HDMI-Ausgang unterstützen außerdem den Direktanschluss eines entsprechenden Monitors oder Fernsehers an die Okularkamera. Darüber hinaus können manche moderneren Mikroskope z.B. für die Arbeit im Labor auch mit einem kleinen LCD-Monitor versehen werden. So lassen sich die digitalen Aufnahmen vor Ort auch ohne Computer oder großformatigen Flachbildschirm betrachten. Wenn diese Lösung Ihnen auch nicht weiterhilft und Sie das Mikroskop im Rahmen Ihrer Ausbildung oder beruflich nutzen müssen, dann können Sie je nach individuellem Fall vielleicht in Absprache mit Ihrem Augenarzt zu einer speziell für Sie geeigneten Lösung kommen.t

Benötige ich ein Durchlicht- oder Auflichtmikroskop?

Benötige ich ein Durchlicht- oder Auflichtmikroskop?

Dies hängt von der Anwendung ab. Bei Auflichtmikroskopen wird das Objekt auf dem Objektträger angeleuchtet, um die dem Objektiv zugewandte Seite zum Leuchten zu bringen. So lassen sich auch die Oberflächen von größeren Objekten wie z.B. Papiertaschentüchern oder Sägespänen untersuchen. Wenn Sie das Mikroskop hingegen zur Erkundung des biologischen Mikrokosmos einsetzen möchten, ist ein Auflichtmikroskop hierzu eher nicht geeignet. Dies liegt daran, dass man in den Biowissenschaften gewöhnlicherweise nicht die Oberflächen von Zellen, sondern deren Inhalt untersuchen möchte. Außerdem ist die Zelloberfläche beinahe durchsichtig und lässt somit sehr viel Licht hindurch. Dies macht man bei der Durchlichtmikroskopie zunutze. Dazu wird die Zelle statt von oben von unten beleuchtet. So wird der Zellinhalt im Mikroskop sichtbar. Ansonsten bleiben feinere Strukturen im Inneren verborgen, da diese nur relativ wenig Licht reflektieren und somit zwingend durchleuchtet werden müssen, um gut sichtbar zu werden. Allerdings sollten Sie auch beachten, dass sich viele Mikroskope zwischen Auflicht und Durchlicht umschalten lassen, so dass Sie sich mit dem Erwerb eines solchen Modells beide Möglichkeiten offenhalten können. Insbesondere ist dies auch sinnvoll, wenn unterschiedliche Untersuchungsobjekte (z.B. kleine Krebse und Gewebepräparate) im Auge haben.

Nützliches Zubehör

Wer auch außerhalb des Biologieunterrichts oder der Universität umfangreich mikroskopieren möchte, der sollte über die Anschaffung entsprechender Fachliteratur nachdenken. Ein solches Buch liefert gerade dem Laien oftmals viele wichtige Eindrücke und Inspirationen. Hier sind insbesondere Bildbände nützlich, die mit vielen tollen Aufnahmen von zugänglichen Untersuchungsobjekten begeistern und so vielleicht auch beim einen oder anderen den Drang schüren, die abgebildeten Strukturen auch einmal „mit eigenen Augen” wahrzunehmen.

Gerade bei hochwertigeren Modellen ist ein Dokument oder Ebook mit wissenswerten Informationen rund ums Mikroskop für den gelungenen Einstieg aber häufig bereits im Lieferumfang enthalten oder kann sogar auf der Seite des entsprechenden Herstellers heruntergeladen werden. Solche mitunter kostenfreien Dokumente können auch für die Nutzer herstellerfremder Exemplare interessant sein. Für Studenten oder andere, die sich stark für den Mikrokosmos interessieren, kann außerdem ein zum jeweiligen Kenntnisstand passendes Lehrbuch der Mikrobiologie interessant sein.

Es gibt einiges an nützlichem Zubehör zum Mikroskop.Moderne Mikroskope können oftmals auch mit einem kleinen LCD-Monitor ausgerüstet werden, auf dem sich das vergrößerte Bild des Untersuchungsobjekts auch in räumlich kompakten Situationen darstellen lässt. Hier ist allerdings ebenfalls die Nutzung einer Okularkamera mit passenden Anschlüssen erforderlich, die entweder bereits im Lieferumfang des Mikroskops integriert ist oder separat nachgerüstet werden kann. Manche Modelle sind hingegen bereits bei der Lieferung mit dem passenden LCD-Monitor ausgestattet. Genaueres entnehmen Sie hierzu bitte den jeweiligen Produktbeschreibungen.

Für alle, die bislang mit einem Mikroskop ohne USB-Anschluss arbeiten, empfiehlt sich unter Umständen auch der Kauf eines USB-Okulars bzw. einer USB-Okularkamera. Diese wird anstelle des ursprünglichen Okulars in das Mikroskop eingesetzt und kümmert sich um die Digitalisierung der dargestellten Bilder. Außerdem wird natürlich noch ein passender Rechner benötigt, auf dem die Aufnahmen abgespeichert werden. Manche Modelle erlauben aber auch den direkten Anschluss an einen HDMI-Monitor oder die Speicherung der Videoaufnahmen auf einer SD-Karte.

Dies ist insbesondere im Labor praktisch, wenn gerade einmal kein Computer verfügbar oder der eigene Rechner mit anderen Aufgaben wie z.B. der Auswertung experimenteller Daten beschäftigt ist. Die Okularkamera ermöglicht eine Kombination von moderner Videoaufnahmetechnik mit der durch das Mikroskop erzielten Vergrößerung. So lassen sich mit den richtigen Geräten sogar HD-Videos der mikroskopischen Welt aufnehmen.

Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, was in einem Wassertropfen aus Ihrem Wasserhahn eigentlich so los ist und welche einzelligen Lebewesen sich in Ihrem Blut befinden, dann ist ein USB-Okular das richtige Utensil, um die entsprechenden Aufnahmen in digitaler Form zu archivieren oder auch mit anderen zu teilen.

Passend zum Mikroskop empfiehlt sich auch die Bestellung eines Mikroskopierbestecks, wenn die Probe nicht nur angesehen, sondern auch manipuliert werden soll.

Alternativen zum Mikroskop

Ein Mikroskop ist in seinem Anwendungsbereich weitgehend alternativlos. Dies liegt einfach daran, dass die meisten Geräte, die vergrößerte Aufnahmen von sehr kleinen Objekten machen, als Mikroskope bezeichnet werden. Für etwa größere Objekte kann hingegen vielleicht schon eine Lupe oder ein Uhrenmacherglas zur detaillierteren Darstellung genügen. Allerdings gibt es auch noch andere wissenschaftliche Anwendungen, für die Mikroskope und vergleichbare Geräte eher nicht geeignet sind.

Hier ist einerseite das Teleskop zu nennen, welches ebenfalls vergrößert –- allerdings werden hier keine kleinen Objekte, sondern weit entfernte Objekte in einem größeren Maßstab dargestellt. Teleskope ermöglichen dem Menschen dabei neben praktischen Anwendungen etwa in der Seefahrt auch die Untersuchung  astronomischer Objekte. Insbesondere lassen sich so auch durch Hobbyastronomen markante Eigenschaften der Planeten unseres Sonnensystem aufdecken.

Somit spielt das Teleskop einer der des Mikroskops ganz ähnliche Rolle bei der Erkundung von Objekten und Strukturen, die dem menschlichen Auge ohne technische Hilfsmittel nicht zugänglich sind. Astronomen entdecken mit diesen Hilfsmitteln immer wieder neue bemerkenswerte Eigenschaften und Besonderheiten unseres Universums, ähnlich wie Mediziner und Biologen in den Biowissenschaften.

Somit ist auch das Teleskop eine Erfindung, die die Welt grundlegend verändert hat und aus der modernen Wissenschaft, aber auch aus der mit ihr verknüpften Kultur nicht mehr wegzudenken ist.

Nicht nur für den Schüler oder die Schülerin ist heutzutage das Ansehen von Mikroskopie-Videos auf Youtube oder ähnlichen Plattformen eine interessante Ergänzung zum Schulunterricht. Hier können auch Experimente betrachtet werden, die im Schulunterricht wegen der begrenzten finanziellen Mittel oder fortgeschrittenen wissenschaftlichen Methoden nicht ohne Weiteres durchgeführt werden können. Das grundsätzliche Ergebnis des Versuchs ist in einigen Fällen aber auch von Schülerinnen und Schülern ohne Weiteres nachvollziehbar.

Hier kommt es im konkreten Fall natürlich auf das pädagogische Feingefühl und Augenmaß des Lehrers an. Außerdem können diese Videos zur Vorbereitung oder Nachbereitung verschiedener Mikroskopier-Aufgaben genutzt werden. Das theoretische Wissen über den Aufbau der belebten Materie erscheint so um einiges lebendiger, als Standbilder in Schulbüchern es je vermitteln könnten.

Das Mikroskop unterstützt die Menschheit seit seiner Erfindung auf der Suche nach Wahrheit und Wissen. Wir freuen uns über Ihr Interesse und hoffen, dass unser kleiner Ratgeber Ihnen bei Ihrer Kaufentscheidung weitergeholfen hat. Werfen Sie doch auch noch einen Blick in die weiterführende Literatur.

Weiterführende Links und Quellen

  1. Mikroskopische Bildergallerie, http://www.mikroskopieren.de/bilder.php
  2. Die Mikrofibel, http://www.klaus-henkel.de/fibeldown.html (etwas älter, aber dennoch immer noch lesenswert insbesondere für den Einstieg)
  3. Wikipediaartikel zur Dunkelfeldmikroskopie. https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkelfeldmikroskopie
  4. Informationen für Einsteiger in die Mikroskopie: http://www.mikroskopie-fuer-anfaenger.de/
  5. Informationsseite des Herstellers Witec zur Anwendungen von Mikroskopen in der Forensik. http://www.witec.de/de/anwendungen/forensik/
  6. Gerald Karp, Molekulare Zellbiologie, Springer Verlag, 2005
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