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Wasserfilter Test 2017 • Die 9 besten Wasserfilter im Vergleich

Wasserfilter von Brita neben einer SpüleDie Reise in fremde Länder bringt manchmal mit sich, dass das Trinkwasser alles andere als gereinigt ist und sich lohnt, Mineralwasser als Alternative zu benutzen, um sich vor Krankheiten oder Giftstoffen im Wasser zu schützen.

Das ist in Deutschland zum Glück nicht der Fall, da die Trinkwasserqualität sehr hoch ist.

Dennoch lohnt sich der Gedanke an die Anschaffung eines Wasserfilter trotzdem, da durch diesen nicht nur gegen Partikel und Schwermetallanteil im Wasser vorgesorgt werden kann, sondern ein Wasserfilter auch allgemein vor zu schneller Verkalkung
schützt
.

Kalk ist zwar nicht schädlich für den menschlichen Körper, dennoch ist eine Verkalkung immer ärgerlich, da z. B. der Wasserdruck nachlässt oder die Rohre allmählich verstopfen.

Auch Haushaltsgeräte sind dem Leitungswasser ausgesetzt, die durch einen zu hohen Kalkanteil schnell selbst Gefahr laufen, zu verkalken. Pflanzen reagieren auf das Gießen mit verkalktem Wasser ebenfalls sehr empfindlich. Ein Wasserfilter ist eine wirksame Alternative, um das Leitungswasser und von Kalk und anderen Schwebeteilchen zu reinigen.

Wasserfilter Bestenliste 2017

Letzte Aktualisierung am: 

 Brita Wasserfilter in mitternachtsblauRussel Hobbs Wasserfilter ClarityAcala Quell Swing Wasserfilter in hellblauPearlCo GlaskaraffenwasserfilterAqua Optima Minerva Plus WasserfilterGlaskaraffen-WasserfilterAEG AquaSense WasserfilterBWT Initium WasserfilterPearlCo Wasserfilter

Brita
Wasserfilter Fjord

Russel Hobbs
Clarity

Acala Quell Swing Aktivkohle Wasserfilter

PearlCo Glaswasserfilter 3500

Aqua Optima Minerva-Plus Wasserfilter


BETEC 4020 Glaskaraffen-Wasserfilter


AEG AquaSense


BWT Initium

PearlCo Wasserfilter

 Bewertung 1,1 1,2 1,3 1,5 1,6 1,8 1,9 2,1 2,2
TechnologieAktivkohleAktivkohleAktivkohle
mit Mikroschwamm
AktivkohleAktivkohleAktivkohleAktivkohle
mit Ionentauscher
AktivkohleAktivkohle
Farbemitternachtsblauschwarzblauweißschwarzweißrotweißweiß
Gesamtvolumen2,6l1,5l1,3l2,0l2,5l2,0l2,3l2,5l3,3l
gefiltertes Wasser1,5l0,5l1,0l1,0l1,7l1,0l1,6l1,3l1,5l
Spülmaschinen geeignet (ohne Deckel)Grüner Hakennicht InklusiveGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner Hakenk.A.
FilterkartuscheGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner Haken
FilterwechselanzeigeGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner Hakenk.A.
FUNKTIONGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner Haken
AusstattungFilterwechselanzeigeWasserkocher mit Filterfunktion
Kochstoppfunktion
FilterwechselanzeigeFilterwechselanzeigeFilterwechselanzeigeLED FilterwechselanzeigeLED FilterwechselanzeigeFilterwechselanzeigemanueller Kartuschen-Wechselanzeiger
MaterialKunststoff BPA-FreiGlasKunststoff BPA-FreiGlasKunststoff BPA-FreiGlasKunststoff BPA-FreiHiGloss LebensmittelechtKunststoff BPA-Frei
Gewicht2,4kg inkl. Verpackung1,9kg inkl. Verpackung1kg inkl. Verpackung1,1kg inkl. Verpackung1,5kg inkl. Verpackung-0,8kg inkl. Verpackung0,9kg inkl. Verpackung0,9kg inkl. Verpackung
Komfort
Preis- / Leistung
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Was ist ein Wasserfilter?

Allgemein sind Wasserfilter Vorrichtungen, die die Beschaffenheit des Leitungswassers verbessern.

 

Schwebeteile und andere Partikel, Trübstoffe und Mikroorganismen sind meisten unerwünschte Substanzen im Wasser, die zwar nicht direkt schädlich sind, jedoch in ihrer Konzentration auch gesenkt werden sollten.

Das Leitungswasser, das dann aus den Rohren der Haushalte fließt, ist natürlich von diesen Grundbedingungen längst ausreichend gereinigt und kann unbedenklich getrunken und genutzt werden. Es unterliegt in Deutschland strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung und wird regelmäßig geprüft!

Dennoch kommen häufiger Schlagzeilen vor, die von Verunreinigungen, Keimen und Schwermetallbelastung im Trinkwasser sprechen. Letzteres kann z. B. passieren, wenn das Wasser in den Rohren durch unvorhergesehene chemische Reaktionen verändert wird, die Rohre defekt oder veraltet sind und Kupfer oder Blei ins Wasser abgeben. Ebenso, wenn das Wasser länger in den Rohren steht, wobei von Stagnationswasser gesprochen wird.

GlaswasserAuch eine gewisse Prozentzahl an Schwermetallen im Wasser ist nicht schädlich, einige so enthaltende Stoffe sind sogar lebensnotwendig. Nur wenn sich bestimmte Parameter erhöhen, kann es einen gesundheitlichen Risikofaktor darstellen.
Am Wasserhahn selbst können sich wiederum Bakterien bilden. Die meisten Wasserhähne besitzen ein Perlatorsieb, das eine ideale Grundlage für die Vermehrung von Keimen ist. Im Wasser selbst sind wiederum Bakterien, die z. B. für den menschlichen Darm hilfreich sind. Eine zu hohe Belastung kann allerdings ebenfalls zur Gesundheitsgefahr werden. Ein Wasserfilter kann die Ansammlung der Keime auffangen bzw. kann das Wasser durch eine Wasserfilterkanne vor der Nutzung noch einmal gereinigt werden. Im Handel werden sowohl Filter für Wasserhähne als auch Wasserfilter als Gerät verkauft.
Neben diesen Auswirkungen im Leitungswasser soll ein Wasserfilter auch Schwebe- und Trübstoffe abhalten, die den Geschmack des Wassers beeinträchtigen. Sind die Rohre und Leitungen im Haus neu und intakt, ist das Trinkwasser natürlich bedenkenlos nutzbar. Dennoch unterscheiden sich die Haushalte nicht nur in den Leitungen, sondern auch im Kalkanteil des Wassers, der in einigen Gebieten niedrig, in anderen sehr hoch ist. Ebenso spielt die Wasserhärte eine wesentliche Rolle, wie schnell das Wasser dafür sorgt, dass die Rohre verkalken.

Wie funktioniert ein Wasserfilter, wo und weshalb kommt er in Deutschland häufig zum Einsatz?

AEG AquaSense

Im Grunde möchten die meisten Menschen nicht nur unbedenkliches Trinkwasser, sondern reines. Diese Reinheit ist von den Wasserbetrieben nur bis zum Haus gewährleistet, was bedeutet, dass nicht intakte oder verrostete Rohre die Qualität des Leitungswassers auf dem Weg in die Haushalte bis zum Wasserhahn bereits verschlechtern können. Die häufigsten Verunreinigungen treten durch Schwermetalle, Hormone, Bakterien, Medikamente und andere Schadstoffe auf.

Kalkablagerungen:

Einer der Hauptgründe für einen zusätzlichen Wasserfilter ist der hohe Kalkgehalt, der in manchen Gebieten und Städten innerhalb Deutschlands im Leitungswasser sehr hoch ist.
Die Wasserhärte wird in den Haushalten aufgrund ihres Kalkgehalts bestimmt. Ist dieser hoch, ist auch die Wasserhärte hoch.
Während Kalk keine besondere Auswirkung auf die Gesundheit hat, ist kalkhaltiges Wasser dennoch unterschiedlich im Geschmack und verändert auch die Tee- oder Kaffeezubereitung und damit natürlich deren Geschmack und Aroma. Doch noch mehr bringt die hohe Wasserhärte im Haushalt mit sich, dass alle vorhandenen Maschinen und Geräte, bei denen Wasser genutzt wird, vorzeitig verkalken. Ist der Kalkgehalt geringer oder lässt er sich durch einen Wasserfilter reduzieren, ist die Kalkablagerung ebenfalls niedriger, so z. B. in Waschmaschinen und Geschirrspüler. Auch Geräte wie Wasserkocher, Kaffeemaschinen und ähnliche müssen dann weniger entkalkt werden.

Wasserfilter

Die Berechnung der Wasserhärte für den Haushalt erfolgt durch Prüfung der Anzahl aller Magnesium- und Calcium-Ionen, die im Leitungswasser vorhanden sind. Diese werden hauptsächlich aus dem Erdboden gelöst oder durch Regenfälle beeinflusst, vermehrt durch das Einsickern bis ins Grundwasser. Das bringt mit sich, dass sich die Wasserhärte nicht nur in den Gebieten unterscheidet, sondern tatsächlich auch von Haushalt zu Haushalt innerhalb einer Stadt oder sogar einer Straße, da das Trinkwasser aus verschiedenen Leitungen in die Haushalte gelangt. Der Kalkgehalt ist natürlich gerade in solchen Regionen hoch, in denen viel Kalk- und Sandstein vorkommt. Dagegen ist die Wasserhärte weich, wenn Granit, Basalt oder Gneis im Boden enthalten sind.

Medikamente- und andere Schadstoffe im Trinkwasser:

Wie der in unseren Quellen angegebene Produktbericht zeigt, konnten im deutschen Trinkwasser etliche Rückstände von Arzneien, darunter Diabetes- und Schmerzmittel, Antibiotika oder Röntgen-Kontraststoffe nachgewiesen werden. Das ist nicht nur über den gedankenlosen Umgang mit klinischen Medikamenten gegeben oder durch das Kippen abgelaufener oder überflüssiger Arzneien in die Toilette, sondern kann u. a. auch durch das ganz normale Ausscheiden ins Abwasser gelangen, da zahlreiche medikamentöse Stoffe vom Körper weiterverarbeitet werden, die selbst, wenn sie den Körper verlassen, weiter wirksam sind.

Solche Rückstände sollten durch einen Wasserfilter beseitigt werden. Ebenso andere Substanzen, die im Trinkwasser eigentlich nichts zu suchen haben, darunter Schwermetalle oder Pestizide.

Welche Arten von Wasserfiltern gibt es?

  • Ionisierer/
    Ionenaustauscher
  • Aktivkohlefilter
  • Basisches Aktivwasser durch Ionisierung
  • Wasserfilterkanne/
    Kannenfilter
  • Tisch-Wasserfilter mit Kartusche
  • Reisefilter
  • Umkehrosmose/
    Osmose
  • Nitrat- und Kalkfilter
  • Andere Wasserfilter
Verschiedene Technologien ermöglichen auch das Nutzen verschiedener Filter. Zum einen gibt es den bekannten Ionenaustauscher, durch den Magnesium- und Calcium-Ionen, die im Wasser vorhanden sind, gegen Natrium-Ionen ausgetauscht werden. Erstere sind dafür verantwortlich, dass das Wasser verkalkt. Solche Filter sind z. B. gut für Geschirr- und Waschmaschinen geeignet. Anorganische und ungeladen organische Stoffe jedoch passieren den Ionenaustauscher ohne Probleme.
Für solche Substanzen ist wiederum Aktivkohle geeignet, die diese am besten absorbiert und aus dem Wasser entfernt. Aktivkohle reagiert auf die unpolaren Substanzen, wohingegen wiederum ionische Stoffe, darunter Kalk, Salze und Mineralien, aber auch Nitrate, Phosphate wie z. B. Rückstände von Waschmitteln, Fluoride, Aluminium, Sulfate und Quecksilber im Wasser verbleiben.

Aktivkohleblockfilter sind einfach aufgebaut und auch sehr kostengünstig, um die Wasserqualität zu verbessern. Sie funktionieren mit Filterpatronen aus Aktivkohle, die gepresst, gebacken und schließlich gesintert ist. Bei der Filterung wird das Leitungswasser über den Leitungsdruck durch die Blockpatrone aus Aktivkohle gepresst. Diese Patrone kann z. B. aus verbrannter Kokosnussschale sein.
Die Porengröße ist vorgegeben und sehr klein. So können bis zu 98 Prozent aller Schwermetall-, Medikamenten- und Hormonrückstände gefiltert werden, dazu auch alle Bakterien und Pestizide im Wasser. Aktivkohle nimmt die Substanzen aus dem Wasser aktiv auf, wie es der Name bereits sagt. Dafür ist der Kontakt mit dem Wasser notwendig, das bedeutet, das Wasser muss langsam hindurchfließen, was wiederum durch den Blockfilter möglich wird. So werden Schadstoffe auch am Ende der Filterung nicht wieder zurück ins Wasser abgegeben. Erst nach einiger Zeit kann der Durchfluss des Wassers langsamer werden, da der Filter immer mehr Schadstoffe aufnimmt und allmählich verstopft. Dann muss die Patrone einfach ausgetauscht und durch eine neue ersetzt werden. Das sollte spätestens nach einem halben Jahr der Anwendung erfolgen.

Aktivkohlefilter lassen sich auf zwei verschiedene Arten anschließen. Ein Auftischgerät wird direkt über die normalen Armaturen angeschlossen und dann durch ein Umlenkventil als normales Leitungswasser oder gefiltertes Wasser verwendet werden. Auftischgeräte eignen sich allerdings nicht, wenn unter der Spüle ein Boiler montiert ist, der mit Niederdruck funktioniert. Dann ist ein Untertischgerät besser.
Dieses wird unter der Spüle montiert. Das gefilterte Wasser wird entweder durch einen separaten Hahn über die Küchenarmatur oder über eine 3-Wege-Armatur geleitet.

Hier wird das Leitungswasser in Aktivwasser umgewandelt.

Diese Technik wurde in Japan und Korea ins Leben gerufen und wird auch häufig zu therapeutischen Zwecken und in Klinken zur Patientenbetreuung genutzt. Gerade weil die moderne Lebensweise und Ernährung viel Übersäuerung des Körpers nach sich zieht, z. B. durch Umweltgifte, Stresseinwirkung oder Fast-Food-Verzehr, soll mit einem Wasserionisierer diesen Bedingungen entgegengewirkt werden.

Das erfolgt durch die Reinigung über einen Aktivkohlefilter, wonach das Wasser schließlich durch ein Elektrolyseverfahren mit Titan-Elektroden in basisches und saures Wasser gespalten wird. Das basische Wasser wird in einer Karaffe aufgefangen, das saure in den Abfluss abgeleitet. Alle Mineralien im Leitungswasser können so ionisiert werden. Das bedeutet, das Wasser wird mit Elektronen aufgeladen und kann dann vom menschlichen Organismus besser verwertet werden. Das Wasser ist neben dem basischen Wert auch anti-oxidativ, was wiederum zum Wohlbefinden des Körpers beiträgt.
Bei diesen Geräten kann eine unterschiedliche Anzahl an pH-Stufen eingestellt werden, ebenso die Redoxwert-Höhe, die erzielt werden kann. Der Redoxwert gibt Aufschluss darüber, welche Reduktions- und Oxidationsvorgänge im Wasser stattfinden. Bei einer Reduktion werden Elektronen aufgenommen, bei einer Oxidation abgegeben. Dadurch bilden sich Elektronenflüsse, deren Spannung durch ein Messgerät messbar ist. Der Redoxwert wird in Millivolt angegeben und mit „mV“ abgekürzt.

Das Wasser lässt sich natürlich auch direkt am Wasserhahn filtern oder mit einer Wasserfilterkanne. Tisch-Wasserfilter werden genutzt, um das Wasser zu enthärten und zu entkalken. Die Kanne besteht aus einem oberen Behälter, in dem der Wasserfilter vorhanden ist, und aus dem Filter selbst.
Das Wasser, das aus dem Wasserhahn kommt, wird in den oberen Behälter gefüllt und ist demnach noch ungefiltert. In der Kanne wandert es durch den Filter bis in den unteren Teil der Wasserkanne. Gelangt es dorthin, sind sowohl Schadstoffe als auch Kalk bereits herausgefiltert, insofern diese im Leitungswasser vorhanden waren, was nicht immer der Fall sein muss.
Kalk ist im Grunde die häufigste Substanz, die gefiltert werden muss. Eine Wasserfilterkanne hilft demnach gerade in Haushalten, die mit einer große Wasserhärte und einen höheren Kalkgehalt zu kämpfen haben.
Ein Kannenfilter ist dabei auch speziell für die Zubereitung von Tee gedacht ist. Das Wasser wird hier über eine lose Aktivkohle-Aufschüttung geleitet, wobei der Ionenaustausch stattfindet. Calcium wird gegen Kalium ausgetauscht, das Wasser für den Tee ist danach klarer, reiner und auch im Geschmack besser, lässt das Aroma des Tees ganz zur Geltung kommen, während sich auch keine Schlieren auf der Oberfläche bilden.
Eine andere Methode, das Wasser weich zu machen und zu filtern, ist durch einen Tisch-Wasserfilter möglich, der mit einer Kartusche ausgestattet ist, die ein Hartz zum Ionenaustausch und ein loses Aktivkohlegranulat enthält. In diesen Tisch-Wasserfilter wird Wasser gegossen, das durch die Filterpatrone in die Kanne rinnt. Dabei wird das Wasser enthärtet, was dann besonders Tee-Genießer bevorzugen, die einen weichen Wasserhärtegrad benötigen, um das volle Aroma ihrer Teesorten auszukosten.
Auch durch diesen Wasserfilter wird die Karbonhärte des Trinkwassers minimiert und Kalk herausgefiltert. Ebenso filtert ein Tisch-Wasserfilter Schwermetalle wie Blei oder Kupfer, die Restbestände aus den Rohren sein können, oder Chlor.
Die Kartusche muss allerdings regelmäßig erneuert werden, die Haltbarkeit beträgt etwa einen Monat. Diese Form der Wasserfilterung ermöglicht allerdings nicht die Entfernung von Schwermetallrückständen und Medikamenten. Auch besteht die Gefahr einer Verkeimung, da die Wasserfilterkanne beständig an der Luft steht. Auch daher muss die Kartusche rechtzeitig ausgetauscht werden, da sonst gefilterte Schadstoffe und Keime das Wasser verunreinigen.
Ein weiterer Wasserfilter ist das mobile System, das auch als Reisefilter bezeichnet wird. Dieser Wasserfilter ist so angelegt, dass er bequem transportiert werden kann. Gerade bei Reisen in Regionen und Gebiete, deren Leitungswasser nicht die Qualität des deutschen Trinkwassers aufweisen, das also möglicherweise stark chlorhaltig oder keimbelastet ist, bildet der mobile Wasserfilter eine gute Vorsorge und ermöglicht den Schutz vor diesen Bedingungen.

Im Handel sind leichte und kleine Geräte zu bekommen, die dabei an fast allen gängigen Wasserhähnen ihren Zweck erfüllen. Daneben gibt es auch tragbare Geräte. Diese funktionieren durch Pumpmechanismus und können so das Wasser ausreichend filtern. Das geschieht entweder über einen Keramik- oder über einen Aktivkohlefilter. Das Rohwasser ist durch mobile Wasserfilter dann nicht mehr verunreinigt.

Eine sehr feine Filterung des Wassers ist durch Umkehrosmose möglich.

In den Fünfzigern wurde diese Art Wasserfilterung speziell für die Raumfahrt ins Leben gerufen und wird auch heute noch in z. B. Anlagen für Meeresentsalzung genutzt.
Auch in normalen Haushalten kann diese zum Einsatz kommen. Das Wasser wird über verschiedene Filterstufen gereinigt.

Die Anlage besitzt bis zu drei Vorfilter, eine Kunststoff-Membrane und zwei Nachfilter. Die Kunststoff-Membrane bildet das Herzstück und lässt tatsächlich nur Moleküle passieren, die die Größe von Wassermolekülen nicht überschreiten. Das bedeutet, dass z. B. Substanzen wie Nitrate, Kalk, Phosphate und Fluoride gefiltert werden können.
Diese Anlagen sind natürlich technisch sehr aufwendig und auch im Preis teurer. Auch wird für diese Art der Wasserfilterung viel Spülwasser benötigt, daher sollte der Wasserdruck mindestens 3 bar betragen. Die Anlage der Umkehrosmose wird am Spültisch angebracht und durch einen extra Eckhahn mit der Hauptleitung verknüpft und angeschlossen. So enthält die Spüle dann einen zusätzlichen Wasserhahn, durch den das gefilterte Wasser läuft.
Der Speichertank dieser Anlagen kann zwischen 5 bis 10 Liter Reinwasser aufnehmen und speichern. Dennoch ist das eigentliche Verfahren der Wasserfilterung eher langsam. Bis der Speicher vollläuft, kann schon einmal eine Stunde vergehen. Dagegen ist hier eine Verkeimung nicht möglich, da Bakterien größer als Wassermoleküle sind und die Membrane nicht passieren können.

Ebenfalls durch Umkehrosmose lassen sich aus dem Trinkwasser Nitrate und Kalk herausfiltern und damit stark reduzieren. Die chemische Verbesserung geschieht durch Ionenaustausch.
Nitrat wird durch Austauschharz abgebaut, welches an das Wasser Chlorid abgibt. Es kann allerdings passieren, dass der Filter bei maximaler Kapazität auf einmal das ganze Nitrat auf einmal abgibt, daher lohnt sich ein extra Nitratfilter.
Von einigen Herstellern sind Wasserfilter auch in einer Kombination von mehreren Filtern zu haben. Das Leitungswasser läuft dann über verschiedene Filterschichten und –medien. Das sind dann allerdings wieder größere Standgeräte, die keinen Anschluss an Strom oder Wasserleitung besitzen. Der Filter besteht bei diesen Geräten aus Gestein, Sand, Schwämmen oder ähnlichen Komponenten, durch die das Trinkwasser langsam hindurchtropft.

Worauf muss ich beim Kauf von einem Wasserfilter achten?

Wasserfilter im Kühlschrank

Wichtig für den Kauf eines geeigneten Wasserfilters sind mehrere Aspekte, die vorher bedacht werden sollten.

Zum einen spielt die Anzahl der Personen eine Rolle, die im Haushalt gefiltertes Wasser benötigen. Anhand der Personen kann die Größe des Wasserstanks bestimmt werden.
Geduld oder weniger Geduld – auch die Geschwindigkeit eines Filters kann die Kaufentscheidung beeinflussen, denn wenige Menschen haben Zeit und Lust, allzu lange auf das gefilterte Wasser zu warten. Die durchschnittliche Dauer der Wasserfilterung sollte bei ein bis zwei Minuten liegen, wenn ein Liter Wasser gefiltert werden soll.
Wasserfilter gibt es für kleine und größere Beträge im Handel.

Der Anschaffungspreis hängt nicht immer nur von dem Wasserfilter selbst ab, sondern auch davon, ob z. B. eine Patrone gewechselt werden muss. So gibt es Angebote von Herstellern, die zum Wasserfilter zusätzliche Kartuschen anbieten. Das wiederum spart den einzelnen Nachkauf der Patronen.

Hier gilt es zu bedenken, dass derartige Filter nicht wiederverwendet bzw. gereinigt werden können. Das Filter-System ist sehr komplex gebaut und weist immer einen ganz bestimmten Nutzungszeitraum auf. In diesem ist gewährleistet, dass das Wasser von Kalk oder Keimen ausreichend gereinigt werden kann. Der Filter sollte demnach so lange verwendet werden, wie es der Hersteller angibt. Meistens beträgt der Zeitraum etwa 1 Monat. Bei einem Aktivkohlefilter liegt die Leistung bei bis zu 100 Liter gereinigtem Wasser.

Kartusche Aktivkohlefilter

Kurzinformation zu führenden Herstellern:

 

Wichtige Hersteller für Wasserfilter und Wasserfilter-Systeme sind in erster Linie natürlich große Unternehmen wie „Brita“ und „PearlCo“.
„Brita GmbH“ ist ein deutsches Traditions- und Familienunternehmen, das vor mehr als 50 Jahren den Tisch-Wasserfilter erfunden hat. Seit 1980 expandiert die Firma in internationalen Märkten, arbeitet mit anderen Herstellern zusammen, in deren Haushaltsgeräte die Filterkartuschen verwendet werden, und besitzt mittlerweile 60 Tochterfirmen. Der Firmensitz ist in Taunusstein-Neuhof. Gegründet wurde „Brita“ von Heinz Hankammer, der 1966 die Idee hatte, herkömmliches Leitungswasser qualitativ zu verbessern. Der Name des Unternehmens ist der Name von Hankammers Tochter. Das erste Produkt auf dem Markt war das „AquaDeMat“. Durch dieses konnte Wasser in Autobatterien entsalzt weden. Darauf folgten Tischwasserfilter für die Haushalte und schließlich die dazu gehörigen, austauschbaren Patronen.


„PearlCo“ wiederum ist eine der stärksten Konkurrenten zu „Brita“. Die Qualität der Wasserfilter ist ebenfalls sehr hoch, die Preise dagegen etwas günstiger. Während die Wasserfilter von „Brita“ auch schon einmal eine Digitalanzeige für die Haltbarkeit der Kartuschen aufweisen, fallen diese bei dem günstigeren Anbieter weg.

Andere Hersteller sind „Alvito“, „Carbonit“, „Prime Inventions“, „Sanquell“, „Aqualiving“, „Blauwasser“, „Naturaquell“, „PI Technology“, „Wapura“, „Wasserkraft“ und „Salux“.

Internet vs. Fachhandel: wo lohnt sich der Kauf von einem Wasserfilter mehr?

Sowohl im Fachhandel als auch im Internet ist das Angebot an verschiedenen Wasserfiltern und Wasserfilterkannen groß. Die Auswahl in Online-Shops und auf größeren Internetplattformen ist meistens etwas übersichtlicher, kann in Ruhe durchgesehen werden und weist in den Beschreibungen alle Informationen auf, die für den Kauf benötigt werden. Somit ist der Kauf im Internet wesentlich bequemer und ermöglicht eine Lieferung ins Haus, ohne großen Such-Aufwand gehabt zu haben.

Wissenswertes & Ratgeber

Die Geschichte des Wasserfilters

Gefäss aus der SteinzeitDie Aktualität einer hygienischen Verbesserung in allen Lebenslagen, so auch in der Nutzung und Filterung des Trinkwassers, erweckt den Anschein, dass der Wasserfilter eine Erfindung des 20. und 21. Jahrhunderts ist.

Die Geschichte reicht allerdings weit zurück, sogar bis in die Steinzeit.

Je nach Entwicklung und Fortschritt hat sich das Bedürfnis in fast allen Kulturen gesteigert, das Trinkwasser zu filtern. In einigen Gebieten blieb das Wasser weiterhin ungefiltert und wurde z. B. in Indien als heilig betrachtet, so dass Menschen im Wasser des Ganges nicht nur badeten und das Wasser tranken, sondern an gleicher Stelle auch die Asche ihrer Toten streuten oder ihre Tiere zum Trinken führten. Dennoch wurden weltweit Wasserfilter-Systeme entworfen, die versuchten, die Nutz- und Trinkbedingungen zu verbessern.

Während der Steinzeit nutzten Nomadenstämme natürlich erst einmal alle Wassermöglichkeiten in ihrer Umgebung. Das waren Flüsse, kleinere Bäche und Quellen. Sobald jedoch eine Dürreperiode einsetzte, trockneten die Flussbette aus.
Die Steinmenschen entwickelten daher die Idee einer Art Saugbrunnen, indem sie einem Stock in den Erdboden rammten, das Loch mit Gräsern ausstopfen und so Wasser durch einen Halm wie eine Art Saugrohr hinaufgezogen wurde. Das Wasser aus dem Gras konnte auf diese Weise hervorragend genutzt werden, während das Gras selbst, das um den Stock gestopft war, als Filter diente.

Das waren natürlich noch sehr ursprüngliche Versionen eines Wasserfilters, der vielleicht nicht einmal bewusst eingesetzt war. Später dann, im alten Ägypten, sah das Ganze schon anders aus. Nicht nur wurden sowohl in Ägypten als auch in Griechenland aufwendige Abwassersysteme entworfen, sondern auch Wasserfilter gebaut, die das Wasser reinigen sollten.
Im Alten Testament finden sich einige Hinweise auf die Veränderung von Wasser, um es trinkbar zu machen, so z. B. in der Geschichte von Moses.

Als er sein Volk anführte, war es nicht möglich aus einem bekannten Fluss zu trinken, weil das Wasser bitter schmeckte. Da rief Moses seinen Gott an, um ihnen Wasser zu schenken, erhielt aber stattdessen ein Stück Holz, das er ins Wasser werfen sollte. Danach verwandelte es sich und war genießbar. So ähnlich funktioniert auch heute noch das Prinzip des Ionenaustauschers.

Auch in Sparta wusste man sich zu helfen. Dort wurde 900 v. Chr. ein Gefäß konzipiert, in dem sich der Schlamm und Dreck des Wassers an den Seiten absetzte. In dieser Form wurde das Wasser grob gereinigt. Später waren die Spartaner klüger und kochten ihr Wasser ab, um es dann durch Dochte abzuleiten und so zu filtern.

Im Laufe der Zeit kamen die Menschen dahinter, dass z. B. Kupfer eine antibakterielle Wirkung auf das Wasser hatte. Auch mit Kohle, Sand und Kies wurde experimentiert. Interessant dabei war, dass die Filterung von Wasser nicht nur aufgrund der Verbesserung von Geruch und Geschmack angewendet wurde, sondern auch bereits Bezug auf den gesundheitlichen Aspekt nahm.
Das zeigte besonders Hippokrates, der Urvater der Medizin und Wissenschaft. Er fand heraus, dass das Wasser zahlreiche Erkrankungen verursachte und entwickelte daher einen Filter, der das Rohwasser der Aquädukte reinigte und zu einer Verbesserung der Gesundheit seiner Patienten führte. Dieser Wasserfilter wurde als „Schlauch des Hippokrates“ bezeichnet, war ein einfacher Stoffbeutel, durch den abgekochtes Wasser hindurchgeleitet wurde.
Hundert Jahre später, in Rom, wurde dann Wasser durch zerstoßene Korallen oder Gerste gereinigt. Beschrieben hat diese Art der Wasserfilterung der Römer Paxamus.

Auch die Mayas scheinen sich mit der Wasserfilterung ausführlich beschäftigt zu haben. Sie bauten u. a. eine der ersten Kläranlagen, die auch Wasserfilter-Systeme enthielten. Hier stießen Archäologen auf Wasserspeicher mit einem Kanalsystem, das mehrere Schaltstationen aufwies. Daneben gab es einen mächtigen Staudamm, der Schleusen enthielt, der wohl die Mayas ausreichend mit Wasser versorgte. An den Stellen, an denen das Wasser austrat, gab es ein Wasserfilter-System, das das Wasser durch z. B. Sand und Maisgries filterte. Dadurch wurden nicht nur Schwebestoffe, sondern auch Bakterien zersetzt.

Sir Francis Bacon setzte sich dann in der Renaissance mit dem Entsalzen des Meerwassers auseinander. Er fand heraus, dass Sandpartikel schwerer waren als z. B. Salzpartikel. Die Versuche ergaben zwar keine positiven Fortschritte, später wurde jedoch die Theorie Bacons aufgegriffen, um die Wasserfilter-Technologie in Gang zu setzen, darunter durch den italienischen Arzt Lucas Portius, der den Sandfilter ins Leben rief.

Mit der Entdeckung des Mikroskops konnte dann schließlich im 18. Jahrhundert ein Wassertropfen unter der Lupe betrachtet und sichtbar gemacht werden, wie viel Leben in diesem winzigen Tropfen vorhanden war, darunter verschiedene Bakterien wie Spirillen oder Bazillen. Die scheinbare Reinheit des Wassers wurde neu in Frage gestellt und so mussten auch neue Formen der Filterung her. Mit den neu entworfenen Gesetzen dieser Zeit kam auch das geforderte Recht auf reines und sauberes Wasser hinzu. So wurden bald größere Wasserfilter-Systeme gebaut, die ganze Städte mit besserem Trinkwasser versorgen sollten. Das geschah immer noch hauptsächlich durch Sand. Dadurch konnten bald schwere Epidemien wie z. B. die Cholera aufgehalten werden, die hauptsächlich durch verunreinigtes Wasser zur Ansteckung führte. Die Bakterien wurden schließlich mit Chlor abgetötet.

Im 20. Jahrhundert wurde endlich mit verschiedenen Wasserfiltern experimentiert. Viele Krankheiten konnten so immer mehr reduziert werden, darunter die Pest, Pocken, Lepra, Flecken- oder Gelbfieber. Das Wasser wurde nicht nur demineralisiert, sondern vielmehr der Härtegrad verändert. Der erste Ionenaustauscher wurde 1903 erfunden. Dieser enthielt Alumosilikate, die Alkali- und Erdalkali-Ionen aufnahmen. Spezielle Kohle und Phenolharze dienten ebenfalls als Austauscher.
Allmählich wurde die Aufbereitung des Leitungswassers zur gesetzlichen Pflicht. Die Trinkwasserversorgung wurde kontrolliert und überwacht, schließlich im Gesetz als Standardanforderung festgehalten, mit der Pflicht, alle enthaltenden Schadstoffe zu reduzieren und das Trinkwasser auf das heutige Niveau abzustimmen.

Ist es möglich, einen Wasserfilter selbst zu bauen?

Unterwegs oder als notdürftige Improvisation ist das Bauen eines selbstgemachten Wasserfilters durchaus möglich.
Allerdings ist dabei zu bedenken, dass diese Filter immer nur Hilfe sind, keine ganzzeitliche Lösung. Wasserfilter sind immer Hightech-Produkte, die so gebaut sind, dass sie die großen Moleküle und Partikel abfangen, wodurch das Wasser gereinigt wird. Das nennt sich Ultrafiltrationsverfahren.
Auch für Outdoor-Filter gibt es bestimmte Filterporen, die eine bestimmte Größe aufweisen, um z. B. Keime und größere Moleküle aufzuhalten. Eine bakterienhemmende Beschichtung und Aktivkohle-Elemente tun ihr übriges. Diese Feinheit der Wasserfilterung ist im Selbstbau natürlich nicht nachahmbar.

Ein notdürftiger Behelfswasserfilter kann selbst gebaut werden und dafür sorgen, in der Wildnis verunreinigtes Wasser grob von Bakterien und Schadstoffen zu reinigen, somit trinkbar zu machen.

Dazu wird eine Röhre benötigt, in die auf mehrere Schichten von Holzkohle, Sand oder Kiesel abgekochtes Wasser gegeben wird. Das untere Ende der Röhre wird mit einem Tuch verschlossen, durch das das Wasser in einen Auffangbehälter fließen kann. Dadurch, dass das Wasser durch mehrere Schichten im Rohr fließen muss, kann es von den meisten gröberen Partikeln befreit werden.

Eine andere Möglichkeit ist das Nutzen eines selbstgebauten Keramikfilters, für den allerdings alles Notwendige zuvor besorgt werden muss.

Ein Keramikfilter reinigt Wasser durch mehrere poröse Keramikschichten, wobei die Löcher so klein sind, dass Schmutz und Schadstoffe zurückbleiben, das Wasser durch die Löcher weiter hindurchfließt und aufgefangen werden kann.
Hierfür wird ein Filterelement aus Keramik benötigt, z. B. ein Topf- oder Kerzenfilter, und zwei Eimer. Ein Eimer ist für das noch nicht gereinigte Wasser, der andere fängt das gefilterte auf. In beide Eimer, die ineinander gestellt werden, wird ein Loch gebohrt. Ein drittes in den äußeren, um das Wasser abzuleiten und aufzufangen. Am besten kann dazu ein Rohr oder Wasserhahn genutzt werden. Im oberen Eimer wird der Filter auf den Boden gesetzt. Das Wasser wird nun in den Eimer gegossen, durchläuft den Filter und wird im unteren Eimer aufgefangen.

Noch einfacher ist ein Wasserfilter, der mit Hilfe von Plastikflaschen, Filtermaterial und einem Eimer selbst gebaut werden kann. Auch hier fließt das Wasser dann durch mehrere Schichten und wird so von Schmutzpartikeln gereinigt.
Eine große Plastikflasche und, je nachdem, was vorhanden ist, etwas Kies, Sand, Watte oder Holzkohle, werden für den Bau benötigt. Der Boden der Flasche wird jetzt herausgeschnitten, die Kohle oder der Kies zuvor gereinigt. Diese werden nun in die Flasche als Schichten gegeben, die Flasche in den Eimer gestellt und das Wasser hindurchgegossen. Der Verschmutzungsgrad wird durch den natürlichen Filter nach und nach verringert.

Alternativen zu einem Wasserfilter

Sicherlich gibt es auch Alternativen zum Wasserfilter. So z. B. Destilliergeräte, die Wasser durch Verdampfen von allen festen Verunreinigungen reinigen. Etwas hochwertigere Geräte besitzen zusätzlich auch noch einen Aktivkohlefilter, der Chlor und gasförmige Stoffe filtert.
Destilliertes Wasser ist qualitativ vergleichbar mit einem weichen Wasserhärtegrad. Durch einen Dampfdestillierer wird das natürliche Verdunsten nachgeahmt, wobei das Wasser auf 80 Grad Celsius erhitzt wird. Dabei bleiben die eigentlichen Inhaltstoffe im Kessel, und das Wasser ist, wie z. B. Regenwasser, sehr weich.
Nachgewiesen konnte, dass destilliertes Wasser nicht schädlich ist, weil z. B. eine Unterversorgung mit Mineralstoffen der Fall ist. Der Körper nimmt diese durch andere Bedingungen wieder auf, so z. B. über die Nahrung, die sowieso den größten Anteil einer Aufnahme aller Mineral- und Spurenelementen ausmacht.
Auch Menschen, die viel Sport treiben, trinken entmineralisiertes Wasser und leiden nicht an Unterfunktionen. Wasser bedingt im Körper vielmehr den Transport und die Reinigung. Es ist daher wesentlich einfacher, Mineralien durch den Verzehr von beispielsweise Obst und Gemüse aufzunehmen. Alleine Menschen, die an Calcium-Mangel leiden, sollten auf destilliertes Wasser verzichten.

Auch ein Hausfilter kann eine Alternative zum eigenen Wasserfilter sein. Dieser wird an die Wasserleitung angeschlossen, die sich meistens im Keller befindet und reinigt somit das gesamte Wasser im Haus. Der Hausfilter weist grobe Sedimentfilter auf, der das Leitungswasser von Rost, Sand und anderen Substanzen befreit. Ein Hausfilter wird meistens gewartet. Ist das nicht der Fall, kann das Wasser bald stark belastet sein und einiges an Qualität einbüßen.
Dafür gibt es wiederum auch Hausfilter, die mit Aktivkohle arbeiten, so z. B. mit Carbonit. Der Durchfluss des Wassers muss bei diesen Filtern enorm hoch sein, damit er das ganze Haus versorgen kann. Auch die Porengröße ist nicht so fein wie die der kleineren Wasserfilter für den Haushalt. Ein Hausfilter reicht meistens nicht aus, um alle Schadstoffe, Schwermetalle oder Arzneirückstände tatsächlich herauszufiltern.

Weiterführende Links und Quellen

Informationen zum Trinkwasser:
http://www.umweltbundesamt.de/
http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/bericht-des-bundesministeriums-fuer-gesundheit-des-1

Alles, was die Trinkwasserverordnung enthält, ist auf dieser Seite zu finden:
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/trinkwv_2001/gesamt.pdf

Informationen zu Medikamenten im Trinkwasser:
http://www.fnp.de/nachrichten/wissenschaft/Medikamente-im-Trinkwasser;art746,1041335

Wie ein Wasserfilter für Überlebenssituationen selbst gebaut werden kann:
– https://www.youtube.com/watch?v=o_lCTBsi3j4

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