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ExpertenTesten

Sicherheit beim Router – wie Sie das Netzwerk schützen

Sicherheit_im_NetzWer im Internet surft, greift oftmals über das heimische Funknetzwerk auf das weltweite Netz zu. Das Funksignal wird durch den Router versendet. Mit den richtigen Einstellungen und einem sicheren Passwort erschweren Sie den Zugriff für Hacker, Fremdsurfer und Datendiebe. Damit erschweren Sie nicht nur den Diebstahl von Daten.

Damit Fremdsurfer keine Urheberrechtsverletzungen begehen, indem sie geschützte Kunstwerke herunterladen, und keine Hackerangriffe über das Funknetzwerk ausgeführt werden, sollten Sie das eigene WLAN-Netz mit wenigen Einstellungen schützen. So sorgen Sie für die richtige Abschottung, die Hackern und Cyberdieben den Zugriff erschwert.

Schließlich sind Sie verantwortlich, wenn über das nicht gesicherte WLAN-Netz für kriminelle Aktivitäten genutzt wird.

Grundsätzlich sollten Sie Ihr Funknetzwerk verschlüsseln, damit Fremde das WLAN-Signal nicht zum Zugriff auf das Internet verwenden können. So stellte der Bundesgerichtshof im Jahr 2010 fest, dass Betreiber für Verletzungen des Urheberrechts verantwortlich gemacht werden können, die von Dritten begangen werden. Leider wiegen sich zahlreiche Verbraucher, die ein WLAN-Netz betreiben, in Sicherheit. Sie meinen, dass die Standardverschlüsselungen ausreichen. Doch gerade derartige Netze sind anfällig, weil die Sicherheitshürden durch Hacker bewältigt werden.

Ein sicheres Netzwerk einrichten

Für einen versierten Datendieb sind bestimmte Funknetzwerke ein leichtes Ziel. Schließlich lassen sich gewisse Verschlüsselungen in relativ kurzer Zeit knacken. Daher raten Experten davon ab, die veralteten Verschlüsselungsmethoden WEP oder WPA zu verwenden. Auf fast allen Routern lässt sich stattdessen der wesentlich sichere WPA 2 Modus nutzen, der wesentlich schwerer zu knacken ist.

Die angeschlossenen Endgeräte müssen allerdings ebenfalls den WPA 2 Modus beherrschen. Einige ältere Fernseher können nicht mit dieser Verschlüsselungstechnik umgehen. In diesem Fall sollten Sie eher ein Kabel verwenden, durch das der Smartfernseher mit dem DSL-Router verbunden wird.

Die Kabelverbindung ist grundsätzlich stabiler. So bleiben Verbindungsabbrüche aus, die im WLAN-Netz drohen.

Damit das WLAN optimal geschützt ist, sollten Sie ihm einen Namen verleihen, der nicht zu erraten ist. Schließlich können sie diesen Namen, der als SSID bezeichnet wird, komplett ausblenden, so dass das WLAN nicht über eine einfache Suche gefunden wird. Stattdessen benötigen die Endgeräte immer den Namen des Funknetzes und das dazugehörige Passwort. Dieses sollte mindestens acht Buchstaben, einige Ziffern und ein paar Sonderzeichen enthalten.

Den Router durch Updates und Backups sichern

Kennwort ComputerFür zahlreiche Router werden in regelmäßigen Abständen Sicherheitsupdates veröffentlicht. So wird die Firmware verbessert, um etwaige Schwachstellen zu beseitigen, die durch Hacker genutzt werden können. Schließlich kann auch das Betriebssystem eines Routers Schwachstellen aufweisen, die zum Angriff genutzt werden. Daher ist es immer empfehlenswert, die Updates so schnell wie möglich zu installieren.

Falls kein automatisches Update im Webinterface aktiviert ist, sollten Sie in regelmäßigen Abständen nach Verbesserungen für den Router suchen. Bei einigen Routern wird niemals automatisch nach verbesserter Firmware gesucht. Zumeist lässt sich die Suche nach einem Update aber über das Webinterface des Routers ausführen.

Wenn Sie auf das Webinterface des Routers zugreifen, ist es empfehlenswert, ein LAN-Kabel zur Verbindung zu nutzen.

Mit einem durch das Ethernet-Kabel verbundenen Computer können Sie die Einstellungen direkt in der Benutzeroberfläche des Netzwerksgerätes vornehmen.

Bei fast allen Routern wird lediglich ein Browser benötigt. Nach der Eingabe der Router-Adresse muss nur noch das Passwort des Gerätes eingegeben werden. Auch diese Passphrase sollte aus vielen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen.

IP-Adressen zur Sicherheit vergeben

Wenn keine neuen Geräte zum Funknetzwerk hinzukommen, können Sie den DHCP-Server deaktivieren. Dieser Server, über den Router verfügen, vergibt zufällige IP Adressen, die sich in einem definierten Bereich befinden, an angeschlossene Endgeräte. Wenn der Server deaktiviert wird, müssen Sie alle Einstellungen von Hand vornehmen. Sie müssen Sie sämtlichen Endgeräten eine IP-Adresse verleihen, die Sie im Anschluss dem Router mitteilen.

Weil die Vergabe von IP-Adressen viel Zeit kostet, ist diese Arbeit nur dann zu empfehlen, wenn hochsensible Daten geschützt werden sollen. Ansonsten lohnen sich die Mühen nicht, weil nur eine kleine Sicherheitslücke geschlossen wird.
Manche Verbraucher schließen das WLAN allerdings komplett. Sie nutzen lediglich Kabel, um Endgeräte mit dem Netzwerk zu verbinden. Dadurch wird der Zugriff für Hacker und Datendiebe enorm erschwert.

Netzwerk ServerAndere Verbraucher richten ihr Funknetzwerk so ein, dass nur die Geräte zugreifen können, deren MAC-Adresse dem Router bekannt ist. Schließlich lassen sich viele Router so einrichten, dass sie sich nur noch mit den Geräten verbinden, deren MAC-Adresse sie kennen, über die jedes Gerät verfügt. Durch die manuelle Eingabe der Adressen kann also Sicherheit entstehen. Die Nutzung des MAC-Filters lässt sich im Webinterface der Router aktivieren.

Leider können versierte Datendiebe derartige Adressen auslesen. Mit kriminellen Anwendungen ist es ganz einfach, dem Router nun vorzuspielen, dass eine passende MAC-Adresse vorhanden ist. So können sich versierte Cyberkriminelle auch in diesem Fall Zugriff verschaffen. Für Hobbyhacker und Fremdsurfer stellen die MAC-Adressen, die im Menü des Routers gespeichert werden, aber eine unüberwindliche Hürde dar.

Die generelle Kabelverbindung sorgt auch bei der Arbeit in den sensiblen Menüs für Sicherheit. Wenn Sie doch einmal eine falsche Einstellung vornehmen, durch die Sie sich aus dem WLAN-Netz aussperren, können Sie immer noch mit dem LAN-Kabel auf die Menüstruktur zugreifen. Dort können Sie oftmals ein Backup der Einstellungen vornehmen.

Durch die Datensicherung, die am besten auf einer externen Festplatte gespeichert wird, kann die korrekte Konfiguration des Netzwerksgeräts wiederhergestellt werden. Gerade für Fälle, in denen das Netzwerk nicht mehr korrekt konfiguriert ist, kann sich das Backup lohnen, das oftmals mit wenigen Mausklicks genutzt werden kann.

Vorteile der Netzsicherung

Auch wenn das Funknetzwerk und der Router richtig gesichert sind, besteht kein hundertprozentiger Schutz. Wenn erfahrene Hacker in ein WLAN-Netz eindringen wollen, werden Sie über kurz oder lang Zugriff erlangen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Einbruch in das Funknetzwerk vollzogen ist.

Sicherheit RisikoWenn Sie einen modernen Router verwenden, wird der Zugriff immens erschwert. Durch die Wahl der WPA 2 Verschlüsselung wird es wesentlich komplizierter, auf das Funknetzwerk zuzugreifen. Durch die Verschleierung des Funknetzwerknamens werden viele Datendiebe nicht auf den Router und das WLAN aufmerksam.

Dann besteht eine wesentlich geringere Gefahr. Je höher die Hürden sind, desto eher wird der Datendieb davon absehen, sich die zeitliche Mühe zu machen. Hobby-Hacker werden mit Sicherheit scheitern. Fremdsurfer werden ebenfalls zuverlässig ausgeschlossen. Daher sollten Sie sich unbedingt die Mühe machen – und den Router richtig sichern.