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ExpertenTesten

Zahlen, Daten, Fakten rund um die Dachbox

Zahlen, Daten, Fakten rund um die DachboxBis es zur Erfindung der Dachboxen kam, sollte eine ganze Weile vergehen. Zunächst einmal musste das Kofferraumvolumen für die Autobesitzer ausreichen, um die gewünschten Gepäckstücke zu transportieren. So war man auf der Urlaubsreise an eben dieses Volumen gebunden. In Zusammenarbeit mit der Autoindustrie wurde jedoch immer wieder überlegt, wie man den Stauraum erweitern könnte, ohne das Fahrzeug dementsprechend zu vergrößern und dessen Windschnittigkeit zu verringern.

So kam es zu Dachgepäckträgern, die die Rundumsicht um den Pkw zwar nicht behinderte, jedoch zusätzlichen Stauraum, besonders für sperriges Gut, darstellte. Immer mehr Autobesitzer machten im Winter Urlaub und suchten nach Lösungen für die Skier, die kurzerhand an diesem Dachgepäckträger befestigt werden konnten. Alles wurde mit Spanngurten festgezurrt und mit einer Plane gegen Witterungseinflüsse geschützt.

Dies war jedoch keine geniale Lösung, denn zum einen wurde dabei oftmals die Dachlast erheblich überschritten und zum anderen stellte diese Dachlast einen erheblichen Windfang dar, was das Autofahren immens erschwerte. Ganz davon abgesehen fehlte den Fahrzeugen nun die Aerodynamik, was zum erheblichen Kraftstoffverbrauch führte.

Dachbox Thule Motion 600, Schwarz glänzendMit einem Dachgepäckträger der damaligen Zeit konnte die Last auf dem Dach nicht ausreichend sicher befestigt werden, was bei einer Vollbremsung oder Fahrten auf unebenem Gelände die komplette Dachlast zu Wurfgeschossen werden ließ. Nicht vergessen werden sollte zudem die hohe Geräuschemission, die aufgrund dieses vollgepackten Dachgepäckträgers entstand.

Selbst bei der nur möglichen, geringen Fahrgeschwindigkeit war an eine Unterhaltung im Innenraum des Fahrzeugs nicht mehr zu denken. Auch der Bedienkomfort dieser Dachlast war erheblich eingeschränkt, denn wenn schon alles regensicher und fest verzurrt war, so konnte die Entnahme eines einzelnen Gegenstandes die ganze Konstruktion hinfällig machen.

Wurden so nur unbefriedigend Skier, Surfbretter und besonders Fahrräder auf der Urlaubsreise befördert, entwickelte die Industrie schnell besondere Träger, die hierfür am Heck der Fahrzeuge angebracht werden konnten. Diese Träger schränken die Sicht nur minimal ein und lassen ein normales Fahrverhalten zu. Außerdem steht nichts über die Fahrzeugabmessung über und auch bei der Höhe des Fahrzeugs gibt es keine Probleme.

Erst in den 80er Jahren kam es dazu, dass eine Box, damals noch explizit für Skier, den Einzug in die Produktvielfalt des Autozubehörs fand. In den 90er Jahren folgte dann eine Dachbox für allgemeines Transportgut. Diese Konstruktion wurde immer weiter verbessert, denn in den Anfängen war auch mit dieser, eher etwas klobigen Box, die Aerodynamik nicht gegeben und das Fahrverhalten musste an die Box angepasst werden.

Exklusive Dachbox Spazio 420 von BB-EPEin Vergleich mit den Dachboxen unterschiedlicher Hersteller in der heutigen Zeit ist fast unmöglich, denn immer wieder kamen Verbesserungen auf den Markt. Mal abgesehen von den Veränderungen bei der Größe und somit dem Volumen der Dachboxen, wurde immer mehr an der Form, dem allgemeinen Design, gefeilt. Die Dachboxen sollten dem modernen Autofahrer mit all seinen Ansprüchen gerecht werden, so wenig Fahrgeräusche wie möglich verursachen und auch eine Fahrt mit hoher Geschwindigkeit aushalten.

Waren die ersten Dachboxen aus Metall gefertigt, folgten bald Kunststoff und viel später auch ein Glasfaser-Material. Somit wurde natürlich nicht unerheblich an Eigengewicht der Box eingespart, was eine höhere Zuladung erlaubte. Der Vorreiter Thule bekam schnell Konkurrenz von anderen Firmen, die mit mehr oder weniger Erfolg nacheiferten.

Auch bei der Befestigungsmethode hat sich im Laufe der Jahre Einiges getan. So hat man heute mehrere automodellabhängige Methoden wie die Befestigung am Türrahmen, an der Regenrinne und an einer Dachreling. Da die gesamte Entwicklung der Dachboxen mit der Autoindustrie in enger Zusammenarbeit stand, wurde auch bei einigen Automodellen eine Befestigungsmöglichkeit verdeckt im Dach selbst geschaffen. Diese vom Werk bereits vorgenommenen Bohrungen sind nur leicht überlackiert und können zur Befestigung eines Dachträgers jederzeit aufgeschraubt werden.

Zudem gibt es Dachträgermodelle, die mit Saugnäpfen oder Magneten arbeiten. Hierbei ist jedoch eine enorme Sorgfalt bei der Anbringung von Nöten, damit der Träger nicht verrutscht. Auf diesen Trägern wird dann die Dachbox unfallsicher mit Klemmen befestigt. Auch im Hinblick auf die Verteilung der Transportgüter hat sich im Laufe der Zeit einiges getan, damit der Pkw nicht einseitig belastet wird. Wurde früher das Gewicht der zu transportierenden Güter gleichmäßig auf dem Dach verteilt, ist dies bei den günstigen Modellen heute noch üblich.

Dachbox Modula Travel 460 LTLediglich dadurch, dass die Dachboxen oftmals beidseitig zu Öffnen sind, ist die Be- sowie die Entladung erheblich vereinfacht worden. Auch sorgen Anti-Rutsch-Matten oder Befestigungsösen sowie Netze für eine Einhaltung der Ordnung im Inneren der Dachbox. Kostenintensivere Modelle haben hingegen ein automatisches Sortiersystem, welches die Güter gleichmäßig verteilt und zusätzlich mit einem Netz festhält. Dies sind dann die edleren, teuren Dachboxen, die es für spezielle Autoliebhaber auch geben muss.

Alles in allem hat sich im Laufe der Zeit Einiges in diesem Bereich getan, was immer mit einer Zusammenarbeit der Autohersteller erfolgt ist. Innovative Technologien sorgen heute für ein Plus an Sicherheit bei der Verwendung der Dachboxen. Die Boxen werden immer aerodynamischer, stylisher und weisen einen zunehmenden Komfort auf. Ganz wie von den Autobesitzern gewünscht.

Trotzdem sollten sie nur eingesetzt werden, wenn es wirklich nötig ist, denn neben den Anschaffungskosten sollte der Nutzer bedenken, dass sich durch den entstehenden Luftwiderstand ein höherer Spritverbrauch ergibt. So sollte der Autofahrer immer bedenken:

  • schwere Lasten gehören in das Auto und nur sperriges Gut auf das Dach
  • die erlaubte Dachlast ist modellabhängig und bewegt sich zwischen 35 und 100 Kilogramm – hierbei ist das Gewicht der Box, der Grundträger sowie der Halterungen zu berücksichtigen
  • Ladung und Dachträger sind nach einigen Kilometern Fahrt dringend auf die Stabilität hin zu überprüfen
  • die Zuladung muss auch in der Dachbox optimal gesichert sein – Spann- und Zurrgurte aus hoher Qualitätsgüte oder automatisches Sortiersystem
  • um die Einhaltung der Sicherheit sowie den Windwiderstand und somit den Spritverbrauch zu minimieren, ist die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h einzuhalten
  • ein Fahrzeugüberstand ist in jedem Fall zu vermeiden.