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Gewächshaus Test 2017 • Die 10 besten Gewächshäuser im Vergleich

Gärtner Pötschke Gewächshaus - Vergleichs-TestsiegerEgal ob agrarwirtschaftlicher Betrieb oder Klein- und Hobbygärtner, der Erfolg jeder gärtnerischen Bemühung ist maßgeblich von verschiedenen Umwelteinflüssen abhängig. Temperatur und Niederschlagsmenge sind hierbei zwei zentrale Faktoren. Zu viel Regen kann dabei genauso schädlich sein, wie anhaltende Trockenheit und zu niedrige Temperaturen schaden ebenso wie starke Hitze. Dies gilt vor allen Dingen überall dort, wo Pflanzen angebaut werden, die in unseren Breitengraden nicht heimisch und damit hier übliche Witterungsbedingungen nicht dauerhaft gewohnt sind.

Der Blick auf Thermometer und Wetterbericht ist folglich einer der sorgenvollsten jeden Gärtners. Da der Anbau exotischer Arten schon immer einen besonderen Reiz auf Gärtner ausübt, egal ob es dabei um das reine Hobby oder um eine wirtschaftliche Nutzung geht, erfreuen sich alle Methoden besonderer Beliebtheit, die geeignet sind, optimale Wachstumsbedingungen auch für solche Pflanzen herzustellen, die unter normalen Umständen hier
nicht oder nicht optimal gedeihen würden. Gewächshäuser sind in diesem Sinne seit vielen Jahren die optimale Unterstützung in gärtnerischen Bemühungen.

Sie bieten umfangreiche Möglichkeiten der Einflussnahme auf Gießmengen und Temperaturen und ermöglichen damit den Anbau anspruchsvoller Arten sowie eine deutliche Verlängerung der Saisondauer auch für heimische Pflanzen. Der Handel bietet eine Vielzahl verschiedener Gewächshausmodelle unterschiedlichster Größen und Bauarten, für den professionellen, semiprofessionellen und für den reinen Hobby-Einsatz. Ein Einblick in Geschichte, theoretische Grundlagen, Bauarten, Hersteller und konkretes Angebot soll die Frage beantworten, ob ein Gewächshaus die passende Ergänzung für den heimischen Garten sein könnte.

Gewächshaus Bestenliste 2017

Letzte Aktualisierung am: 

 Gewächshaus Green Line 6 x 10 inkl. StahlfundamentGewächshaus Alu 11,38m² 250x280x195cm Treibhaus Frühbeet Pflanzenhaus Tomatenhaus Pflanzenhaus
Das Gärtner Pötschke Gewächshaus Silver Line belegt Platz 3Das Tepro Gewächshaus Silver Mythos belegt Platz 4Das Zelsius - 5,9 m² Aluminium Gewächshaus belegt Platz 5Das 6m² Gewächshaus mit Stahlfundament belegt Platz 6Das Berlan Gewächshaus 186 x 120cm BGH186X120-PE  belegt Platz 7Das Gartenfreude Folien Gewächshaus belegt Platz 8Das Relaxdays 10018891 Gewächshaus belegt Platz 9Das GardenMate® 3-Etagen Gewächshaus belegt Platz 10

Gewächshaus Green Line 6 x 10 inkl. Stahlfundament

Deuba Gewächshaus Alu 11,38m²



Gärtner Pötschke
Gewächshaus Silver Line


Tepro
Gewächshaus Silver Mythos



Zelsius
5,9 m² Aluminium Gewächshaus


6m² Gewächshaus
mit Stahlfundament


Berlan
Gewächshaus BGH186X120-PE


Gartenfreude
Folien Gewächshaus


Relaxdays
10018891 Gewächshaus


GardenMate®
3-Etagen Gewächshaus

Bewertung1,11,21,41,51,71,92,12,32,52,6
Grundfläche5,7 m²11,38m²2,3 m²B 185 x T 126 cm5,9 m²6 m²2,2 m²k.A.k.A.k.A.
Fundamentrahmen inkl.jak.A.jajaneinjaneinneinneinnein
robustjajajajajajaneinneinneinnein
inklusive


  • Mit galvanisiertem Stahlfundament

  • Rahmen aus robustem, frostresistentem Aluminium

  • Fenster aus hochbeständigem, nahezu unzerbrechlichem Polycarbonat

  • Optisches Highlight und Mittelpunkt jedes Gartens



  • Schiebetür

  • zwei Dachluken



  • Schwenktür

  • Dachfenster

  • Regenablaufrinne

  • Stahlfundament



  • Schwingtür

  • Dachfenster

  • Regenablaufrinne

  • Stahlbodenrahmen



  • Schiebetür

  • zwei Dachluken



  • aufrollbare Fenster

  • Türgestänge

  • Gitterschutzfolie



  • 1 x Anzuchtregal

  • 2 x Ablagegitter

  • 3 x Querrahmen



  • 6 Erdspieße

  • Überwurf aus strapazierfähiger PE-Folie



  • Stecksystem

  • 4 Etagen



  • Verbindung Elemente aus schlagfestem Kunststoff

  • Regalböden

RahmenAluminiumAluminiumAluminiumAluminiumAluminiumStahlk.A.MetallStahlrohreStahlrohre
MaßeB 185 / L 306 / H 208 cm250x280x195cm126 x 185 x 209 cm (LxBxH)
185 x 130 x 209 cm (BxTxH)(L) 310 cm x (B) 190 cm3m x 2m x 2m (LxBxH)186 x 120 x 190 cm185 x 95 x 95 cm (LxBxH)60 x 46 cm69 x 49 x 128 cm
FarbeGrünsilbersilbersilbersilbersilber/grünsilber/grünsilber/graugrau/grüngrau/silber
Fenster/Dachk.A.PolycarbonatPolycarbonatPolycarbonatPolycarbonat / Hohlkammer StegplattenGitternetzfolie aus PolypropylenPE-GitterfoliePE-FolieGitterplaneKunststoff-Folie
FundamentStahlfundamentk.A.StahlStahlohneStahl-Bodenleistenohneohneohneohne
Komfort
Preis- / Leistung
Preisvergleich
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Die Geschichte des Gewächshauses

Erste Erwähnung der grundsätzlichen Überlegungen, die im Laufe der Jahrhunderte bis heute zur Entwicklung moderner Gewächshäuser führten, finden sich in den Aufzeichnungen des römischen Schriftstellers Lucius Iunius Moderatus Columella, im ersten Jahrhundert nach Christus, in dessen zwölfbändigem Werk über Landwirtschaft, Gartenbau und Baumzucht „De re rustica“. Columella beschreibt hier den Anbau von Pflanzen in Kübeln, die man auf Rädern in Gebäude transportieren und so vor schädlichen Witterungsbedingungen schützen kann. Auch empfiehlt er die Lagerung unter Glasscheiben, die eine Versorgung mit Sonnenlicht, trotz niedriger Außentemperaturen gewährleistet. Damit ist der Grundgedanke des Gewächshauses beschrieben.

Die europäischen Fürstenhäuser des 16. und späterer Jahrhunderte sind der Geschichtswissenschaft bis heute für ihr Interesse am Gartenbau wohl bekannt. Bis heute erfreuen sich üppige Gartenanlagen aus dieser Zeit großer Beliebtheit. Das Interesse an exotischen Pflanzen, die unter den klimatischen Gegebenheiten für einen ganzjährigen Freilandanbau nicht geeignet waren, wuchs zusehends. Zur Unterbringung von Orangen- und Zitrusbäumen, während der Wintermonate, wurden diese, nach den Empfehlungen Columellas, in Kübeln in Gebäuden gelagert.

Hier entstanden erste Vorläufer heutiger Gewächshäuser in Form sogenannter Orangerien. Nach den ursprünglich so benannten Gartenanlagen, benannte man später die prunkvollen Gebäude, in denen die Pflanzen überwintert wurden, ebenso. charakteristisch waren hier große Flächen mit bodentiefen Fenstern.

Entscheidender Motor für die Weiterentwicklung des Gewächshauses war der europäische Kolonialismus. Das daraus resultierende Interesse an tropischen Pflanzen und die Suche nach Möglichkeiten, diese zu Hause anzubauen, führte zu entscheidenden Innovationen. So erfand der englische Arzt Nathaniel Ward in der 1830er Jahren ein transportables Miniaturgewächshaus, das dazu diente, tropische Pflanzen aus ihrem Heimatort nach Europa zu transportieren.

Ebenfalls im 18. und 19. Jahrhundert treibt der Ananasanbau in England die Entwicklung des Gewächshauses voran. Die beliebte Frucht wurden erfolgreich in ersten Treibhäusern angebaut.

Im Rahmen der Industrialisierung entstehen neue wichtige technische Grundlagen, die den bisherigen Möglichkeiten weit überlegen waren. Der Einsatz von Eisen und Glas als Baustoffe ermöglichte die Errichtung bis heute bekannter, monumentaler Gewächshäuser als Palmenhäuser und botanische Gärten.

Die Geschichte der privaten Nutzung von Gewächshäusern, in der Mehrheit in Form sogenannter Kleingewächshäuser, ist stark mit der Klein- und Schrebergärtnerbewegung verbunden und erlebt ihre Blüte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Aufbau und Funktionsprinzip eines Gewächshauses

Aufbau und Funktionsprinzip eines Gewächshauses

Das Gewächshaus macht sich das Prinzip eines Wärmestaus zunutze, wie er auch als sogenannter Treibhauseffekt globalklimatisch Bekanntheit errungen hat: Sonnenlicht dringt durch die transparenten Flächen ein und erwärmt das Innere des Gewächshauses. Von der erwärmten Erde, der Inneneinrichtung und den Pflanzen abgegebene Wärme, in Form von Infrarotstrahlung, wird umgekehrt durch die Eindeckung im Inneren gehalten.

Im geschlossenen Gewächshaus kann sich so die Innenluft aufheizen und damit auch Temperaturen erreichen, die schädlich selbst für wärmehungrige Pflanzen sein können. Deshalb ist eine kontrollierte Lüftung fester Bestandteil eines sinnvoll geplanten Gewächshauses. Hinzu kommt die Möglichkeit einer kontrollierten Beschattung, die verhindern soll, dass zu starke, direkte Sonneneinstrahlung Schäden an Pflanzenteilen verursacht.

Geschlossene Gewächshaussysteme, bei denen durch Abdichtung gewissermaßen ein unabhängiges Mikroklima erreicht wird, das weitestgehend unabhängig von externer Versorgung ist, sind im privaten Gebrauch eher selten anzutreffen.

Grundsätzlich unterscheidet man nach den durchschnittlichen Innenraumtemperaturen verschiedene Gewächshaustypen:

  • Kalthäuser mit Temperaturen unter 12°C
  • Temperierte Häuser mit Temperaturen zwischen 12°C und 18°C
  • Warmhäuser mit Temperaturen über 18°C

Während große Gewächshausanlagen agrarwirtschaftlich von zentraler Bedeutung sind, da sie einen kontrollierten Anbau auch problematischer Pflanzen ermöglichen und ganzjährige Erträge ermöglichen, sind Gewächshäuser in Privatgärten, sogenannte Kleingewächshäuser meist reine Orte der Hobbyausübung. Auch sie gewährleisten jedoch die grundlegenden Eigenschaften und Vorzüge des Gewächhausanbaus:

  • Saisonverlängerung bis hin zum Ganzjahresanbau
  • Eigenanzucht
  • Überwinterung
  • Unterbringung klimatisch anspruchsvoller Pflanzen wie Kakteen, Orchideen, Palmen etc.

Zu diesem Zweck bietet der Handel eine Vielzahl unterschiedlicher Gewächshausmodelle, die sich in der Hauptsache in Größe, Grundkonstruktion, für die Eindeckung des Gewächshauses gewähltem Material und eventuell vorhandener zusätzlicher Ausstattung unterscheiden.

Es gibt zahlreich Kriterien, die bei der Wahl und Beurteilung eines Kleingewächshauses einbezogen werden sollten und die Grundlage für Gewächshaus-Tests bilden.

Bauform eines Gewächshauses

Bauform

Die bekannteste und mit dem Begriff Gewächshaus gemeinhin verbundene Bauweise ist wohl die des freistehenden, rechtwinkligen Gewächshauses mit Satteldach. Es gibt jedoch zahlreiche weitere Bauformen, die je nach vorhandenem Platzangebot und Nutzung gewählt werden.

Anlehngewächshäuser

Anlehngewächshäuser

Anlehngewächshäuser in ihrer bekanntesten Form als Wintergärten nutzen ein vorhandenes Gebäude und sparen damit meist den Aufwand eines separaten Fundamentes sowie weiterer relevanter statischer Elemente. Zudem erfolgt eine zusätzliche Beheizung unter Umständen durch das tragende Gebäude, das, insbesondere bei Wintergärten, auch den bequemen Zugang gewährleistet. Als Wintergarten unterscheidet sich die Nutzung eines Anlehngewächshauses meist maßgeblich von der normaler Gewächshäuser.

Hier steht oft die Nutzung als zusätzlicher Wohnraum im Vordergrund und die Verwendung für Pflanzen, insbesondere deren Überwinterung, ist meist ein beliebter Nebeneffekt. Da Anlehngewächshäuser in der Regel nur von einer, maximal von drei Seiten Sonnenlicht erhalten, ist die thermische Effizienz deutlich geringer, als bei freistehenden Gewächshäusern.

Erdgewächshäuser

Erdgewächshäuser

Der Boden eines Erdgewächshauses liegt um etwa die Hälfte seiner Gesamthöhe unterhalb des Erdniveaus. Diese Bauweise sorgt, in Kombination mit einem nach Süden ausgerichteten Schrägdach, für optimale Temperaturbedingungen, da sowohl Sonnen- als auch Erdwärme genutzt werden kann und das Gewächshaus somit langfristig frostfrei und sogar auf höheren Temperaturen gehalten werden kann.

Erdgewächshäuser eignen sich aufgrund optimaler Bedingungen hinsichtlich der Luftfeuchtigkeit auch besonders für die Lagerung sensibler Obst- und Gemüsesorten. Diese Eigenschaft verursacht zusätzlich einen erhöhten Aufwand hinsichtlich der gezielten Belüftung, um zu hohe Luftfeuchtigkeitswerte zu vermeiden. In der Regel kommen in Erdgewächshäusern zur Anzucht Pflanztische zum Einsatz, da aufgrund der Lage unterhalb der Erdoberfläche die schräg einfallenden Sonnenstrahlen bodennahe Pflanzungen nicht erreichen würden.

Allgemein ist die Anlage eines Erdgewächshauses mit umfangreichen Arbeiten verbunden und von verschiedenen Umgebungsfaktoren abhängig, weshalb diese Bauform deutlich seltener anzutreffen ist, als klassische, oberirdische Modelle.

Balkongewächshäuser

Balkongewächshäuser

Balkongewächshäuser sind eine nach ihrem Einsatzort benannte Variante der beschriebenen Anlehngewächshäuser. Sie nutzen das vergleichsweise geringe Platzangebot eines Balkons und zumindest eine dessen Wände. Entsprechend dem Platzangebot und dem Einsatzort sind Balkongewächshäuser eher zur Überwinterung von Balkonpflanzen und zur Beherbergung wärmeliebender Pflanzen geeignet.

Tomatenhäuser

Tomatenhäuser

Tomatenhäuser sind nach ihrem bevorzugten Nutzen für die Aufzucht und Pflege von Tomatenpflanzen benannte und beliebte Gewächshäuser. Die meisten Modelle sind deutlich einfacher konstruiert und entsprechend preiswerter, als vollwertige Gewächshäuser. Eine vorrangige Aufgabe, der diese Bauart dient, ist der Schutz der Tomatenfrucht vor Regen, Wind und Schädlingen, die eine Ernte negativ beeinflussen können.

So bestehen einfache Tomatenhäuser aus einem Grundgestell aus Holz, Kunststoff oder Metallstäben, die mit einer passenden Folie überzogen werden, über einen einfachen Eingang und Belüftungsöffnungen verfügen und im weitesten Sinne einem Campingzelt ähneln. Sie bieten günstige Temperaturbedingungen und Witterungsschutz und ermöglichen so hohe Ernteerträge. Es finden sich allerdings auch komfortablere Modelle, die in Schrankform, aus Metallrahmen, mit einer Kunstglas-Eindeckung, Platz für zahlreiche Tomatenpflanzen und andere geeignete Gewächse bieten.

Zimmergewächshäuser

Zimmergewächshäuser

Einfache Zimmergewächshäuser dienen vor allen Dingen der Anzucht solcher Pflanzen, die nicht zur Aussaat ins Freiland geeignet sind oder durch Vorzucht früher ins Freiland gelangen sollen. Insofern bestehen Zimmergewächshäuser oft nur aus einer einfachen Pflanzschale mit einem transparenten Deckel mit Lüftungsöffnung, beides aus einfachem Kunststoff gefertigt.

In ihnen wird in der Regel Saatgut in einer Erdschicht oder in einzelnen Pflanzgefäßen oder sogenannten Quelltöpfen oder -scheiben ausgesät und gezogen um anschließend vereinzelt und ausgepflanzt werden zu können. Für besonders anspruchsvolle Aussaaten bietet der Handel zudem Heizeinlagen oder komplett beheizbare Zimmergewächshäuser, bei denen eine konstant hohe Temperatur die Aufzucht positiv beeinflussen soll.

Eine weitere Form des Zimmergewächshauses ist die Miniatur eines regulären Gewächshauses, bestehend aus den gleichen Baustoffen: Holz, Metall, Kunststoff und Glas. Es erfüllt in erster Linie dekorative Zwecke, kann grundsätzlich aber die gleichen Aufgaben erfüllen, wie ein reguläres Gewächshaus. So findet es seinen beliebten Einsatz vor allen Dingen in der heimischen Kakteenzucht und deren Präsentation.

Fundament

Wie für alle Gebäude gibt es auch für Gewächshäuser eine Auswahl an möglichen Fundamentkonstruktionen. Erste und vorrangige Aufgabe eines Fundamentes ist es, dem darauf gebauten Gewächshaus die notwendige Stabilität zu vermitteln, die dieses benötigt, um allen Witterungsbedingungen gewachsen zu sein.

Ein sorgfältig geplantes und angelegtes Fundament gewährleistet zudem die für den Aufbau eines Gewächshauses dringend erforderliche Rechtwinkligkeit des Untergrundes. Nur wenn diese gewährleistet ist, kann zum Beispiel eine Metall-Glas-Konstruktion problemlos und stabil aufgebaut werden

Außerdem verhindert ein Fundament den direkten Kontakt zwischen den Baumaterialien des Gewächshauses und dem teilweise feuchten Untergrund. Ohne Fundament wären diese Bauteile unter Umständen längerfristig hoher Feuchtigkeit ausgesetzt und könnte so vorzeitig Schaden nehmen. Zudem kann ein Fundament, neben weiteren möglichen Maßnahmen, das Eindringen von Pflanzenschädlingen verhindern oder zumindest erschweren und so die beherbergten Pflanzen zusätzlich schützen.

Verschiedene Fundamentarten werden anhand der eingesetzten Baustoffe und der grundsätzlichen Konstruktion unterschieden:

  • Stahlfundamente
  • Holzfundamente
  • Betonfundamente
Stahlfundamente bestehen aus einem passenden rechtwinkligen Metallrahmen, der meist in geringer Tiefe in die Erde eingelassen, zumindest an seinen Ecken fest mit dem Boden verankert wird. Diese preiswerte Variante erfordert keine umfangreicheren Erdarbeiten und verzichtet auf tiefergreifende Kenntnisse und Fähigkeiten, zum Beispiel im Umgang mit Mauerwerk, Beton und Zement.

Gleichzeitig ist verzinktes Stahlblech, das oft zum Einsatz kommt, sehr witterungsbeständig und langlebig. Stahlfundamente bieten insgesamt ein gutes Kosten/Aufwand-Nutzen-Verhältnis.

Holzfundamente sind die preiswerteste, aber gleichzeitig anfälligste Variante eines Fundaments. Grundsätzlich gleichen sie den beschriebenen Stahlfundamenten, mit dem Unterschied, dass der rechtwinklige Rahmen aus Holz gefertigt ist.

Der Aufwand für den Aufbau und die Kosten sind zwar deutlich geringer, als bei anderen massiven Fundamentvarianten, dafür muss zusätzlicher Aufwand betrieben werden, um eine längerfristige Haltbarkeit zu gewährleisten, die durch das Material Holz grundsätzlich geringer ausfällt.

Zudem ist die Stabilität eines Holzfundamentes in der Regel geringer, als bei anderen Bauformen. Gewächshaus-Tests achten bei Holzfundamenten und generell bei der Verwendung von Holz als Baustoff, insbesondere auf die gewählte Holzsorte, da diese maßgeblich für Haltbarkeit, Verarbeitungsaufwand und Preis ist.

Für einen vergleichsweise hohen Kosten- und Arbeitsaufwand, erhält man mit einem Betonfundament die wohl stabilste, robusteste und langlebigste Variante eines Fundamentes für ein Gewächshaus.

Die Gestaltung bietet hierbei viel Spielraum und kann so den Bedürfnissen und Gegebenheiten optimal angepasst werden.

Wenn mit Beton gearbeitet wird, unterscheidet man im Gewächshausbau grundsätzlich zwei Arten von Fundamenten:

  • Punktfundamente
  • Streifen-, Rahmen- oder Ringfundamente
Punktfundamente, die meist auch die Basis für ein Stahl- oder Holzfundament bilden. Hierbei werden lediglich an ausgewählten Punkten, meist den Ecken eines Gewächshauses, Betonpunkte in die Erde gesetzt, die entweder als Auflagefläche dienen oder mit Verbindungselementen kombiniert zur Befestigung eines Aufbaus dienen.

Die Wahl eines Punktfundamentes und seine Gestaltung sind vor allen Dingen von der Bodenbeschaffenheit und der Größe sowie dem Gewicht der aufliegenden Konstruktion abhängig. Der Vorteil liegt beim Punktfundament im vergleichsweise geringen Material- und Arbeitsaufwand.

Streifen-, Rahmen- oder Ringfundamente bilden die klassische Form des Gebäudefundaments, wie sie üblicherweise im Hausbau zum Einsatz kommt. Einzelne Fundamentstreifen, also lange, gefüllte Gräben, werden in Rahmen- bzw. viereckiger Ringform miteinander verbunden, gemauert oder gegossen.

Um Frostfreiheit zu gewährleisten, haben Betonfundamente in der Regel eine Mindesttiefe von 80 cm, die verhindert, dass gefrierende Bodenfeuchte das Fundament anhebt. Beim Rahmenfundament wird das aufliegende Gewicht optimal an die umliegende Erde abgeleitet, so dass eine sorgfältige Konstruktion auch sehr hohe Lasten mühelos tragen kann.

Konstruktion

Unterschiede in der Konstruktion beziehen sich in der Hauptsache auf die gewählte Formgebung, Anzahl und Größe der verbauten Scheiben und die für das Grundgerüst gewählten Materialien. Wie beim Fundament haben diese maßgeblichen Einfluss auf

  • Aussehen
  • Gewicht und damit Statik
  • Arbeitsaufwand beim Aufbau
  • Witterungsbeständigkeit und damit Haltbarkeit und Pflegeaufwand
  • Preis

Als Konstruktionsmaterial bieten sich verschiedene Baustoffe:

  • Holz
  • verzinkter Stahl
  • Aluminium
  • Kunststoff
  • kunststoffummantelter Stahl

Daten zum Gewächshaus-Test

Wie beim Fundament ist Holz das günstigste aber gleichzeitig anfälligste Material. Es hat den höchsten Pflegeaufwand, muss in der Regel in Abständen nachbehandelt werden und ist insgesamt weniger lange haltbar als andere Materialien. Dafür ist Holz leicht zu verarbeiten und optisch besonders ansprechend.

Verzinkter Stahl findet zwar nach wie vor, nicht zuletzt aufgrund seines niedrigen Preises, im Gewächshausbau Verwendung, wurde aber weitestgehend vom leichten Aluminium, das neben dem geringen Gewicht mit hoher Stabilität, Festigkeit und guter Wärmeleitfähigkeit punkten kann, verdrängt.

Moderne Kunststoffe wie Polyethylenterephthalat (PET) und Polyvinylchlorid (PVC) sind, entgegen verbreiteter Vermutung, extrem stabil und belastbar und damit für die Rahmenkonstruktion eines Gewächshauses durchaus geeignet. Moderne Kunststoffe sind UV- und witterungsbeständig und überzeugen deshalb durch minimalen Wartungsauswand.

Stahl mit Kunststoffmantel ist eine im Garten beliebte Materialkombination. Stahl bietet die notwendige Stabilität und Kunststoff vermittelt ihm die gewünschte Witterungsbeständigkeit, die einen langfristigen Einsatz ermöglicht.

Eindeckung

Zentrales Element eines Gewächshauses ist neben der tragenden Rahmenkonstruktion seine Eindeckung, also die charakteristischen transparenten Flächen, die zum einen das Eindringen der Sonnenstrahlung ermöglichen, zum anderen Wärme in Form von Infrarotstrahlung zuverlässig im Inneren halten sollen. Neben der notwendigen Transparenz und der Isolierwirkung, spielen Sicherheit, Belastbarkeit, Gewicht und Preis eine zentrale Rolle bei der Bewertung der einzelnen Materialien. Gewächshaus-Tests tragen nicht zuletzt diesen Kriterien immer wieder Rechnung.

Bekannte und beliebte Materialien sind:

  • Folie
  • Glas
  • Kunststoffplatten

Foliengewächshäuser sind mit Abstand die preiswerteste Variante. Vom einfachen kleinen Tomatenhaus bis zum großen Tunnelgewächshaus ist Folie sehr flexibel in der möglichen Formgebung. Treibhausfolien können als Meterware oder vorgefertigt in Kombination mit einer passenden Rahmenkonstruktion erworben werden.

Gewächshausfolien sind trotz moderner Kunststoffe, hoher UV-Beständigkeit und meist mehrjähriger Garantie der Hersteller im Vergleich zu anderen Materialien deutlich weniger belastbar und weisen eine geringere Haltbarkeit auf. Dafür sind Foliengewächshäuser leicht aufzubauen, flexibel und preiswert.

Glasgewächshäuser stellen die mehrheitlich gebräuchliche Variante der Gewächshäuser dar. Verschiedene Glasarten finden hierbei Verwendung, die sich in einzelnen Produkteigenschaften unterscheiden, grundsätzliche Vor- und Nachteile jedoch teilen:

  • Blank-Glas
  • Klar-Glas
  • Einscheiben-Sicherheitsglas
  • beschichtetes Glas
  • Doppelverglasung
  • Isolierglas
  • Wärmeschutzglas

Besonders verbreitet sind nach wie vor Blank- und Klarglas. Blankglas besonders wegen seiner optischen Eigenschaften: mit zwei glatten Seiten ist Blank-Glas komplett durchsichtig. Optisch ansprechend, sind hierbei jedoch Pflanzen im Gewächshaus nicht vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, weshalb bei Blank-Glas eine entsprechende Beschattung notwendig ist. Außerdem ist Blank-Glas deutlich reinigungsintensiver.

Tepro Gewächshaus Silver MythosKlar-Glas verfügt über eine glatte und eine genörpelte Oberfläche. Dadurch ist es undurchsichtig und auftreffende Sonnenstrahlen werden gebrochen und erzeugen im Inneren des Gewächshauses ein pflanzenfreundlich diffuses Licht.

Einscheiben-Sicherheitsglas trägt dem grundlegenden Nachteil des Werkstoffes Glas Rechnung: Glas ist grundsätzlich nicht bruchfest. Sicherheitsglas wird deshalb in der Verarbeitung einer besonderen Behandlung unterzogen, wodurch es besonders belastbar ist. Zudem bricht Sicherheitsglas im Schadensfall nicht, wie normales Glas, in gefährlich große und scharfe Teilstücke, sondern zerfällt in kleinste Einzelteile.

Mittels Beschichtung kann Glas eine Vielzahl spezieller Eigenschaften erhalten. Sowohl Durchsicht, als auch Wärmedurchlass können entsprechend den jeweiligen Anforderungen beeinflusst werden. Zudem kann eine Beschichtung zusätzliche Bruchsicherheit vermitteln.

Doppelverglasung ist aus dem Hausbau hinlänglich bekannt. Es überzeugt durch hervorragende Isolierung, ist gleichzeitig jedoch eine der kostenintensivsten Varianten. Besondere Varianten der Doppelverglasung sind Wärmeschutzglas und Isolierglas.

Grundsätzlich ist Glas als Material zur Eindeckung eines Gewächshauses hervorragend geeignet. Es bietet optisch optimale Eigenschaften und gute Eigenschaften hinsichtlich Lichtdurchlässigkeit und Isolierung. Glas ist jedoch schwieriger zu verarbeiten. Es hat ein hohes Gewicht und ist, insbesondere in einfacher Ausführung, stark bruchgefährdet.

Kunstglaseindeckungen bestehen meist aus einzelnen Scheiben aus Acryl, Polycarbonat oder PVC. Das Material kann in Form von klaren, durchsichtigen, trüben oder durchscheinenden Scheiben verarbeitet werden. Alternativ kommen Steg- oder Hohlkammerplatten zum Einsatz. Diese bestehen aus zwei Scheiben, die durch kurze Stege miteinander verbunden sind und so aus einer Reihe schmaler Hohlkammern aufgebaut sind.

Diese Bauform ist besonders stabil und bietet, durch die in den Kammern eingeschlossene Luft, eine gute Isolierwirkung. Kunstglas ist besonders leichtgewichtig, leicht zu verarbeiten und bruchfest. Einfache Varianten aus Einscheiben-Kunstglas sind oft nicht dauerhaft UV-beständig und somit nicht so langlebig, wie Echtglas oder alternative Kunststoffprodukte.

Türkonstruktion

Bauart und Größe der Tür eines Gewächshauses sind neben optisch ästhetischen Erwägungen auch wichtige Komfortmerkmale. Eine Tür kann sowohl zum Lüften und aufgrund ihrer Größe zum schnellen Temperaturausgleich dienen und ermöglicht zudem den Transport von Pflanzen und notwendigen Materialien in das und aus dem Gewächshaus.

Insbesondere wenn Pflanzen im Gewächshaus überwintert werden sollen, ist ein ausreichend großer Durchgang unverzichtbar. Gewächshäuser werden mit einzelnen Drehtüren, Doppeltüren und besonders praktisch und platzsparend mit Schiebetüren angeboten. Außerdem finden sich Flügeltür-Konstruktionen, auch als Stalltüren bezeichnet, bei denen einzelne Teile der Tür separat geöffnet werden können, was eine dosierte Lüftung ermöglicht.

Lüftung

Lüftung ist ein wichtiger Faktor bei der Pflanzenzucht im Gewächshaus. Durch den Treibhauseffekt entstehen leicht Temperaturen im geschlossenen Gewächshaus, die auch wärmehungrigen Gewächsen schaden könnten. Durch gezieltes Lüften wird hier Abhilfe geschaffen. Zudem kann die Luftqualität so positiv beeinflusst werden. Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann durch gezieltes Lüften reguliert werden.

Das richtige Klima ist entscheidend für die gewünschten Wachstumserfolge. Gleichzeitig sollte direkte Zugluft vermieden Werden, die ebenso empfindliche Pflanzen schädigen kann.

Zur Belüftung dienen in der Regel Fenster und verschließbare Lüftungsöffnungen oder Klappen im Dach oder in den oberen Seitenwänden des Gewächshauses. Beim Glasgewächshaus ist das aufstellbare Dachfenster die klassische Belüftungsmethode.

Neben dieser passiven Form der Be- und Entlüftung bieten sich für Gewächshäuser, gerade wenn nicht ausreichend öffenbare Fensterfläche vorhanden ist, verschiedene Methoden der maschinellen Be- und Entlüftung. Hierzu zählen:

  • automatisch temperaturgeregelte Aufstellfenster
  • elektrische Lüfter
  • Ventilatoren

All diese Maßnahmen und Hilfsmittel ermöglichen eine gezielte und kontrollierte Einflussnahme auf das Raumklima in einem Gewächshaus.

Energiekonzept eines Gewächshauses

Energiekonzept

Durch seine Konstruktionsweise und die Materialeigenschaften erzeugt ein Gewächshaus Energie in Form von Wärme, die von Pflanzen für das gewünschte Wachstum benötigt wird. Idealerweise wird diese Energie so weit möglich gespeichert und über den Tag und vor allen Dingen in der Nacht abgegeben. Zu niedrige Nachttemperaturen könnten Pflanzen, die in unseren Breiten nicht heimisch sind oder außerhalb üblicher Wachstumszeiten gezogen werden, Schaden zufügen.

Sowohl die Bauform, als auch die eingesetzten Materialien bestimmen die Fähigkeit der Wärmespeicherung eines Gewächshauses und damit sein Energiekonzept. So bestimmt die Güte der Isolierung einer Eindeckung zum Beispiel darüber, wie schnell höhere Temperaturen, die bei Sonneneinstrahlung im Innenraum entstehen, ohne Sonneneinstrahlung an die Umgebungsluft abgegeben werden.

Besondere Bauformen, wie zum Beispiel das Erdgewächshaus, sind besonders energiesparend, da sie neben der Sonnenenergie die Erdwärme nutzen.

Nützliches Zubehör

Einiges optionales Zubehör erleichtert die Arbeit in einem Gewächshaus und unterstützt dessen Grundfunktionalität. Einiges davon wird zwar als Zubehör angeboten, gehört also nicht zum regulären Lieferumfang zum Beispiel eines Gewächshausbausatzes, ist aber in seiner Funktion unverzichtbar.

Schattierung / Verdunklung

Gerade in den Sommermonaten kann direkte Sonneneinstrahlung Segen und Fluch zugleich sein: während die notwendige Temperatur leicht erreicht wird, kann intensives Sonnenlicht empfindliche Pflanzen geradezu verbrennen. Dies gilt insbesondere für Gewächshäuser aus einfachem Blank-Glas. Um dies zu verhindern, ist eine Schattierung des Gewächshauses dringend erforderlich.

Optimal ist hierbei eine Beschattung von außen, da hiermit verhindert wird, dass Sonnenlicht überhaupt durch die Scheiben ins Innere eindringt. Eine Außenbeschattung ist jedoch den Witterungsbedingungen ausgesetzt. Es bieten sich verschiedene Hilfsmittel zur Beschattung, die sich in Witterungsbeständigkeit, Schutzwirkung, Verarbeitungsaufwand und nicht zuletzt den verbundenen Kosten unterscheiden:

Schilf und Kunststoffrohr

Schilf und Kunststoffrohr

Schilf und Kunststoffrohr sind besonders preiswerte Materialien, die jedoch in der Regel umständlich zu befestigen sind und eine wenig kontrollierte Schattierung ermöglichen. Zudem ist gerade Schilf nur begrenzt haltbar.

Schattiergewebe

Schattiergewebe

Schattiergewebe ist eine ebenfalls günstige Methode der Verdunklung von außen. Das Kunstfasergewebe kann als Meterware gekauft und passend zugeschnitten werden.

Wie bei Schilf- und Kunststoffrohrmatten, ist auch hier eine windfeste Anbringung die größte Herausforderung des Materials. Bei Schattiergewebe liegt der Wirkungsgrad bei 50-70%.

Schattierfarbe

Schattierfarbe

Schattierfarbe ist eine weitere kostengünstige, dauerhafte Form der Schattierung. Zum Beispiel mit einem Anstrich mit einer Mischung aus Schlämmkreide und Wasser wird eine teilweise Lichtundurchlässigkeit erreicht.

Diese kann zwar zum Ende des Sommers wieder entfernt werden, so lange sie aufgebracht ist, besteht, im Gegensatz zu anderen genannten Methoden, jedoch keine Regulierungsmöglichkeit.

automatische Schattierung

automatische Schattierung

Eine automatische Schattierung ist die Komfortvariante, die mit entsprechendem Aufwand und Kosten verbunden ist. Sie lohnt sich vor allen Dingen dort, wo mit wertvollen Pflanzenzuchten gearbeitet wird, die eine Investition in professionelle Schutzmaßnahmen rechtfertigt.

Sensoren messen bei solchen Anlagen dauerhaft die Lichtintensität und steuern bei Bedarf motorisch die auf dem Gewächshausdach angebrachten Aluminiumlamellen, die je nach Einstellung eine sehr dosierte Beschattung ermöglichen.

Kletterpflanzen

Kletterpflanzen

Eine natürliche Schattierungsmöglichkeit bietet der Bewuchs mit Kletterpflanzen. Preiswert und optisch ansprechend ist dies jedoch die ungenaueste und unflexibelste Maßnahme. Ein Bewuchs, zum Beispiel mit Efeu oder Hopfen, nimmt dauerhaft dem Innenraum das Licht.

Innenschattierung

Innenschattierung

Die Innenschattierung ist eine weniger geeignete Methode, da sie das Eindringen der Sonnenstrahlen nicht vollständig verhindert. Das Sonnenlicht durchdringt die Eindeckung und wird erst dann gefiltert. Zur Innenschattierung eignen sich grundsätzlich alle bereits genannten Methoden und Materialien.

Eine einfache Beschattung kann zudem schon durch Zeitungspapier erreicht werden, das empfindliche Pflanzen abdeckt. Ebenso möglich ist ein Bewuchs der Innenflächen, der neben den genannten Nachteilen zusätzlich das Risiko eines Schädlingsbefalls birgt.

Wärmespeicherung

Das bereits erwähnte Energiekonzept eines Gewächshauses beinhaltet die Notwendigkeit der Wärmespeicherung. Eine beliebte Methode ist die Wärmespeicherung in Wasser. Hierzu dienen Hilfsmittel nach dem Prinzip bekannter Solarduschen: dunkle Wasserspeicher werden dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt, wodurch sich das enthaltene Wasser erhitzt. Wenn die Sonnenstrahlung nachlässt, wird die gespeicherte Wärme an die Umgebung abgegeben. So bietet der Zubehörhandel zum Beispiel spezielle Wasserschläuche, die zwischen den Pflanzreihen platziert werden und hier die gespeicherte Wärme direkt an die Pflanzerde abgeben.

Beheizung

Gewächshaus Test 2017Wer ein Gewächshaus auch im Winter nutzen möchte, kommt in der Regel um eine zusätzliche Beheizung nicht herum. Bei niedrigen Außentemperaturen sind die thermischen Möglichkeiten des Treibhauseffektes, besonders in Zeiten mit nur wenigen Sonnenstunden, deutlich begrenzt.

Auch Wärmespeicherung bietet hier nur begrenzt Unterstützung. Eine zusätzliche Beheizung schafft hier Abhilfe, ist jedoch mit den entsprechenden zusätzlichen Kosten für Anschaffung und Unterhaltung verbunden und je nach System auf die geeignete Infrastruktur angewiesen.

Grundsätzlich unterscheidet man Heizsysteme für Gewächshäuser nach ihrer Einbauposition. Übliche Varianten sind:

  • Raumheizungen, welche die Luft im Raum erwärmen und meist in Kombination mit geeigneten Ventilatoren gleichmäßig verteilen.
  • Bodenheizungen werden bei Anlage der Pflanzbeete eingearbeitet und erwärmen den Boden, in dem die Aussaat oder das Auspflanzen von Stecklingen erfolgt. Sie liegen in der Regel 25-30 cm unter der Oberfläche und sollten deshalb gegen Beschädigung durch Gartengeräte geschützt werden. Die Wärme erreicht auf kurzem Wege das Wurzelwerk der Pflanzen und bietet so optimale Wachstumsbedingungen. Aufgrund der vergleichsweise geringen und lokal begrenzten Leistung, gelingt es mit einer Bodenheizung in der Regel nicht, ein Gewächshaus im Winter komplett frostfrei zu halten.
  • Eine Vegetationsheizung werden oberirdisch in direkter Nähe der Pflanzen befestigt, zum Beispiel in Form von flexiblen Leitungen, die dauerhaft Wärme abgeben.

Für alle Bauarten finden sich unterschiedliche Heizquellen:

elektrische Beheizung

elektrische Beheizung

Eine elektrische Beheizung ist überall dort möglich, wo die entsprechenden Voraussetzungen bei Planung und Bau des Gewächshauses beachtet wurden. Verfügt das Gewächshaus über einen geeigneten Stromanschluss, ist die elektrische Beheizung eine der unkompliziertesten Varianten. Elektrische Beheizung erfolgt zum Beispiel in Form von:

  • elektrischen Rippenrohrheizungen
  • elektrischen Gebläseheizungen
  • elektrischen Bodenheizkabeln
  • elektrischen Wärmeplatten und Wärmematten

Warmwasserheizung

Warmwasserheizung

Eine Warmwasserheizung basiert in der Regel entweder auf einer Elektroheizung, die zum Erwärmen des Wassers genutzt wird oder ist mit dem Heizungssystem eines nahestehenden Wohnhauses verbunden. In beiden Fällen werden wassergefüllte Rohre genutzt, um die Wärme, meist in direkte Pflanzennähe, zu transportieren.

Gasheizung

Gasheizung

Eine Gasheizung ist in der Energieeffizienz und den verbundenen Energiepreisen meist die beste Variante. Da in der Regel kein Gasanschluss vorliegt, wird mit Propangasflaschen gearbeitet, wodurch sich ein gewisses Versorgungsrisiko ergibt, da auf die Befüllung der Propangasflaschen geachtet werden muss. Bei Gasheizungen unterscheidet man grundlegend:

  • Katalysatorbrenner
  • atmosphärische Brenner

Deren Unterschied liegt in der Wärme und CO2-Produktion. Während Katalysatorbrenner sich primär zur Beheizung eignen und als „Abfallprodukt“ CO2 liefern, das den Pflanzen im Gewächshaus als Grundstoff der Photosynthese dient, kann mit atmosphärischen Brennern nur begrenzt geheizt werden, wohingegen eine kontrollierte CO2-Abgabe möglich ist.

Petroleum- oder Paraffinheizung

Petroleum- oder Paraffinheizung

Besonders für kleine Gewächshäuser eignet sich eine Petroleum- oder Paraffinheizung. Diese ist weniger effektiv, erspart aber den Austausch von Gasflaschen und garantieren eine längere Brenndauer.

Bewässerung und Luftbefeuchtung

Neben Sonnenlicht und Wärme ist Wasser der wichtigste Faktor für erfolgreiche Pflanzenzucht im Gewächshaus. Eine ausreichende und kontrollierte Wasserversorgung ist deshalb dringend erforderlich. Außerdem ist die Luftfeuchtigkeit in einem Gewächshaus von großer Bedeutung. Sowohl zu niedrige, als auch zu hohe Werte schaden den Pflanzen.

Für die Bewässerung steht die Frage im Vordergrund, ob ein direkter Wasseranschluss vorhanden ist, oder nicht. Grade wenn ein Gewächshaus nicht täglich kontrolliert werden kann, sind Maßnahmen zur automatischen Bewässerung unumgänglich. Diese kann zum einen durch Wasserspeicher geschehen, die in direkter Nähe des Wurzelwerks in der Erde platziert werden und zuvor aufgenommene Feuchtigkeit langsam wieder abgeben.

Zum anderen bieten sich diverse Bewässerungssysteme, die mit einem Wasseranschluss oder größeren Wasserspeichern arbeiten. Damit verbunden bieten sich Tropf- oder Sickerschläuche, welche die Pflanzen durch eine andauernde, minimale Bewässerung dauerhaft feucht halten.

Präziser kontrollieren lassen sich dagegen Bewässerungsautomaten, die entweder zu festgesetzten Zeiten, über einen festgelegten Zeitraum eine dosierte Bewässerung durchführen oder sensorgesteuert die Erdfeuchte messen und bei Unterschreitung eines festgelegten Wertes die Bewässerung starten.

Über die Bewässerung findet ebenfalls eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit statt. Diese kann jedoch auch separat beeinflusst werden. Besonders tropische Pflanzen erfordern eine deutliche Erhöhung der durchschnittlichen Luftfeuchte, die durch Gießen alleine kaum erreicht werden kann.

Hier bietet der Handel ebenfalls geeignete Hilfsmittel. Hierbei handelt es sich in der Regel um Zerstäuber, die enthaltenes oder durchlaufendes Wasser feinst zerstäubt in die Umgebungsluft abgeben. Eine sensorische Steuerung bietet zudem die Möglichkeit der Verknüpfung mit einem automatischen Belüftungssystem, das bei Überschreiten einer maximalen Luftfeuchte, geeignete Fenster oder Lüftungsklappen öffnet und so einen Ausgleich herbeiführt.

Bekannte Hersteller

Neben der Möglichkeit ein Gewächshaus eigenständig zu planen und selber zu bauen, die weitreichender Kenntnisse und Fähigkeiten bedarf, bieten zahlreiche Hersteller komplette Bausätze für alle genannten Arten von Gewächshäusern.

  • Vitavia
  • Juliana
  • Beckmann
  • Gärtner Pötschke
Als Jointventure aus mehreren Großhändlern mit eigener Produktion in China, wird die Vitavia Garden Products Co. Ltd. in Deutschland durch die EPH Schmidt & Co. GmbH vertreten. Unter der Marke Vitavia werden verschiedene Produkte für den Garten, in der Hauptsache für die private Nutzung, vertrieben. Neben Hochbeeten, Holzunterständen, Frühbeeten und Pflanzzelten zählen auch Gewächshäuser zum Angebot.

Vitavia bietet eine große Auswahl an Gewächshausbausätzen mit Aluminiumrahmen, sowohl als einfache Modelle für Einsteiger, als auch große, komplexe Modelle für fortgeschrittene Anwender. Zum Sortiment gehört zudem ein umfangreiches Angebot an Zubehör.

Mit Wäschespinnen aus Aluminium begann die dänische Firma Juliana Drivhuse A/S bereits 1963 die Geschäftstätigkeit. 1975 begann man hier mit der Entwicklung und Produktion von Hobbygewächshäusern. Bis heute ist man auch als internationaler Exporteur von Gewächshäusern verschiedener Größe und Herstellungsart erfolgreich.

Angeboten werden freistehende und Anlehngewächshäuser aus Holz und aus Aluminium. 2009 übernahm Juliana das englische Unternehmen Halls und vertreibt seither Produkte unter beiden Markennamen.

Seit 1973 produziert und vertreibt die Firma Ing. G. Beckmann KG zahlreiche verschiedene Produkte für den Hobbygärtner. Darunter auch über 100 verschiedene Gewächshausmodelle mit Stahl- und Aluminiumrahmen, Glas-, Folien, und Stegplatteneindeckung.

Ein umfangreiches Angebot an passendem Zubehör aus den Bereichen Bewässerung, Heizung, Belüftung, Schattierung und allen anderen relevanten Bereichen, rundet das umfangreiche Angebot ab.

Der Garten- und Pflanzenversand Gärtner Pötschke beliefert bereits seit 1912 Gartenfreunde mit Saatgut und allem rund um den Garten – Pflanzen, Saatgut, Blumenzwiebeln, Pflanzzubehör und Gewächshäuser verschiedener Größe und Bauart gehören zum umfangreichen Angebot.

Bezugsquellen – Internet vs. Fachhandel

Gerade größere Gewächshäuser sind auch finanziell eine Anschaffung, die gut durchdacht und geplant sein sollte. Die Auswahl sollte sich streng an den örtlichen Gegebenheiten und den individuellen Vorstellungen hinsichtlich seiner langfristigen Nutzung orientieren. Grundlegende Eigenschaften, wie Größe und Bauart lassen sich im Nachhinein nicht ohne weiteres verändern.

Das Angebot an unterschiedlichen Modellen ist, entsprechend dem ungebrochenen Interesse am Gewächshaus, riesig. Für jeden Bedarf findet sich theoretisch das passende Angebot, gleichzeitig ist es eine Herausforderung, im Angebotsdschungel das richtige herauszufinden.

Der Fachhandel bietet zwar die Möglichkeit, sich einzelne Modelle vor Ort anzusehen, ist dabei jedoch in der Regel auf einzelne Hersteller und Modelle in der Präsentation beschränkt. Zudem sind Fachhändler gerade in weniger frequentierten Regionen selten ohne größere Fahrtwege zu erreichen.

Das Internet ist immer verfügbar. Mit wenig Aufwand ist es möglich, sich einen Überblick über das komplette Angebot verschiedener Anbieter zu verschaffen, technische Daten direkt zu gegenüber zu stellen, Preise unterschiedlicher Händler zu vergleichen und zusätzlich alles notwendige und gewünschte Zubehör zu ordern. Da Garantie und Gewährleistungsansprüche in der Regel an den Hersteller gestellt werden, unterscheidet sich der Internethandel hier nicht grundsätzlich vom Fachhandel.

Gewächshaus-Tests bieten zudem, neben zahlreich zu findenden Anwenderbewertungen, eine Möglichkeit, Herstellerversprechungen eingehend auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen.

Weiterführende Links und Quellen

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