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ExpertenTesten

Geschichte der Spiegelreflexkamera

kamera-alt1686 wurde bereits das Prinzip der Spiegelreflexion vom Erfinder Johann Zahn zum ersten Mal beschrieben. Eigentlich war Zahn Optiker, der diese Kamera demonstrierte und darstellte, wie ein Bild mithilfe von Linsen und Spiegel umgelenkt und betrachtet werden kann. Es dauerte jedoch mehr 170 Jahre, bis die erste Spiegelreflexkamera von Thomas Sutton konstruiert wurde. Die eigentliche Geschichte dieser Kameras begann also erst im Jahre 1861, als der Engländer Thomas Sutton die erste Spiegelreflexkamera erfand. Bereits im Jahre 1893 folgte dann das Patent für das erste Wechselmagazin für diese Art Kameras.

Aus Deutschland stammt die erste Zeus-Spiegel-Kamera aus Dresden. Sie wurde von Richard Hütting & Sohn 1896 produziert.

Eine Spiegelreflexkamera mit Klapp-Mechanismus folgte dann im Jahre 1895 von dem Berliner Fritz
Kricheldorff. Diese Spiegelreflexkamera wurde als Spiegel-Reflex-Klapp-Camera Modell 1910 patentiert. Auf der Leipziger Messe im Frühjahr 1936 wurde dann die erste Spiegelreflexkamera für das Kleinbildformat von der Firma Ihagee aus Dresden vorgestellt. Dies war die Kine-Exakta, die erste ihrer Art. Karl Nüchterlein, der Konstrukteur, entwickelte diese Spiegelreflexkamera, welche, wie alle anderen auch, mit Lichtschachtsucher das Sucherbild mit Achsenspiegelung (also seitenverkehrt) wiedergab.

Erst Kurt Staudinger schaffte es im Jahre 1931 dies zu kompensieren. Er erfand das Dachkantpentaprisma, welches die Seiten umkehrte. Dieses Prisma wurde jedoch erst im Jahre 1949 verbaut. Die ersten Modelle hierzu waren Rectaflex sowie Contax S von Zeiss Ikon.

Im Jahre 1943 wurde der erste Spiegelreflex-Sucher, der einen Einblick in Augenhöhe ermöglichte und zudem einvintage kamera
aufrechtes, seitenrichtiges Bild wiedergab, in Ungarn erfunden und patentiert. Mit der Duflex Kamera entstand so auch die erste 35-Millimeter-Spiegelreflexkamera. Jen? Dulovits, der Erfinder, nutzte jedoch einzelne Spiegel anstatt des Dachkantprismas. Die Duflex war eine der ersten Spiegelreflexkameras mit Rückschwingspiegel, welche unmittelbar nach der Aufnahme das Sucherbild sichtbar machte. Da die Entwicklung auf dem Markt der Fotoapparate immer weiter fortschritt, wurden auch die Spiegelreflexkameras immer exakter in der Funktion und im Handling.

Erst in den 80er Jahren wurde die Digitalisierung auch für die Fotografie entdeckt. 1981 war Sony der retro-kameraVorreiter mit seiner „Mavica„, einer „Magnetic video camera„. Diese Kamera speicherte erstmalig auf einer zwei Zoll großen Diskette die Bilder ab. Der allgemeine Name dieser Kameras war damals noch „Still Video – Cameras“. Einen Durchbruch erzielte Sony damit jedoch nicht, denn dieser Durchbruch gelang erst in den 90ern durch Kodak. In Kooperation mit Nikon wurde von Kodak das Digital-Camera-System mit der DCS-100 eingeführt. Die Ära der heute so geläufigen digitalen Fotografie begann also im Jahre 1991. Die RD-175 von Minolta war dann auch die erste professionelle Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit digitaler Funktion, die 1995 auf den Markt kam. Seither wird im Bereich der digitalen Technologie ständig weiterentwickelt und verbessert. Mit neuen Sensoren, der Videotechnik, verbesserter Bedienbarkeit und einer über 100 Megapixel hinausgehenden Fotografie eröffnen sich für Fotografen auf der ganzen Welt neue Dimensionen.

Waren die ersten Modelle der Spiegelreflexkameras noch manuell zu bedienen, es mussten die Blende, kameraBelichtungszeit und die Schärfe von Hand eingestellt werden, so entstanden mit den Jahren der Entwicklung dann die Automatisierungen. Diese Automatisierung wurde von den Kritikern jedoch nicht sofort positiv aufgenommen, denn man sprach von Entmündigung des Fotografen. Erst mit der Zeit gewöhnten sich auch die Kritiker an die Vorteile von den Zoomobjektiven, dem Autofokus, dem automatischen Filmtransport, der LCD-Datenanzeige, der eingebauten Blitze sowie der Belichtungs- und Blendenautomatik. Selbst diese Kritiker bedienten sich immer häufiger der Programmierautomatik, obwohl eine manuelle Einstellung nach wie vor immer noch möglich ist.

Der japanische Hersteller Canon begann im Jahre 1995 mithilfe von Kodak mit der ersten digitalen Spiegelreflexkamera. Die ersten Wechselobjektiv-Kameras wurden unter der Bezeichnung EOS im Jahre 2000 eingeführt. Systemkameras, also Kameras ohne Spiegel, laufen bis heute unter der Bezeichnung EOS M.

Der japanische Hersteller Nikon begann im Jahre 1959 mit der ersten Kleinbild-Spiegelreflexkamera. Die Modelle mit Wechselobjektiven werden mit F bezeichnet und existieren unter F-1 seit 1960. Gefolgt von der F-2-Serie im Jahre 1971 und der 1980 folgenden F-3-Serie. Die Kameras der F-3-Serie sind heute noch im Einsatz. 1983 folgte die erste Autofokus-Spiegelreflexkamera, der wiederum in 1988 die Serie F-4 und 1996 die F-5-Serie folgte. Im Jahre 1999 kam dann die F-100-Serie heraus. Die Produktion dieser kompletten Serien wurde jedoch im Jahre 2000 eingestellt. In Kooperation mit Fujifilm entstand bereits 1994 eine E-Serie, die jedoch von der eigenständigen Nikon D-Serie abgelöst wurde. Die D-Serie wird bis heute noch produziert.

Der ebenfalls japanische Hersteller Sony begann seine Geschichte mit den Spiegelreflexkameras 2006 durch die Übernahme von Konica Minolta und nannte das erste Modell, mit der Konica Minolta-Technologie, Alpha. Seither sind einige Modelle an Spiegelreflexkameras entstanden. Jedoch kann sich Sony auf diesem Markt nicht so stark behaupten wie Canon oder Nikon.

Pentax ist ebenfalls ein japanischer Hersteller von Spiegelreflexkameras. Die Erste war 1952 die Asahiflex I. Mit einem automatischen Rückschwingspiegel entstand dann die Asahiflex IIB 1954. Mit fest eingebautem Pentaprisma dann im Jahre 1957 die Asahi Pentax. Die Spotmatic, welche 1964 folgte, war dann die weltweit erste Kamera mit der Belichtungsmessung durch das Objektiv (TTL). Die Mittelformatkamera Pentax 6 × 7 von 1969 ist in der professionellen Fotografie sehr beliebt. 1971 folgten dann zwei weitere Neuerungen bei Pentax. Die erste Spiegelreflexkamera mit TTL-Belichtungsautomatik (Pentax Electro Spotmatic) und die Mehrschichtvergütung Super Multi Coating (SMC).

Samsung, der südkoreanische Hersteller bietet digitale Spiegelreflexkameras als Systemkameras mit verschiedenen Wechselobjektiven an. Auch Videosequenzen sind mit diesen Kameras möglich.

Polaroid, das US-Unternehmen wurde eigentlich durch die ersten Sofortbildkameras bekannt. Mit der Captiva- (Vision-) Reihe von Polaroid wurden von 1993 bis 1997 auch Spiegelreflexkameras mit einer Bildgröße von 73 × 54 Millimeter, Autofokus (Infrarot) und Belichtungsautomatik gebaut. Im Jahre 2004 gelang Polaroid eine Kooperation der Foveon-X3-Technik sowie Praktica von Sigma, bei der es zur ersten Digital-Spiegelreflexkamera kam.

Fujifilm, ebenfalls aus Japan, setzt seit dem Jahre 2000 auf digitale Spiegelreflexkameras. Gestartet wurde mit den Serien Fuji S2 Pro und Fuji S3 Pro, deren Gehäuse von Nikon gefertigt wurde. Die professionelle Serie ist Fuji S5 Pro. Fujifilm hat sich jedoch mehr auf dem Markt der Digitalkameras und Kompaktkameras etabliert. Seit 2011 gibt es von Fujifilm die Systemkameras X-Pro1 mit Wechselobjektiven.