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Regenmesser Test 2017 • Die 10 besten Regenmesser im Vergleich

Gärtner, Landwirte, Hobbymeteorologen und selbstverständlich auch professionelle Meteorologen sind täglich auf die Messung von Niederschlagsmengen angewiesen.

Die Menge der gefallenen Niederschläge gibt nämlich einen Hinweis darauf, ob das Wetter in einem bestimmten Zeitraum zu trocken, zu feucht oder gerade optimal ist. Wofür ist das wichtig? Viele Lebensbereiche sind vom Wetter abhängig. Das gilt natürlich besonders für die Landwirtschaft und den Gartenbau.

Mithilfe der Niederschlagsdaten können frühzeitige Prognosen zu den Ernteerträgen erstellt und vorbeugende Maßnahmen (beispielsweise Bewässerung) getroffen werden. Eine exakte Niederschlagsprognose hilft außerdem in vielen weiteren Bereichen der Volkswirtschaft, bessere Ergebnisse zu erbringen.

Regenmesser gehören daher zur notwendigen Ausrüstung von Landwirten und Meteorologen. Aber auch viele Privatpersonen interessieren sich für langfristige Niederschlagsmessungen, um Trends zu erkennen und davon ausgehend persönlich planen zu können.

Niederschlagsmesser können neben dem Regen jedoch auch feste Niederschläge wie Schnee oder Graupel erfassen. Dafür gibt es sehr einfache analoge oder anspruchsvollere digitale Regenmesser.

Im Folgenden sollen die zehn besten Niederschlagsmesser einmal vorgestellt werden:

Regenmesser Bestenliste 2017

Letzte Aktualisierung am:

 Blomus 65251 Campo RegenmesserRABE Regenmesser Shabby-MetallRegenmesser LibelleTFA Dostmann Regenmesser 47.1008Regenmesser Regenmesser2 Stück Set Regenmesser Niederschlagsmesser mit ErdspießUnimet RegenmesserTFA Dostmann Regenmesser 47.1008
TFA Dostmann Regenmesser aus Kunststoff mit Halter 47.1006

Blomus 65251 Campo Regenmesser

RABE Regenmesser Shabby-Metall

Regenmesser Libelle


TFA Dostmann Regenmesser 47.1008


Regenmesser "Toskana", Gartenstecker


Regenmesser


2 Stück Set Regenmesser Niederschlagsmesser mit Erdspieß


Unimet Regenmesser


TFA Dostmann Regenmesser 47.1008


TFA Dostmann 47.1006


 Bewertung 1,1 1,2 1,4 1,6 1,7 1,9 2,0 2,1 2,2 2,5
MarkeBlomusEllasDekokrempelGärtner PötschkeTFA DostmannBöhnerk.A.LantelmeDR.FRIEDRICHSTFA DostmannTFA Dostmann
Maße9 x 9 x 76,5 cmca. 127 cm Höhe Vogel: ca. 20 cm Breite Vogel: ca. 27 cm Glashöhe: ca. 16 cmHöhe 64 cm12,2 x 12,2 x 30,5 cmHöhe 133 cm, breite 17 cmDurchmesser: oben 82,5 mm / 50 mm (Halterung)24 x 8 cm / Höhe 32 cm28 x 8,6 x 8,6 cm12,2 x 12,2 x 30,5 cm11,6 x 11,6 x 20,5 cm
MaterialEdelstahl matt, AcrylglasMetallGlas, AluminiumStabiler KunststoffKunststoff / MetallKunststoffKunststoffglasKunststoffKunststoffKunststoff, mit Halter, ohne Stab
Regenmessung100 mm/m²35 mm/m²8 L per Quadratmeterbis 70 Liter/qm40 mm/m²35 mm/m²35 mm/m²35 mm/m²k.A.k.A.
Produktgewicht inkl. Verpackung640 g898 gk.A.299 gk.A.100 g259 g141 g299 g82 g
Besonderheiten

  • Design: Floz für Blomus
  • Geformt wie eine Champagnerflöte
  • Diameter: 9 cm

  • Einfaches Entleeren
  • Lieferung: kommt in 3 Teilen
  • Wetterfest
  • Glas Höhe: ca. 16cm

  • Stilvoller Regenmesser mit dekorativer Libelle
  • Wetterfest
  • Sehr schöne Optik

  • Genaue Regenmessung
  • Großer Auffangtrichter
  • Inklusive Erdspieß
  • Einfaches Entleeren

  • Sehr attraktiver und dekorativer Regenmesser
  • Inklusive Erdspieß
  • Farbe: Antikes Weiß

  • Große Skala, gut lesbar, auch aus der Ferne beim Blick aus dem Fenster
  • Schnell auf einen Besenstil gesteckt und fertig ist der Regenmesser

  • 2 Stück Regenmesser
  • Mit Erdspieß
  • Aus Kunststoff Glas transparent mit Druck

  • Regenmesser zeigt genau die Regenmenge an
  • Mit Halterung für z.B. einen Gerätestiel
  • Diameter: ca. 24 cm

  • Made In Germany
  • Präzise Messtechnik
  • Regenmesser
  • Top Design & Funktionalität

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Komfort
Preis- / Leistung
Preisvergleich

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Was sind Regenmesser?

Regenmesser stellen Instrumente dar, die zur Messung von Regen- und Niederschlagsmengen verwendet werden. Neben Regen kann auch das Wasseräquivalent von Schnee, Hagel oder Graupel mithilfe von Regenmessern bestimmt werden. Deshalb werden Regenmesser unter anderem auch als Niederschlagsmesser bezeichnet. Andere Bezeichnungen sind Ombrometer, Pluviometer oder Hyetometer.

Heute werden Regenmesser in analoger und digitaler Form angeboten. Analoge Geräte sind häufig sehr einfach und wenig anspruchsvoll aufgebaut. Sie bestehen im Grundaufbau aus einem Messbecher, der oft mithilfe eines Trichters bei Niederschlag mit Wasser gefüllt wird. Nach dem Niederschlag kann die Höhe der Wasserfüllung abgelesen werden, um so Rückschlüsse auf die Niederschlagsmenge pro Quadratmeter ziehen zu können. Sehr einfache Regenmesser besitzen einen skalierten Messbecher aus Kunststoff, welcher an einem Stock befestigt ist. Dieser Stock wird in die Erde gesteckt. Der Messbecher ist oft auch zum Auffangen des Niederschlags nach oben offen. Er hat meist eine zylindrische Form. Manchmal verengt sich der Becher auch konisch nach unten. Die Messung ist meist recht ungenau, weil vor dem Ablesen bereits wieder Wasser verdampft oder bei starkem Wind auch gesammeltes Wasser wieder fortgeweht werden kann.

Anspruchsvollere analoge Geräte wie der Niederschlagsmesser nach Professor Hellmann besitzen einen skalierten Messbecher, der sich im Inneren eines Metallgehäuses befindet. Das Metallgehäuse kann aus Edelstahl oder Zinkblech bestehen. Der Niederschlag fließt über einen Trichter in das Auffanggefäß. Die Messungen in einem Regenmesser nach Professor Hellmann sind sehr genau, weil das abgeschlossene Metallgehäuse ein schnelles Verdunsten und Fortwehen des Wassers verhindert. Fast das gesamte Wasser kann so zur Messung herangezogen werden. Die Regenmesser nach Professor Hellmann werden standardmäßig auch von professionellen Wetterdiensten genutzt.

Sehr genau sind auch digitale Niederschlagsmesser. Diese Pluviometer bestimmen die Niederschlagsmenge über einen Außensensor. Dieser Sensor enthält Kippschalen oder Kipplöffel, die sich bei Niederschlag mit Wasser füllen. Nach einer gewissen Zeit kippen sie wie bei einer Wippe und entleeren sich dabei. Anhand der Zahl der Kippvorgänge berechnet das Gerät die Gesamtmenge des Wassers. Die Messungen sind sehr genau. Dabei werden die Messergebnisse über Funk weiter an die digitale Station übermittelt. Dort können dann die Messwerte abgelesen werden.

Wie funktioniert ein Regenmesser?

Bei analogen Niederschlagsmessern füllen sich die skalierten Messbecher während des Niederschlags mit Wasser. An der Messskala kann der Wert abgelesen werden. Dabei entspricht ein Millimeter auf der Skala einem Liter pro Quadratmeter. So zeigen die abgelesenen Millimeter, wie viel Liter Wasser pro Quadratmeter gefallen sind. Der Abstand der Skalierungsstriche ist außerdem abhängig von der Form des Messbechers. Wenn sich der Becher nach unten etwas verjüngt, müssen auch die Abstände der Skalierlinien nach unten größer werden und umgekehrt.

Bei nach oben offenen Messbechern ist das Wasser der Verdunstung und dem Einfluss des Windes ausgesetzt. Das führt zu ungenauen Werten. Genaue Messwerte können nur erhalten werden, wenn der Verlust des Wassers bei nahezu null liegt.

Die Messung bei digitalen Geräten beruht auf der Zählung der Kippvorgänge der Wasserschalen. Diese befinden sich in den Außensensoren dieser Geräte. Jede Schale kann nur eine definierte Menge Wasser aufnehmen. Wenn sie vollständig mit Wasser gefüllt ist, kippt sie um. Dabei wird die Anzahl der Kippvorgänge elektronisch gezählt und zusammengerechnet. Daraus ergibt sich automatisch die Niederschlagsmenge, die über ein Display abgelesen werden kann.

Wo finden Regenmesser ihren Einsatz und welche Vorteile bieten sie?

Es stellt sich die Frage, welche Bedeutung Niederschlagsmesser besitzen. Landwirte und Gärtner wissen, dass sich sowohl Trockenheit als auch überhöhte Feuchte negativ auf die Pflanzen auswirken.

Die Pflanzen benötigen für ihr Gedeihen unbedingt Wasser. Wenn es fehlt, muss es künstlich zugeführt werden. Zu viel Feuchtigkeit ermöglicht allerdings unter anderem das Schimmelwachstum und das Wachstum bestimmter Mikroorganismen, die das Leben und das Wachstum von Pflanzen negativ beeinflussen können.
Jedenfalls bedeutet sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig an Wasser Stress für die Pflanzen. Durch die Niederschlagsmessung kann bestimmt werden, ob eine zusätzliche Bewässerung notwendig ist oder andere Maßnahmen bei einem Zuviel an Wasser durchgeführt werden müssen.

Ein weiterer Berufszweig ist zwingend auf Regen- oder Niederschlagsmesser angewiesen. Das sind die Meteorologen. Zur exakten Wettervorhersage gehört auch eine professionelle Niederschlagsmessung.

So können dadurch besser Klimatrends und Trends zur Entwicklung der Pflanzen- und Tierwelt vorhergesagt werden. Die Wetter- und Klimavorhersage gewinnt aber immens an volkswirtschaftlicher Bedeutung.
Nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch andere Zweige der Wirtschaft wie beispielsweise die Transport- oder Bauwirtschaft sind von Klimaeinflüssen stark abhängig. Eine exakte Bestimmung der Niederschlagsmengen kann wirtschaftliche Entscheidungen in diesen Bereichen jedoch positiv beeinflussen.

Schließlich gibt es noch interessierte Einzelpersonen, die gerne dabei mitwirken möchten, klimatische Entwicklungen auszuwerten oder für sich wissenschaftliche Forschung zu betreiben.

Durch den Regenmesser eröffnet sich die Möglichkeit, Niederschlagsmengen relativ genau zu messen. Dann können beispielsweise Maßnahmen getroffen werden, um den Garten bei Bedarf optimal zu bewässern. So benötigt ein Garten beispielsweise in der Woche ungefähr zwei bis drei Zentimeter Wasser pro Quadratmeter. Wenn insgesamt weniger Niederschlag gefallen ist, muss dementsprechend bewässert werden. Wenn allerdings die Normwerte erreicht oder gar überboten werden, kann man sich den Einsatz von Gießkanne und Schlauch sparen. Gleichzeitig spart das auch viele Kosten.

Welche Arten von Regenmessern gibt es?

Grundsätzlich werden analoge und digitale Regen- oder Niederschlagsmesser unterschieden.

Analoge Regenmesser

Analoge Regenmesser sind sehr einfach aufgebaut. Das Regen- oder Niederschlagswasser wird in einem kalibrierten Becher aufgefangen und die Wasserhöhe dort abgelesen. Je nach Verwendungszweck und Preisvorstellung gibt es Geräte ohne oder mit Deckel, der das Verdunsten oder Auswehen des Wassers verhindert. Sehr preiswerte Regenmesser sind bereits für den Preis ab 3 Euro zu erhalten. Sie bestehen allerdings nur aus einem Messbecher aus Kunststoff und sind im Winter bei Kälte nicht einsatzfähig, weil Kunststoff nicht frostfest ist. Außerdem sind sie nicht sehr genau, weil die Auffangfläche des Trichters nicht ausreicht, um genügend Wasser zu sammeln. Zusätzlich kann der Wind Wasser über den Trichter wegblasen, sodass die Werte zu niedrig werden.

Bessere, aber auch etwas teuere Regenmesser bestehen aus hochwertigen Materialien wie Messing, Glas oder Edelstahl. Diese Materialien können rauen Wetterbedingungen viel besser widerstehen als Regenmessern aus Kunststoff. Während Kunststoffe durch Kälte oder starke Sonneneinstrahlung schnell verschleißen, halten solche Materialien diese Bedingungen ohne Veränderungen aus. Zusätzlich bietet der Fachhandel auch Niederschlagsmesser aus edlen Materialien mit allerlei Verzierungen. Wer auch Wert auf ein ansprechendes Design legt, ist mit diesen Geräten gut bedient.

Der analoge Regenmesser für Profis ist der Niederschlagsmesser nach Professor Hellmann. Dieses Gerät ist für all jene geeignet, die besonderen Wert auf sehr genaue Messwerte legen. Bei diesem Niederschlagsmesser spielt der eigentliche Zweck der Bestimmung der Niederschlagsmenge die größte Rolle.

Dieses Gerät ist weit verbreitet und wird von vielen internationalen Wetterstationen, professionellen Meteorologen und Hobbymeteorologen verwendet.
Es besteht aus Edelstahl oder Zinkblech und liefert sehr genaue Messwerte. Der Sammelbehälter befindet sich innerhalb des Gerätes. Dadurch wird der Verlust von Regenwasser vor der Messung bedeutend reduziert.

Digitale Regenmesser

Digitale Regenmesser errechnen die Regenmenge aus der Anzahl von Kippvorgängen der in einem Außensensor enthaltenen Schale. Dabei werden sehr genaue Messergebnisse erhalten. Die ausgewerteten Messdaten werden dann kabellos an eine Basisstation übermittelt. Dort können die Regenmengen abgelesen werden. Die Messdaten können über eine Entfernung von 30 bis 100 Metern über Funk übertragen werden. Neueste Versionen sind teilweise nur in Verbindung mit Wetterstationen erhältlich.

Ein gutes Beispiel sind die Regenmesser von Netatmo. Die Messwerte können sogar über ein Smartphone in einer eigens angebotenen App von Netatmo abgelesen werden. Es gibt aber auch Funkregenmesser, die unabhängig von einer Wetterstation arbeiten.
Diese Geräte besitzen Funktechnologie in Verbindung mit einem Regensensor. Sie melden bereits kleinste Tröpfchen und können so bevorstehenden Regen ankündigen.

Welche Vor- und Nachteile bieten analoge und digitale Niederschlagsmesser?

Analoge Regenmesser besitzen folgende Vorteile:

– Sie sind häufig sehr preiswert.

– Sie können einfach bedient werden.

– Für Personen, die großen Wert auf das Design legen, gibt es die verschiedensten Ausführungen.

– Geräte aus Edelstahl, Zinkblech oder Glas können sehr lange benutzt werden, weil sich die Materialien nicht abnutzen.

– Solche Regenmesser wie der Niederschlagsmesser nach Professor Hellmann erfreuen sich breiter Anwendung und liefern oft ähnlich gute Messergebnisse wie digitale Regenmesser.

Nachteile

– Die billigsten Geräte aus Kunststoffen sind sehr ungenau und den rauen Wetterbedingungen langfristig nicht gewachsen.

– Bei Geräten ohne Abdeckung kommt es zum Verlust von Wasser durch Verdunstung oder Wind.

Vorteile von digitalen Regenmessern

– Digitale Regenmesser liefern sehr genaue Messergebnisse.

– Es findet eine kabellose Übermittlung der Messdaten an die Basisstation statt, wo die Werte abgelesen werden.

– Geräte sind wartungsfrei, weil die Schalen sich selbstständig leeren.

– Die digitalen Geräte können mit einer Wetterstation verknüpft werden, wo alle Wetterdaten aufbereitet werden.

– Digitale Niederschlagsmesser können auch unabhängig von Wetterstationen verwendet werden.

– Es können Wetterstatistiken durchgeführt werden.

Nachteile

– Die Geräte sind relativ teuer.

– Wer sich nur einen ungefähren Überblick über die Niederschlagsmengen verschaffen möchte, ist mit den preiswerten analogen Geräten gut bedient.

So haben wir die Regenmesser getestet

Für unseren Regenmessertest haben wir wiederum verschiedene Produktmerkmale und Kundenrezensionen berücksichtigt. Als Produktmerkmale spielten Material, die Ablesbarkeit der Messwerte, die Handhabbarkeit (Bedienung), die Erfassungsmenge von Niederschlägen, die Messgenauigkeit, zusätzliche Funktionen, das Design und natürlich der Preis eine große Rolle.

1. Material

Regen- oder Niederschlagsmesser können aus Kunststoff, Edelstahl, Zinkblech, Acrylglas oder Glas bestehen. Besonders einfache Geräte sind Röhrenregenmesser aus Kunststoff. Sie sind sehr preisgünstig. Allerdings haben sie auch ihre Nachteile. Kunststoffe können häufig den rauen Witterungsverhältnissen wie Kälte oder permanenten Sonneneinstrahlung nicht widerstehen.

Sie sind teilweise im Winter nicht einsetzbar und liefern oft ungenaue Messergebnisse.
Zu den hochwertigeren Geräten gehören Niederschlagsmesser aus Edelstahl, Zinkblech oder Glas beziehungsweise funkbetriebene Niederschlagsmesser aus Kunststoff.

2. Ablesbarkeit der Messwerte

Entscheidend für eine gute Bewertung ist auch die gute Ablesbarkeit der Messwerte auf der Skala. Bei funkbetriebenen Niederschlagsmessern besteht der Vorteil darin, dass die Werte über Funk an eine Basisstation weitergeleitet werden und dann auf einem Display erscheinen. Dabei können die ständigen Veränderungen der Messwerte in der Zeit verfolgt werden.

3. Bedienung und Handhabbarkeit der Regenmesser

Selbstverständlich bevorzugt der Kunde Geräte, die sich leicht bedienen lassen. Das ist vor allem für Funkregenmesser wichtig, wo die Anzeige der Messwerte auf einem Display erscheint. Es gibt hier auch Geräte, welche die Messwerte gleich in einem Diagramm darstellen. Sowohl Röhren- als auch Funkregenmesser sollten außerdem mit wenigen Handgriffen aufgestellt werden können.

4. Erfassungsmenge von Niederschlägen

Die Niederschlagsmengen pro Zeiteinheit und Fläche sind naturgemäß unterschiedlich. Ein guter Niederschlagsmesser muss auch große Regenmengen erfassen können. Des Weiteren schneiden auch Niederschlagsmesser, die bereits kleinste Niederschlagsmengen genau erfassen können, in den Tests gut ab.

Die Erfassbarkeit der Niederschläge ist wiederum von der Größe der Auffangfläche abhängig.

5. Messgenauigkeit

Ein sehr wichtiges Testkriterium ist naturgemäß die Messgenauigkeit. Das macht den Gebrauchswert des Gerätes überhaupt aus. Für professionelle Meteorologen oder Hobbymeteorologen ist dies das eigentlich wichtigste Kriterium. Das können jedoch nur Geräte leisten, die den Wasserverlust durch Verdunstung oder Wind deutlich einschränken. Eine hundertprozentige Genauigkeit der Messwerte kann jedoch kein Niederschlagsmesser garantieren.

6. Zusätzliche Funktionen

Zu den zusätzlichen Funktionen gehört beispielsweise auch die Angabe anderer meteorologischer Daten wie die Temperaturangabe oder Alarm bei einsetzendem Regen. Diese Möglichkeit besteht bei funkgesteuerten Niederschlagsmessern, die unter anderem auch mit einer Wetterstation kombiniert sind.

7. Design

Neben der eigentlichen Funktion des Gerätes, der Messung von Niederschlagsmengen, legen viele Kunden auch Wert auf das Design. Möglich sind moderne Industriedesigns oder zusätzliche gestalterische Elemente und Formen. Hier sind den Designern keine Grenzen gesetzt. Die besten Formen setzen sich aufgrund der Akzeptanz der Verbraucher durch.

8. Preis

Auch der Preis im Verhältnis zu Funktion und Leistung spielt eine große Rolle. Daher ist das Preis-Leistungs-Verhältnis ein starkes Bewertungskriterium.

Worauf sollte beim Kauf eines Regenmessers geachtet werden?

Beim Regenmesser geht es hauptsächlich um seine Funktionalität.

Es sollen genaue Ergebnisse geliefert werden. Leider ist das bei den sehr preiswerten Geräten nicht immer der Fall.
Besonders aber auch bei dekorativen Niederschlagsmessern kann es vorkommen, dass die Gestaltung sich zuungunsten der Genauigkeit auswirkt.

So sollten Sie auf folgende Punkte besonders achten:

– Die Öffnungen von Trichtern oder Zylindern sollten nicht zu eng sein. Diese Regenmesser besitzen eine viel zu kleine Auffangfläche für den Niederschlag. Die Messung gestaltet sich dadurch zu ungenau, zumal bei Wind Luftverwirbelungen auftreten, welche noch die Reste von Wasser forttragen können. Wer Wert auf die Funktionalität des Regenmessers legt, der sollte die Finger von diesen Geräten lassen.

– Wenn der Messzylinder aus Pressglas besteht, finden sich häufig Lufteinlagerungen im Glas. Sollten solche Luftblasen im Glas festgestellt werden, ist auch vom Kauf des Gerätes abzuraten. Denn bei Kälte sind diese Gläser bruchanfällig.

– Des Weiteren sollte bei Regenmessern aus Glas auch geprüft werden, ob der Hersteller Ersatzglas in der Lieferung mit anbietet.

– Wer sehr genaue Messergebnisse erwartet, sollte sich nach den hochwertigeren Röhrenregenmessern aus Edelstahl oder Zinkblech nach Professor Hellmann oder nach Funkregenmessern umschauen.

Kurzinformationen zu führenden Herstellern von Niederschlagsmessern

Wichtige Hersteller von Regenmessern sind die Firmen Oregon Scientific, TFA Dostman, Eurochron oder Netatmo.

Im Folgenden sollen diese Firmen einmal etwas näher vorgestellt werden:

1. Oregon Scientific

Das Unternehmen Oregon Scientific ist Hersteller von meteorologischen Systemen, Kameras, Uhren und Unterhaltungselektronik. Es wurde im Jahre 1989 in Portland (Oregon) in den USA gegründet. Seit dem Jahre 1997 ist es eine Tochtergesellschaft des internationalen Konzerns IDT, der seinen Sitz in Hongkong hat. Oregon Scientific hat heute Standorte in Italien, China, Hongkong und Singapore.

Das Unternehmen ist Produzent von hochkomplexen funkgesteuerten meteorologischen Systemen. Bekannt ist der funkgesteuerte Niederschlagsmesser RGR 126. Mithilfe dieses Gerätes kann Niederschlag bis zu 100 Meter von der Basisstation gemessen werden. Die Messdaten werden über Funk an die Station übertragen. Das Gerät enthält viele integrierte Funktionen wie Temperaturmessung, Niederschlagsalarm oder Regenalarm.

Die meteorologischen Systeme von Oregon Scientific sind in Deutschland nur über das Internet erhältlich.

2. TFA Dostman

Die TFA Dostmann GmbH & Co. KG ist ein Familienunternehmen, welches sich der Herstellung von meteorologischen Instrumenten verschrieben hat. Der Firmensitz ist in Reicholzheim bei Wertheim. Das Unternehmen wurde im Jahre 1964 von Heinz Dostmann gegründet und wird seit 1993 von Axel Dostmann geführt. Es hat sich zum europäischen Experten für meteorologische Messgeräte entwickelt.

Das allererste Produkt war ein Maxima-Minima-Thermometer, das patentiert wurde und starken Absatz fand. Es folgten einfach Werbe- und Haushaltsthermometer.

Ab dem Jahre 1975 entwickelte sich das Unternehmen zum Wetterspezialisten mit verschiedenen innovativen meteorologischen Messgeräten. Ab 1995 wurden Funkthermometer mit kabelloser Übertragung der Temperaturdaten entwickelt und vertrieben. Es wurden intelligente Vorhersagesysteme eingeführt, die zur Verbesserung der Wettervorhersage führten.                  

Seit 2017 können Wetterdaten über Apps auf den Mobiltelefonen abgerufen werden.

Neben funkgesteuerten Regenmessern wie den TFA Monsun stellt das Unternehmen auch Röhrenregenmesser her, darunter auch den Niederschlagsmesser nach Professor Hellmann.

Die Produkte der TFA Dostmann GmbH & Co. KG finden heute regen Zuspruch in rund 80 Ländern. Jährlich erhält das Unternehmen ca. 80.000 Aufträge mit einem weltweiten Absatz von 6,5 Millionen Produkten.

Am Firmensitz von TFA Dostman in Reicholzheim sind ungefähr 100 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt hat die Dostmann Gruppe mit den Firmen Wanner Technik, grün Pumpen GmbH und Dostmann electronic über 230 Mitarbeiter.

3. Eurochron

Eurochron ist heute eine Marke für Wettersysteme und Uhren. Sie ging aus der EUROCHRON GmbH hervor, die aber leider im Jahre 2007 Insolvenz anmelden musste.

Die EUROCHRON GmbH war ein Folgeunternehmen der Uhrenwerke Ruhla, welches im Jahre 1990 nach der Wende in viele kleinere Privatunternehmen aufgeteilt wurde. Das Unternehmen wurde über ein Joint Venture zwischen der Uhrenwerke Ruhla GmbH i.A und Junghans Schramberg am 01.10.1990 gegründet. Dabei erhielten Junghans Schramberg 60 Prozent und die Uhrenwerke Ruhla GmbH i.A 40 Prozent der Anteile.

Heute werden unter der Marke Eurochron noch Uhren und meteorologische Systeme angeboten. Beide Produktgruppen funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Sie sind funkgesteuert. Bekannt ist unter anderem der Funkregenmesser Eurochron EFRM 10. Neben den Niederschlagsmengen zeigt das Gerät auch die Temperaturwerte an und besitzt einen Regenalarm. Die Messwerte werden in einem Diagramm dargestellt.

4. Netatmo

Netatmo ist ein sehr junges, kreatives und dynamisches französisches Unternehmen. Es wurde im Jahre 2011 von Fred Potter und Jean-Pierre Dumolard gegründet. Das Unternehmen entwickelt elektronische Geräte, die tägliche Lebensbereiche miteinander vernetzen. So soll ein intelligentes Zuhause geschaffen werden, indem die Produkte von Netatmo mit allen Apps und Services kommunizieren.

Netatmo arbeitet außerdem mit verschiedenen Technologiefirmen zusammen und bietet Lösungen für verschiedene Vernetzungen an.

So besitzt Netatmo unter anderem das größte Netz an Wetterstationen für Privatpersonen.
Damit können auch Wetterdaten aus Orten abgerufen werden, wo vorher keine Daten vorhanden waren. Seit dem Jahre 2012 sind die Wetterdaten durch Apps auf Smartphones abrufbar. Der Regenmesser von Netatmo ist fest mit der Wetterstation verbunden und übermittelt die Niederschlagshöhen über Funk an die Station weiter.

Wo kaufe ich Regenmesser am besten, im Fachhandel oder im Internet?

Das Angebot an Regenmessern ist verwirrend groß. Wer an einer professionellen Beschäftigung mit Wetterdaten interessiert ist, sollte sich vor dem Kauf eines Regenmessers daher intensiv beraten lassen. Viele billige Geräte erfüllen die Anforderungen für eine genaue Messung nicht. Der Preis ist zwar oft so niedrig, dass es nicht ins Gewicht fällt, wenn das Gerät ausfällt. Aber der Regenmesser soll ja beispielsweise Landwirten, Gärtnern, Meteorologen oder auch anderen Berufsgruppen verifizierbare Daten zur aktuellen Wetterentwicklung geben, um ihre Handlungen an die entsprechenden Bedingungen anpassen zu können.

Die Beratung im Fachhandel ist oft sehr intensiv. Aber hier kann nicht die gesamte Palette der Produkte vorgestellt werden. Viele Fachhändler arbeiten mit bestimmten Anbietern zusammen und empfehlen daher auch vorrangig dessen Produkte.

Im Internet kann man sich gleich einen viel größeren Überblick verschaffen. Die Produkte werden von unabhängigen Testern bewertet. In die Bewertung fließen natürlich auch die Kundenrezensionen ein, die oft bereits bestimmte Produkte präferieren. Dabei spielen Erfahrungsberichte eine große Rolle.

Des Weiteren sind nicht alle Produkte im Fachhandel erhältlich. Viele ausländische Firmen besitzen beispielsweise keine Niederlassung in Deutschland oder haben keine Verträge mit einheimischen Handelsorganisationen. Sie können ihre Produkte aber im Internet anbieten. So findet so mancher im Internet ein echtes Topprodukt, was er im Fachhandel nicht entdeckt hätte.

Daher empfehlen wir, sich im Internet ausgiebig zu informieren und bei Überzeugung für das Produkt dort auch zu kaufen.
Sollten die Erwartungen einmal nicht erfüllt werden, kann die Ware innerhalb von 14 Tagen wieder zurückgeschickt werden, ohne dass Kosten entstehen.

Wissenswertes und Ratgeber

Die Geschichte der Niederschlagsmesser

Regenmesser wurden bereits vor mehr als 2000 Jahren im Alten Indien verwendet. Es waren einfache zylinderförmige Gefäße, mit denen der Niederschlag aufgefangen wurde. Hinweise für die Verwendung von primitiven Niederschlagsmessern gehen sogar bis 500 Jahre vor der Zeitrechnung zurück. Erste standardisierte Regenmesser sind allerdings erst seit dem 15. Jahrhundert eindeutig belegt. Besonders viel Belege stammen aus Korea. Dort wurden bereits während der Yi-Dynastie (Joseon-Dynastie), die in der Zeit von 1352 bis 1910 herrschte, primitive Regenmesser verwendet. Mit diesen wurde allerdings die Tiefe von Pfützen gemessen, was natürlich zu sehr ungenauen Messwerten führte, weil das Wasser vom Boden absorbiert wurde.

Aus diesem Grund verfügte der vierte König der Joseon-Dynastie (Sejong) der damaligen astronomischen, meteorologischen und geografischen Forschungsstätte Gwansanggam, ein Gerät zu entwickeln, welches den Niederschlag auffangen konnte. Dieses Gerät wurde mit dem Namen Cheugugi versehen. Im Gegensatz zu den Regenmessern, welche die Tiefe der Pfützen bestimmten, lieferte dieses Gerät um ein Vielfaches exaktere Messergebnisse. Eingeführt wurde das Cheugugi im Jahre 1441 in der koreanischen Hauptstadt. Bereits ein Jahr später wurde es auch in den Provinzen eingesetzt.

Dieses Gerät bestand aus einem Eisengefäß, welches auf einem rechteckigen Stein aufgestellt wurde. Die Aufstellung auf einem Stein diente der Erhöhung des nur 30 Zentimeter hohen Gefäßes. Das sollte verhindern, dass Regenspritzer vom Boden in den Behälter spritzten. Der Durchmesser des Gefäßes betrug 15 Zentimeter.

Seit dieser Zeit haben jedoch die Regen- oder Niederschlagsmesser eine rasante Weiterentwicklung erfahren. Ein Highlight war die Erfindung von Gustav Hellmann im Jahre 1886. Er entwickelte einen Niederschlagsmesser, der auch heute noch angewendet wird. Der Niederschlagsmesser von Professor Hellmann besteht aus Edelstahl oder Zinkblech, besitzt eine Auffangfläche von bis zu 200 Quadratzentimeter und ist durch einen Messingring begrenzt. Dabei bildet sich ein zylinderförmiger Hohlraum, der Wasser auffängt und nach außen geschützt ist.

Das Wasser wird vor Verdunstung bewahrt, wodurch die Messung bis auf 0,05 Millimeter genau ist. Mit diesem Niederschlagsmesser kann auch Schnee gemessen werden.
Zur Verhinderung von Verwirbelungen des Schnees kann im Niederschlagsmesser von Hellmann ein Schneekreuz eingesetzt werden. Dann braucht man bis zur Messung nur noch zu warten, bis der Schnee geschmolzen ist. Der Niederschlagsmesser von Hellmann wird auch heute noch in vielen Wetterstationen
eingesetzt.

Heute gibt es zusätzlich zu den analogen Niederschlagsmessern auch funkgesteuerte Niederschlagsmesser. Hier werden die Messwerte über Funk bis zu 100 Meter auf eine Basisstation übertragen. Gleichzeitig gibt es neueste Entwicklungen, bei denen Niederschlagsmesser mit anderen Messgeräten vernetzt werden. So beschäftigt sich die im Jahre 2011 gegründete französische Firma Netatmo mit der allgemeinen Vernetzung von relevanten technologischen Prozessen und bietet gerade im meteorologischen Bereich für den privaten Nutzer die Abrufung sämtlicher Messwerte verschiedener privater Wetterstationen von Apps an. Neben Niederschlagsmengen werden auch Temperaturen, Luftdruck, Windgeschwindigkeit und vieles mehr übermittelt. Professionelle Meteorologen und Hobbymeteorologen werden so mit umfangreichen meteorologischen Daten versorgt, die auch gleich in Diagrammen aufgezeichnet werden können. So können Wettertendenzen und klimatische Veränderungen über längere Zeiträume erfasst werden.

Zahlen, Daten, Fakten rund um die Regenmesser

Ein Regenmesser oder Niederschlagsmesser wird auch als Regenmengenmesser bezeichnet. Andere Bezeichnungen für die Geräte sind Pluvio, Pluviograf, Hyetometer oder Ombrometer. Niederschlagsmesser bestimmen neben den Regenmengen auch feste Niederschläge wie Graupel oder Schnee.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie die Niederschlagsmenge bestimmt werden kann. Regenmengenmesser können nach folgenden Funktionsweisen arbeiten:

1. Der Niederschlag wird in einem Messzylinder oder einer Kanne aufgefangen und über eine Messskala abgelesen. Das ist bei den meisten analogen Regenmessern der Fall.

2. Es gibt Niederschlagsmesser, die mit einer Kippwaage oder einem Kipplöffel arbeiten.

3. Bei einigen Niederschlagsmessern wird der anfallende Niederschlag gewogen.

4. Eine mögliche Funktionsweise ist auch die Bestimmung von Wassertropfen durch eine Lichtschranke. Dabei wird der Niederschlag zunächst durch eine Düse geleitet, die gleich große Tropfen erzeugt.

5. Der Niederschlag kann auch über Ultraschall erfasst werden.

6. Es gibt auch Regenmesser, die den Regen oder Niederschlag optisch bestimmen.

Zu 1.) Niederschlagsmesser mit Messzylinder

Röhrenniederschlagsmesser sind analoge Regenmesser. Über eine Auffangfläche wird der Niederschlag aufgefangen und gelangt in eine Auffangkanne oder in einen Messzylinder.

Bei dem weitverbreiteten Niederschlagsmesser nach Professor Hellmann hat die Auffangfläche eine Größe von 100 Quadratzentimeter (kleiner Hellmann) oder 200 Quadratzentimeter (großer Hellmann).
Beim großen Hellmann wird der Niederschlag in eine Edelstahlkanne geleitet. Zur Messung wird dieser in einen Messzylinder geschüttet. Beim kleinen Hellmann fließt das Niederschlagswasser sofort in einen Messzylinder. Bei der Messung von Schnee muss der Sammelbehälter zum Schmelzen ins Haus genommen werden und ersatzweise draußen ein kleiner Hellmann installiert werden, damit es in der Zwischenzeit nicht zu Messausfällen kommt. Zur Verhinderung der Verdunstung beim Schmelzvorgang fungiert eine Abdeckung.

Zum Typ Niederschlagsmesser mit Messzylinder zählt auch der Regenmesser nach Diem. Hier fällt der Niederschlag in ein zylinderartiges Gefäß mit Messskala, welches nach unten immer dünner wird.

Beim Niederschlagsmesser nach Hellmann kann eine Auflösung bis zu 0,05 Millimeter und nach Diem eine Auflösung bis 0,5 Millimeter erreicht werden.

Zu 2.) Niederschlagsmesser mit Kippwaage

Hier hat die Auffangfläche meist eine Größe von 200 Quadratzentimeter. Diese Auffangfläche ist beheizt, um feste Niederschläge zu schmelzen. Wenn die Kippwaage eine bestimmte definierte Niederschlagmenge aufgenommen hat, kippt sie und löst einen elektrischen Impuls aus. Dieser Impuls wird von einem Datenlogger erfasst und kann über Funk weiter an eine Wetterstation übertragen werden. Die Auflösung bei diesem System beträgt bis zu 0,1 Millimeter.

Zu 3.) Wiegende Niederschlagsmesser

Auch hier hat die Auffangfläche eine Größe von 200 Quadratzentimeter. Die Auflösung kann bis zu 0,001 Millimeter erreichen.

Zu 4.) Tropfer

Die Auffangfläche beträgt 200 Quadratzentimeter mit einer erreichbaren Auflösung von sogar 0,0001 Millimetern.

Regenmesser versus Wetterstation

Wetterstationen stellen im Gegensatz zu einfachen Regenmessern eine Zusammenstellung von Messgeräten dar, die verschiedene meteorologische Größen messen können. Mithilfe von Wetterstationen werden an bestimmten Orten die klimatischen Bedingungen erforscht.

Wie bei den einfachen Regenmessern gibt es analoge und digitale Wetterstationen. Analoge Wetterstationen finden ihre Anwendung in Wetterhütten. Sie sind in Kästen aus Kunststoff oder Holz untergebracht und können neben den Niederschlagsmengen auch Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und vieles mehr messen. Von diesen echten Wetterstationen sind jedoch die in Kaufhäusern erhältlichen Wetterstationen abzugrenzen, welche nur für die Innenräume konzipiert sind und erhebliche Anzeigefehler aufweisen.

Digitale Wetterstationen bestehen aus Sensoren für Niederschlags-, Temperatur-, Luftdruck-, Wind- oder Luftfeuchtemessung sowie einer Basisstation, die alle Messwerte über Funk empfängt. Dort werden diese Messwerte ausgewertet und in Diagrammen aufbereitet, sodass langfristige Klimatrends abgeleitet werden können. Die Entfernung von Außensensoren zur Basisstation kann bis zu 100 Meter sein.

Sowohl analoge als auch digitale Wetterstationen besitzen Vor- und Nachteile. Das Gleiche gilt für analoge und digitale Regenmesser.

Analoge Wetterstationen oder Regenmesser

Vorteile

– Es wird kein Strom verbraucht.

– Die aktuellen Messwerte können gut beurteilt werden.

– Weitere visuelle Wetterbeobachtungen durch Beobachter sind möglich.

Nachteile

– Ablesung der Messdaten ist nur von Hand möglich.

– Erfassung der Messdaten erfolgt nur in bestimmten Zeitabschnitten.

Digitale Wetterstationen oder Regenmesser

Vorteile

– Daten können von Zuhause erfasst werden.

– Automatische Speicherung und Digitalisierung der Messdaten ist möglich.

– Daten werden ständig übertragen.

Nachteile

– Es kommt zu einem Energieverbrauch durch die notwendige Stromversorgung.

– Durch Schmutz oder Laub kann es zu falschen Daten kommen, sodass eine manuelle Überprüfung trotzdem notwendig wird.

– Darstellung des Wetterverlaufs ist nur bei komplexen Modellen möglich.

Sollen hauptsächlich Niederschlagsmengen bestimmt werden, dann reichen unabhängige Niederschlagsmesser vollkommen aus. Zur Analyse von klimatischen Trends sollten die Regenmesser in Wetterstationen integriert sein.

Fragen und Antworten zu Regenmessern

Welche Arten von Regenmessern gibt es?

Es gibt sowohl analoge als auch digitale Regenmesser. Die analogen Regenmesser besitzen einen Sammelbehälter für eingehende Niederschläge. Der Sammelbehälter ist oft ein skalierter Messbecher. Teilweise fängt er aber auch nur das Wasser auf, welches nachträglich dann in einen Messbecher gegossen wird. Die Messbecher können aus Kunststoff, Edelstahl, Zinkblech oder Glas bestehen.

Digitale Niederschlagsmesser bestehen aus Außensensoren mit Kippwaagen, die die Messwerte über Funk an eine Basisstation übertragen.

Welche Methoden gibt es, Niederschlag zu messen?

– Der Niederschlag kann in einem Messbecher abgelesen werden. Dabei entspricht ein Millimeter einer Niederschlagsmenge von einem Liter auf den Quadratmeter.

– Der Niederschlag kann gewogen werden. Bei dieser Methode muss fester Niederschlag nicht geschmolzen sein.

– Niederschläge können mit einer Kippwaage oder einem Kipplöffel erfasst werden.

– Des Weiteren ist eine optische Erfassung von Tropfen möglich.

– Auch mittels Ultraschall kann die Niederschlagsmenge bestimmt werden.

Wie können feste Niederschläge gemessen werden?

Feste Niederschläge wie Schnee oder Graupel müssen vor der Messung erst geschmolzen werden. Das kann durch eine eingebaute Heizung geschehen. Bei geschlossenen Behältern wie bei den Niederschlagsmessern nach Professor Hellmann kann der Inhalt der Sammelbehälter auch langsam bei Raumtemperatur aufgetaut werden. Wiegende Niederschlagsmesser können feste Niederschläge ohne Auftauen bestimmen. Hier zählt nur die Masse.

Welche Faktoren bestimmen die Genauigkeit von Niederschlagsmessern?

– Die Auffangfläche für Niederschläge muss ausreichend groß sein.

– Um die Verdunstung der Niederschläge zu verhindern, sollten sie in abgeschlossenen Behältern gesammelt werden.

– Durch zusätzliche Einrichtungen wie Schneekreuze sollen bei festen Niederschlägen Verwirbelungen verhindert werden, die eine gleichmäßige Beladung der Auffangfläche unmöglich machen würden.

Durch diese Maßnahmen kann eine Genauigkeit von 0,05 Millimetern erreicht werden.

Nützliches Zubehör bei Regenmessern

Analoge Regenmesser bestehen immer aus einem zylindrischen Messbecher. Um diesen Messbecher zu befestigen, ist als Zubehör ein Stock oder Stab notwendig. An dem Stab oder dem Stock muss der Messzylinder dann befestigt werden. Dazu gibt es unter anderem geeignete Halter aus Kunststoff.

Offene Messzylinder liefern in der Regel keine genauen Messergebnisse, weil das Wasser der Verdunstung ausgesetzt ist. Deswegen wird häufig noch eine Abdeckung verwendet, die vor Verdunstung schützt. Durch diesen Deckel muss der Niederschlag wiederum über einen Trichter zugeführt werden.

Die Niederschlagsmesser nach Professor Hellmann können je nach Größe einen Auffangbehälter aus Edelstahl oder Zinkblech enthalten. Aus diesem Auffangbehälter wird das Wasser in einen Messbecher aus Kunststoff gegossen. Beim kleinen Hellmann entfällt der Sammelbehälter. Hier gelangt das Niederschlagswasser sofort in einen Messbecher. Die Niederschlagsmesser von Hellmann besitzen als Zubehör ein sogenanntes Schneekreuz. Das ist ein Aufsatz, der Schneeverwirbelungen auf der Auffangfläche verhindert und somit für genaue Messergebnisse auch bei festem Niederschlag sorgt. Beim Niederschlagsmesser von Hellmann ist beim Kauf bereits ein zweiter Hellmann mit dabei. Dieser sorgt dafür, dass bei der Messung von festem Niederschlag keine Messausfälle entstehen, während der Schnee im Behälter bei Raumtemperatur im Innenraum auftaut. In dieser Zeit wird der zweite Niederschlagsmesser draußen installiert.

Für feste Niederschläge gibt es häufig auch eingebaute Heizungen, um für ein schnelles Schmelzen von Schnee oder Eis zu sorgen.

Digitale Niederschlagsmesser bestehen aus Außensensoren mit großen Auffangbehältern in Form von Kipplöffeln oder Kippwaagen. Die Kippvorgänge werden als Impuls per Funk an eine Basisstation, die sich im Haus befindet, weitergeleitet. Zusätzlich können neben den Sensoren für die Niederschlagsmesser auch Sensoren für Temperatur- oder Luftdruckmessung sowie für die Messung von Luftfeuchtigkeit, Windstärke, Windrichtung und vieles mehr eingesetzt werden. Alle diese Sensoren leiten dann per Funk die Messergebnisse an die Basisstation weiter.

Alternativen zu Regenmessern

Alternativ zu einfachen Regenmessern werden heute immer öfter Wetterstationen verwendet, die Niederschlagsmesser als integralen Bestandteil enthalten.

Weiterführende Links und Quellen zu Regenmessern und Wetterstationen finden Sie hier:

Hellmann-Regenmesser

Regenmesser aus Glas

Niederschlagsmessung

Niederschlagsmesser

– Netatmo

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