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Schnurlostelefon Test 2017 • Die 10 besten Schnurlostelefone im Vergleich

Mittlerweile gehört das Schnurlostelefon zu den meistverkauften Festnetztelefonen in ganz Deutschland.Um Ihnen eine Bestenliste präsentieren zu können, hat unser Expertenteam vielzählige Tests im Internet eingesehen und Bewertungen für Farbe, Sprechzeit und viele weitere Punkte erstellt.

Schnurlostelefon Bestenliste 2017

Letzte Aktualisierung am: 

  Das Gigaset C430A Duo Cordless Phone – Black ist der Vergleichssieger. Das Doro Phone EASY 110 DUO Schnurlostelefon (DECT) hat den 2. Platz.Panasonic KX-TG6822GB DECT Schnurlostelefon (4,6 cm (1,8 Zoll) Grafik-Display, Anrufbeantworter) schwarz
 Das Philips D6351W/38 schnurloses Telefon mit Anrufbeantworter belegt den 4. Platz. Das AVM FRITZ!Fon C4 20002624 Cordless Telephone belegt Platz 5. Das Grundig Seen A White mit AB ist auf dem 6. Platz. Das Panasonic KX-TG 6721 GB ist auf Platz 7. Das Gigaset A415 Cordless Phone – Black wurde auf den 8. Platz gewählt. Das Motorola Startac S1201 Cordless Phone wurde auf Platz 9 gewählt.AEG SOLO 10 schnurloses DECT-Telefon weiß

Gigaset C430A Duo Cordless Phone - Black

Doro Phone EASY 110 DUO Schnurlostelefon (DECT)

Panasonic KX-TG6822GB DECT


Philips D6351W/38 schnurloses Telefon mit Anrufbeantworter

AVM FRITZ!Fon C4 20002624 Cordless Telephone

Grundig Seen A White mit AB

Panasonic KX-TG 6721 GB

Gigaset A415 Cordless Phone - Black

Motorola Startac S1201 Cordless Phone

AEG SOLO 10 schnurloses DECT-Telefon weiß

Bewertung 1,0 1,2 1,3 1,5 1,6 1,7 2,0 2,1 2,2 2,5
Maße25,9 x 17,4 x 7 cm18 x 5,4 x 3 cmk.A.16,4 x 10,2 x 4,7 cm0,5 x 0,2 x 1,4 cm20,5 x 5 x 3 cm18,3 x 10,2 x 13,3 cm25,8 x 17,8 x 7,8 cm2 x 1,3 x 1,1 cm19,5 x 5,5 x 1,5 cm
Gewicht200 g998 g499 g200 g113 g481 g531 g245 g422 g535 g
Farbeschwarzschwarzweiß-chwarzweißweißweißSchwarzSchwarzweißMehrfarbig
Anzahl Mobilteile2222111311
Sprechzeit14 Stunden10 Stundenk.A.18 Stunden10 Stunden10 Stunden15 Stunden18 Stunden10 Stunden10 Stunden
Stand-by-Zeit320 Stunden100 Stundenk.A.250 Stunden144 Stundenk.A.170 Stunden200 Stunden200 Stunden100 Stunden
Display1,8-Zoll-FarbdisplayTFT Display4,6 cm (1,8 Zoll) Grafik-Display4,6 cm (1,8 Zoll) Displayhochauflösendem Farbdisplay (240 x 320 Pixel, 262.000 Farben)Großes Display mit Hintergrundbeleuchtung4,6 cm (1,8 Zoll) Displaygroße, kontrastreiche DisplayDisplay mit HintergrundbeleuchtungDisplay mit Hintergrundbeleuchtung
DECTGrüner HakenGrüner HakenGrüner Hakennicht InklusiveGrüner Hakennicht Inklusivenicht InklusiveGrüner HakenGrüner HakenGrüner Haken
FreisprechfunktionGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner Haken
inkl. AnrufbeantworterGrüner Hakennicht InklusiveGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner Hakennicht Inklusivenicht Inklusive
Vorteile

  • Hervorragende HSP-Klangqualität
  • Zwei einstellbare Direktzugriffs-Tasten
  • Tag/Nachtschalter
  • 200 Kontakte speicherbar


  • Strahlungsarm
  • Wecker, Uhr, Kalender, Sprachansage
  • Tastensperre
  • Freisprechfunktion

  • Benachrichtigung per Anruf bei neuen Nachrichten, 30 Min. Aufnahmezeit
  • linkanzeige und schneller Zugriff bei eingehendem/verpasstem Anruf


  • Schwarze Liste
  • Ruhemodus
  • Anrufsperre
  • Babyphone


  • beleuchtete Tastatur
  • Telefonbücher für bis zu 300 Einträge
  • Rufumleitung
  • Babyphone


  • 100 Telefonbucheinträge
  • Komfortable Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung
  • Ergonomisches Design
  • Strahlungsarm


  • Smart-Taste
  • 4-Wege Navigation
  • große Auswahl polyphoner Klingelmelodien
  • erstklassige Bedienerfreundlichkeit


  • Programmierbare Kurzwahltasten
  • Tag- / Nachtmodus
  • Ruhe vor anonymen Anrufen
  • ECO DECT: Strahlungsfrei


  • Reichweite bis zu 300m im Freien / 50m in Gebäuden
  • Telefonbuch für bis zu 50 Namen und Nummern
  • Bis zu 5 Mobilteile


  • DECT-Schnurlostelefon

  • blau beleuchtetes 1,5 Zoll großes LC-Display

  • ECO Modus

  • Telefonbuch für bis zu 100 Namen und Rufnummern

  • Lieferumfang: Basisstation, Handteil, Akku, Netzgerät und Bedienungsanleitung

Komfort
Preis- / Leistung
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Inhaltsverzeichnis

Die Geschichte des Schnurlostelefons

Die Geschichte des Telefons reicht weit zurück.Die Geschichte des Schnurlostelefons basiert auf jener des Telefons an sich.

Die Telefontechnologie gründet sich auf eine Vielzahl von Einzelerfindungen beginnend in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Diese Teilerfindungen münden schließlich in die heute Alexander Graham Bell zugeschriebenen Erfindung des Telefons. 1876 wird dieses erstmals in Boston vorgestellt.

Die Reichweite der für damalige Verhältnisse bahnbrechenden Erfindung lag bei bis zu sensationellen 61 Kilometern. Die ersten funktionsfähigen Telefone wurden in 1877 eingerichtet. Das_Selbstwählverfahren_, Grundlage moderner Telefongespräche, das es ermöglicht, ohne bis dahin übliche Vermittlungsstellen, Gespräche zwischen zwei Teilnehmern herzustellen, wurde ebenfalls in den USA im Jahre 1891 patentiert.

Weitere maßgebliche Entwicklungen, auf dem Weg zum modernen Telefon heute gebräuchlicher Bauart, sind das Impulswahlverfahren (Deutschland, 1913) und das_Mehrfrequenzwahlverfahren_ (USA, 1955).

Die moderne Computertechnologie hat die Weiterentwicklung des Telefons in den letzten Jahrzehnten rasant vorangetrieben. Die Halbleitertechnologie hat Telefone immer kleiner werden lassen und immer neue Zusatzfunktionen ermöglicht.

Das Schnurlostelefon wird als Erfindung dem amerikanischen Erfinder George Harry Sweigert zugeschrieben, der hierfür im Jahre 1969 das Patent erhielt. Neben der technischen Weiterentwicklung des Schnurlostelefons an sich, wurde auch die Art der Funkübertragung zwischen dem Mobilteil und der mit dem Telefonnetz verbundenen Basisstation stetig weiterentwickelt. Zwischen 1984 und 2008 wurden hier unterschiedliche Übertragungsverfahren genutzt.

Im Einzelnen waren dies die Verfahren CT1, CT1+, CT2 und das nicht praktisch umgesetzte Verfahren**CT3**. Letzteres wurde 1992 durch das bis heute gebräuchliche DECT-Verfahren ersetzt. Moderne Schnurlostelefone nutzen zusätzlich die Übertragungsstandards von**Bluetooth** und WLAN.

Aufbau und technische Grundlagen

Der grundlegende Aufbau eines Schnurlostelefons ist im Prinzip bei allen Modellen aller Hersteller gleich: ein Mobilteil baut eine Funkverbindung zu einer Basisstationauf, die wie ein konventionelles, kabelgebundenes Telefon mit einer Telefonleitung verbunden ist und die Sprachsignale in beide Richtungen empfängt und überträgt.

Übertragungsverfahren

Das Übertragungsverfahren zwischen Basisstation und Mobilteil ist standardisiert, also bei allen handelsüblichen Schnurlostelefonen gleich.

  • DECT
  • DECT-GAP
  • Bluetooth
  • WLAN
Das Digital Enhanced Cordless Telecommunications (DECT)-Verfahren nutzt den Frequenzbereich zwischen 1880 und 1900 MHz und eignet sich aufgrund seiner technischen Spezifikationen besonders für die Übertragung von Sprachsignalen. Mittels DECT können bis zu 6 Mobilteile mit einer Basisstation gekoppelt werden.
Als Weiterentwicklung wird von den meisten Schnurlostelefonen heute das**DECT-GAP (Generic Access Profile)**-Verfahren genutzt. Dieses ermöglicht herstellerübergreifend die Kopplung von Mobilteilen und Basisstationen unterschiedlicher Baureihen.
Auch wenn Bluetooth ein heute häufig genutztes Verfahren der unkomplizierten Datenübertragung ist, hat es sich im Einsatz bei Schnurlostelefonen bisher nicht durchsetzen können. Als Cordless Telephony Profile (CTP) kam Bluetooth lediglich bei einigen wenigen Prototypen zum Einsatz. Trotzdem wird Bluetooth von modernen Schnurlostelefonen für beliebte Zusatzfunktionen genutzt.
Wireless Local Area Network (WLAN) ist heute ein in vielen Haushalten gebräuchliches Verfahren der Datenübertragung zwischen verschiedenen Geräten, wie Computern und Mobilfunkgeräten usw. Es bietet weitreichende technische Möglichkeiten und eine potentiell hohe Sicherheit bei gleichzeitig optimaler Übertragungsqualität. Moderne WLAN-Telefone, die im Rahmen der zunehmend verbreiteten IP-Telefonie eingesetzt werden, unterscheiden sich in einigen Gesichtspunkten jedoch deutlich von klassischen Schnurlostelefonen.

Merkmale, Funktionen und Sonderformen

Der Funktionsumfang eines aktuellen Schnurlostelefons geht weit über das Führen eines einfachen Telefongespräches hinaus. Zahlreiche Zusatzfunktionen sollen den Umgang mit den leistungsstarken Geräten vereinfachen und möglichst komfortabel gestalten.

Analog vs. ISDN

Analog vs. ISDN

Das Integrated Services Digital Network (ISDN) eröffnet als internationaler Standard die umfangreichen Möglichkeiten eines digitalen Kommunikationsnetzes. Neben einer deutlich höheren Übertragungsrate, die weniger für das einfache Telefonieren, als die Übertragung von Computerdaten von Bedeutung ist, bietet ISDN im Gegensatz zum analogen Telefonnetz einige Komfortmerkmalen. So ist es mit ISDN möglich, mehrere Kanäle über einen Anschluss gleichzeitig zu übertragen. An einem Anschluss und sogar an einem Endgerät stehen dem Nutzer damit also mehrere Telefonnummern (in Deutschland bis zu 10) zur Verfügung und es kann gleichzeitig über mehrere Leitungen telefoniert werden oder eine zweite Leitung parallel zur Datenübertragung genutzt werden.

Außerdem bietet ISDN eine Vielzahl an sogenannten Zusatzdiensten:

  • CLIP – Calling Line Identification PrensentationDie Übermittlung der Rufnummer des Anrufers an den Angerufenen.
  • CLIR – Calling Line Identification RestrictionMöglichkeit der Unterdrückung der Übertragung der eigenen Rufnummer auch Rufnummernunterdrückung genannt. Nur eingeschränkt möglich: gegenüber Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehr zum Beispiel nicht möglich.
  • CW – Call WaitingAls Anklopfen bekannte Funktion, bei der ein zweiter Anruf, während einer bestehenden Verbindung, durch ein akustisches Signal (**Anklopfton**) signalisiert wird. Ein so gemeldetes zweites Gespräch kann angenommen, ignoriert oder abgewiesen werden. Der Anrufer hört ein Freizeichen, auch wenn unter der angerufenen Nummer bereits gesprochen wird.
  • CFU – Call Forwarding UnconditionalAnrufweiterschaltung, bei der ein ankommendes Gespräch an eine hinterlegte Telefonnummer umgeleitet wird.
  • CFB – Call Forwarding BusyAnrufweiterschaltung unter der Voraussetzung, dass die ursprüngliche Zielnummer besetzt ist.
  • DDI – Direct Dialing In – DurchwahlWeiterleitung eines eingehenden Anrufes an eine Nebenstelle.
  • AOC – Advice Of ChargeÜbermittlung von Gebühreninformationen zum Telefonanschluss.
  • CH – Call HoldHalten des Gesprächspartners in einer aktiven Verbindung. Der Teilnehmer wird in eine Warteschleife umgeleitet, meist mit einer Ansage oder Wartemusik.
  • MSN – Multiple Subscriber NumberAufteilung mehrerer Rufnummern eines ISDN-Basisanschlusses auf mehrere angeschlossene Endgeräte.
  • CUG – Closed User GroupEinschränkung der Rechte innerhalb eines Telefonnetzes für eine Gruppe von Teilnehmern. Einzelne interne und externe Teilnehmer können blockiert werden.
  • OCB – Outgoing Call BarringRufnummernsperre für ausgehende Verbindungen.
  • HL – Hot LineAutomatische Herstellung der Verbindung zu einer definierten Rufnummern bei jedem Abheben.
  • TP – Terminal PortabilityParken einer Verbindung zur Wiederaufnahme des Gespräches an einem zweiten Endgerät.
  • UUS – User to User SignalingÜbertragung von Steuersignalen während des Rufaufbaus, des Gespräches oder des Verbindungsabbaus.
  • CFNR – Call Forwarding No ReplyAnrufweiterleitung wenn ein Anruf nicht angenommen wird.
  • COLP – Connected Line IdentificationAnfordern der Rufnummerninformation des Angerufenen. Dient zum Beispiel zur Anzeige der Weiterleitung durch den Angerufenen.
  • COLR – Connected Line Identification RestrictionUnterdrückung der Rufnummernübertragung durch den Angerufenen nach Anforderung durch den Anrufer (COLP).
  • CCBS – Completion of Call Busy SubscriberAutomatischer erneuter Rufaufbau bei besetzter Leitung des Angerufenen. Ist die Leitung wieder frei, wird der Anruf automatisch aufgebaut und dem Anrufenden signalisiert.
  • SUB – SUBadressingInformationsübertragung (20 Bytes max.) vom Anrufer zum Empfänger beim Verbindungsaufbau.

Als Schnurlostelefon sind ISDN-Telefone weniger verbreitet. Nicht zuletzt lässt sich ein analoges Endgerät in der Regel mit wenig Aufwand an einem ISDN-Anschluss betreiben, hingegen sind ISDN-Endgeräte nicht für den Betrieb an einem analogen Anschluss geeignet. Außerdem sind ISDN-Geräte für gewöhnlich in der Anschaffung deutlich teurer und das Angebot unterschiedlicher Modelle kleiner.

Von insgesamt etwa 37 Mio. Telefonanschlüssen in Deutschland in 2017, waren nur noch etwa 15% ISDN-Anschlüsse. Es zeigt sich ein deutlicher Trend, weg vom ISDN-Anschluss, hin zu modernen Alternativen. Die Telekom hat inzwischen bekannt gegeben, dass der ISDN-Dienst bis Ende 2018 eingestellt werden soll. Laut Drittanbietern wird das Angebot noch bis 2022 weitergeführt. Die Umstellung erfolgt zugunsten der schon heute bei mehr als der Hälfte aller Anschlüsse genutzten Voice over IP Technologie (VoIP). Hierbei erfolgt die Telefonverbindung über Computernetzwerke, nach Internet-Sdandards.

Mit den entsprechenden üblichen Geräten (zum Beispiel handelsübliche Internet-Router) ist es ungeachtet der bevorstehenden Veränderungen auch weiterhin möglich, sowohl analoge als auch ISDN-Endgeräte wie Schnurlostelefone weiter in vollem Umfang zu nutzen. Um den kompletten Leistungsumfang eines VoIP-Anschlusses nutzen zu können, empfiehlt sich jedoch der Einsatz eines ausgewiesenen WLAN-Telefons.

Anrufbeantworter

Anrufbeantworter

Der klassische Anrufbeantworter ist schon aus Zeiten bekannt, als noch ausschließlich mit kabelgebundenen Festnetztelefonen telefoniert wurde. Er ermöglicht es, bei Anrufen eine Nachricht abzuspielen und gibt, wenn gewünscht, dem Anrufenden Gelegenheit, eine zeitlich begrenzte Nachricht zu hinterlassen. Je nach Modell sind die Maximaldauer einer Ansage sowie die Dauer eines einzelnen sowie der gesamten aufgezeichneten Nachrichten begrenzt. Anrufbeantworter können in der Regel sowohl an der Basisstation bedient werden, als auch vom Mobilteil aus.

Zusätzliche Mobilteile

Zusätzliche Mobilteile

An einer Basisstation können in der Regel bis zu sechs Mobilteile betrieben werden. An jedem der verbundenen Geräte können Anrufe angenommen und aufgebaut werden. Außerdem kann intern telefoniert und Gespräche von einem Mobilteil zum anderen weitergereicht werden (**Makeln**) oder auch eine externe Verbindung an mehrere Mobilteile gleichzeitig übertragen werden (**Konferenzschaltung**). Zusätzliche Mobilteile verfügen meist über eine eigene Ladeschale die mit dem Stromnetz verbunden wird und sowohl als Aufbewahrung, als auch zum Aufladen der Akkus des Mobilteils dient, dabei aber über keine eigene Verbindung zum Telefonnetz verfügt.

Schnurlostelefone werden von vielen Herstellern bereits von vornherein in Sets mit mindestens einem zusätzlichen Mobilteil angeboten. Auch Pakete mit insgesamt bis zu vier Mobilteilen sind keine Seltenheit. Andere Hersteller bieten die Möglichkeit zusätzliche Mobilteile nachträglich zu erwerben. Der DECT-GAP Standard ermöglicht es zudem, auch Mobilteile anderer Modellreihen oder sogar anderer Hersteller mit einer vorhandenen Basisstation zu verbinden.

Der sogenannte Paging-Ruf ermöglicht es, verlegte Mobilteile ausfindig zu machen: ein Tastendruck an der Basisstation löst ein Funksignal aus, das bei allen verbundenen Mobilteilen ein akustisches Signal auslöst, das so lange ertönt, bis es am einzelnen Mobilteil quittiert wird.

Headsets

Headsets

Hauptargument für den Einsatz eines Schnurlostelefons ist der damit verbundene Zugewinn an Bewegungsfreiheit. Wer zusätzlich darauf angewiesen ist, beim Telefonieren beide Hände frei zu halten, für den bieten einige Hersteller zusätzliche Headsets, also Kopfhörer-Mikrofon-Kombinationen, die mit einem Schnurlostelefon verbunden werden können, sodass dieses beim Telefonieren nicht in der Hand gehalten werden muss.

In der Regel sind Headsets via Bluetooth mit dem Mobilteil verbunden. Eingehende Gespräche können oft direkt am Headset angenommen und beendet werden, ausgehende Gespräche müssen am Mobilteil eingeleitet werden und werden dann an das angeschlossene Headset übertragen.

Der Bluetooth-Standard ermöglicht grundsätzlich auch den Einsatz von Headsets anderer Hersteller, als der des verbundenen Telefons. Eine vollständige Kompatibilität ist jedoch im Einzelfall zu prüfen, da es erfahrungsgemäß regelmäßig zu Schwierigkeiten beim Verbindungsaufbau oder Einschränkungen des Funktionsumfangs kommt.

Einige Modelle bieten zusätzlich oder alternativ den Anschluss eines Headsets mit einer Kabelverbindung durch einen Klinkenstecker. Bei dieser Variante ist ebenfalls eine freihändige Gesprächsführung möglich, das Mobilteil muss jedoch, entsprechend der vorhandenen Kabellänge, am Körper getragen werden.

Freisprechfunktion

Freisprechfunktion

Die meisten Schnurlostelefone verfügen über eine Freisprechfunktion, jenseits der beschriebenen optionalen Nutzung eines Headsets. Hierzu dient ein am Mobilteil eingebauter Lautsprecher, der auf Tastendruck aktiviert wird und ankommende Audiosignale überträgt. Als Mikrofon dient das auch außerhalb der Freisprechfunktion genutzte Telefonmikrofon. Bei einigen Modellen ist das Freisprechen alternativ oder zusätzlich an der Basisstation möglich.

Beim Freisprechen kommen grundsätzlich zwei verschiedene Verfahren zum Einsatz, die maßgeblich die Qualität der Funktion und damit des gesamten Schnurlostelefons bestimmen:

  • HalbduplexBeim auch als Wechselbetrieb bezeichneten Halbduplexverfahren können akustische Signale nur in jeweils eine Richtung übertragen werden. Das heißt, entweder werden Signale an den Lautsprecher oder vom Mikrofon des Schnurlostelefons übertragen. Eine gleichzeitige Übertragung findet nicht statt. Dies schränkt die Qualität des Freisprechens deutlich ein.
  • VollduplexIm Gegensatz zum Halbduplex-Verfahren werden Signale im Vollduplexbetrieb gleichzeitig in beide Richtungen übertragen. Es kann uneingeschränkt gleichzeitig von beiden Gesprächsteilnehmern gesprochen werden, beide Stimmen werden auch gleichzeitig wiedergegeben. Die Qualität des Freisprechens ist beim Vollduplex-Verfahren, das heute von den meisten Schnurlostelefonen mit Freisprechfunktion genutzt wird, deutlich höher und deshalb bei einer Kaufentscheidung klar zu bevorzugen.

Neben der Art des Verfahrens der Signalübertragung beim Freisprechen ist die Auswahl der verbauten Komponenten maßgeblich ausschlaggebend für die Sprachqualität. Bei besonders günstigen Modellen, mit entsprechend minderwertigen Bauteilen, wie zum Beispiel dem notwendigen Lautsprecher, ist die Klangqualität entsprechend eingeschränkt.

Das gleiche gilt für das Mikrofon, bei dem die Qualitätsanforderungen für das Freisprechen deutlich über denen für ein normales Telefonat liegen. Der Einsatz hochwertiger Komponenten bietet dagegen eine Sende- und Empfangsqualität, die das Freisprechen auch auf größere Distanzen komfortabel ermöglicht. Schnurlostelefontests prüfen meist auch die konkrete Qualität der Sprachübertragung im Freisprechbetrieb.

Farbdisplay

Farbdisplay

Um Telefongespräche aufzubauen oder anzunehmen, ist ein Display ein unverzichtbares Hilfsmittel. Gewählte Nummern werden angezeigt, so wie auch die übertragene Nummer eines Anrufers. Einträge können einem Telefonbuch zugefügt oder aus diesem ausgewählt und angerufen oder bearbeitet werden.

Alle Einstellungen und Funktionen werden mit Hilfe des Displays bedient. Eine gute Lesbarkeit ist deshalb ein unverzichtbares Qualitätsmerkmal. Einfache LCD-Displays sind einzeilig und zeigen eine begrenzte Zahl an Zeichen gleichzeitig an.

Meist können zusätzlich an den Rändern des Displays Symbole eingeblendet werden, die zum Beispiel die Empfangsqualität oder entgangene Anrufe und hinterlassene Nachrichten anzeigen. Bei den meisten Schnurlostelefonen kommen bereits mehrzeilige Displays zum Einsatz, die Lesbarkeit und Bedienung entscheidend verbessern.

Damit ein Schnurlostelefon auch unter schlechten Lichtverhältnissen problemlos zu bedienen ist und ein eingehender Anruf auch optisch signalisiert werden kann, sollte ein zeitgemäßes Display beleuchtet sein. Dabei kann häufig aus verschiedenen Farben einer Hintergrundbeleuchtung gewählt werden.

Moderne, hochwertige Schnurlostelefone nähern sich optisch immer mehr dem Standard von Mobiltelefonen. Hierzu zählt auch der Einsatz von großen Farbdisplays basierend auf der TFT-Technologie. Diese ermöglichen eine komfortable Bedienung aller optisch dargestellten Funktionen und erweitert diese zusätzlich. So können, wie beim Mobiltelefon, zum Beispiel einzelnen Einträgen im Telefonbuch Bilder zugeordnet werden, die dann bei eingehenden Anrufen angezeigt werden.

Tastatur

Tastatur

Das Annehmen eines eingehenden Anrufs, der Aufbau eines ausgehenden Rufes sowie die Bedienung aller weiteren Funktionen, die ein Schnurlostelefon dem Anwender zur Verfügung stellt, erfolgt über Tasten am Telefon. Je nach Hersteller und Modell unterscheiden diese sich in Anzahl, Anordnung, Größe und Material und ermöglichen dadurch eine mehr oder weniger komfortable Bedienung.

Einige Modelle bedienen sich einfacher Tasten aus Gummi, andere verwenden solche aus Plastik oder auch aus Metall. Das Material und die Verarbeitung bestimmen maßgeblich die langfristige Haltbarkeit und Belastbarkeit der Tastatur. Zudem sind unterschiedliche Materialien unterschiedlich anfällig gegenüber Verschmutzung und können unterschiedlich gut gut gereinigt werden.

So sind gummierte Tasten zwar angenehm zu bedienen, verschmutzen jedoch schneller. Zudem bieten unterschiedliche Untergründe eine verschieden gute Haftung für eine notwendige Beschriftung. Gerade bei langfristiger intensiver Nutzung kann eine Bedruckung abgerieben und so nicht mehr lesbar werden.

Die Beleuchtung einer Tastatur ermöglicht die Bedienung eines Schnurlostelefons auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen und stellt deshalb ein wichtiges Qualitätsmerkmal dar.

Ein wichtiges Bedienelement eines Schnurlostelefons ist die Lautstärkeregelung des Mobilteils. Nützlich ist hier eine separate Einstellmöglichkeit nach dem Vorbild eines Mobiltelefons, die eine Veränderung der Hörerlautstärke während des Gesprächs ermöglicht.

Einige Hersteller nutzen heute bereits von Mobiltelefonen bekannte Touchscreendisplays, über die eine komfortable Bedienung aller notwendigen Funktionen gewährleistet sein soll.

Polyphonie

Polyphonie

Ein eingehender Anruf wird durch einen Klingelton signalisiert. Bei einfachen Modellen steht eine begrenzte Auswahl an Tonfolgen oder einfachen Melodien zur Verfügung. Moderne Schnurlostelefone der gehobenen Klasse nähern sich auch in diesem Bereich der Technik von Mobiltelefonen an: zur Verfügung stehen hier eine oft umfangreiche Auswahl an sogenannten polyphonen, also mehrstimmigen Klingeltönen.

Einige Modelle bieten zudem die Möglichkeit, eigene Klingeltöne bzw. Melodien im geeigneten Format (zum Beispiel MP3) nachträglich auf das Telefon zu laden. In der Regel kann zudem jedem gespeicherten Kontakt oder Kontaktgruppen ein individueller Klingelton zugeordnet werden, sodass bereits das akustische Anrufsignal vermittelt, wer gerade anruft.

Eine Anrufsignalisierung durch alternative oder zusätzliche Vibration des Mobilteils nähert einige Schnurlostelefone weiter an den Standard von Mobiltelefonen an.

SMS-Funktion

SMS-Funktion

Der Short Message Service, also der Kurznachrichtendienst, ist aus dem Mobilfunknetz gut bekannt und als einfache und schnelle Kommunikationsform gerade bei jungen Anwendern sehr beliebt. Schon seit einiger Zeit ist es möglich, SMS-Nachrichten nicht nur innerhalb des Mobilfunknetzes, von Mobiltelefon zu Mobiltelefon zu senden, sondern Nachrichten auch vom Mobilfunknetz in das Telefon-Festnetz zu übertragen.

Seitens des Mobilfunknutzers verläuft dies wie gewohnt. Auf Seite des Festnetzanschlusses ist die Art der Übermittlung abhängig vom eingesetzten Endgerät: Bei Modellen ohne SMS-Funktion wird eine eingehende SMS-Nachricht im SMS-to-Speech Verfahren dem Empfänger von einer Computerstimme vorgelesen.

Verfügt ein Schnurlostelefon über eine SMS-Funktion, wird eine Textnachricht, wie beim Mobiltelefon gewohnt, über das Telefondisplay angezeigt.

Um hingegen eine Textnachricht von einem Festnetzanschluss an eine andere Rufnummer, Mobilfunk oder ebenfalls Festnetz, wie auch FAX-Anschlüsse oder E-Mail-Adressen, zu versenden, ist eine SMS-Funktion unverzichtbar. Bei entsprechenden Schnurlostelefonen ist die notwendige Servicenummer des Festnetzbetreibers, über die eine Textnachricht weitergeleitet wird, bereits programmiert und der SMS-Versand erfolgt für den Anwender so einfach, wie vom Mobiltelefon gewohnt.

Der Versand von SMS-Nachrichten ins Festnetz unterliegt dabei jedoch gewissen Einschränkungen. Bei einer Übertragung im genannten SMS-to-Speech Verfahren, ist ein Rufaufbau zum Empfänger notwendig. Ist die Nummer besetzt oder nicht erreichbar, wird der Versuch in bestimmten Abständen wiederholt.

Nach einer festgelegten Zeit wiederholter Versuche wird die Nachricht gelöscht. Eine Übertragung findet zudem nur in einem festgelegten Tageszeitraum statt, um durch einen notwendigen Anruf nicht die Nachtruhe des Empfängers zu stören.

Raumüberwachung / Babyfon

Raumüberwachung / Babyfon

Eine beliebte nützliche Funktion einiger Schnurlostelefone ist die Möglichkeit der Raumüberwachung oder ein Einsatzes als Babyfon. Für beide Funktionen sind zwei Mobilteile notwendig. Bei einer Babyfon-Funktion wird ein Mobilteil in direkter Nähe des zu überwachenden Kindes aufgestellt. Bei deutlicher Geräuschentwicklung baut dieses eine interne Verbindung zum zweiten Mobilteil auf und überträgt die Umgebungsgeräusche.

Die Raumüberwachung funktioniert nach dem gleichen Prinzip, unterscheidet sich jedoch darin, dass eine Verbindung zwischen beiden Mobilteilen nicht automatisch hergestellt wird, sondern vom zweiten Mobilteil aktiv auf das Gerät im zu überwachenden Raum zugegriffen werden muss.

Telefonbuch

Telefonbuch

Das Herzstück eines jeden Schnurlostelefons ist für viele Anwender das darin enthaltene Telefonbuch. Hierin werden Namen und Rufnummern aller Kontakte gespeichert. Einzelne Modelle unterschiedlicher Hersteller unterscheiden sich in Gestaltung und Umfang des genutzten Telefonspeichers. Zum einen kann eine unterschiedlich große Menge einzelner Kontakte gespeichert werden, zum anderen unterscheiden sich die einzelnen Modelle in der Anzahl an Telefonnummern, die einem Kontakt zugeordnet werden können.

Bei den meisten Modellen wird bei eingehenden Anrufen eine Verbindung mit dem Telefonbuch hergestellt und bei Anrufen dort gespeicherter Nummern der Kontaktname angezeigt. Modelle mit Farbdisplay ermöglichen gelegentlich die Speicherung von Bildern zu einzelnen Kontakten. Bei Anrufen einer gespeicherten Nummer wird dann auch das entsprechende Bild angezeigt. Zudem können einzelnen Kontakten oft eigene Klingeltöne zugewiesen oder mehrere Kontakte einer Gruppe zugeordnet werden, denen ebenfalls ein Klingelton zugeordnet werden kann.

Einige Modelle ermöglichen zudem für einzelne Einträge aus dem Telefonbuch eine Anrufsperre. Dabei werden eingehende Anrufe von ausgewählten Nummern automatisch abgewiesen.

USB-Anschluss

USB-Anschluss

Ein USB-Anschluss am Schnurlostelefon ermöglicht die Herstellung einer Verbindung mit einem Computer. Neben einigen Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel der Einleitung eines Wählvorgangs vom PC aus, dient diese Verbindung vor allen Dingen der Synchronisation des Telefonbuches. Dabei arbeiten einige Modelle mit dem von Computern und Mobiltelefonen bekannten vCard-Standard, der eine einfache Übertragung und Integration der Daten ermöglicht.

Seniorentelefone

Seniorentelefone

Ältere Menschen haben besondere Ansprüche an ein geeignetes Schnurlostelefon. Diese betreffen zum einen die Bauform und zum anderen einen wünschenswerten Funktionsumfang:

Eine besonders platzsparende Bauweise steht in diesem Segment nicht im Vordergrund. Im Gegenteil sollte bei Mobiltelefonen, die sich für Senioren eignen, auf zusätzliche Funktionstasten, zugunsten der Größe der zentralen Bedienelemente, wie den Nummerntasten und jenen zur Annahme und zum Beenden eines Anrufes, verzichtet werden. Die einfache Bedienbarkeit sollte durch ein gut ablesbares, großes und übersichtlich strukturiertes Display zusätzlich erhöht werden.

Schnellwahltasten eignen sich zusätzlich, älteren Menschen den Umgang mit einem Schnurlostelefon zu erleichtern. Einzelne, im Telefonbuch gespeicherte Nummern können mit Tasten am Telefon verknüpft werden. Dies sind entweder separate Tasten, oder die Nummerntasten, die durch einen längeren Druck einen Rufaufbau einleiten.

Eine Direktruf-Funktion ermöglicht es zudem, das Schnurlostelefon so zu programmieren, dass der Druck auf jede beliebige Taste den Anruf einer ausgewählten Nummer einleitet.

Sogenannte Notruftelefone auch unter der Bezeichnung SOS- oder Hilferuf-Funktion angeboten, ähneln in ihrer Funktion dem beschriebenen Direktwahl-Verfahren: über eine separate, deutlich sichtbare und einfach zu bedienende Taste am Telefon wird ein programmierter Notruf an mindestens eine festgelegte Nummer ausgeführt. Diese Nummern werden wiederholt angewählt, bis ein Anruf entgegen genommen wird. Dann wird eine zuvor gespeicherte Nachricht abgespielt und/oder eine Freisprechverbindung hergestellt.

Einige Modelle bieten zusätzlich ein Notruf-Armband. Am Handgelenk getragen besteht es aus einem Sender, der auf Knopfdruck den oben beschriebenen Notruf auslöst.

Festnetz „Handy“

Festnetz „Handy“

Für viele, besonders junge Anwender, hat das Mobiltelefon bereits das klassische Festnetztelefon abgelöst. Preisgünstige Flatrates ermöglichen es, ohne zusätzliche Kosten auch ins Festnetz zu telefonieren und Gespräche ohne Blick auf die Uhr führen zu können. Trotzdem kann für die meisten Nutzer das Mobiltelefon aus verschiedenen Gründen den Festnetzanschluss noch nicht vollständig ersetzen. Zudem ist ein heimischer Internetanschluss in der Regel sowieso mit einem Telefonanschluss verbunden.

Neben den Versuchen einzelner Netzbetreiber, bemühen sich auch einige Hersteller von Schnurlostelefonen, die beiden Technologien sinnvoll zu verknüpfen. Solche Modelle gleichen optisch, im Funktionsumfang und im grundlegenden Betriebssystem gebräuchlichen Smartphones. Telefongespräche werden über ein Mobilfunknetz mittels eingelegter und aktivierter SIM-Karte hergestellt. Gelangt das Mobilteil in Reichweite seiner Basisstation, die wiederum mit einem Festnetzanschluss verbunden ist, verbindet es sich mit dieser und funktioniert als gewöhnliches Schnurlostelefon. Das heißt eingehende Festnetzanrufe können angenommen und über das Festnetz ausgehende Anrufe getätigt werden.

Zusätzliche Funktionen

Zusätzliche Funktionen

Einige Modelle bieten weitere nützliche Funktionen, die über die reine Telefonfunktion hinausgehen. Hierzu zählen zum Beispiel ein eingebauter Kalendermit Geburtstagserinnerung oder eine Weckfunktion. Einige Modelle verfügen zudem über einen sogenannten Nachtmodus. Auf Knopfdruck oder auch zeitgesteuert wird dabei das Telefon stummgeschaltet.

Design

Design

So oberflächlich und subjektiv das Kriterium sein mag, für viele Interessenten ist das Design eines Schnurlostelefons ein kaufentscheidendes Kriterium.

Verarbeitung und eingesetzte Materialien sind wichtige Qualitätsmerkmale und dienen auch als äußerer Beweis für die Gesamtqualität eines Gerätes. Während einfache Modelle meist ausschließlich aus Kunststoff gefertigt sind, arbeiten Premiummodelle oft zusätzlich mit Metall oder hochwertig lackierten Oberflächen. Farblich sind den Herstellern keine Grenzen gesetzt, üblich sind jedoch Kombinationen aus schwarz, weiß und/oder metallfarbenen Flächen.

Während die meisten Hersteller auf eine klassisch gradlinig, rechteckige Form bauen, werden auch Modelle in vergleichsweise exotischen Formen angeboten, die neben der reinen Funktionalität auf einen Wert als dekorativer Einrichtungsgegenstand bauen.

Design, Größe und Gewicht sind jedoch nicht allein Faktoren des subjektiven Geschmacks, sie bedingen ebenso die Bedienbarkeit eines Schnurlostelefons, nicht zuletzt für Personen mit körperlichen Einschränkungen.

Bekannte Hersteller

Zahlreiche bekannte und weniger bekannte Hersteller kämpfen um die Gunst der Telefonkäufer. Darunter finden sich sowohl solche, die seit vielen Jahren im Elektroniksegment und hier speziell im Bereich Telefonie tätig sind und sich oft auch in anderen Bereichen der Consumer Electronic einen Namen gemacht haben, als auch solche, die als noname-Hersteller bezeichnet werden müssen und vor allen Dingen über den Preis auf sich aufmerksam machen.

  • Gigaset
  • Panasonic
  • Philips
  • Grundig
  • Medion

Der Name Gigaset stand lange Zeit stellvertretend für die Oberklasse schnurloser Telefone.

Das börsennotierte, deutsche Unternehmen war ursprünglich eine Marke der_Siemens Home and Office Communication Devices_ und firmierte bis 2010 unter dem Namen Arques Industries.

Gigaset produziert und vermarktet Schnurlostelefone für den analogen sowie für den Betrieb im ISDN-Netz oder das VoIP-Verfahren. Die Geräte legen großen Wert auf Innovation, Design, Funktionsvielfalt und hochwertige Verarbeitung und bewegen sich im oberen Preissegment.

Die japanische Panasonic Corporation produziert eine Vielzahl unterschiedlichster Produkte, sowohl für die Industrie, als auch aus dem Segment der Unterhaltungselektronik sowie Haushaltsgeräte.

Das umfangreiche Angebot an schnurlosen DECT-Telefonen für den analogen Betrieb beinhaltet sowohl Einzelgeräte, als auch Sets mit bis zu vier Mobilteilen. Design und Funktionalität bilden ein zentrales Merkmal der Schnurlostelefone der Firma Panasonic. Das Angebot findet sich im unteren und mittleren Preissegment.

Zum Angebot zählen außerdem einzelne Modelle aus der Kategorie der beschriebenen Festnetz-Handys.

Das niederländische Unternehmen zählt, mit mehr als 100.000 Mitarbeitern und mehr als 20 Mrd. Euro Jahresumsatz, zu den größten Elektronikkonzernen der Welt. Gegründet bereits 1891 konzentrierte man sich bei Philips schnell auf Rundfunk- und Fernsehprodukte. Heute umfasst das Angebot Produkte aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik sowie Haushaltsgeräte verschiedener Art.

Schnurlostelefone werden von Philips in zwei Oberkategorien angeboten: eine_Klassik Serie_ mit zahlreichen Modellen, als Einzelgeräte oder Sets mit mehreren Mobilteilen, in unterschiedlichen Designs mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Die Modelle der Klassik Serie liegen im mittleren Preissegment.

Als zweite Linie bietet Philips eine Design Serie in der ausdrücklich auf optische Aspekte ausgerichtete Modelle im mittleren und oberen Preissegment angeboten werden.

Die 1930 in Fürth gegründete Grundig AG war trotz zwischenzeitlicher Unterstützung durch den Philips-Konzern 2003 gezwungen, Konkurs anzumelden. Der Markenname_Grundig_ wird bis heute von unterschiedlichen Firmen weiter verwendet. Die Produktion von Schnurlostelefonen erfolgt unter dem Namen Grundig Intermedia GmbH, mit Sitz in Nürnberg, die zum türkischen Hersteller Arçelik und damit wiederum zur größten türkischen Unternehmensgruppe Koç Holding gehört.

Unter dem Markennamen Grundig werden zahlreiche Schnurlostelefone, sowohl im klassischen, als auch einige Modelle in besonderen Designs angeboten. Grundig Telefone bedienen das untere und mittlere Preissegment.

Die Vertriebsgesellschaft Medion AG ist vor allen Dingen durch ihre von Discounter angebotene Produktpalette bekannt geworden. Elektrogeräte unter dem Markennamen Medion werden jedoch auch von anderen Händlern, online und offline angeboten.

Die einfachen und funktionellen Modelle an Schnurlostelefonen werden im unteren Preissegment angeboten.

Grundlagen einer Kaufentscheidung

Am Beginn einer Kaufentscheidung steht üblicherweise die grundlegende Frage, ob ein Schnurlostelefon die Richtige Wahl für die persönlichen Ansprüche ist. Soll ein Schnurlostelefon keine Ergänzung sondern vollständiger Ersatz für ein kabelgebundenes Gerät sein, lohnt sich eine Abwägung der Vorzüge und Einschränkungen der beiden unterschiedlichen Bauarten.

Schnurlostelefon vs. kabelgebundenes Festnetztelefon

Das kabelgebundene Telefon war viele Jahre der unersetzbare Standard. Erste Modelle schnurloser Telefone konnten diese nur schwerlich in vollem Umfang ersetzen. Moderne Geräte bieten heute mindestens den gleichen Funktionsumfang wie Festnetzmodelle, gehen sogar darüber hinaus. Auch in Sachen Sprachqualität stehen zumindest hochwertige Schnurlostelefone ihren kabelgebundenen Konkurrenten in nichts nach. Trotzdem gibt es Faktoren, die bei einer Kaufentscheidung Beachtung finden sollten.

Kabelgebundene TelefoneDie Vor- und Nachteile von kabellosen und kablgebundenen Telefonen.

Vorteile

  • große Produktvielfalt
  • höchste Sprachqualität
  • störungsunempfindlich
  • konstante Stromversorgung
  • hoher Bedienkomfort

Nachteile

  • begrenzter Bewegungsradius

Schnurlostelefone

Vorteile

  • deutlich vergrößerter Aktionsradius
  • zahlreiche Komfort- und Zusatzfunktionen
  • erweiterungsfähig

Nachteile

  • funkverbindungsabhängig
  • abhängig von Batterien / Akkus

Grundsätzlich gibt es kaum Funktionen, die ein kabelgebundenes Telefon anbietet, die nicht auch von einem vergleichbaren Schnurlostelefon angeboten werden. Im Gegenteil ermöglicht die Mobilität eines Schnurlostelefons verschiedene Funktionen, die ein kabelgebundenes Gerät nicht sinnvoll bieten kann: Raumüberwachung, Babyfon, Wecker und Notruffunktionen sind mit einem Mobilteil deutlich komfortabler und umfangreicher einzusetzen.

Im Gegensatz zu Geräten der ersten Generationen sind moderne Schnurlostelefone deutlich weniger Störungsanfällig. Trotzdem handelt es sich bei der Verbindung zwischen Mobilteil und Basisstation um eine Funkverbindung, die allen bekannten Einschränkungen gegenüber einer Kabelverbindung unterliegt.

Stromversorgung

Eine maßgebliche Schwachstelle von Schnurlostelefonen liegt in der notwendigen Stromversorgung. Im Gegensatz zu frühen Modellen benötigen Telefone heute in der Regel eine Stromversorgung zusätzlich zum reinen Leitungsstrom der Telefonleitung. Bei kabelgebundenen Telefonen erfolgt diese durch einen Netzstromanschluss. Schnurlostelefone sind dagegen, zusätzlich zum Netzstromanschluss der Basisstation oder einer optionalen Ladestation, auf eine Stromversorgung des Mobilteils durch Akkus angewiesen.

Grundsätzlich können hierbei zwei Systeme unterschieden werden: eine Stromversorgung durch einen modellspezifischen Akku oder eine solche durch handelsübliche Universalakkus.

Bei Universalakkus handelt es sich meist um solche vom Typ AAA (Micro), selten vom Typ AA (Mignon), die von zahllosen Anbieter im Fach- und Einzelhandel sowie im Internet und Versandhandel angeboten werden. Es handelt sich bei aktuellen Modellen um Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) Relevant ist dabei vor allen Dingen die Akku-Kapazität, angegeben in Milliamperestunden (mAh).

Von diesem Wert ist abhängig, wie lange ein Akku, ohne zwischenzeitliche Ladung, ein Schnurlostelefon mit Strom versorgen kann. So lange ein Mobilteil mit der Basisstation oder einer Ladeschale verbunden ist, werden die eingesetzten Akkus geladen. Die maximale Kapazität eines Akkus ist deshalb auch davon abhängig, mit welchem Ladestrom diese Station arbeitet.

Alternativ setzen einige Hersteller auf spezielle Akkus, wie sie auch von Mobiltelefonen bekannt sind. Deren Vorteil liegt zum einen darin, dass sie in Leistung und Kapazität genau auf das jeweilige Gerät abgestimmt sind und zum anderen aufgrund ihrer Formgebung eine individuellere Gestaltung des Mobilteils ermöglichen. Gerade ausgewiesene Design-Telefone wären in ihrer Bauform durch die Verwendung von Standard-Batterien stark beschränkt.

Moderne NiMH-Akkus sind zuverlässig und belastbar. Ein Memoryeffekt kann laut Herstellerangaben ausgeschlossen werden. Das naturgemäß unregelmäßige Be- und Entladen eines Schnurlostelefons sollte den Akkus keinen Schaden zufügen und keinen Leistungsverlust verursachen. Trotzdem haben Akkus Einschränkungen. Vor allen Dingen kommt es zu einer zumindest geringen Selbstentladung. Außerdem haben Akkus, je nach Qualität, eine begrenzte Lebensdauer, gemessen in**Ladezyklen**.

Bei beiden Bauformen, Universalakku oder Herstellerakku, gehört mindestens ein Akku oder Akkusatz zur Grundausstattung. Während Universalakkus leicht durch unkompliziert erhältliche kompatible Modelle ersetzt werden können, sind modellspezifische Akkus oft nur über den Telefonhersteller oder geeignete Anbieter erhältlich. Der unvorbereitete Ausfall eines Akkus kann somit im Zweifelsfall ein maßgebliches Problem darstellen. Insofern sind Schnurlostelefone mit Universalakkus im Vorteil.

Reichweite

Die Reichweite von Schnurlostelefonen variiert von Modell zu Modell.Das grundlegende Entscheidungskriterium für ein Schnurlostelefon im Direktvergleich mit einem klassischen, kabelgebundenen Gerät, ist die Bewegungsfreiheit, die ein Schnurlostelefon seinem Benutzer verspricht. Kein Hörerkabel, das sich verheddert und verknotet und den Telefonierenden an den Aufstellort des Telefons fesselt.

Beim Telefonieren mit einem Schnurlostelefon kann man sich frei bewegen und hat mit geeigneten Hilfsmitteln, wie einem Headset oder einer Freisprechfunktion, sogar beide Hände frei. Die Vorstellung sich in der gesamten Wohnung, im Haus und sogar im Garten frei bewegen und dabei telefonieren zu können, ist für viele Kunden einer der Hauptgründe, sich für ein Schnurlostelefon zu interessieren.

Diese Vorstellung wird jedoch von technischen Gegebenheiten in Schranken gewiesen: auch Schnurlostelefone haben eine begrenzte Reichweite. Wird diese Überschritten, lässt sich kein Telefonat führen, die Verbindung zwischen Basis und Mobilteil bricht ab und ein aktives Gespräch wird unterbrochen.

Wie groß die Reichweite eines Schnurlostelefons im praktischen Einsatz ist, ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Die Angaben, die in Schnurlostelefon-Tests oder von Herstellern gemacht werden, sind in diesem Sinne eher theoretischer Natur und nur bedingt aussagekräftig.

Hersteller werben mit einer Reichweite von bis zu 300 Metern. Diese Angaben beziehen sich in der Regel jedoch auf die Sendeleistung im freien Feld, das heißt, bei einer ungehinderten, direkten Verbindung zwischen Basis und Mobilteil. Eine solche Konstellation wird jedoch in den seltensten Fällen vorzufinden sein.

Die Basisstation eines Schnurlostelefons steht in der Regel in einem Raum einer Wohnung oder eines Hauses, ist also durch Wände vom Rest des Nutzungsumfeldes getrennt. Ein Funksignal durchdringt normale Türen und Wände, wird dadurch jedoch abgeschwächt und seine Reichweite damit eingeschränkt.

Um die technisch bedingte Maximalreichweite eines Schnurlostelefons optimal nutzen zu können oder diese sogar zu erweitern, bieten sich verschiedene Maßnahmen und Hilfsmittel.

  • Auswahl des Aufstellortes

Von zentraler Bedeutung für eine optimale Nutzung der Reichweite ist ein sorgsam gewählter Aufstellort für die Basisstation.

Wände schränken das Funksignal ebenso ein, wie beispielsweise in direktem Umfeld aufgestellte Möbel. So weit möglich, sollte auf alle offensichtlich störenden Umbauungen verzichtet werden. Allgemein kann bereits ein geringfügig veränderter Aufstellplatz die Sendeleistung verbessern. Hier sollte durch den praktischen Versuch die beste Variante ermittelt werden.

Die Basis sollte, soweit möglich, im Zentrum des gewünschten Aktionsradius aufgestellt werden, um in alle Richtungen maximale Bewegungsfreiheit zu ermöglichen.
  • Reichweitenerhöhung durch Repeater

Repeater sind vielen Anwendern von WLAN-Netzwerken bekannt. Auch bei DECT-Funknetzwerken ermöglichen diese Zusatzgeräte eine maßgebliche Vergrößerung der Reichweite und damit des Aktionsradius. Der Repeater arbeitet als Komponente zwischen Basisstation und Mobilteil: ein Funksignal wird von der Basis an den Repeater gesendet, von diesem verstärkt und an ein Mobilteil weitergeleitet.

Umgekehrt erfolgt der Signalaustausch in Richtung der Basis. Hierdurch lässt sich die Reichweite eines DECT-Signals theoretisch verdoppeln. Das Signal eines Repeaters unterliegt allerdings den gleichen Einschränkungen, wie jenes zwischen Basis und Mobilteil, es wird also durch Wände und andere Hindernisse eingeschränkt.

Durch den optionalen Einsatz mehrerer Repeater, kann ein DECT-Signal in mehrere Richtungen erweitert werden und so ein deutlich vergrößerter Aktionsradius erzielt werden.

Ein Kopplung mehrere Repeater hintereinander ist jedoch nur bei einigen wenigen Modellen möglich. Wo dies der Fall ist, lässt sich jedoch ein beachtlicher Reichweitenzuwachs erzielen. So ergeben drei miteinander gekoppelte Repeater eine theoretische Reichweite von bis zu 1200 Metern.

Die von unterschiedlichen Herstellern angebotenen Repeater sind in der Regel DECT-GAP-fähig, das heißt, sie sind mit anderen Herstellern kompatibel. Insbesondere wenn eine Verschlüsselung zum Einsatz kommt, sollten jedoch die genauen Herstellerangaben beachtet werden. So ist zum Beispiel die Zahl der maximal gleichzeitig nutzbaren Repeater begrenzt, wenn eine Verschlüsselung auch bei Erhöhung der Reichweite gewährleistet sein soll.

Alternativen zum klassischen Schnurlostelefon

Die Hauptalternative zum Schnurlostelefon ist natürlich wie beschrieben das kabelgebundene Telefon. Die Vor- und Nachteile im Direktvergleich wurden hier bereits angeführt. Weitere Alternativen beziehen sich eher auf Details im Aufbau eines Schnurlostelefons:

  • VoIP-Telefon
  • Router als DECT-Station
Optisch unterschieden sich VoIP-Telefone, also solche Modelle, die einen Anruf über eine internetbasierte Verbindung herstellen, nicht von klassischen DECT-Modellen. Allerdings stellt ein VoIP-Telefon seine Verbindung über das WLAN-Netz zu einem Internet-Router her, der wiederum via IP-Telefonie über eine DSL-Verbindung ein Gespräch herstellt. Dabei fungiert der Router als Basis und das Schnurlostelefon benötigt ausschließlich eine Ladestation. Vom Mobilteil aus können zusätzliche Funktionen des Internet-Routers genutzt werden.
Einige Internetrouter verfügen über eine eingebaute DECT-Station. Diese arbeitet nach dem gleichen Prinzip wie jede gewöhnliche Basisstation. Vom angeschlossenen Computer können die interne DECT-Basis komfortabel bedient werden und Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel ein Anrufbeantworter gesteuert werden.

Bezugsquellen – Fachhandel vs. Internet

Schnurlostelefone werden in großem Umfang im Fach- und Einzelhandel angeboten. Kaufhäuser und Elektronikmärkte verfügen über ein dauerhaftes Angebot, Discounter bieten regelmäßig einzelne Modelle an. Die Auswahl ist jedoch insgesamt im Fach- und Einzelhandel bei jedem einzelnen Anbieter mehr oder minder stark begrenzt.

Das Internet bietet im direkten Vergleich die größte, unbegrenzt verfügbare Auswahl unterschiedlicher Hersteller mit deren vollständigem Modellangebot. Der Vergleich unterschiedlicher Anbieter ermöglicht zudem deutliche Preisvorteile. Technische Details und der Funktionsumfang einzelner Modelle kann komfortabel verglichen und nach den persönlichen Bedürfnissen abgewogen werden. Schnurlostelefon Tests bieten zusätzlich regelmäßige fachkundige Bewertungen vergleichbarer Modelle.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wer sich im Rahmen einer Kaufentscheidung eingehender mit dem Angebot verschiedener Hersteller befasst, stößt auf einige Fragen. Je nach individuellen Ansprüchen fallen diese Fragen unterschiedlich aus. Einige Punkte sind jedoch für die meisten Anwender gleichermaßen interessant und können bereits im Vorfeld bedacht werden.

Wie lange hält der Akku eines Schnurlostelefons?

Wie lange hält der Akku eines Schnurlostelefons?

Die Akkulaufzeit eines Schnurlostelefons ist in der Hauptsache von zwei Faktoren abhängig: der Maximalkapazität der genutzten Akkus und dem Stromverbrauch des Telefons. Hieraus ergeben sich zwei Werte, die von den meisten Herstellern ausdrücklich angegeben werden: die Standby-Zeit sowie die maximale**Gesprächszeit**.

Beide Werte sind aus verschiedenen Gründen eher theoretische Angaben: Ein Schnurlostelefon wird in den meisten Fällen nach Gebrauch zurück auf die Basis oder Ladestation gestellt und dort geladen. Entladung und Ladung wechseln sich also regelmäßig ab. Eine komplette Entladung findet in den seltensten Fällen statt. Dieser Umstand betrifft in der Hauptsache die angegebene Standby-Zeit.

Diese ist somit nur dann relevant, wenn ein Mobilteil, meist versehentlich, über einen längeren Zeitraum nicht auf der Ladestation steht. Die Entladung findet in diesem Fall zum einen durch den Standby-Verbrauch des Telefons statt, zum anderen durch die Selbstentladung des Akkus. Die Verlässlichkeit der Herstellerangaben ist schwer zu beurteilen.

Außerdem handelt es sich bei den genannten Zeiten um Maximalwerte unter Idealvoraussetzungen, zum Beispiel mit neuen, unverbrauchten Akkus. Als Faustregel für die Wahl eines Schnurlostelefons anhand der Akku-Laufzeit, gilt eine Gesprächszeit von mindestens 10 Stunden sowie eine Standby-Zeit mindestens 180 Stunden. Schnurlostelefon Tests unterziehen die Herstellergaben einem aussagekräftigen Praxistest.

Erzeugt ein Schnurlostelefon gesundheitsschädliche Strahlung?

Erzeugt ein Schnurlostelefon gesundheitsschädliche Strahlung?

Viele Anwender machen sich Sorgen wegen der Strahlung, die von auf Funkwellen basierenden Geräten, wie einem Schnurlostelefon, ausgeht. Die Frage, ob hier zumindest langfristig eine Gesundheitsgefährdung besteht, ist für viele Kaufinteressenten von zentraler Bedeutung.

Wissenschaftlich ist eine Gesundheitsgefährdung durch die Strahlung eines Schnurlostelefons nicht nachgewiesen und wird von vielen Untersuchungen ausgeschlossen. Grundsätzlich ist festzustellen, dass zum Beispiel die Strahlung eines Mobiltelefons um ein Vielfaches höher ist, als die eines Schnurlostelefons. Im Gegensatz zum Mobiltelefon sendet die Basis eines Schnurlostelefons jedoch permanent.

Auch wenn eine Gesundheitsgefährdung nicht nachgewiesen ist, betrachten einige Interessenten das potentielle Risiko kritisch. Diesem subjektiven Empfinden tragen einige Hersteller vorsorglich Rechnung und bieten Schnurlostelefone an, die über besondere Funktionen verfügen, die eine Strahlung reduzieren können:

  • Strahlungsarme Schnurlostelefone

Einige Hersteller bewerben ihre Modelle mit dem ausdrücklichen Merkmal_strahlungsarm_, Low Radiation, Eco oder ähnlichen Formulierungen, die auf eine verminderte Impulsstärke der verarbeiteten Sender hinweisen.

  • Standard-Eco-Mode

Beim Standard-Eco-Mode, der als Zusatzfunktion einzelner Schnurlostelefone angeboten wird, reduziert die Basisstation ihre Sendeleistung immer dann, wenn das Mobilteil aufliegt, fast vollständig. Erst bei eingehenden Anrufen, wenn das Mobilteil aus der Ladevorrichtung genommen wird, schaltet auch das Sendeteil wieder vollständig ein.

Diese Funktion ist jedoch nur bei der Verwendung eines einzelnen Mobilteils möglich. Sobald ein weiteres Mobilteil mit der Basis gekoppelt ist, bleibt die Sendeleistung unverändert, da die Verbindung zum zusätzlichen Mobilteil gehalten wird.

  • Eco-Mode plus

Der Eco-Mode plus trennt die Funkverbindung immer dann, wenn ein Gespräch beendet wurde. Bevor die Funkverbindung vollständig unterbrochen wird, wird jedoch ein Funkkanal definiert, auf dem das Mobilteil bei eingehenden oder ausgehenden Anrufen mit der Basisstation Kontakt aufnimmt.

Außerdem wird beim Eco-Mode plus die Sendeleistung den aktuellen Bedarf angepasst: bei Annäherung an die Basisstation sinkt die Sendeleistung und nimmt bei Entfernung entsprechend wieder zu.

Alle Maßnahmen dienen dazu, die Strahlungswerte auf ein unverzichtbares Minimum zu reduzieren.

Wichtig zu beachten, bei allen genannten Modi, ist der Umstand, dass diese ausschließlich bei einer Kombination von Basisstation und Mobilteil eines Herstellers, gegebenenfalls sogar einer Modellreihe funktionieren. DECT-GAP Telefone ermöglichen grundsätzlich die Kombination von Stationen und Mobilteilen unterschiedlicher Hersteller. Grundfunktionen sind hierbei meist problemlos kompatibel. Dies gilt jedoch nicht zwangsläufig für fortgeschrittene Funktionen, wie einen Eco-Modus.

Kann man auch ohne Eco-Mode die Strahlung eines Schnurlostelefones reduzieren?

Kann man auch ohne Eco-Mode die Strahlung eines Schnurlostelefones reduzieren?

Nicht alle Schnurlostelefone verfügen über einen der genannten Eco-Modi. Gerade ältere Modelle bieten noch keine automatische Möglichkeit, die Strahlungswerte dauerhaft oder zumindest zeitweise zu senken. Es ist jedoch möglich, die Sendeleistung und damit die Strahlung auch bei solchen Schnurlostelefonen zu reduzieren.

Die einfachste und effektivste Methode ist es, die Distanz zwischen Mobilteil und Basisstation so oft wie möglich zu reduzieren. Die Sendeleistung von Basis und Mobilteil wird immer den jeweiligen Gegebenheiten angepasst: je weiter das Mobilteil von der Basis entfernt ist, desto höher die Sendeleistung und desto stärker die Strahlung und ihre Ausbreitung. Wenn das Mobilteil nicht genutzt wird, sollte es folglich möglichst in unmittelbarer Nähe der Basisstation aufbewahrt werden. Damit reduziert sich die Sendeleistung und die Strahlung wird auf einen minimalen Umkreis reduziert. Gleichzeitig wird durch dieses Vorgehen Akku-Leistung gespart: der Hauptstromverbrauch entsteht durch die Signalerzeugung. Je größer die Distanz zwischen Basis und Mobilteil, desto stärker die Sendeleistung, desto höher der Stromverbrauch.

Wer trotz aller Möglichkeiten zur Reduzierung der Strahlung und dem Kenntnisstand der Wissenschaft Bedenken hegt, der sollte unter Umständen erwägen, ein Schnurlostelefon als Ergänzung zu einem kabelgebundenen Modell und nicht als dessen vollständigen Ersatz zu nutzen.

Kann ein Schnurlostelefon abgehört werden?

Kann ein Schnurlostelefon abgehört werden?

Wie bei jeder auf Funkwellen basierenden Kommunikation, ist auch das Abhören einer DECT-Verbindung theoretisch möglich. Im Gegensatz zu Schnurlostelefonen der ersten Generationen, bei denen ein Abhören mit einfachen Funk-Scannern für jedermann möglich war, sind moderne Verbindungen deutlich abhörsicherer. Grundsätzlich ist ein Abhören jedoch nach wie vor möglich. Allerdings bedarf es hierfür deutlich größeren Aufwands, entsprechender Ausrüstung und nicht zuletzt krimineller Energie. Eine Telefonverbindung abzuhören ist strafbar und wird in Deutschland entsprechend verfolgt und geahndet.

Die Reichweite der Funkverbindung eines Schnurlostelefons ist begrenzt. Entsprechend besteht eine Abhörgefahr nur im stark eingeschränkten, direkten Umfeld der Basisstation, das durch Wände zusätzlich begrenzt wird.

Eine wirksame Methode, ein Abhören der Telefonverbindung eines Schnurlostelefons zu vermeiden, ist eine Verschlüsselung des Datenstroms zwischen Mobilteil und Basisstation.

Verschlüsselte Daten können abgefangen, jedoch nur von zusammengehörenden Mobilteilen und Basisstationen interpretiert werden.

Nur wenige Hersteller bieten eine solche Verschlüsselung an. Hauptgrund hierfür sind die mit der Technik verbundenen Kosten. Grade bei preiswerten Modellen ist deshalb nicht mit einer Verschlüsselung zu rechnen.

Nicht von allen Anbietern wird die Verwendung einer Verschlüsselung ausdrücklich beworben. Wer sich ausdrücklich für ein Schnurlostelefon mit entsprechender Ausstattung interessiert, ist auf entsprechende Ergebnisse von Schnurlostelefon-Tests angewiesen.

Können Schnurlostelefone andere Geräte stören oder von ihnen gestört werden?

Können Schnurlostelefone andere Geräte stören oder von ihnen gestört werden?

Funkstörungen treten überall dort auf, wo mindestens zwei unterschiedliche Geräte das gleich oder zumindest zwei sehr nah aneinanderliegende Frequenzbänder nutzen.

Moderne DECT-Geräte nach europäischem Standard nutzen das 1,8-GHz-Frequenzband und gelten damit als störungsunanfällig.

Ein Problem stellen zum einen alte Schnurlosmodelle dar, die noch den von DECT abgelösten CT1+ oder CT2-Standard nutzen. Der Einsatz dieser Modelle ist offiziell seit Januar 2009 verboten, da es zu Störungen in Verbindung mit Mobilfunknetzen kommen kann. Wer entgegen der Anweisung der Bundesnetzagentur solche Geräte weiter einsetzt, haftet im Zweifelsfall für daraus entstandene Schäden.

Außerdem ist Vorsicht bei aus dem Ausland eingeführten DECT-Telefonen geboten: Das 1,8-Ghz-Frequenzband entspricht dem europäischen Standard. Telefone, die auf und für den asiatischen oder den US-Markt angeboten werden, nutzen ein abweichendes Frequenzband und dürfen deshalb offiziell nicht in Deutschland eingesetzt werden.

Fazit

Das telefonieren mit dem Schnurlostelefon ist sehr komfortabel.Schnurlostelefone erweitern die Möglichkeiten und den Komfort des Telefonierens maßgeblich. Besonders im privaten Bereich genießen sie große Beliebtheit und haben das kabelgebundene Telefon in weiten Teilen verdrängt. Die Einschränkungen die mit der Nutzung eines modernen Schnurlostelefons verbunden sind, sind so geringfügig, dass sie für die meisten Anwender kaum ins Gewicht fallen.

Ein einfaches kabelgebundenes Telefon als kurzfristiger Ersatz oder Ergänzung kann zusätzliche Sicherheit schaffen. Die absehbare Weiterentwicklung und Verbreitung moderner Verbindungsverfahren, wie der VoIP-Telefonie, bestimmen maßgeblich eine zukunftssichere Entscheidung für ein Schnurlostelefon.

Langfristig werden sich Modelle durchsetzen, die von den deutlichen Vorteilen dieser Technologie profitieren. Aktuelle DECT-Modelle sind jedoch weiterhin in vollem Umfang und mit allen möglichen Zusatzfunktionen nutzbar. Aus einem breiten Angebot verschiedener Modelle, verschiedener Hersteller findet sich für jeden Bedarf und nicht zuletzt für jedes Budget das passende Angebot.

Ein Vergleich von Modellen einer Klassen, wie Schnurlostelefon Tests ihn in regelmäßigen Abständen bieten, liefert eine nützliche Grundlage für eine langfristig zufriedenstellende Kaufentscheidung.

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