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NAS-Server Test 2017 • Die 15 besten NAS-Server im Vergleich

NAS-Server sind im EDV Bereich sowie als Datenspeicher quasi unerlässlich.Unser Team hat für eine Bestenliste diverse Vergleiche nebst Tests im Internet durchleuchtet und konnte demnach Bewertungen für Prozessoranzahl, RAM Größe, Kapazitäten und einiges mehr einbinden.

NAS-Server Bestenliste 2017

Letzte Aktualisierung am:

 Synology DS218+ 2 Bay Desktop NAS Gehäuse
ZyXEL NAS542 4-Bay Media und Personal Cloud ServerWestern Digital Diskless My Cloud EX2Synology DS216PLAY NAS-SystemSynology DS216j 2-Bay Desktop NAS-GehäuseZyXEL NAS520 - 2-Bay Media und Personal Cloud ServerSynology DS115J NAS-Server Marvell Armada 370D-Link DNS-320L ShareCentre Cloud NAS-ServerBuffalo LS220DE-EU LinkStation 220DEDigitus DN-7023 Netzteil Nano NAS-Umschalter

Synology DS218+ 2 Bay Desktop NAS Gehäuse


ZyXEL
NAS542 4-Bay Media und Personal Cloud Server

Western Digital
Diskless My Cloud EX2

Synology DS216PLAY NAS-System

Synology DS216j 2-Bay Desktop NAS-Gehäuse

ZyXEL NAS520 - 2-Bay Media und Personal Cloud Server

Synology
DS115J NAS-Server Marvell Armada 370

D-Link
DNS-320L ShareCentre Cloud NAS-Server

Buffalo
LS220DE-EU LinkStation 220DE

Digitus
DN-7023 Netzteil Nano NAS-Umschalter

 Bewertung 1,0 1,2 1,3 1,6 1,7 1,8 1,9 2,1 2,3 2,5
Host-KonnektivitätGigabit EthernetGigabit EthernetGigabit EthernetGigabit EthernetGigabit EthernetGigabit EthernetEthernetGigabit EthernetEthernetEthernet
Max. unterstützte Kapazitätk.A.24 TB16 TB10 TB20 TB12 TB3 TB3 TB3 TB3 TB
Max. Anzahl Module2422221211
Formfaktor2,5/3,5 Zoll2,5/3,5 Zoll3,5 Zoll3.5 Zoll3,5 Zoll2,5" oder 3,5"2,5/3,5 Zoll3,5 Zoll3,5 Zollextern Access
Prozessor2 GHz1.2 GHz1,3-GHz32bit Dual Core 1.5 GHz32bit Dual Core 1.0 GHz1,2 GHz Dual-Core Prozessor800 MHzk.A.800 MHz-
Prozessoranzahl2222221k.A.2-
FestplatteninterfaceSerial ATA-600Serial ATA-300Serial ATA-6001 GB DDR3SATA2SATA IISATA-300, SATA-600SATA, SATA-300SATA, SATA-300USB 2.0
RAM Größe2GB1GB1 GB1 GB512 MB DDR31 GB256 MB256 MB256 MB-
RAM TechnologieDDR3DDR3DDR3DDR3DDR3DDR3DDRDDR3-
Leistungsaufnahmek.A.14,8 Watt36/48 Watt15.08 W (Zugriff)14.85 W (Zugriff)8,8 Wattca. 16 Wattk.A.19 Watt2,5 Watt
Abmessungen10,5 x 23 x 16 cm19 x 22,5 x 16 cm9,9 x 15,7 x 16,5 cm22,9 x 10,2 x 17,8 cm
22,6 x 16,5 x 10 cm
14 x 22 x 16 cm22,9 x 7,6 x 17,8 cm28,6 x 20,7 x 18,6 cm8,7 x 20,5 x 12,6 cm5 x 3 x 2,5 cm
Farbeschwarzschwarzschwarzschwarzweissschwarzweissschwarzschwarzschwarz
Anschlüsse
  • RJ-45 1GbE LAN Port x 1
  • USB 3.0 Port x 3
  • eSATA Port x 1
  • USBCopy

  • 3 x USB 3.0
  • 2 x Ethernet
  • 1 x SDXC Card Reader
  • 2 x USB 3.0
  • 1 x Ethernet
  • 1 x USB 2.0, 1 x USB 3.0
  • USB
  • 3 x USB 3.0 Ports, 1 x SDXC Card Reader
  • 2 x USB 3.0
  • 1 x RJ45
  • 1 x USB 2.0
  • 1 x RJ45
  • 1 x USB 2.0
  • 1 x RJ45
  • 1 x USB 2.0
  • 1 x RJ45
Vorteile

  • Intel Identity Protection Technologie
  • Intel Smart Connect
  • Kabel Verriegelung Slot
  • RAID-Unterstützung

  • Hot Swap Unterstützung
  • mit RAID-Unterstützung
  • leicht verständliche Benutzeroberfläche
  • sehr leiserer Lüfter
  • hohe Datensicherheit
  • lange Lebensdauer
  • ultraschnelle Dateiübertragung
  • mehrere RAID-Konfigurationen
  • hohe Performance
  • 4K Ultra HD video transcoding on the fly

  • Powerful dual-core CPU with H.265 codec support

  • 107.7 MB/s Reading, 91.47 MB/s Writing

  • DLNA certified for media streaming
  • Eine vielseitige persönliche Cloud Storage für das alltägliche Leben

  • Dual-core CPU mit Hardware Verschlüsselungsmodul

  • über 112.75 MB/s Lesen, 97,6 MB/s schreiben,

  • einfach zu bedienende web Betriebssystem auf allen Browsern

  • 1,2 GHz Dual-Core Prozessor mit Link Aggregation, 1GB DDR3 RAM

  • 2 SATA II - Festplatten (2,5" oder 3,5") mit bis zu 12 TB (6 TB x 2)

  • 3 x USB 3.0 Ports, 1 x SDXC Card Reader

  • Nur 8,8 Watt Stromverbrauch im Standby

  • Neues Lüfterkonzept, sehr leise

  • günstiger Einsteigerpreis
  • einfaches File-sharing
  • sichere Datenspeicherung
  • Synology DiskStation Manager
  • DLNA-zertifizierter Medienserver
  • iTunes-Medienserver
  • leicht bestückbar
  • hohe Geschwindigkeit
  • einfache Handhabung
  • cooles Design
  • Buffalo WebAccess-Apps
  • bedienungsfreundliche Benutzeroberfläche
  • >
  • Der Adapter bringt USB 2.0 Festplatten ins Netzwerk bzw. Internet
  • Samba und FTP Server für einfachen Dateizugriff
Zuverlässigkeit
Verarbeitung
Preis- / Leistung
Preisvergleich

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Was ist ein NAS-Server?

Ein NAS-Server ist ein an ein Netzwerk angebundener Computer, der als Datenspeicher fungiert. NAS steht dabei für Network Attached Storage. Seine hauptsächliche Aufgabe ist also die Verwaltung der ihm anvertrauten Daten. Meistens ist er mit mehreren Festplatten, SSD-Laufwerken oder anderen Bauteilen zur Speicherung von Daten ausgestattet. Mehrere Festplatten oder SSDs werden entweder genutzt, um die maximale Speicherkapazität zu erhöhen oder aber um das Risiko von Datenverlusten durch Hardwareversagen zu minimieren.

Wie funktioniert ein NAS-Server?

anwendungenEin NAS-Server ist in den meisten Fällen ein vollwertiger Rechner, dessen Hardware auf die Speicherung großer Datenmengen und eine schnelle Netzwerkanbindungausgelegt ist. Letztere ist dabei insbesondere in anspruchsvollen Anwendungsfällen wichtig, damit sämtliche berechtigten Nutzer jederzeit ohne größere Verzögerungen auf die auf dem NAS-Server hinterlegten Daten zugreifen können.

Insbesondere beim professionellen Einsatz dieser Geräte z.B. in Firmennetzwerken oder zurSpeicherung von Videodaten mehrerer Kameras kommt es wesentlich auf eine ausreichend schnelle Datenübertragungsrate an. Hier muss der NAS-Server häufig Ansprüchen genügen, die mit den Anforderungen an ältere, im Arbeitsplatzrechner intern eingebaute Festplattenlaufwerke zu vergleichen sind – wie der Fachmann vielleicht auch aus der Praxis weiß ist dies keine immer leicht zu bewältigende Aufgabe. Daher ist eine möglichst breitbandige Netzwerkanbindung in solchen Fällen unerlässlich.

Aber auch bei einfacheren Anwendungen im privaten Multimedia-Bereich sollte stets eine hinreichend schnelle Datenübertragungsrate etwa fürs Streaming von Videodateien und eine ausreichende Kapazität zur Speicherung aller Medieninhalte zur Verfügung stehen.

Bei NAS-Servern mit WLAN-Anbindung ist daher auch der unterstütze Wifi-Standard ein wichtiges Kriterium: Wird der jeweils neueste Standard mit den momentan schnellstmöglichen Übertragungsraten unterstützt, oder sollte man vielleicht lieber bis zur nächsten Generation des jeweiligen Gerätes warten? Außerdem sollte der Server über eine WLAN-Verschlüsselung auf dem aktuellen Stand der Technik, d.h. aktuell mindestens eineWPA2-Verschlüsselung verfügen, wenn man plant, ihn über die Wifi-Schnittstelle ins Netzwerk einzubinden.

Vorteile & Anwendungsbereiche

festplatte-2Ein großer Vorteil eines NAS-Servers ist die zentrale Speicherung der verwalteten Daten und die weitläufige Verfügbarkeit über das Netzwerk. Gerade in größeren Netzwerken z.B. in Unternehmen verteilen sich die bearbeiteten Dateien der Mitarbeiter ansonsten über viele einzelne Festplatten, USB-Sticks und andereSpeicher. Hier muss dann oftmals eine passende Software-Lösung zur Rate gezogen werden, die sich etwa um die regelmäßigen Updates aller Festplatten und anderer Laufwerke kümmert. Der NAS-Server macht es dem Administrator hingegen vergleichsweise einfach: Hier genügt es selbst im ungünstigsten Fall (je nach Redundanzlevel), ein Backup von allen in den NAS-Server eingebauten Platten anzulegen.

Darüber hinaus kann die Redundanz des NAS-Servers zur Erhöhung der Datensicherheit genutzt werden: Durch diese werden die hinterlegten Daten automatisch auf mehrere Festplatten gleichzeitig geschrieben. Dies erhöht zwar natürlich die Menge der benötigten Festplatten, verringert die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes durch Hardwareversagen allerdings wesentlich.

Gerade bei der der Speicherung großer Datenmengen ist der Defekt von einzelnen Festplatten in der Regel nicht zu vermeiden. Mit einem NAS-Server, der die Daten in einem RAID redundant speichert, wird dieses Problem effektiv weitgehend unter Kontrolle gebracht.

Sehr stark werden NAS-Server gerade in den letzten Jahren auch in der Sicherheitstechnik eingesetzt. Hier dienen sie zum Speichern der Bilder vonÜberwachungskameras. Gerade bei größeren Anlagen, die aus mehreren Kameras bestehen, bietet der NAS-Server hier im Vergleich zu einer lokalen digitalen Speicherung (etwa auf SD-Karte) oder gar einer lokalen analogen Speicherung (etwa auf Magnetband) zahlreiche Vorteile. Auch hier kommt die zentrale Datenspeicherung auf dem NAS-Server voll zum Tragen: Die Aufnahmen der verschiedenen Kameras können einfach und bequem von einem einzigen an das Netzwerk angeschlossenen PC angesehen werden, anstatt umständlich die Speicherkarten oder gar Bänder der verschiedenen Kameras sequentiell durchgehen zu müssen.

Darüber hinaus kann auch die redundante Speicherung für zusätzliche Sicherheit sorgen. Nichts ist ärgerlicher, als wenn im Ernstfall wie einem Einbruch mitSachschaden die Aufnahmen der Überwachungskameras vor der Auswertung durch einen Hardwareschaden zerstört werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich übrigens auch, die entsprechenden NAS-Geräte an einem für eventuelle Eindringliche möglichst unzugänglichen und/oder schwer einsehbaren Ort aufzustellen.

Welche Arten von NAS-Servern gibt es?

01-Synology-DS215-plus-NAS-Server-2-Bay-1,4GHzdetailIm Wesentlichen muss bei den NAS zwischen Modellen für private Anwender und Unternehmen unterschieden werden. Hierbei gibt es zwar keine klare Abgrenzung, allerdings sind die meistens NAS-Server mit 8, 16 oder mehr Festplattenschächten für die meisten Privatanwender eher uninteressant. Allerdings bieten die Modelle für den Privatbereich häufig eine bessere Unterstützung und zusätzliche Features beim Umgang mit Multimedia-Inhalten wie Video– oder Fotodateien. Solche Modelle mit Multimedia-Fähigkeit sind dann also unter Umständen eher fürs Heimkino geeignet.

Noch deutlicher sind die Geräte hingegen anhand der Anzahl der Plattenschächte zu charakterisieren: Hier sind Geräte, die nur eine einzige Festplatte im Netzwerk zur Verfügung stellen, von solchen NAS abzugrenzen, die mit mehreren Festplattenparallel arbeiten (können). Über letztere lässt sich nicht nur ein Geschwindigkeitsvorteil im Vergleich zur einzelnen Platte im Netzwerk erreichen, sondern (je nach Konfiguration) auch ein Dateisystem mit echter redundanterSpeicherung realisieren. Dies bedeutet, dass die Datenintegrität nicht mehr direkt von der Unversehrtheit der physikalischen Datenträge abhängt: Sogenannte RAIDskönnen, von RAID0 einmal abgesehen, auch den Defekt einer oder sogar mehrerer Platten verkraften, ohne dass die Nutzer einen Datenverlust bemerken. Natürlich sollte die defekte Platte dann trotzdem schnellstmöglich ausgetauscht werden, da die Wahrscheinlichkeit eines Versagens des RAID immer mit der Anzahl der defekten Platten ansteigt.

Besonders kritisch ist in dieser Hinsicht, dass zum gleichen Zeitpunkt gekaufte Festplatten meist eine ähnliche Lebensdauer haben, weshalb im Laufe der Zeit auch RAID-Systeme entwickelt wurden, die über die Redundanz auch mehr als einen physikalischen Totalausfall eines Speichermediums verkraften können. Das einfachste Verfahren ist hier das parallele Schreiben aller Daten auf mindestens drei Festplatten nach dem RAID1-Standard, das allerdings den Speicherplatz dann nicht besonders effektiv ausnutzt. Die verschiedenen, im Laufe der Zeit erarbeiteten RAID-Lösungen werden weiter unten noch ausführlicher erklärt.

So haben wir die NAS-Server getestet

Der Dreh- und Angelpunkt unseres Tests war die Leistungsfähigkeit der verwendeten Hardware in Relation zum Preis. Hier kam es besonders auf der Preisklasse angemessene Datenübertragungsraten und Rechenleistung an. Optionale Zusatzfunktionen wie zum Beispiel eine Hardwareunterstützung von üblichen Verschlüsselungsverfahren wurden hier ebenfalls positiv bewertet. Ein wichtiger Kritikpunkt war auch die einfache Konfigurierbarkeit und die Zuverlässigkeit des Geräts im alltäglichen Einsatz.

Konnten Änderungen der Konfiguration einfach und unkompliziert vorgenommen werden, oder musste man sich zuvor umständlich durch ein Menü mit vielen Unterpunkten arbeiten? Da viele Nutzer im Home-Bereich sicherlich auch die Multimediafunktionen der verschiedenen Geräte wie etwa Video-Streaming über DLNA nutzen möchten, haben wir diese bei Vorhandensein ebenfalls in die Bewertung mit einbezogen. Zusätzliche Merkmale wie etwa das optionale Umkodieren von Audiospuren von Videodateien wurden hier positiv berücksichtigt.

Worauf muss ich beim Kauf eines NAS-Servers achten?

Ein wesentlicher Punkt beim Kauf eines NAS-Servers sind die Voraussetzungen, unter denen dieser später operieren soll. Es kommt also bei Auswahl des Geräts auf den Einsatzzweck an. Welche Bandbreite wird im Netzwerk benötigt, wie groß sollte das maximale Speichervolumen des Geräts sein? Wenn die Daten aus Sicherheitsgründen redundant gespeichert werden sollen, ist außerdem zu beachten, dass je nach Redundanzlevel bzw. verwendetem RAID-Typ nur einBruchteil der Speicherkapazität der eingebauten Festplatten zur Verfügung steht.

Hier sollte also darauf geachtet werden, dass der maximale verfügbare Speicher auch unter Berücksichtigung der redundanten Datenspeicherung auch noch für den angedachten Anwendungszweck ausreicht. Ein Beispiel aus der Praxis: Werden alle Daten über die Redundanzfunktion des Geräts z.B. physikalisch doppelt gespeichert und fasst der NAS-Server maximal zwei Festplatten zu je 1 TB, zu stehen auch bei voller Belegung nur etwa 1 TB an Speicherkapazität als tatsächlicher Datenspeicher zur Verfügung.

Über diese scheinbare Speicherplatzverschwendung ist man spätestens dann froh, wenn wichtige Daten auf dem NAS gespeichert werden und eine der Platten ohne jede Vorwarnung einen plötzlichen Defekt etwa durch ein unbemerktes Überhitzen des Geräts erleidet. In einem solchen Fall stehen den Nutzern dann immer noch die Kopien der Dateien auf der zweiten Platte zur Verfügung. Natürlich sollten trotzdem regelmäßige Backups ausgeführt werden, um das Risiko eines unwiderbringlichen Datenverlusts so weit wie möglich zu minimieren.

Die richtige Technoligie gegen Datenverlust

festplatten-einschub-schmalEine Hot-Swap-Funktion ist dann praktisch, wenn der NAS-Server für eine Wartung der installierten Datenträger nicht einfach kurz abgeschaltet werden kann. Das Gerät unterstützt dann einen Austausch von Festplatten während des laufenden Betriebs. So können Platten, die z.B. wegen Hardwareschäden vorzeitig das Zeitliche segnen, einfach und effektiv gegen intakte Geräte ausgetauscht werden. Dabei sind die entsprechenden Daten natürlich nur dann noch für die Benutzer zugänglich, wenn diese noch auf mindestens einer der verbliebenden intakten Platten vorhanden sind: Es muss also redundant gespeichert werden, um eine Verfügbarkeit aller Dateien auch während des Festplattenaustauschs zu gewährleisten.

Neben internen Festplatten bieten viele NAS-Geräte auch den Anschluss von USB– oder eSATA-Datenspeichern an. Auf diese Weise kann die Kapazität des Gerätes schnell und effektiv erweitert werden. Allerdings sollte hierbei am besten im Vorfeld geklärt werden, welche Funktionen des Gerätes auch für externe Datenspeicherverfügbar sind. Insbesondere sind auch die Beschränkungen der externen Anschlüsse in Bezug auf die Datenübertragungsrate zu beachten: So lässt sich die Anzahl der angeschlossenen Platten etwa meist nicht mit USB-Hubs beliebigerweitern, da hier gerätespezifische Beschränkungen greifen können und außerdem die Limitierung der Übertragunsgeschwindigkeit zu beachten ist.

Konkret heißt das: Werden mehrere USB-Platten an einen einzelnen USB-Bus angeschlossen, so teilen sie sich auch die Übertragungsrate. Drei angeschlossene Platten können dann also die Daten nur mit je einem Drittel der maximalen USB-Geschwindigkeit übertragen. Dies kann in der Praxis je nach verwendeter USB-Spezifikation und Anwendungsfall immer noch ausreichend sein, allerdings sollte man sich dieser Beschränkung vor dem Kauf eines entsprechenden Geräts bewusst sein.

Sehr wichtig bei der Kaufentscheidung ist die maximale Geschwindigkeit des Netzwerkinterfaces . Zum Erzielen im alltäglichen Gebrauch tauglicher Übertragungsraten sollte es auch für NAS, die in verhältnismäßig kleinen Netzwerken genutzt werden, mindestens eine 100MBit-Anbindung sein. Besser ist jedoch gleich eine Gigabit-Anbindung, die die notwendige Leistung auch für anspruchsvollere Aufgaben zur Verfügung stellt. Insbesondere dann, wenn das NAS in einem größeren Netzwerk genutzt werden soll, empfiehlt es sich, keinesfalls an der Übertragungsrate zu sparen. Im Zweifelsfalle sollte bei ansonsten vergleichbaren Werten also das NAS gewählt werden, welches die schnelleren Datenraten im Netzwerk liefert. Allerdings sollte man sich hier auch nicht bloß auf die Herstellerangaben verlassen: Ein Test des Geräts vor Ort liefert meistens erst die notwendige Klarheit darüber, wie sich das Gerät in der jeweiligen Netzwerkumgebung schlägt.

Komponenten aufeinander abstimmen

Ist man mit dem Ergebnis auch nach korrekter Konfiguration nicht zufrieden, so sollte man nach Möglichkeit am besten schnell und einfach von seinem Rückgaberecht Gebrauch machen und sich nach einem Alternativgerät umsehen, sofern hier eine realistische Verbesserung zu erwarten ist. Allerdings sind zu vielen Geräten auch online typische Werte für die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten aus der Praxis einsehbar. Diese werden zum Teil von professionellen Hardware-Experten, zum Teil aber auch einfach von Besitzern des jeweiligen Geräts veröffentlicht. Diese Werte sollten zwar einerseits immer mit Vorsicht genossen werden, da es neben dem Gerät selbst auch z.B. auf eine hinreichend leistungsfähige Netzwerkumgebung ankommt.

Fehlkonfigurationen wie eine zu langsame Netzwerkanbindung, eine schlechte WLAN-Erreichbarkeit oder aber ein selbstinstalliertes alternatives Betriebssystem können hier für deutliche Abweichungen von den üblichen Durchschnittswerten sorgen. Andererseits können diese Werte aber eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Hierbei sollte vorab gesagt werden, dass die maximal im Netzwerk möglichen Raten wegen diverser Störeinflüsse oder grundsätzlicher Beschränkungen in der Hardware meistens in der Praxis nicht erreicht werden. Außerdem tritt häufig ein asynschrones Verhalten der Geräte bezüglich der Geschwindigkeiten beim Schreiben und Lesen auf.

Ein großer Cache hilft dabei, physikalische Festplattenzugriffe zu minimieren und so die Datenübertragungsrate im Netzwerk für die Nutzer des NAS zu erhöhen. Einige Modelle bieten hier auch die Möglichkeit an, eine SSD als Cache für die verbauten Festplatten zu nutzen.

Soll das Gerät hingegen per WLAN an das Netzwerk angeschlossen werden, so ist auch hier auf eine hinreichend leistungsfähige Verbindung für die alltägliche Anwendung zu achten. Am besten sind hier im Normalfall Geräte, die den neuesten aktuell verfügbaren Wifi-Standard unterstützen.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels ist dies aktuell der 802.11ac-Standard, NAS-Server mit älteren Schnittstellen fürs Funknetzwerk können für weniger anspruchsvolle Anwendungen jedoch immer noch zu gebrauchen sein und sind oftmals bereits für einen vergleichsweise geringen Preis erhältlich. Wer sich für ein solches Gerät interessiert, sollte allerdings auf Nummer sicher gehen, dass tatsächlich alle benötigten technischen Optionen zur Verfügung stehen. Hierzu zählen z.B. eine ausreichende Anzahl von modernen Festplattenslots. Außerdem muss es natürlich auch die notwendige Leistung für den angedachten Einsatzzweck liefern, d.h. über einen ausreichend großen Arbeitsspeicher, einen schnellen Datenbus und einen den alltäglichen Anforderungen gewachsenen Prozessorverfügen.

Mehr Sicherheit durch Verschlüsselung

tresortuerEine zusätzliche Option, über die der Nutzer insbesondere zur Speicherung von Firmengeheimnissen, den Bildern von Überwachungskameras oder andererempfindlicher Daten nachdenken kann, ist die Verschlüsselung der Festplatten. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn realistisch mit einem Diebstahl des NAS-Servers oder der in ihm enthaltenen Platten gerechnet werden muss. Der große Vorteil dieser Technik ist, dass die Daten für unbefugte Dritte ohne den entsprechenden Schlüssel nutzlos sind: Anstatt der erhofften hochbrisanten Informationen im Klartext offenbart sich dem Dieb nur ein unverständliches Daten-Kauderwelsch. Dieser Vorteil ist allerdings gleichzeitig auch ein Nachteil: Geht der Schlüssel bzw. das Passwort verloren, so sind sämtliche auf den Platten des NAS abgespeicherten Informationen nicht mehr zu gebrauchen.

Wer sein NAS verschlüsseln möchte, sollte deshalb sehr genau wissen, was er tut. Wenn man sich allerdings bewusst für diese Option entscheiden möchte, so ist eine Hardwareunterstützung für gebräuchliche Verschlüsselungsverfahren wie etwa AESein großer Vorteil. Diese verringert die Last auf die Prozessoren, die während des regulären Betriebs durch das ständige Ent- und Verschlüsseln der Daten bei allen Lese- und Schreibvorgängen entsteht. Gerade dann, wenn das kryptographische Verfahren sehr sicher und somit meist auch dementsprechend rechenintensiv ist, kann eine solche Option deshalb sinnvoll sein. Eine sinnvolle Option kann es außerdem sein, eine unverschlüsselte Kopie der auf dem NAS enthaltenen Daten an einem sicheren Ort aufzubewahren.

Auch die Softwarepakete, die den NAS-Servern beigelegt sind, können zur Kaufentscheidung beitragen, obwohl es bei dieser natürlich hauptsächlich auf die Leistung der Hardware ankommen sollte. So sollte der NAS-Server im Idealfall bereits soweit vorkonfiguriert sein, dass nur noch die Festplatten eingebaut undeinige abschließende Optionen eingestellt werden müssen. Geräte, die ohneaufgespieltes Betriebssystem bzw. ohne installierte Firmware geliefert werden, sind glücklicherweise eher die Ausnahme. Solche Produkte wenden sich eher an erfahrene Nutzer, die genug Fachwissen haben, um auch solche Geräte betriebsbereit zu machen.

Die beigelegten Anleitungen sind erfahrungsgemäß z.B. aufgrund schlechter Übersetzungen nicht immer hilfreich. Aus den in einer solchen Anleitung beschriebenen „fünf einfachen Schritten“ können so mitunter ohne die notwendige Erfahrung schnell viele arbeitsreiche Stunden werden, ohne dass dem durchschnittlichen Nutzer ein letztendlicher Erfolg garantiert werden kann. Darüber hinaus werden NAS aber auch weitere Softwarepakete wie z.B. Backuplösungenbeigelegt, die beispielsweise eine besonders einfache Sicherung der auf dem Netzwerkspeicher abgelegten Daten versprechen. Wenn solche kostenlosen Beigaben von guter Qualität sind, können sie durchaus die emanzipierte Kaufentscheidung positiv beeinflussen. Allerdings gilt dies meist nur, wenn man sich nicht so recht zwischen zwei beinahe gleichwertigen Geräten entscheiden kann.

Musik und Videos für alle im Netzwerk

saxophonMultimedia-Optionen der Geräte können insbesondere für Privatanwender interessant sein. Hier geht es um vorinstallierte Software, welche z.B. das Videostreaming oder Musikhören vom Netzwerkspeicher besonders komfortabel gestalten soll. Auf diese Weise können die zentral auf dem NAS abgelegten Medien von vielen verschiedenen Geräten innerhalb des Hauses, wie z.B. Smart-TVs, Tabletsund Smartphones, abgerufen werden. Insbesondere ist hier DLNA zu nennen. Hierbei handelt es sich um ein Protokoll für die Übertragung von Multimedia-Inhalten im heimischen Netzwerk. Clients wie z.B. Smart-TVs mit DLNA-Fähigkeit können dann etwa hochauflösende Videos über das Netzwerk direkt vom NAS wiedergeben.

Dies hat den großen Vorteil, dass die heimische Videosammlung an von einem zentralen Ort aus verfügbar ist und sich nicht z.B. über unzähligeverschiedene USB-Festplatten verteilt. Auch das umständliche Kopieren von Videodateien auf einen USB-Stick, der dann in das Smart-TV gesteckt wird, ist mit DLNA nicht mehr nötig. Die meist recht komfortablen Mediacenter , die im Lieferumfang vieler Smart-TVs enthalten sind, lassen sich dabei im Regelfall komfortabel aus vom Sofa aus mit der Fernbedienung des Geräts bedienen. Wie Sie dabei die Medieninhalte ihres NAS konkret abrufen können, entnehmen sie bitte der Bedienungsanleitung ihres Smart-TV. In vielen Fällen muss der Medienserver auf dem NAS allerdings erst aktiviert werden, bevor er zur Verfügung steht.

Einige NAS unterstützen dabei auch multimediaspezifische Besonderheiten: So können etwa Tonspuren von Videos, die in einem für das Smart-TV unverständlichen Format abgespeichert wurden, während des Streamings „on-the-fly“ in ein verständliches Format übersetzt werden.

Die Nennung aller möglichen Kombinationen von Audio-Formaten und unterstützten Geräten sprengt dabei den Rahmen dieses Artikels, bitte informieren sie sich deshalb vorab, ob diese Funktion von ihrem ausgewählten NAS unterstützt wird und inwiefern sie mit Ihrem Smart-TV kompatibel ist.

Insbesondere Optionen, die den Zugriff auf die Daten des heimischen NAS über das Internet erlauben, können hierbei sehr nützlich sein. So kann man im Prinzip auch Freunden jederzeit die neuesten Bilder oder Videos aus dem Urlaub vorführen oder auch im Urlaub über das WLAN des Hotels einen Film aus dem heimischen Datenspeicher genießen. Im Prinzip deshalb, weil einerseits natürlich eine hinreichend schnelle Internetanbindung eine wichtige Vorraussetzung zum Streamen größerer Videodateien ist.

Andererseits sollte aber auch der Sicherheitsaspekt nicht vernachlässigt werden: Gerade bei dem relativ unsicheren, aber immer noch vielfach eingesetzten Zugriff über FTP können verhältnismäßig leicht Passwörter ausgespäht werden. Dies liegt einfach daran, dass der FTP-Server in der Regel keine Verschlüsselung dieser Daten verlangt: Wenn ein Angreifer während des Zugriffs auf den FTP-Server die entsprechenden Netzwerkpakete abfängt, so kann er in vielen Fällen direkt den verwendeten Benutzernamen und das zugehörige Passwort auslesen. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich unserer Meinung nach, entweder auf eine Nutzung der FTP-Option zu verzichten oder aber wenigstens SFTP (Secure FTP) oder rsync zu nutzen, sofern der Server dies anbietet. Diese Verfahren stellen bei korrekter Konfiguration erhöhte Sicherheitsanforderungen an die Datenübertragung zwischen Client und Server und sind damit von Dritten schwieriger zum umberechtigten Zugriff auf das NAS nutzbar.

Kurzinformation zu führenden Herstellern

  • Synology
  • QNAP
  • Western Digital
Synology ist ein Unternehmen, das sich vornehmend auf Netzwerktechnologie spezialisiert hat. Neben Routern und netzwerkgebundener Überwachungstechnik gehören auch NAS zu seinem Sortiment. Im Bereich der NAS bietet der Hersteller mit den Produkten aus der Serie „RackStation“ bzw. „DiskStation“ passende netzwerkgebundene Speicher für große Unternehmen, kleine Firmen und Heimanwendungen an. Von vielen wird das Unternehmen mittlerweile als einer der führenden Ideengeber im Bereich der NAS-Server angesehen. Mittlerweile agiert Synology wohl auch durch seine leistungsfähigen technischen IT-Lösungen auf internationaler Ebene.
QNAP konzentriert sich vornehmlich auf die Produktion hochwertiger NAS-Server. Dabei beweist das Unternehmen immer wieder aufs Neue, dass sich auch in dieser relativ schmalen Sparte frische Impulse setzen lassen. Insbesondere ist der Konzern auch im anspruchsvollen Bereich der Videoüberwachung aktiv. Besonders großen Wert setzt das Unternehmen dabei auf eine hohe Benutzerfreundlichkeit der angebotenen Produkte, ohne dabei die Leistungsfähigkeit zu vernachlässigen.
Western Digital ist vielen Computernutzern sicherlich bereits aus der Welt der Festplattenlaufwerke ein Begriff. Mit der zunehmenden Popularität der NAS-Server hat der Konzern auch einige Geräte in dieser Hardwaresparte hervorgebracht. Die meisten Lösungen richten sich dabei anscheinend eher an private Nutzer als an professionelle Unternehmen. Jedoch bleibt abzuwarten, ob die Popularität der Marke ihr letztendlich auch zum Durchbruch im Bereich der NAS-Server verhelfen kann.

Internet vs. Fachhandel: Wo kaufe ich mein NAS am Besten?

Beim Kauf eines NAS-Servers sollte man sich schon vorab ein wenig mit der Materie beschäftigt haben. Viele Nutzer scheuen aber erfahrungsgemäß diese Mühe und fragen den Fachhändler ihres Vertrauens in einem kostenlosen Beratungsgespräch nach einem für ihren Einsatzzweck optimal geeigneten Produkt. Mit ein wenig Zeitaufwand lässt sich allerdings unter Umständen hier eine ganze Menge Geld sparen. Denn schließlich stellt das Internet hier zum Teil sehr gute Informationsquellen zur Verfügung, aus denen technisch versierte Benutzer sich relativ einfach und unkompliziert über die verschiedenen technischen Details informieren können.

internetGerade bei Artikeln aus dem Bereich der Technik lassen sich häufig durch den Einkauf im Internet einige Euro sparen. So kann der Interessent den gleichen Artikel, den auch der Fachhändler nach einem längeren Verkaufsgespräch anpreisen würde, oftmals wesentlich günstiger in einem Online-Shop erwerben. Hier spielt neben den Kosten für die fachliche Weiterbildung der mitunter vielen entsprechend geschulten Mitarbeiter auch der zeitliche Aufwand und die damit einhergehenden Personalkosten eine wichtige Rolle. Letztendlich kann man also davon ausgehen, dass bei vielen Fachhändlern jeder Kunde einen Aufpreis auf den jeweiligen NAS-Server zahlt.

Somit kann man sich darüber streiten, ob das Verkaufsgespräch letztendlich wirklich kostenlos ist. Nebenbei muss natürlich auch immer das Eigeninteresse des Verkäufers beachtet werden. Sicherlich ist der eine oder andere Kunde, der lediglich eine einfache Möglichkeit zur zentralen Speicherung seiner Multimediadateien suchte, mit einem für diesen Anwendungszweck hoffnungslos überdimensionierten Gerät nach Hause gegangen.

Auch bei elektronischen Geräten gilt natürlich bei gewerblichen Händlern im Internet das gesetzlich vorgeschriebene vierzehntägige Rückgaberecht. Einige Shops bieten dem Kunden jedoch auch eine längere Frist von z.B. 30 Tagen. Aus diesem Grunde lässt sich ein NAS, das die Erwartungen wider Erwarten doch nicht erfüllt, einfach innerhalb dieser Frist zum jeweiligen Händler zurückschicken. Aus diesem Grund geht man auch beim Erwerb eines NAS kein großes Risiko ein. Selbstverschuldete Beschädigungen des Geräts sollten hierbei natürlich möglichst vermieden werden.

Deshalb unser Tipp: Informieren Sie sich am besten im Netz über die technischen Details und Finessen, die die verschiedenen NAS-Server bieten. Anschließend können Sie das am besten geeignete Gerät einfach und unkompliziert direkt im Netz bestellen. In unserer obigen Bestenliste finden Sie dabei unsere Vergleichssieger 2017 und andere Kandidaten, die am großen NAS-Server-Test 2017 teilgenommen haben, noch einmal übersichtlich aufgeführt.

Wissenswertes & Ratgeber

Die Geschichte der NAS-Server

Die Geschichte der NAS-Server begann etwa in den 1980er Jahren. Zu dieser Zeit wurden Netzwerkprotokolle entwickelt, welche den Zugriff auf Dateninhalte interner Speichermedien anderer Rechner erlaubten. So lag die Idee der ausschließlichen Nutzung eines Rechners zur Bereitstellung von Daten an andere Computer recht nahe. Im Laufe der Zeit wurde dabei immer deutlicher, dass eine solche Datenspeicherung in vielen Anwendungsfällen zahlreiche Vorteile mit sich brachte. Insbesondere wurden die verschiedenen RAID-Stufen entwickelt, um einen guten Tradeoff zwischen der Datensicherheit und der Nutzung des zur Verfügung stehenden physikalischen Speichers zu erreichen.

datacenterDie Server übernahmen dabei mit leistungsfähiger werdender Technik auch immer weitere Aufgaben, so dass NAS letztendlich viel mehr als nur die bloße Datenverwaltung leisteten. Einige Dienste mit besonders häufigen Zugriffen konnten dabei zunächst aus Leistungsgründen nicht auf den NAS laufen. Dieses Problem tritt heutzutage hingegen nur noch selten auf. Während die netzwerkgebundenen Speicher in ihren Anfangstagen großen Unternehmen und Universitäten vorenthalten waren, setzen sie sich in der heutigen Zeit auch immer weiter in kleineren Betrieben, in der Überwachungstechnik und in Privathaushalten als zentrale, gut erreichbare und durch die Redundanz erhöhte Datensicherheit bietende Speicherlösungen durch.

Ein relativ neues Anwendungsgebiet ist dabei die Speicherung speicherhungriger, qualitativ hochwertiger Multimediainhalte, die in den Anfangstagen des NAS so noch gar nicht existierten. Hier waren Ton- und Videotechnik noch weitgehend analog und die visuellen und akustischen Möglichkeiten der damals existierenden Computer sehr beschränkt. Somit sind die netzwerkgebundenen Speicher ein gutes Beispiel für ein technisches Konzept, dessen Anwendung sich im Laufe der Jahre geändert hat, obwohl die grundlegenden Prinzipien fast gleich geblieben sind (von den heutigen, im Vergleich zu damals geradezu gigantischen Werten in puncto Speicherkapazität und Rechenleistung der Geräte einmal abgesehen).

Zahlen, Daten, Fakten rund um die NAS-Server

NAS-Server sind in ihrer Geschwindigkeit im Wesentlichen durch ihre Netzwerkanbindung und die Leistungsfähigkeit der intern und extern angeschlossenen Platten bzw. Speichermedien bestimmt. Gerade in den letzten Jahren sind dabei immer mehr Geräte hinzu gekommen, die außer der meist ohnehin schon obligatorischen Netzwerkanbindung über das Ethernet mit einer maximalen Transferrate von 100 Mbit/s auch maximale Übertragungsraten im Gigabit-Bereich unterstützen.

led-anzeigenDurch die Nutzung dieser neuen Technologien hat sich einerseits die Leistungsfähigkeit der auf dem Markt erhältlichen Geräte deutlich verbessert, da die Netzwerkanbindung zuvor gerade bei der gleichzeitigen Nutzung durch mehrere User einen typischen Flaschenhals darstellte. Andererseits sind aber durch die Leistungsanforderungen an die Geräte gewachsen, da die Hersteller sich bei den Modellen der neuesten Generation nun nicht mehr auf die grundsätzliche Bandbreitenlimitierung der verwendeten Hardware berufen konnten. So wurden NAS entwickelt, die bei der richtigen Konfiguration ein Vielfaches der zuvor üblichen Datendurchsatzraten zur Verfügung stellen konnten.

Aber auch eine andere Revolution hat die Welt der NAS-Server empfindlich beeinflusst oder wird dies wenigstens vorraussichtlich in der Zukunft: So wurde durch die Einführung von SSDs auch die Beschränkung der Schreib- und Lesegeschwindigkeiten durch die entsprechenden Werte von Festplatten aufgehoben. SSDs liefern hier wesentliche bessere Daten. Dies ist unter anderem auch der Grund, warum mittlerweile viele Menschen SSDs neben einer herkömmlichen Festplatte zur Beschleunigung der Geschwindigkeit ihres Arbeitsplatzrechners nutzen. Allerdings sind hier momentan für die meisten Anwendungsfälle noch keine wesentlichen Vorteile bei der Nutzung einer SSD gegenüber einer HDD zu erwarten. Die Verwendung von SSDs im NAS bringt meist nur Verbesserungen der Geschwindigkeiten im zweistelligen Prozentbereich, schlägt aber mit verhältnismäßig großen Kosten zu Buche.

Unter anderem können diese Laufwerke momentan noch nicht ganz mit den großen Speicherkapazitäten von Festplatten mithalten. Wer also den Fokus bei seinem NAS eher auf große Speicherkapazitäten oder hohe Datensicherheit durch Redundanz legt, der sollte auch momentan eher noch Festplatten in das Gerät einbauen. Anders sieht es aus, wenn regelmäßig sehr große Datenmengen über das Netzwerk befördert werden müssen: Hier kann ein maximaler bzw. möglichst großer Datendurchsatz sinnvoll sein, um eine möglichst schnelle Ausführung der entsprechenden Aufgaben zu gewährleisten. Ein Beispiel ist etwa die Übertragung von Videodaten mehrerer parallel ans Netzwerk angeschlossener HD-Kameras, wie sie etwa in kleineren Amateur- oder semiprofessionellen Studios ab und zu anzutreffen sind.

Allerdings sollte in so einem Fall dann dafür gesorgt werden, dass neben der Geschwindigkeit auch die notwendige Kapazität zur Abspeicherung der Videodateien und eine ausreichend schnelle Netzwerkverbindung vorhanden ist. In einigen Fällen empfiehlt sich unter Umständen auch die Nutzung mehrerer parallelarbeitender Netzwerkschnittstellen zur Erhöhung des Datendurchsatzes. In einem solchen Fall muss dann natürlich allerdings auch darauf geachtet werden, dass sämtliche beteiligte Hardware diese Konfiguration unterstützt und keine unvorhergesehenen Flaschenhälse entstehen. Die meisten Nutzer können auf solche auf besonders hohen Datendurchsatz hin konfigurierte Lösungen jedoch verzichten. Wer hingegen eine solches NAS benötigt, sollte dann natürlich auch bei der Konfiguration des Geräts typische Geschwindigkeitskiller wie etwa eine langsame WLAN-Anbindung ausschließen.

Übrigens: Häufig wird gerade von Neueinsteigern in die Welt der RAIDs die Wichtigkeit von Backups unterschätzt. Hier kann man leicht dem Irrglauben erliegen, dass alle auf dem NAS gespeicherten Daten durch die Redundanz bereits hinreichend gesichert sind. Dies stimmt jedoch nicht: Festplattendefekte können zwar bis zu einem gewissen Grad durch dieses System abgefangen werden, dies ist aber der einzige Schutz, den der redundante Plattenverbund (RAID) bietet. Wird eine Datei etwa versehentlich oder böswillig auf dem NAS überschrieben, so kann sie nachher im Ernstfall nicht wiederhergestellt werden. Der Sinn der Redundanz ist lediglich, die Zuverlässigkeit der Datenspeicherung bis zu einem gewissen Grade von der Zuverlässigkeit einzelner Speichermedien zu entkoppeln. Fehlerhafte oder versehentliche Schreibzugriffe werden hingegen nicht abgefangen. Aus diesem Grunde sollten auch die Daten eines NAS gerade im professionellen Bereich ebensohäufig gesichert werden wie
die Daten einzelner Festplatten.

NAS Server einrichten

Der erste Schritt ist bei den meisten Geräten die Installation der Festplatten, sofern diese nicht mitgeliefert wurden und vom Hersteller bereits eingebaut worden sind. Hierzu wird meist einfaches Werkzeug wie z.B. ein Schraubenzieher benötigt, der Vorgang wird in der Regel in der mitgelieferten Dokumentation oder auf der Webseite des Herstellers anschaulich und auch für Laien nachvollziehbar dargestellt. Zur weiteren Einrichtung des NAS-Servers wird vom Hersteller meist ein Programm oder ein Web-Interface mitgeliefert, mit dem sich das Gerät im Normalfall ohne Probleme konfigurieren und die wesentlichen Einstellungen vornehmen lassen.

Bei dem meisten NAS-Severn muss dabei vor der eigentlichen Nutzung zumindest eine kurze Installations- bzw. Konfigurationsprozedur durchlaufen werden. Häufig können hier auch wichtige Optionen wie etwa die Verschlüsselung der eingebauten Festplatten oder die Redundanzstufe des RAID schnell und effektiv per Mausklick konfiguriert werden. Darüber hinaus lassen sich an viele Modelle auch direkt ein Bildschirm und eine USB-Tastatur anschließen, um die notwendigen Konfigurationsschritte vorzunehmen. Nach einer eventuell erforderlichen Aktualisierung der Firmware des Geräts und einer Anmeldung als Administrator kann es dann bereits mit der weiteren Einrichtung des Geräts und der anschließenden Nutzung losgehen.

Die Nutzung des NAS auf einem ans Netzwerk angeschlossenen Rechner verläuft in der Regel ähnlich problemlos: Zum Zugriff auf die Daten unter Windows wird das Gerät meist einfach über die Netzwerkumgebung angesteuert. Der Rechner spricht das NAS dann über die in der Konfiguration festgelegte IP-Adresse an, um auf die hinterlegten Daten zuzugreifen. Einige Hersteller bieten hier auch zusätzliche Softwarelösungen an, die das Auffinden des NAS im Netzwerk zusätzlich erleichtern sollen. Auch einige Zusatzservices des Geräts wie etwa DLNA zum Zugriff auf Multimediainhalte werden in der Regel in der Windows-Netzwerkumgebung dargestellt.

Nach dem Doppelklick auf das entsprechende Symbol etwa im Explorer kann auf die auf dem NAS gespeicherten Daten dann ganz normal zugegriffen werden. Allerdings ist bei den meisten Konfigurationen zuvor noch das Einloggen mit Benutzernamen und Passwort notwendig. Diese Einstellung sollte nur deaktiviert werden bzw. bleiben, wenn man sich vollkommen sicher ist, dass Dritte ruhig auf die auf dem NAS gespeicherten Daten zugreifen können (z.B. wenn diese garantiert keine sensiblen Informationen enthalten). In allen anderen Fällen kann der Zugriff aufs Netzwerk meist nicht so gut kontrolliert werden, dass eine öffentliche Freigabe der auf dem NAS abgespeicherten Inhalte problemlos möglich ist. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn mehrere Nutzer gleichzeitig das NAS nutzen sollen. In einem solchen Fall sind nämlich neben den bereits angeführten Punkten auch die Privatsphäre der Nutzer zu berücksichtigen.

Meist lassen sich über das Webinterface auch die Benutzer des NAS einrichten. Diese erhalten dann oft auch ein privates Verzeichnis, in dem sie ihre persönlichen Daten ablegen können. Sicherheitshalber sollte aber überprüft werden, ob wirklich kein anderer Nutzer auf das entsprechende Verzeichnis zugreifen kann. Die Zugriffsrechte der verschiedenen Nutzer auf die unterschiedlichen Verzeichnisse können aber bei den meisten Geräten ebenfalls über das Webinterface festgelegt werden. Wenn eine Kollegin etwa häufig die Arbeitsergebnisse eines bestimmten Mitarbeiters benötigt, dann kann ihr nach Absprache mit allen Beteiligten ein Leserecht auf ein entsprechendes Verzeichnis eingeräumt werden. Allerdings soll sie die dort abgelegten Daten ja nicht verändern können, so dass ihr das Schreibrecht dann vorenthalten bleibt.

Wer darf was – Zugriffsrechte zuweisen

Bei der Verteilung von Zugriffsrechten auf dem NAS gilt im Allgemeinen, dass den einzelnen Nutzern so wenige Rechte wie möglich eingeräumt werden sollten. So lassen sich Komplikationen durch versehentlich oder absichtlich gelöschte Dateien im Voraus vermeiden . Natürlich sollten die User volle Rechte in ihrem privaten Verzeichnis erhalten, darüber hinausgehende Berechtigungen sollten jedoch sehr sparsam verteilt werden. Wird das NAS jedoch nur im privaten Bereich eingesetzt, so kommt man um die Einrichtung vieler verschiedener Benutzer und der komplizierten Abstimmung der Berechtigungen meist herum. Allerdings sollte auch hier nicht immer mit dem Administratorzugang auf sämtliche Daten des NAS zugegriffen werden.

sicherheit-passwortVielmehr empfiehlt sich auch hier die Einrichtung von Nutzern, die etwa ausschließlich auf das Verzeichnis mit den auf dem NAS abgelegten Multimedia-Inhalten lesend zugreifen dürfen. Auf diese Weise können etwa während des Filmeschauens nicht im Hintergrund unbemerkt und ungewollt Inhalte auf dem NASgelöscht werden, weil der abspielende Rechner zufällig mit einem Virus infiziert ist.

Ein weiterer Punkt, über den man sich im Vorfeld Gedanken machen sollte, ist das Redundanzlevel, welches auf dem NAS genutzt werden soll. Für die meisten Privatanwender reicht die Nutzung von höchstens 2 Platten in einer RAID1-Konfiguration in Verbindung mit regelmäßigen Backups aus, um eine ausreichende Datensicherheit zu gewährleisten, während Unternehmen zum Teil auch auf noch höhere Redundanz zurückgreifen. Dies dient dem Zweck, einen unwiderruflichen Datenverlust durch Hardwareversagen so unwahrscheinlich zu machen, dass er in der Praxis quasi niemals eintritt.

Natürlich ist das Maß der Sicherheit dabei auch eine Frage des persönlichen Geschmacks bzw. Sicherheitsbedürfnisses. Der Fachmann spricht bei den in einem NAS mit mehreren verbauten Festplatten von einem RAID-Verbund. Die Abkürzung RAID steht dabei für „Redundant Array of Independent Disks“. Die RAID-Level wie RAID0, RAID1 usw. legen dabei wichtige Eigenschaften des von diesem Verbund im Netzwerk bereitgestellten Speichers fest. RAID0 arbeitet hierbei trotz des Namens ohne jegliche Redundanz. Bei diesem Verfahren wird lediglich der parallele Zugriff auf mehrere Platten genutzt, um Daten im Netzwerk im Vergleich zu einer einzelnen Festplatte schneller zur Verfügung stellen zu können: So kann beispielsweise auf beiden Platten gleichzeitig der Schreib- und Lesekopf an die jeweilige gewünschte Position gebracht werden, während bei einer einzelnen Platte zunächst der erste Bereich gelesen werden muss, bevor der Kopf weiter zum nächsten Sektor bewegt werden kann. Dadurch werden die Zugriffszeiten effektiv reduziert.

Bei dem Zugriff auf eventuell im NAS verbaute SSDs bietet RAID0 hingegen in der Praxis meist keine größeren Vorteile. Im RAID1-Verbund aus zwei HDDs werden die Daten zeitgleich auf beiden Platten gehalten, so dass bei einem Ausfall einer Platte jederzeit noch die Kopie auf der anderen zur Verfügung steht.

Dieses Modell lässt sich dabei theoretisch auf beliebig viele Platten erweitern, so dass beispielsweise bei entsprechend ausgestatteten professionellen NAS auch RAID1-Verbünde mit 16 Platten kein Problem sind. Die Wahrscheinlichkeit eines unwiderbringlichen Datenverlustes durch einen Festplattendefekt ist in solchen Systemen natürlich sehr gering, allerdings steht dann auch trotz der Verwendung von 16 Festplatten den Nutzern nur die Kapazität einer einzigen Festplatte zur Verfügung. Dies führt effektiv dazu, dass in der Praxis ein Mittelweg zwischen der Speicherkapazität eines RAID1-Verbundes und der Datensicherheit gefunden werden muss, da kein NAS über unendlich viele Festplattenslots verfügt.

Neben den bereits genannten RAID0- und RAID1-Verbünden existieren auch noch weitere redundante Speicherungsverfahren, die sich praktisch in einem NAS umsetzen lassen. Diese sind allerdings technisch komplizierter und ihre Beschreibung würde somit den Rahmen dieses Artikels sprengen. Die Grundidee ist bei allen diesen Verfahren jedoch immer, einen möglichst effektiven Mittelweg zwischen der benötigten physikalischen Speicherkapazität des NAS und der Datensicherheit zu finden. In der Praxis werden in Unternehmen von diesen Verfahren heutzutage insbesondere RAID5 und RAID6als Alternative zu RAID1 eingesetzt.

NAS Server vs. Cloud Lösungen

Eine weitere Speicherlösung, die heutzutage in aller Munde ist und auch in der Praxis bereits häufig eingesetzt wird, ist das Speichern in der Cloud. Darunter versteht man das Ablegen der Dateien auf einem Server bzw. einer ganzen Serverfarm im Internet, die dann dem jeweiligen berechtigten Benutzer den Zugriff auf einen persönlichen Datenspeicher erlaubt. Allerdings ist hier in vielen Fällen die im Vergleich zum lokalen Netzwerk relativ leistungsschwache Internetanbindung ein Flaschenhals, der einen ähnlich schnellen Zugriff auf die in der Cloud abgelegten Daten weitgehend unmöglich macht.

cloudAllerdings bietet die Cloud den Vorteil der größeren Verfügbarkeit: Hier lässt sich mit den richtigen Login-Daten jederzeit und von jedem Rechner aus auf die eigenen Daten zugreifen. Dies birgt allerdings auch ein gewisses Sicherheitsrisiko, da man sich bei fremden Rechnern und besonders auch bei öffentlichen Computern (wie man sie etwa in Bibliotheken findet) niemals ganz sicher sein kann, dass der Rechner vollkommen virenfrei ist und die eingegebenen Daten nicht abgegriffen werden. Wenn in der Cloud empfindliche Daten gespeichert sind, sollte man aus diesem Grunde am besten nur von vertrauenswürdigen (d.h. in der Regel eigenen) Rechnern aus auf die Cloud zugreifen. Dieses Risiko ist bei einem NAS-Server im lokalen Netzwerk deutlich geringer, allerdings ist dafür auch der Zugriff auf die Dateien auf das Netzwerk beschränkt.

Auch hier bietet sich zwar bei vielen Servern die Möglichkeit, über das Internet auf die gespeicherten Daten zugreifen zu können, allerdings hat der Administrator auch die Möglichkeit, auf diese Option ganz zu verzichten. So bleiben etwa Firmengeheimnisse, Abrechnungen und andere sensible Daten garantiert im Firmennetzwerk, Hackerangriffe oder „Man-in-the-Middle“-Attacken sind weitgehend ausgeschlossen. Allerdings bleibt hier natürlich auch immer noch eine Restgefahr durch Mitarbeiter, die Daten willentlich veröffentlichen oder Sicherheitsvorkehrungen ignorieren. Solche Probleme lassen sich allerdings nur selten allein durch technische Maßnahmen bewältigen, vielmehr ist hier auch ein gewisses zwischenmenschliches Feingefühl gefragt.

Schlussendlich ist es in gewissem Umfang Geschmackssache, ob man die eigenen Daten lieber auf dem eigenen NAS oder in der Cloud ablegt. Ein wenig verschwimmt die Grenze zwischen den beiden Lösungen auch, da einige Hersteller gerade die Internetfähigkeit der diversen NAS-Server bewerben und diese als „eigene Cloud“ bezeichnen. Ein wesentlicher Vorteil ist hier jedoch, dass man sich beim eigenen NAS-Server mit Internetzugriff keine Sorgen um die Vertrauenswürdigkeit des Speicherplatzanbieters machen muss.

Synology, das Maß der Dinge?

nas-rackWer sich für ein NAS interessiert, der kommt heutzutage kaum noch um die zahlreichen Angebote für die NAS-Server von Synology herum. So verspricht etwa die Diskstation dem Heimnutzer eine große Vielzahl von Optionen und Möglichkeiten insbesondere auch im Multimedia-Bereich. Die Rackstation ist hingegen eher professionelleren Anwendungen vorbehalten. Viele Nutzer sind von der einfachen Konfigurierbarkeit und der umkomplizierten Nutzung dieser Geräte im alltäglichen Gebrauch überzeugt. So liefern auch die günstigeren Modelle der Synology DiskStation für Privatanwender oftmals bereits Funktionen wie RAID1, RAID5, Hardware-Verschlüsselung und weitere interessante Features, die einige hardwareaffine Leser vielleicht eher von professionellen Geräten mit vierstelligen Anschaffungskosten kennen.

Allerdings sollte man hier nicht übersehen, dass der Markt weiterhin stark umkämpft ist und dementsprechend auch andere Hersteller Geräte im Angebot haben, die mit den Synology Diskstations mithalten und zum Teil für bestimmte Anwendungen besser geeignet sein können. Hier ist etwa der Mitbewerber QNAP zu nennen, der mittlerweile ebenfalls viele z.B. auch auf den Privatsektor abgestimmte Netzwerkspeicherlösungen bereithält. Nutzer, die etwa einfach nur eine möglichst günstige Möglichkeit zur Anbindung einer einzelnen Festplatte an ein Netzwerk suchen, können meist auch relativ problemlos auf die Angebote anderer großer Mitarbeiter zurückgreifen. Allerdings haben auch die Netzwerkspeicher der beiden Martkführer durchaus ihre Vorteile. Der große NAS-Server-Test 2017 hat uns hier einige interessante technische Details zu den verschiedenen Testkandidaten offenbart, die zu der in der obigen Tabelle dargestellten Bewertung geführt hat.

Sicherheit rund um das NAS

Eine der größten Sicherheitslücken kann auftreten, wenn auf den NAS-Server über das Internet zugegriffen werden kann. Dieses Problem lässt sich am einfachsten vermeiden, indem die entsprechende Option in den Einstellungen des Geräts deaktiviert wird. Will man hingegen nicht darauf verzichten, auch unterwegs Medieninhalte vom NAS zu streamen oder die Mitarbeiter von Daheim auf die Daten im Büro zugreifen zu lassen, so sind entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu beachten. So sollten die Daten natürlich auch im Fernzugriff durch ein Passwort und einen Benutzernamen gesichert werden, wie es bei den meisten Geräten auch standardmäßig der Fall ist.

tresor-digitalWeitere Sicherheit kann durch eine Verschlüsselung der verwendeten Festplatten erlangt werden. Diese schützt die auf den Platten enthaltenen Daten auch im Falle eines Diebstahls der Festplatte vor der unbefugten Einsicht durch Fremde. Gerade gut gehütete Firmengeheimnisse, sensible persönliche Daten und andere vertrauliche Dokumente sollten daher mit einer entsprechenden Verschlüsselung gesichert werden. Wichtig ist dabei, dass der Verschlüsselungsstandard so gewählt wird, dass die Sicherheit der Daten gewährleistet ist. Auf Passwörter wie „1234“ oder „Passwort“ sollte deshalb möglichst verzichtet werden. Vielmehr sollte die maximale Schlüssellänge in vollem Umfang ausgereizt werden, wenn man eine große Sicherheit der auf dem NAS abgespeicherten Daten erzielen möchte.

Bei der Wahl des Passwortes sollten auch die möglichen Zeichen voll ausgereizt werden, wozu neben Buchstaben auch Zahlen und Sonderzeichen zählen. Dazu ein kleines Rechenbeispiel: Für ein fiktives zweistelliges Passwort, das nur auf den 30 Buchstaben (mit Umlauten) des deutschen Alphabets besteht, gibt es 30 x 30 = 900 Möglichkeiten. Werden auch die Großbuchstaben, Zahlen und weiter Sonderzeichen hinzugenommen, so dass man insgesamt auf 80 im Passwort möglicherweise verwendete Zeichen kommt, so muss ein potentieller Angreifer bereits 80 x 80 =6400 mögliche zweistellige Passwörter ausprobieren.

Ein Brute-Force-Verfahren, welches leidiglich alle möglichen Passwörter ausprobiert, um an die Daten zu gelangen, müsste im zweiten Fall also mehr als sechsmal so lange arbeiten wie im zweiten Fall. Die Arbeit eines Hackers wird durch die passende Schlüsselwahl also maßgeblich erschwert. Es versteht sich von selbst, dass in der Praxis niemals ein zweitstelliges Passwort genutzt werden sollte, dieses Beispiel dient lediglich zur Illustration des Effekts der Nutzung von möglichst vielen verschiedenen Zeichen zu einer Verbesserung der Passwortsicherheit. Natürlich sollte dieses Passwort dann niemals verloren gehen, da ansonsten auch vom Dateninhaber nicht mehr auf die Daten zugegriffen werden kann.

Wer dieses Risiko nicht eingehen möchte, der sollte stets ein unverschlüsselte Kopie der Daten an einem vollkommen sicheren Ort aufbewahren. Moderne kryptographische Verfahren wie z.B. AES sind mit den richtig gewählten Parametern so gut, dass sie eine Entschlüsselung der Daten ohne Passwort quasi unmöglich machen. Effektiv bedeutet das, dass die typische Rechenzeit zur Entschlüsselung einer mit diesem Verfahren verschlüsselten Festplatte länger als ein Menschenleben ist. Daher sollte man sich also im Klaren sein, dass man im Normalfall nach einem Verlust des Passworts effektiv nie wiederan die auf dem NAS abgespeicherten Daten kommt und entsprechend vorsichtig vorgehen. Verfahren wie AES werden mit starken Parametern aus diesem Grunde unter anderem auch vom Militär und von Terroristen genutzt, da sie effektiv verhindern, dass empfindliche Informationen ungewollt in die Hände des Feindes oder sonstiger unberechtigter Personen gelangen.

Gelegentlich wird auch nach einem passenden Safe oder Tresor für ein NAS gefragt, um einen Diebstahl der Hardware zu verhindern. Dies ist meistens jedoch unserer Meinung nach zumindest im Privatbereich nicht sinnvoll, da diese Lösung meist nicht die gleiche Sicherheit wie die Verschlüsselung garantieren kann und in professioneller Qualität zudem noch verhältnismäßig teuer ist. Wer eine solche Lösung in der Realität umsetzen möchte, der sollte sich keinesfalls ausschließlich auf den Stahlschrank oder Tresor verlassen. Vielmehr sollten empfindliche Daten nichtsdestotrotz zusätzlich mit einer Verschlüsselung geschützt werden, die unbefugten Dritten den Zugriff auch nach dem Diebstahl des NAS garantiert unmöglich macht.

Nützliches Zubehör

In vielen Fällen sind die Festplatten nicht im Lieferumfang des NAS enthalten und müssen daher separat hinzubestellt werden. Hierbei sollte man insbesondere darauf achten, dass die Spezifikationen der Platten mit dem NAS kompatibel sind. Oftmals liegt hier eine Beschränkung der Kapazität der in einen Schacht des Geräts einzusetzenden Platte vor. Außerdem sollte man gerade beim Einsatz mehrerer Festplatten in einem einzigen NAS den Einsatz von speziell für NAS angefertigte NAS-HDD s in Erwägung ziehen. Diese zeichnen sich meist durch eine geringere Wärmeentwicklung und andere auf den Einsatz im NAS abgestimmte technische Eigenschaften aus.

ssdGerade Nutzer, die Wert auf einen möglichst leisen Netzwerkspeicher z.B. für die Nutzung im Heimkino legen, können aus diesem Grund von solchen speziellen NAS-Festplatten profitieren. Wer seinen Fokus eher auf besonders hohe Datendurchsätze als auf eine hohe Speicherkapazität oder Redundanz legen möchte, der kann alternativ auch den Einbau von SSDs in Erwägung ziehen, sofern dies vom Gerät unterstützt wird. Allerdings scheiden sich hier die Ansichten darüber, ob die erhöhte Performance den zusätzlichen Kostenfaktor und die im Vergleich zum Einsatz von Festplatten verrringerte physikalische Speicherkapazität tatsächlich aufwiegt. Eine solche Konfiguration ist als eher etwas für Bastler und Leute, die Spaß daran haben, notfalls auch mit etwas Mühe die letzten Performance-Prozente aus ihrer Hardware zu kitzeln.

Bei der Nutzung eines NAS ist es häufig sinnvoll, mindestens eine Festplatte (oder andere Speicherlösung) als Ersatzgerät bereitzuhalten. So können defekte Datenspeicher im NAS zeitnah ausgetauscht werden. Besonders praktisch ist in diesem Zusammenhang eine eventuelle Hotplug-bzw. Hotswap-Funktion des Geräts, welche den Plattenwechsel auch während des laufenden Betriebs ermöglicht. So spüren die Nutzer des NAS nichts von dem Defekt, wenn er nicht mit Datenverlusten verbunden ist (vor denen die Redundanz des Gerätes ja schützen soll).

Nach dem Austausch der physikalischen Speicher wird dann die neue Platte im Idealfall ohne weiteres Zutun des wartenden Mitarbeiters in das interne Dateisystem eingebunden. Schon kurze Zeit später ist dann der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt.

Wer kleine Festplatten im 2,5“-Format in 3,5“-Schächte einbauen möchte, der kann sich bei vielen Modellen mit passenden Festplattenadaptern helfen. Umgekehrt ist der Einbau der zu großen 3,5“-Platten in 2,5“-Schächte natürlich nicht möglich.

Alternativen zum NAS-Server

Eine heutzutage häufig genutze Alternative zum NAS-Server ist das Speichern der Daten in der Cloud. Für sehr einfache Anwendungen im Heim-Bereich bietet häufig auch ein entsprechend ausgestatteter Router eine Anschlussmöglichkeit für USB-Festplatten oder andere Speicherlösungen. Der Inhalt dieser Massenspeicher kann dann im heimischen Netzwerk relativ einfach und unkompliziert zur Verfügung gestellt werden. Jedoch ist hierbei auf eine passende Formatierung der angeschlossenen Datenträger zu achten. Die am häufigsten unterstützten Dateisystem sind dabei jene, die auch vom Betriebssystem Windows genutzt werden. Allerdings ist dies nicht unbedingt erforderlich, hier kommt es darauf an, wie weit das Gerät durch den Nutzer konfiguriert werden kann.

Viele vorkonfigurierte NAS-Server bereiten die eingesetzten leeren Festplatten automatisch gemäß ihren Bedürfnissen zur Datenspeicherung vor. Bei solchen Geräten kommt es also nicht unbedingt darauf an, welches Betriebssystem von dem NAS verwendet wird. Zu diesem Vorgang gehört neben dem Formatieren der Festplatte auch das Erstellen der Partitionstabelle. Der Nutzer bekommt von diesem Vorgang im Idealfall nichts mit – er kann dann nach einigen Minuten Wartezeit einfach und unkompliziert den von NAS zur Verfügung gestellten Speicherplatz nutzen.

usb-festplatteEine weitere Option für technikaffine Nutzer ist der Selbstbau eines NAS. Dies ist aber in vielen Fällen keine leichte Aufgabe: Insbesondere bei der passiven Kühlung vieler NAS-Server und der Abstimmung der Komponenten ist in den Entwicklerbüros eine Menge Hirnschmalz in die entsprechenden Pläne geflossen. Deshalb sollte man nicht erwarten, dass der selbstgebaute NAS später mit den Spezifikationen eines von professionellen Entwicklern geplanten Geräts mithalten kann.

Gerade wenn das Gerät besonders leise sein soll, weil es etwa im Wohnzimmer zum Filmeschauen verwendet werden soll, stellt sich deshalb die Frage, ob man mit einem gekauften Gerät nicht in den meisten Fällen besser fährt. Gerade dann, wenn man die zur Konstruktion benötigten Arbeitsstunden in die Kalkulation mit einbezieht, ist das selbstgebaute NAS in vielen Fällen unter dem Strich eher teurer als günstiger. Natürlich lassen sich aber bei einem solchen Projekt andererseits natürlich auch lehrreiche praktische Einblicke in die Hardware- und Netzwerktechnik gewinnen. Andererseits sollten aber auch die zur Fertigstellung eines auch in der Praxis nutzbaren Network Attached Storage keinesfalls unterschätzt werden.

Hier wollen Netzwerk, Hardware und Software in fachmännischer Weise aufeinander abgestimmt werden, um wichtige Geräteeigenschaften wie etwa den Datendurchsatz zu optimieren. Wer sein NAS also nicht nur als Hobbyprojekt nutzen möchte und kein sehr umfangreiches Fachwissen verfügt, sollte deshalb unserer Meinung nach eher zu einer fertig gekauften Lösung greifen.

Weiterführende Links und Quellen

Wikipedia-Artikel zum NAS: https://de.wikipedia.org/wiki/NetworkAttachedStorage

NAS im Selbstbau: http://www.smarthelpers.de/smarthome/ratgeber-heimserver-im-eigenbau-die-komponentenauswahl.html

QNAP: https://www.qnap.com/i/de/

Synology: https://www.synology.com/de-de/

FreeNAS-Betriebssystem für NAS: http://www.freenas.org/

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