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ExpertenTesten

Geschwindigkeit beim Fahren mit einer Dachbox

Dachbox GeschwindigkeitDer Gesetzgeber gibt in Deutschland keine Höchstgeschwindigkeit beim Fahren mit einer Dachbox vor. Vertreter der Autoindustrie, der ADAC, der TÜV sowie die Hersteller und Vermieter empfehlen jedoch eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Dabei ist es unerheblich, ob die Dachbox voll, halb voll oder leer transportiert wird.

Autofahrer, die schneller mit einer Box gefahren sind, bemängeln die erhöhte Geräuschkulisse, die sich durch Pfeifen und Klappern bemerkbar macht. Je höher die gefahrene Geschwindigkeit ist, desto weniger ist es möglich, sich im Fahrzeug zu unterhalten und auch alle anderen Geräusche sind nicht mehr wahrnehmbar.

Wie schnell man letztendlich mit Dachbox fahren kann, ist aus den Händlerangaben zu ersehen. Eine hochwertige, kostenintensivere Dachbox, von einem namhaften Hersteller, bietet hierbei ein wesentliches mehr an Haltbarkeit, Sicherheit und Langlebigkeit dank der besseren Materialien und Verarbeitung.

In jedem Fall sind bei einer überhöhten Geschwindigkeit mit einer Dachbox die Seiten- und Brückenwinde wesentlich deutlicher zu bemerken. Auch sollte der Autofahrer nicht vergessen, dass der Spritverbrauch mit zunehmender Geschwindigkeit deutlich ansteigt. So liegt z. B. bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h der Spritverbrauch bei ca. + 2 bis 3 Litern auf 100 Kilometer.

Thule 634100 Touring 100 Dachbox Titan AeroSeitdem es die Automobilindustrie gibt, sind die Autodesigner stets bestrebt, Fahrzeuge so zu konstruieren, dass sie einen nur geringen Luftwiderstand besitzen. So wird der Verbrauch gesenkt und gleichzeitig die Leistung des Fahrzeugs erhöht. So wurden Autos konstruiert, die nur einen Minimalwiderstand vorzuweisen haben.

Dementsprechend mussten Dachboxen konstruiert werden, die diesen Anforderungen ebenfalls entsprechen. Hierbei spielt jedoch nicht nur die Form der Box, sondern auch das verwendete Material und das Gewicht eine große Rolle. Je geringer das Eigengewicht der Box ist, desto mehr kann zugepackt werden, bis die Dachlast erreicht ist. Ebenfalls ist das Design wie auch das Aussehen an das Trägerfahrzeug anzupassen – zweckmäßig und trotzdem elegant.

Dank der Aerodynamik der Dachboxen ist die Geräuschkulisse während der Fahrt auf ein Mindestmaß reduziert worden. Klobige, eckige Boxen würden den Geräuschpegel bis zu einem unerträglichen Maß steigern. Ebenso gilt dies bei der Fahrgeschwindigkeit. Die Dachboxen sind für überhöhte Geschwindigkeiten nicht ausgelegt.

Sollte der Autofahrer die Geschwindigkeit von 130 km/h wesentlich und für längere Zeit überschreiten, bedeutet dies nicht nur eine erhebliche Lärmbelästigung, sondern auch die Sicherheit des Fahrzeugs ist nicht mehr gewährleistet. Leichtsinnige Fahrweise und Überladung einer Dachbox führen immer wieder zu Unfällen, bei denen die komplette Dachbox, oftmals mitsamt Befestigung, vom Dach gerissen wurde. Dies gefährdet nicht nur den Autofahrer selber, sondern vielmehr auch andere Verkehrsteilnehmer in hohem Maße.

Laut Paragraf 22 der StVo darf die maximale Breite der Dachladung nicht mehr als 2,55 Meter betragen und das Auto mitsamt der Dachbox eine Höhe von 4 Metern nicht überschreiten. Zudem darf eine Ladung auf dem Dach bis zu 2,50 Metern nicht nach vorn und nach hinten bis zu 1,50 Metern über den Pkw ragen. Ausnahme besteht, wenn die geplante Wegstrecke kürzer als 100 Kilometer ist, denn dann darf die Ladung bis zu drei Meter hinausragen.

Dachbox G3 REEF 580Die zulässige Dachzuladung wird durch die Autohersteller geregelt, erhöht sich jedoch durch eine leichte Dachbox gegenüber den schwereren Modellen. Zudem sichert die Dachbox das Verrutschen der Dachlast und zur Verringerung der Kippgefahr liegt der Schwerpunkt möglichst tief.

Dies sind alles Punkte, die durch das Gesetz oder die Auto- bzw Dachboxenhersteller geregelt sind und die Sicherheit der im Straßenverkehr befindlichen Personen und Sachen schützt. Lediglich bei der Geschwindigkeitsbegrenzung beim Fahren mit einer Dachbox besteht noch Handlungsbedarf.

In jedem Fall wird sich das Fahrverhalten mit einer Dachbox verändern. Gerade unsichere Fahrer oder Fahranfänger sollten darum die Geschwindigkeit von vorneherein drosseln. Eine Dachbox bedeutet immer eine größere Angriffsfläche für Seitenwinde und die Aerodynamik des Fahrzeugs wird mit ihr verändert. Bei niedrigen Geschwindigkeiten macht sich dies weniger bemerkbar, auf der Autobahn, bei hoher Geschwindigkeit, kann das Auto beim Fahren seitlich abgelenkt werden.

Wer darauf falsch reagiert, kann Unfälle verursachen. Zudem sorgt das zusätzliche Gewicht ein verändertes Fahrverhalten, das Fahrzeug neigt sich in Kurven mehr zur Seite und der Bremsweg wird dadurch länger. Eine zurückhaltende Fahrweise, gerade mit älteren Fahrzeugen oder Pkws ohne ESP (Elektronisches-Stabilitäts-Programm) ist daher angeraten, da diese eine schlechtere Straßenlage besitzen.