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TENS Gerät Test 2017 • Die 10 besten TENS Geräte im Vergleich

In der Medizin nutzt die physikalische Therapie natürliche Reaktionen des Körpers auf äußerliche Reizsetzungen. Dabei werden verschiedene Reaktionsformen unterschieden:

(!) die direkte Wirkung in Form von zum Beispiel Hautrötung

(!) die Gegenregulation oder Adaptation zum Beispiel durch Verminderung der Schmerzempfindlichkeit

(!) die langfristige Anpassung oder Konditionierung zum Beispiel durch Kräftigung der Muskulatur

Zu diesen Behandlungsformen der physikalischen Therapie gehört die Elektrotherapie. Bei der Elektrotherapie wird elektrischer Strom zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Bei diesen Verfahren strömt Gleich- oder Wechselstrom durch den Körper. Es kann je nach Einsatzgebiet verschiedene Stromarten zur Anwendung kommen.

galvanischer Strom (Gleichstrom, Galvanisierung)

Diese Stromart führt zu Hyperämie, Analgesie und Stoffwechselsteigerung des Gewebes zur Beschleunigung des Heilungsprozesses.

niederfrequenter Strom (0 – 1000Hz)

Hierbei werden Muskelfasern und Nerven erregt, die zu einer Kontraktion führen. Diese Behandlungsform wird bei teilgelähmter oder geschwächter Muskulatur eingesetzt.

mittelfrequenter Strom (1 kHz – 100 kHz)

Bei dieser Stromart wirken die mittelfrequenten Wechselströme über Muskelkontraktion und anschließender Entspannung. Weiterhin treten analgetische Effekte und Hyperämie auf.

hochfrequenter Strom ( > 100 kHz)

Bei dieser hochfrequenten Stromart wird tief gelegenes Gewebe erwärmt. Diese Stromart ist durchblutungsfördernd und analgetisch. Außerdem werden der Stoffwechsel und immunologische Prozesse angeregt.

Die Therapieziele dabei sind:

° Schmerzlinderung

° Verbesserung von gestörten Gelenk- und Muskelfunktionen

° Verbesserung der Trophik und Durchblutung des Gewebes

Zu den Anwendungsgebieten der Elektrotherapie zählen:

— Schmerzsyndrome

— Myogelosen

— Muskelzerrungen

— Lähmungen

— Myasthenie

— Inkontinenz

— funktionelle Durchblutungsstörungen

— chronische Polyarthritis

— Arterielle Verschlusskrankheit

— Arthrosen

— Morbus Bechterew

Die transkutane elektrische Nervenstimulation gehört zu den Anwendungsformen der Elektrotherapie. Elektromagnetische Stimulation (EMS) oder transkutane elektrische Nervenstimulation wird mit verschiedenen Geräten durchgeführt. Die besten TENS-Geräte werden hier in der nachfolgenden Tabelle vorgestellt.

TENS Gerät Bestenliste 2017

Letzte Aktualisierung am:

 4-Kanal TENS - EMS Kombi-Gerät von AxionProrelax 85835 Tens/Ems SuperDuo PlusTensCare Sports TENSSaneoLine TENSBeurer Digital TENS/EMSDittmann 3 in 1 Tens MassagegerätSanitas SEM Digitales EMS/TENS-GerätAufladbares Massagegerät von NursalProrelax 39263 TENS Dittmann Tensgerät TENS 240

4-Kanal TENS - EMS Kombi-Gerät von Axion

Prorelax 85835 Tens/Ems SuperDuo Plus

TensCare Sports TENS


SaneoLine TENS


Beurer Digital TENS/EMS


Dittmann 3 in 1 Tens Massagegerät

Sanitas SEM Digitales EMS/TENS-Gerät

Aufladbares Massagegerät von Nursal

Prorelax 39263 TENS

Dittmann Tensgerät TENS 240

 Bewertung 1,0 1,2 1,3 1,51,6 1,8 1,9
2,1
 2,2 2,4
Anzahl der Elektroden842 oder 4 Elektroden448464k.A.
Anzahl der Programmen37 feste und 8 manuell einstellbare Programme9 TENS Programme10 TENS Programme zur Schmerzlinderung, 27 EMS Programme für Muskelaufbau, 10 Massageprogramme und 8 benutzerdefinierte Programme19 Programme (3 davon individuell einstellbar)6 individualisierbare Programme25 feste + 11 einstellbare TENS-Anwendungsprogramme6 individualisierbare Programmek.A.813
Zum MuskelaufbauGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner Haken
MassageGrüner HakenGrüner HakenGrüner Hakenk.A.Grüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner Haken
Vorteile

  • geprüfte, zertifizierte Marken-Qualität
  • Schmerzlinderung ohne Medikamente und ohne Nebenwirkungen
  • hochwertig verarbeitet
  • wirklich großes beleuchtetes Display


  • leicht abzulesendes LCD-Display
  • ein zusätzlicher Bauchgurt
  • ein zusätzlicher Arm-Gurt


  • neu, leicht und einfach zu bedienen
  • schlankes Design
  • leistungsstarkes Zweikanal-Gerät


  • deutsche Markenqualität
  • zertifiziertes Medizinprodukt
  • zuverlässig wirksame
  • kostengünstige Behandlungsmethode


  • effektiv
  • hinterleuchteter LCD-Display
  • eine Doctor´s-Function zur Abstimmung Ihres persönlichen Therapieprogramms


  • blaue Display-Hintergrund-Beleuchtung
  • 2 Kanäle mit einstellbarer Intensität und LED - Anzeige
    Timerfunktion
  • Medizinprodukt


  • hinterleuchteter LCD-Display
  • eine abwechslungsreiche Behandlung
  • Doctor's Function


  • die eingebaute wiederaufladbare Lithium-Batterie
  • kompakt und leicht
  • animiertes LCD-Display


  • als Medizinprodukt zertifiziert CE 120
  • modernes Design
  • Digitaltechnologie


  • LED Anzeige für jeden Kanal
  • blaue Display-Hintergrundbeleuchtung
  • einstellbare Intensität und Anwendungszeit

Handhabung
Preis- / Leistung
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Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Tensgerät?

TENS ist eine Methode, mithilfe eines entsprechenden Gerätes mit Auflegung von Elektroden elektrische Impulse zur Schmerzbekämpfung weiterzuleiten. TENS ist:

  • nichtinvasiv – nicht den Körper verletzend
  • medikamentenfrei
  • zuverlässig wirksam
  • nebenwirkungsarm
  • kostengünstig

Die Wirkung von TENS wurde in klinischen Studien und Forschungsanalysen getestet und bestätigt. Sie beruhen auf der Gate-Control-Theorie, die erklärt, unter welchen Umständen Schmerzen empfunden und Schmerzsignale nicht zum Gehirn weitergeleitet werden. Diese Methode wird heute vielfach zur Therapie chronischer und postoperativer Schmerzen eingesetzt. Sportler nutzen TENS im Trainingsprogramm.

Die Einstellung der TENS-Geräte ist vielfältig und können variabel vorgenommen werden, da bei jedem Patient die Intensität von Empfindungen unterschiedlich auszutesten ist. Die TENS-Geräte haben unterschiedliche Einstellungsvarianten mit unterschiedlichen Wirkungsbereichen.

TENS mit hoher Frequenz von 50 bis 150 Hz

Bei dieser Methode werden Impulse mit hoher Frequenz mittels Elektroden an die Nervenenden gesendet. Die Elektroden werden im Schmerzareal positioniert. Durch den Impuls kommt es zur Gegenirritation (Stimulation). Dadurch wird der Schmerz gelindert oder ganz ausgeschaltet.

TENS mit mittlerer Frequenz von 30 bis 40 Hz

Bei diesem Teilbereich geht es um die Blockade von Nerven und Ganglien. Es werden sowohl periphere Nerven als auch gleich gestimmte Ganglien blockiert. Bei der Zunahme des Ruhemembranpotenzials der Nervenzellmembran mittels einphasiger Impulse wird eine Verminderung der Impulsfrequenz erzielt, die Schmerz aufhebend wirkt.

TENS mit niedriger Frequenz von 2 bis 10 Hz, akupunkturähnlich

Diese Frequenzen liegen kurz unter der lokalen Schmerzgrenze und rufen Muskelzuckungen hervor. Dadurch wird die Ausschüttung körpereigener Neurotransmitter (Endorphine, Dopamin, Noradrenalin, Serotonin) hervorgerufen. Diese freigesetzten Neurotransmitter bewirken die Blockade der Schmerzreize über das Rückenmark.

Bei richtiger Platzierung der Elektroden und richtigen Einstellung des TENS-Gerätes ist bei allen Methoden ein gutes Ergebnis zu erwarten.

Wie funktioniert ein TENS-Gerät?

Die Funktionsweise des TENS-Gerätes erfolgt entsprechend der geschilderten Frequenzbereiche zwischen 1 und 150 Hz. Die Einstellungen sind laut Beschreibung der Gerätehersteller und der Bedienungsanleitungen vorzunehmen. Um die Wirksamkeit von Elektroden zu verbessern, wird auf die betreffenden Stellen ein Gel aufgetragen, das die Leitfähigkeit erhöht.

Behandlungsmisserfolge können durch die falsche Wahl von Elektroden entstehen. Man muss bei der Wahl der Elektroden beachten, dass

  • der notwendige Widerstand gewährleistet sein muss,
  • die Elektrode sich den Unebenheiten oder Rundungen der Auflagefläche anpasst,
  • das Auflegen und Befestigen einfach sein sollte,
  • das Reizstromprogramm auf den Bereich mit Stärke und Impuls passen muss.

Die Garantie für eine effiziente Elektrostimulations-Sitzung ist die richtige Elektroden-Platzierung.

Folgende Platzierungsmöglichkeiten werden angewendet:

  • Angrenzende Platzierung
  • Dermatome, Myotome und Sklerotome
  • Motor-, Trigger- und Akupunkturpunkte
Die Elektroden werden in der Nähe des Schmerzareals platziert. Diese Methode wird angewandt bei tief sitzenden Gliederschmerzen. Durch die Platzierung der Elektroden auf den gegenüberliegenden Hautbereichen fließt der Strom durch das Schmerzareal hindurch.
Diese Bereiche sind gekennzeichnet, dass sie durch einen Nerv von der Wirbelsäule (Spinalnerv) versorgt werden. Hier wird eine Elektrode im Schmerzareal platziert und die andere an der Nervenwurzel am Rückenmark.
Diese Punkte sind an verschieden Stellen und haben eine hohe Gewebeleitfähigkeit. Man platziert eine Elektrode direkt auf den Punkt, die andere auf die Schmerzstelle.

Multiple Verfahren zur Platzierung

Bei TENS- Geräten mit 2 Kanälen können gleichzeitig mehrere Platzierungsverfahren eingesetzt werden. Zum Beispiel verwendet man einen Kanal zur Stimulierung des Schmerzareals, den anderen zur punktuellen Therapie. Somit entsteht eine doppelte Wirksamkeit von verschiedenen Stellen.

Die Elektrodenplatzierung bei TENS erfolgt, wie oben genannt wurde, an:

  • Arm- und Schulterbereich
  • Am Kniegelenk
  • Am Sprunggelenk
  • Im Schulterbereich
  • In der Lendenwirbelsäule
  • Im Lendenbereich
  • Im Bereich des Nackens und der Schulter
  • Im Nacken / Schulterbereich

Zur Muskelstimulation mit EMS werden die Elektroden einfach oder doppelt platziert an:

  • Oberschenkel und Quadrizeps
  • Brustbereich
  • Bauchmuskeln
  • Bauch
  • Trapezmuskel
  • Arme und Bizeps
  • Arme und Trizeps
  • Deltamuskel und Schulter
  • Rücken
  • Wadenmuskulatur
  • Gesäß und großer Gesäßmuskel
  • Gesäß und mittlerer Gesäßmuskel
  • Oberschenkelmuskel

Die TENS-Geräte lassen sich je nach Modell über Regler auf verschiedene Parameter einstellen:

  • die Frequenz, das heißt die Zahl der Stromimpulse in der Sekunde
  • die Impulsbreite (die Dauer eines Einzelimpulses)
  • die Intensität (Stromstärke)

Über die Tastatur sind auch vorprogrammierte Programme aufrufbar. Die Einstellungen haben Einfluss auf Wirkdauer, Wirkart und Eindringtiefe des Reizstroms. Die Mindestdauer einer Behandlung sollte 30 Minuten betragen. Akute Schmerzen sollten täglich wenigstens einmal behandelt werden. Bei chronischen Schmerzen können größere Abstände eingelegt werden.

Durch die TENS-Behandlung wird eine schmerzlindernde Wirkung angeregt, die über einen längeren Zeitraum anhalten kann.

Vorteile & Anwendungsbereiche

TENS-Geräte werden zu den Heil- und Behandlungsmethoden der Naturheilkunde hinzu gerechnet. Diese Art Nervenstimulation ist gefahrlos und nebenwirkungsfrei. Krankheitsbedingte nervale Fehlsteuerungen lassen sich beheben. Das überreizte Nervensystem wird durch die Anwendung harmonisiert. Voraussetzung ist eine aktive Mitwirkung des Patienten bei allen therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen.

Das heißt, das TENS-Gerät im notwendigen Umfang zu nutzen, führt zum Erfolg.

Welche Vorteile hat die TENS-Behandlung:

  • Die Behandlung mit TENS ist einfach in der Handhabung und nebenwirkungsfrei.
  • TENS ist effektiv: Nach Erfahrung und Studien liegt die Erfolgsquote bei 50 – 80 %.
  • Die TENS-Geräte sind kostengünstig und nach Anschaffung ständig verfügbar.
  • Die TENS-Geräte sind bequem von zu Hause aus anwendbar als Heimtherapie oder im Urlaub.
  • Es können Medikamente eingespart werden, wodurch sich ebenfalls Nebenwirkungen erheblich verringern.
  • TENS-Sitzungen sind nicht zeitaufwendig.

Die Anwendung von TENS-Geräten im medizinischen Bereich konzentriert sich auf folgende Gebiete im TENS-Modus:

  • Kopfschmerzen (Migräne, Spannungskopfschmerz)
  • Inkontinenz (Blaseninkontinenz, Darminkontinenz)
  • Neurologisch bedingte Schmerzen
  • Trigeminusneuralgie
  •  Ischialgie
  • Hexenschuss
  • Phantomschmerzen
  • Phantomschmerzen (nach Amputationen)
  • Schmerzen durch Narbe
  • Schmerzen nach Unfälle
  • Schmerzen bei Durchblutungsstörunge
  • Schmerzen bei einer Krebserkrankun
  • Schmerzen bei einer Gebur
  • Schmerzen des musculoskeletalen Systems
  • Wirbelsäulenschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Überlastungsschmerzen
  • Abnutzung, Reizung, Entzündungen der Knochen
  • Tennisarm
  • rheumatische Schmerzen
  • schmerzlose Zahnbehandlung ohne Spritze

Bei Anwendung von EMS-Modus kommen hinzu:

  • bessere Durchblutung der Muskeln, Steigerung der physischen und körperlichen Leistungsfähigkeit
  • zur Entspannung und Stressreduzierung
  • zur Stoffwechselverbesserung
  • zur Entkrampfung der Muskeln (Massage)
  • zur Straffung des Gewebes (Cellulitis)

Zur Anwendung im Sportbereich:

  • zum Muskelschnellkrafttraining
  • zum Aufwärmen der Muskeln
  • zum Muskelausdauertraining
  • zur Erhöhung des Muskelvolumens und der Kraft
  • zur Muskelentschlackung

Es gibt aber auch Kontraindikationen, wo man ein TENS-Gerät nicht verwenden sollte oder vorher wenigstens den Arzt befragen muss. Dazu gehören:

  • Träger von Schrittmachern (Herzschrittmacher)
  • bei Herzleiden
  • im Bereich von Hautverbrennungen, Hautverletzungen oder -erkrankungen
  • bei Schwangeren im Bauchbereich
  • bei schweren arteriellen Verschlusskrankheiten
  • im Nahbereich von Implantaten oder metallischen Fixateuren
  • keine Elektroden am Kehlkopf platzieren
  • nicht für Epileptiker geeignet
  • nicht über Kopfschlagader oder Halsschlagader positionieren

Produkttests, Kriterien, Beispiele

Allein Prorelax hat mehrere seiner Produkte im Vergleich zueinander verglichen. Getestet wurde das TENS + EMS Duo, das TENS + EMS Super Duo und das TENS + EMS Super Duo Plus.

Die Geräte sind je nach Qualität preislich angehoben. Somit ist Super Duo Plus das teuerste Gerät dieser Serie von Prorelax.

Worauf muss ich beim Kauf eines TENS-Gerätes achten?

Vor dem Kauf eines solchen Gerätes sollte man folgende Punkte beachten, besonders dann, wenn kein Arzt konsultiert wurde und keine Erfahrung mit einem solchen Gerät besteht.

  • Anzahl der Kanäle und Elektroden
  • Programme
  • Therapie-Modi
  • Frequenzen und Stromstärke
Es gibt TENS-Geräte mit 1, 2 oder 4 Kanälen und dementsprechend 2, 4 oder 8 Elektroden. Vor dem Kauf sollte feststehen, welche Körperpartien mit dem Gerät behandelt werden sollen. Daraus leitet sich ab, wie viele Kanäle benötigt werden. Mitunter ist es sinnvoll, zusätzliche Elektroden zu kaufen, um größere Flächen abzudecken.
Es gibt Geräte mit bereits vorprogrammierten Programmen und solchen, die frei programmierbar sind oder beides. Wer also ein Eigenprogramm erstellen möchte, sollte sich für programmierbare Geräte entscheiden.
Viele Geräte besitzen nicht nur den TENS-Modus, sondern auch den EMS-Modus nur zur Muskelstimulation oder den Massagemodus.
Die Frequenzen von Reizstromgeräten liegen zwischen 1 und 159 Hz, die Stromstärke ungefähr bei 200 mA und die Impulsdauer kann zwischen 1 und 800 Mikrosekunden variieren. Wer nicht nur Schmerzen beseitigen, sondern auch Muskeln aufbauen möchte, sollte sich für ein Gerät mit hoher Frequenz und langer Impulsdauer entscheiden.

Kurzinformation zu führenden Herstellern

Zu den führenden Herstellern, die im Vergleich mit ihren Angeboten immer wieder auf sich aufmerksam machen, gehören die Unternehmen Beurer, Dittmann, Sanitas, Axion und Panasonic, die nachfolgend vorgestellt werden.

Beurer

Beurer

Das Unternehmen Beurer wurde 1919 in Ulm gegründet. Zunächst wurden Heizkissen und Bügeleisen hergestellt. Seit den 80er Jahren weitete das Unternehmen seine Produktion weiter aus auf den Gebieten „Gesundheit und Wohlbefinden“ und auf „Schönheit und Fitness“. Die Produktpalette umfasst heute:

🔷 Heizkissen

🔷 Heizdecken

🔷 Wärmeunterbetten

🔷 Fußwärmer

🔷 Blutzuckermessgeräte

🔷 Blutdruckmessgeräte

🔷 Inhalatoren

🔷 Fieberthermometer

🔷 Babycare-Produkte

🔷 Personenwaagen

🔷 Küchenwaagen

🔷 Kofferwaagen

🔷 Luftbefeuchter, Luftwäscher, Thermo-Hygrometer

🔷 Shiatsu-Massagesitzauflagen

🔷 Massagegeräte

🔷 Lichttherapiegeräte

🔷 Pulsuhren, Laufsensoren, Aktivitätssensoren und andere

Das Unternehmen legte immer wieder starken Wert auf Innovation und den Einsatz modernster Technologien. Heute ist es Marktführer der Beurergruppe in den Bereichen Blutdruckmessgeräte, Shiatsu-Massage-Sitzauflagen, Personenwaagen und Wärmeprodukte.

Beurer ist Träger vieler Auszeichnungen. Der Hauptsitz ist in Ulm, es hat aber viele Zweigstellen in anderen Ländern wie Italien, Frankreich, Österreich und Ungarn. Beurer ist eine GmbH mit 900 Mitarbeitern und 230 Millionen Umsatz in 2016.

Dittmann

Dittmann

Das Unternehmen Dittmann wurde 1996 in Fuchsstadt in Franken gegründet und ist weltweit Vertriebs- und Produktionsfirma. Die Hauptgebiete sind Gesundheit, Sport, Frostschutz und Zubehörartikel. Im Bereich Gesundheit werden TENS, TENS-Zubehör, Bandagen, Thermometer, Moor Wärme oder Therapiehilfen angeboten. Die Herstellung von Pre Cuts für fuß, Knie, Nacken, Schulter, Rücken und Ellenbogen aus der Kinesiologie ist ein weiteres Betätigungsfelde der Dittmann GmbH. Zu den von Dittmann angebotenen TENS-Geräten gehören vor allem:

🔷 TEN 240

🔷 TEN 250

🔷 Funk-TENS-Gerät

🔷 Perioden-TENS-Gerät

🔷 Schnarchstopper

Als Zubehör wird angeboten:

🔶 Stimulationshandschuh

🔶 Stimulationssocke

🔶 Ellenbogenelektroden

🔶 Rückenschmerzgürtel

🔶 Knieschmerzmanschette

🔶 Nackenmanschette

🔶 Klebeelektroden

Die Produkte von Dittmann werden von verschiedenen Firmen wie „Fit und Aktiv“, „FTM 24“ und anderen vertrieben.

Sanitas

Sanitas

Sanitas ist Marke der Hans Dinslage GmbH. Seit 2000 ist Sanitas erfolgreiche Marke im Bereich Wellness und Gesundheit. Die Produkte sind gekennzeichnet von moderner Technik, gutem Design und hoher Funktionalität. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Bereiche Blutdruck, Körpertemperatur, Pulsuhren, Massage, sanfte Therapie, Wärme und Gewicht. Im Bereich sanfte Therapie werden einige TENS- und EMS-Geräte angeboten. Dazu gehören neben Elektroden und dem Bauchmuskelgürtel SEM 30 auch das TENS / EMS-Kombigerät SEM 43 zur Schmerztherapie, Muskelstimulation und Massage. Das Gerät besitzt 44 vorprogrammierte Anwendungen und 6 individualisierte Programme.

Axion

Axion

Die Axion GmbH mit Sitz in Leonberg stellt Medizinprodukte her zur Schmerztherapie. Neben den TENS / EMS Geräten werden Elektroden, Sonden und anderes Zubehör angeboten.

Panasonic Corporation

Panasonic Corporation

1918 wurde der Konzern von Mathushita als Elektronikkonzern und Hersteller von Glühlampenfassungen gegründet. Hauptsitz des Unternehmens ist Kadoma in Japan. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 254.084 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von 7.715 Mrd. Yen. Unter dem Markennamen Panasonic werden neben Medizinprodukten Smartphones und Digitalkameras hergestellt. Das Unternehmen ist in den Bereichen Halbleiter, Fotovoltaik-Module, LiFePo4-Akkus, Kühlschränke, Panasonic (Netzwerke, Systeme, Systemlösungen, Haushaltsgeräte), Gesundheit, Leuchtmittel, Motoren, Relais, Computer-Peripherie und anderen tätig.

Wo kaufe ich am besten ein (Internet gegen Fachhandel)?

Die Vorteile des Internetkaufs gegenüber dem Fachhandel:

  • Bequemlichkeitsfaktor
  • Informationsangebot
  • Keine Wartezeiten
  • Auswahl
  • Preisvergleich
  • Serviceleistungen
  • Preisersparnis
Der Einkauf ist zu jeder Tages- und Nachtzeit von zu Hause aus möglich. Dem Kunden sind die Parkplatzsuche und die Anfahrt erspart. Der Kunde vermeidet Gedränge an den Ständen und Kassen und sitzt in aller Ruhe vor dem PC.
Der Käufer kann sich im Internet ohne Stress in Ruhe informieren und vergleichen. Die Kaufentscheidung wird mitunter günstig durch Erfahrungsberichte unterstützt.
Man muss nicht an der Kasse stehen oder auf einen Verkäufer warten.
Im Internet kann man zahlreiche Marken miteinander vergleichen, was im Fachhandel in dieser Form nicht möglich ist. Viele Internethändler haben sich auf bestimmte Sparten spezialisiert und können eine Vielzahl verschiedener Marken anbieten.
Über Preisvergleichsseiten im Internet können Preisvergleiche innerhalb kurzer Zeit abgefragt werden.Im Fachhandel würde ein solcher Vergleich mehrere Stunden dauern.
Auch der Onlinehandel punktet immer mehr durch verschiedene Serviceleistungen wie verlängertes Rückgaberecht oder kostenlose Kundenhotline.
Onlineshops können wesentlich bessere Preise anbieten, da sie keine Lagerkosten oder Mieten bezahlen müssen. Im Vergleich zum Fachhandel erwirtschaften hier Internethändler Preisersparnisse bis zu 50 %.

Da man ein TENS-Gerät im Fachhandel in der Regel auch nicht austesten kann, ist ein Interneteinkauf für ein TENS-Gerät per Internet insgesamt als besser zu bewerten.

Wissenswertes & Ratgeber

Die Geschichte der TENS-Geräte

Verschiedene Geschichtsschreiber rechnen die Anwendung der Elektrizität zur Schmerzlinderung bereits den alten Ägyptern zu. Die Überlieferung besagt, dass der schmerzgeplagte Mensch sich so lange auf einen Zitterrochen stellte, bis ein Taubheitsgefühl in den Beinen zu spüren war, was die Schmerzen linderte.

Die technische Revolution des 18. Jahrhunderts entdeckte die Leitungsblockade der Schmerzbahn mittels elektrischen Stroms wieder, um diese Technik bei chirurgischen Eingriffen zu verwenden. Aufgrund der Erfindung der Narkosemittel wurde erst in den 1960er Jahren das Interesse für Schmerztherapie wieder belebt, was hauptsächlich den beiden Wissenschaftlern Wal und Melzac zu verdanken ist. Sie entwickelten 1965 die Gate-Control-Therory. Diese Theorie spricht von Schmerz-Toren, die unter bestimmten Umständen einen Schmerz zum Gehirn weiterleiten oder nicht.

Mit der Entwicklung der Mikroelektronik wurden aus den TENS-Geräten in Schrankkoffergröße kleine handliche Steuergeräte, die auch in Heimtherapie einsetzbar waren. Erst mit der Aufnahme in die gesetzlichen Krankenkassen konnte zumindest in Deutschland die Verbreitung von TENS / EMS vorangetrieben werden. Heute findet die TENS / EMS in fast allen schmerztherapeutischen Institutionen Anwendung und ist in der privaten Schmerzbehandlung ein Renner.

Einiges zur Gate-Control-Theorie des Schmerzes an dieser Stelle

Annahme ist, dass im Hinterhorn des Rückenmarks ein Nervenmechanismus vorhanden ist, der als Tor bezeichnet wird. Dieses sogenannte Tor soll Schmerzen blockieren können.

Die Theorie verfolgt den Grundgedanken, dass die Schmerzübertragung durch sich schließende Tore im Rückenmark und im Thalamus als Schaltzentrale zwischen Rückenmark und Großhirn blockiert werden kann. Nach dieser Theorie befinden sich also Tore auf dem Weg der Schmerzübertragung, die geöffnet und geschlossen werden können und somit über Nichtwahrnehmung und Wahrnehmung eines Schmerzes entscheiden können.

Kerngedanke ist dabei, dass dicke Nervenfasern die Tore schließen können und dünne Nervenfasern diese wieder öffnen. Ohne Stimulation verhalten sich diese Nervenfasern ruhig und das Tor bleibt geschlossen und blockiert somit das Signal zur Projektionsnervenfaser, die das Schmerzempfinden an das Gehirn weiterleitet. Die einzige Aufgabe des Tores besteht darin, die Schmerzweiterleitung der Signale an die Nervenbahnen, die mit dem Gehirn verbunden sind, zu behindern.

Zahlen, Daten, Fakten rund um die TENS-Geräte : am Beispiel Wundstimulation

Speziell am Beispiel der Wundelektrostimulation wurde gezeigt, dass die Wunde unter Anwendung von Gleichstrom eine 2,73-fach schnellere Wundheilung erzielt, als es normal der Fall wäre, was eine Studie von Gardner aus dem Jahre 1999 aufzeigt. Das entspricht einer Heilungsrate von 0,252 cm² / Tag. Als Vergleich hierzu erzielte ein steriler mit Kochsalzlösung getränkter Wundverband eine Rate von 0,09 cm² / Tag. Die Studie von Adegoke 2001 zeigte ebenfalls, dass sich die Wundgröße in den ersten zwei Wochen bei gepulster Elektrostimulation am meisten reduziert.

Die Wunde verkleinerte sich bei einer Stromapplikation von 3 x wöchentlich für 45 Minuten für 4 Wochen um 22,2 %. Bei den Gegenkontrollguppen war die Erfolgsrate nur 2,6 %. Einer Studie von Feedar 1991 zur Folge bestand bei der Versuchsgruppe mit Stimulation die Wundausgangsgröße nach 4 Wochen noch zu 44 %, während die Wundgrößen der nicht stimulierten Gruppe noch 67 % der Wundausgangsgröße betrug.

24 Studien wurden 2009 von Koel hinsichtlich der Reduktion der Wundfläche durchgeführt. Die Testgruppen mit Stimulation wurden mit regional und lokal verschiedenen Stromarten stimuliert: biphasischer, monophasischer, gepulster direkter Niederspannungsstrom und so weiter unterschiedlicher Polarität.

Bei der Gruppe mit monophasischen Stromimpulsen lag eine signifikante Wundflächenreduktion vor. 1997 untersuchten Barczak und Kluger die Effektivität von Elektrostimulation bei Druckgeschwüren querschnittsgelähmter Patienten. Die Wundheilung war bei der Gruppe mit Elektrostimulation am 28. Tag um 73 % größer als bei der Placebogruppe.

Ähnliche Ergebnisse erzielte Gary 1993. Bei den Studienteilnehmern mit Druckgeschwüren verkleinerten sich die Wunden nach 2 Wochen um 60,7 %, nach 4 Wochen um 80,4 %. Bei dieser Versuchsgruppe wurde 2 Mal täglich 30 Minuten 35 mA Stimulation in Kombination mit feuchter Wundbehandlung angewendet. Die Behandlungsdauer lag hier bei 7,3 Wochen. Es wurde am Behandlungsende eine Wundheilungsrate von 82 % erzielt.

2003 ergab eine Studie von Houghton an Patienten mit Beinulcera bei einer Behandlung von 45 Minuten 3 x wöchentlich nach 4-wöchiger Behandlung eine Reduktion der Wundfläche um 44,3 %. Bei der Placebogruppe lag der Erfolg nur bei 16 %. Eine Vielzahl weiterer Studien zeigte auf, dass unter Anwendung von Elektrostimulation Wundinfektionen deutlich reduziert werden können.

FAQ

Wie wird Elektrostimulation zur Inkontinenzbehandlung eingesetzt?

Wie wird Elektrostimulation zur Inkontinenzbehandlung eingesetzt?

Über eine Sonde werden elektrische Stromimpulse eingesetzt, die zur Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur führen. Diese dadurch bewirkte Beckenbodengymnastik führt zu einer Vergrößerung der Muskulatur, zur Steigerung des Muskeltonus und zur Verbesserung der Kontraktionsfähigkeit des Beckenbodens. Die Elektrostimulation kann bei Drang-, Stress- und Mischinkontinenz angewendet werden.

Werden die Kosten für die Geräteanschaffung von Krankenkassen übernommen?

Werden die Kosten für die Geräteanschaffung von Krankenkassen übernommen?

Die Elektrostimulationsgeräte in der Regel sind im Hilfsmittelverzeichnis enthalten. Die Krankenkassen übernehmen auf Verordnung des Arztes die Kosten für den Kauf oder die Nutzung eines solchen Gerätes.

Was ist ein Medizinprodukt?

Was ist ein Medizinprodukt?

Qualitätsstandards innerhalb der EU regeln den Warenverkehr. Für den Warenverkehr von Medizinprodukten gelten zusätzliche strengere Standards. Nach diesen Standards sind Elektrostimulationsgeräte Medizinprodukte der Klasse IIa. Aus Sicherheitsgründen müssen Medizinprodukte anhand von wissenschaftlichen Studien ihre medizinische Wirksamkeit nachweisen. Die Seriennummern werden zwecks Rückverfolgung erfasst, um unter Umständen negativ belastete Geräte rückrufen zu können. Der Hersteller muss gemeldete Unverträglichkeiten und Vorfälle diesbezüglich melden. Medizinprodukte sind mit dem CE Zeichen und einer 4-stelligen Zahlennummer gekennzeichnet.

Können mit TENS /EMS wirklich Muskeln aufgebaut werden?

Können mit TENS /EMS wirklich Muskeln aufgebaut werden?

Muskelaufbau kann tatsächlich unterstützt werden, da eine unwillentliche Kontraktion der gewünschten Muskelpartien hervorgerufen wird. Tiefere und mehr Muskelfaser können in höheren Prozentteilen auf einmal kontrahiert werden. Daher werden diese Geräte gern im Profisport eingesetzt. Elektrostimulation soll als Zusatz zu eigentlichen Trainingsprogrammen stattfinden. Die positive Wirkung von Reizstrom auf die Kraftentwicklung ist wissenschaftlich bewiesen.

Muss man immer Kontaktgel verwenden?

Muss man immer Kontaktgel verwenden?

Das hängt von den verwendeten Elektroden ab. Bei selbstklebenden Elektroden muss kein zusätzliches Kontaktgel eingesetzt werden. Bei Gummielektroden muss zur Behandlung zwischen Haut und Elektrode ein Kontaktgel aufgetragen werden. 

Warum gibt es unterschiedlich viele Elektroden bei TENS-Geräten?

Warum gibt es unterschiedlich viele Elektroden bei TENS-Geräten?

Größere Körperflächen können erfolgreicher mit mehr Elektroden behandelt werden. Dadurch wird eine größere Abdeckung des Körperareals mit dem Stromfluss erreicht. Mit mehr als nur 2 Elektroden kann man mehrere Körperstellen gleichzeitig behandeln.

Wie oft sollte ein TENS Gerät verwendet werden?

Wie oft sollte ein TENS Gerät verwendet werden?

Die Behandlung richtet sich nach dem Behandlungserfolg. Solange sich noch keine Schmerzlinderung einstellt, sollten auch keine längeren Pausen eingelegt werden. Bei akuter Schmerzsymptomatik geht man vom schnelleren Abklingen der Schmerzen aus, was bei chronischen Schmerzen sich über Monate hinziehen kann.

Nützliches Zubehör

Mitunter werden zusätzliche Ersatzteile oder Zubehör benötigt. Dazu gehören:

  • Ersatzelektroden
  • Elektroden mit verschiedenen Formen und Größen
  • Sonden
  • Klemmen, Klammern, Saugglocken
  • Kontaktgel
  • Stimulationshandschuh
  • Stimulationssocke
  • Rückenschmerzgürtel
  • Kniemanschette
  • Nackenmanschette
Oft müssen die Elektroden nachgekauft werden, weil die Pads an Klebekraft verlieren. Sie sind preislich nicht teuer und können auf Vorrat gekauft werden.
Viele TENS-Geräte werden laut Tests mit Standardelektroden ausgeliefert. Es gibt aber Elektroden in unterschiedlichen Größen und Formen, die ganze Bereiche abdecken.
Verschiedene Geräte sind nicht nur zur Behandlung mit TENS oder EMS ausgestattet, sondern sind auch zum Training der Beckenbodenmuskulatur besonders bei Inkontinenz vorgesehen. Dafür gibt es spezielle Vaginal- und Analsonden.
Zur punktuellen Behandlung werden spezielle Klemmen oder Klammern eingesetzt, die wie eine Art Akupunktur wirken. Ebenso ist das Schröpfen mit Saugglocke möglich. Die Saugglocke wird gern gegen Cellulite und zur Hautstraffung eingesetzt. Die Haut wird durch anregende Bewegung stimuliert und wird bei regelmäßiger Anwendung gestrafft.
Die meisten Elektroden verwenden Wasser als Kontaktmittel. Es gibt aber Elektroden, die nur mit Kontaktgel funktionieren, um Impulse zu übertragen.
Diese Handschuhe dienen der TENS-Stimulierung bei Arthrosen, Arthritis und Rheuma an Finger- und Handgelenken. Er fördert die Durchblutung zum Beispiel bei kalten Händen und trägt zur Regeneration nach Verletzungen bei. Durch die Verwendung des Handschuhs, links oder rechts, wird die schwierige Platzierung von Klebeelektroden an der Hand umgangen.
Ebenso wie der Handschuh wird die Stimulationssocke zur TENS-Stimulierung von Fuß-, Zehen- und Fußgelenkschmerzen bei Arthrose, Arthritis und Rheuma verwendet. Die Socke fördert unter anderem die Durchblutung bei kalten Füßen und kann Verletzungen regenerieren. Sie ist für die Schuhgrößen 30 – 45 geeignet.
Dafür werden keine Klebeelektroden benötigt. Die Handhabung ist einfach und ohne fremde Hilfe möglich. Der 3 in 1 Gürtel wird größtenteils mit zwei Kalt-Kompressen und Warm-Kompressen geliefert, eignet sich für einen Taillenumfang von 75 bis 125 cm und ist mit 2 großen Klettverschlüssen versehen. Er dient der Schmerz-, Kälte- und Wärmebehandlung im Rückenbereich. Es ist kein Kontaktgel notwendig.
Die 3 in 1 Kniemanschette wird mit 4 Kalt-Kompressen und Warm-Kompressen für die Schmerz-, Kälte- und Wärmebehandlung eingesetzt und ist durch die 2 großen Klettverschlüsse individuell einstellbar. Es ist kein Kontaktgel notwendig.
Die Nackenmanschette wird als Schmerzbehandlung bei Nacken- und Kopfschmerzen und Migräne verwendet. Es wird kein Kontaktgel benötigt.

Weiteres Zubehör: Batterien, Befestigungspflaster, Kabel, Klettarmbänder, Schlingenelektrode, Silikonelektroden, Analelektroden und anderes Zubehör.

Alternativen zu TENS-Geräten

Da TENS-Geräte zur allgemeinen Schmerztherapie gehören, sind alle anderen Therapieformen in der Schmerztherapie Alternativen zu den TENS-Geräten. Das sind vor allem:

  • Medikamente
  • physikalische Therapie
  • Bewegungstherapie
  • psychologisch-verhaltensmedizinische Therapie
  • Akupunktur
  • invasive Verfahren
  • komplementäre Verfahren
  • und andere

Welche Medikamente gibt es für die Schmerzbehandlung?

Dazu gehören vor allem:

  • Schmerz- und Entzündungshemmer
  • pflanzliche Arzneimittel
  • Opioide sowie
  • Antidepressiva
  • Antikonvulsiva

Was gehört zur physikalischen Therapie?

Unter dem Begriff der physikalischen Therapie werden alle Therapieverfahren verstanden, die auf die Einwirkung von physikalischen Methoden setzen.

Dazu gehören Wärme, Kälte, Licht oder elektrische Reize. Die physikalische Therapie ist neben den chirurgischen, medikamentösen und psychotherapeutischen Heilmethoden ein weiteres anerkanntes Behandlungsverfahren.

Die Therapieziele der physikalischen Therapie sind:

  • Schmerzbekämpfung
  • Rehabilitation
  • Erhaltung und Verbesserung der Muskelkraft, Belastbarkeit und Beweglichkeit
  • Verbesserung der Durchblutung
  • Verbesserung der allgemeinen körperlichen Befindlichkeit
  • Verbesserung der Reaktionsfähigkeit von Nerven und Muskeln
  • Unterstützung der Heilungsprozesse
  • Prävention
  • begleitende Behandlung zu physiotherapeutischen Maßnahmen wie Massagen oder Krankengymnastik

Zu den Verfahren der physikalischen Therapie gehören unter anderem:

  • Balneotherapie (Bäder, Trinkkuren, Inhalation mit Heilgasen)
  • Elektrotherapie (elektrischer Strom)
  • PUVA (langwelliges UV-Licht)
  • Fototherapie (Behandlung mit kurzwelligem blauen Licht)
  • Thermotherapie ( Kälte und Wärme)
  • Hydrotherapie (Wasser mit Waschungen, Wickel, Güssen, Bäder, Sauna, Kompressen)
  • Heliotherapie (Sonnenlichtbestrahlung zu Heilzwecken)

Was gehört zur Bewegungstherapie?

Bewegungstherapie wird von Fachtherapeuten durchgeführt, wobei die körperliche Bewegung im Vordergrund steht. Sie ist prinzipiell ärztlich indiziert und verordnet. Man unterscheidet zwischen modernen Formen und traditionellen Formen der Bewegungstherapie.

Zu den modernen Formen gehören:

  • die Physiotherapie (Krankengymnastik, Rückenschule)
  • die Seniorengymnastik
  • das Cardio-Training
  • die konzentrative Bewegungstherapie

Zu den traditionellen Formen gehören:

  • die Kneippsche Bewegungstherapie, Teil der Kneippmedizin
  • Tai Chi Chuan
  • Qi Gong

Eine bekannte Alternative ist die Akupunktur

Akupunktur und TENS gehören zu den gegenirritativen Verfahren. Klinische Studien belegen, dass die Nadeltherapie bei Rückenschmerzen und Kniegelenkarthrosen wirksam ist. Die Akupunktur wurde in das Leistungsverzeichnis der Krankenkassen übernommen. Akupunktur wurde vor ungefähr 3000 Jahren in China entwickelt. Abgeleitet von Acus, die Nadel, und punctio, das Stechen, ergab sich das Wort Akupunktur. Nach asiatischen Vorstellungen wird der Mensch von einer Lebensenergie, die sich Qi nennt, durchflossen.

Laut traditioneller chinesischer Medizin verläuft sie in Leitbahnen, die Meridiane genannt werden. 400 Punkte der 700 Punkte der Meridiane werden für die Akupunktur genutzt. Ziel der Akupunktur soll sein, die Blockaden des Qi-Flusses zu beseitigen. Nach chinesischer Überlieferung sind Organe Konzepte von Funktionskreisen, die organübergreifende Zusammenhänge beschreiben. Für die Akupunktur werden sterile Einmalnadeln verwendet, die einen anfänglichen minimalen Einstichschmerz erzeugen.

Für die Nachhaltigkeit verbleiben die Nadeln 20 bis 30 Minuten in der Einstichstelle. Durch zusätzliche Stimulationen mit Wärme, unterschwelligem Reizstrom oder Bewegungen werden bestimmte Wirkungen hervorgerufen.

Studien zur Folge wird die Akupunktur unter anderem vor allem bei Kniearthrose, Kopf- und Rückenschmerzen, Tennisellbogen oder allergischen Asthma mit Erfolg eingesetzt. Auch mit Abwandlungen können bei der Akupunktur Effekte ausgelöst werden. So bevorzugen manche Therapeuten ein zufälliges Stechen an unspezifischen Punkten.

Laut Indikationsliste der WHO wird die Akupunktur bei chronischen Schmerzen, Allergien, Erkrankungen der Atemwege, Magen-Darm-Problemen oder gynäkologischen Erkrankungen eingesetzt. Die Behandlung sollte mit dem Arzt abgesprochen werden. Es gibt auch Gegenindikationen. Bei starken Gerinnungsstörungen, unklaren Befunden oder schweren psychiatrischen Erkrankungen wird von einer Behandlung mit Akupunktur abgeraten.

Die psychologisch-verhaltensmedizinische Therapie

Chronische Schmerzen beeinträchtigen auch den psychischen Zustand. Depressionen führen oft zu einem Aufrechterhalten des Schmerzes. Der Patient schwankt zwischen Hoffnungslosigkeit und Suche nach Therapiemöglichkeiten. Die Patientenschulung soll dahin gehen, Selbstvertrauen aufzubauen, um aktiv die Probleme zu lösen. Die Patienten sollen erkennen, dass sie dem Schmerz nicht hilflos ausgeliefert sind. Zu den Verfahren gehören:

  • die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen
  • das Autogene Training
  • das Biofeedback-Verfahren
  • die Hypnotherapie sowie Meditations-, Imaginations-, und Atemtechniken

Alternative: invasive Verfahren

Das invasive Verfahren ist ein eingreifendes Verfahren in den Körper. Hierzu gehören Injektionen, Leitungsanästhesie, die Nervenstimulation zum Beispiel über das Rückenmark und Schmerzmittelpumpen.

Komplementäre Verfahren

Hier sind besonders die komplementären Therapiemethoden der Naturheilverfahren, Homöopathie, der traditionellen chinesischen Medizin sowie anderer östlicher Methoden zu nennen. Akupunktur, Akupressur, Reflextherapie, Qigong, Tai-Chi, Yoga, Osteopathie oder naturheilkundliche Verfahren wie Ordnungs-, Hydro-, Atem- und Bewegungstherapie finden ergänzend Anwendung.

Weiterführende Links und Quellen

Einige weiterführende Links zu den behandelten Themen sind informativ ergänzend.

Akupunkturpunkte

Wer sich also speziell mit den verschiedenen Punkten befassen will, findet hier eine sehr informative Anleitung.

Schmerztherapie

Elektrotherapie

Physikalische Therapie

Anlegepunkte der Elektroden bei TENS

Anlegepunkte TENS

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