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Laufrad Test

Zahlen, Daten, Fakten rund um das Laufrad

Das Laufrad, auch bekannt unter dem Namen Draisine hat eine lange, traditionsreiche Geschichte. Benannt nach dem Erfinder Karl Drais aus Karlsruhe, war dies das erste Fortbewegungsmittel der Menschen und wurde 1817 zum ersten Mal auf den Markt gebracht.

Mit dieser Draisine, ohne Lenker oder Pedale, liefen zum ersten Mal zwei Räder hintereinander und der Fahrer musste sich mit den Händen über dem Vorderrad abstützen. Nur durch die Balance des menschlichen Körpers konnte somit die Fahrtrichtung bestimmt werden. Bis die Draisine als Fortbewegungsmittel für Kinder erfunden wurde, sollten 100 Jahre vergehen.

Fahrrad altMit der Draisine war zum ersten Mal eine schnelle Fortbewegung ohne Pferd möglich. Waren an den ersten Modellen noch Armstützen und kein Lenker, so wurde dieser bei den folgenden Modellen mit einer vertikal drehbaren Vorderachse hinzugefügt.

Das Kurvenfahren ohne Probleme war nun möglich. Viele Modelle wurden nach dem langlebigen Vorbild nachgebaut, konnten jedoch mit der Qualität nicht mithalten. Dies und schlechte Wege, unbequeme Sitze, ungefederte Räder und vor allen Dingen der Preis sorgten jedoch dafür, dass sich die Draisine nie wirklich als Fortbewegungsmittel durchsetzen konnte.

Erst 1862 und in den folgenden Jahren verbesserte der Franzose Pierre Michaux die Draisine mit einem gefederten Sattel, verändertem Rahmen und Pedalen, die eine Fortbewegung durch Beinarbeit möglich machte – das Fahrrad (Velocipede) war erfunden.

Viele Jahre später erfolgte die Verbesserung vom Holzrahmen zum Metallrahmen, von der harten Bereifung zur Luftbereifung sowie die Entwicklung des Kettenantriebs.

Die Technik des Laufrades ist einfach und selbst von Kindern schnell zu erlernen. Neben dem Rahmen aus Holz, Kunststoff oder Metall befindet sich der Sitz oder Sattel für das Kind.

Vorne ist an dem Laufrad ein Lenker oder Bügel angebracht, mit dem das um eine senkrechte Achse drehbare Vorderrad gelenkt wird.

Das hinter dem Vorderrad liegende Hinterrad ist mit dem Rahmen verbunden. Durch das abwechselnde Abstoßen der Füße wird das Laufrad bis zu einer Geschwindigkeit von bis zu 15 km/h auf ebenen Wegen fortbewegt.

Diese Art der Laufräder für Kinder wurde bereits zur Mitte des 20. Jahrhunderts erfunden und vermarktet. Das robuste Laufrad war für 2- bis 6-jährige Kinder ideal und gewann viel Anerkennung.

1997 begann der offizielle Vertrieb der Laufräder für Kinder, die in den ersten Modellreihen noch aus Holz gefertigt wurden. Später folgten Rahmen aus Stahl und Aluminium.

Beginnend mit einem Alter von 2 bis 2,5 Jahren, jedoch abhängig vom Entwicklungsstand und der Größe des Kindes, kann das Kind bis zum Erlernen des Fahrradfahrens im Alter von um die 6 Jahren mit dem Laufrad seine Motorik und den Gleichgewichtssinn spielerisch verbessern sowie den Umgang mit Hindernissen erlernen.

Somit ist das Laufrad länger nutzbar als Dreirad oder Tretauto, an denen die Kinder viel früher die Lust verlieren und hilft als Vorbereitung auf das spätere Fahrradfahren ungemein.

Die Popularität der Laufräder weist im Laufe der Geschichte Höhen und Tiefen auf. Dies mag zum einen daran liegen, dass die Laufräder von Eltern oftmals als unsicher angesehen werden und ist bestimmt modeabhängig.

Anwendung Streetsurfing Kinder Lauflernrad Early Rider ClassicIn den letzten Jahren sieht man jedoch auf Spielplätzen, Privatgrundstücken und in den Fußgängerzonen immer mehr kleine Kinder mit Laufrädern. Jedoch ist das Dreirad als Fortbewegungsmittel immer noch ungebrochen populär und als Fahrzeug für Kinder nicht wegzudenken.

Damit das Laufrad für Kinder ansprechender und für Eltern sicherer gestaltet werden kann, haben sich die Entwickler seit einiger Zeit etwas Innovatives einfallen lassen.

Zum einen werden die Laufräder sportlicher und an bekannte Symbole angelehnt wie z. B. „Hello Kitty“ Laufrad für Mädchen oder Laufrad in Form eines Motorrades für Jungen und zum anderen durch Doppelräder vorne und hinten sowie eine Bremse gegen das Umfallen wie auch das Auffahren auf Hindernisse gesichert.

Hinzu kommt, dass dank der Verwendung der neusten Technologien die Laufräder immer robuster und langlebiger werden, hochwertigeres Material verwendet und die Fertigung verbessert wird, was ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis nach sich zieht.

Auch wird die Auswahl der unterschiedlichen Laufräder aufgrund der Vielzahl von Herstellern immer größer, was bedeutet, dass die Eltern relativ preisgünstig ein gutes Laufrad bekommen können.

So entsteht eine Preisspanne zwischen unter 20 Euro und knapp unter 200 Euro für das Laufrad. In jedem Fall ist beim Kauf eines Laufrades das TÜV-Prüfsiegel sowie das GS-Sicherheitssiegel zu beachten. Nur ausgezeichnete Laufräder sollten in die engere Wahl kommen.

KinderhelmAuch gibt es bei den verschiedenen Herstellern und Modellreihen differenziertes, optionales oder inkludiertes Zubehör wie Klingel oder Glocke, Handbremse, Taschen oder Körbe, Tragegurte für das Laufrad, Handpumpen, Wimpel, Seitenständer und besonders wichtig, der passende Kinderhelm.

Dieser Kinderhelm ist beim Kauf eines Laufrades unbedingt sofort mitzukaufen und sollte immer vom Kind getragen werden. Er darf nicht zu locker und nicht zu eng sitzen, soll das Kind also beim Fahren mit dem Laufrad nicht behindern.

Fest steht, dass mit Helm die Folgen von etwaigen Stürzen nicht so schlimm verlaufen, und gewisse Verletzungen sogar gänzlich ausgeschlossen werden können.

Zudem ist es für das Kind nach einer gewissen Zeit eine Selbstverständlichkeit und beim späteren Fahrradfahren nicht erst zu erlernen. Für Laufräder, wie auch für Fahrräder gilt also: NIEMALS OHNE HELM!