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ExpertenTesten

Zahlen, Daten, Fakten rund um die Spiegelreflexkamera

Die Spiegelreflexkamera verdankt ihren Namen dem wegklappbaren Spiegel, der sich zwischen Objektiv und Bildebene des Fotoapparates befindet. Die Abkürzung für Spiegelreflexkamera ist SR. Vor jeder Aufnahme wird das Bild normalerweise auf einer Mattscheibe, die horizontal liegend ist, seitenverkehrt gespiegelt und abgebildet.

Nikon-SpiegelreflexkameraVon oben blickend konnte man bei früheren Modellen mit einem Lichtschachtsucher oder direkt das Bild betrachten. Erst viel später kamen Sucher heraus, welche das Bild parallel zur optischen Achse oder besser, horizontal und seitenrichtig durch ein Okular sichtbar machten. Der Prismensucher war geboren. Neben der einäugigen Spiegelreflexkamera (SLR = Single-Lense-Reflex) gibt es noch die Zweiäugige (TLR = Twin-Lense-Reflex), welche ein zweites Objektiv besitzt.

Somit besitzt die zweiäugige Spiegelreflexkamera einen eigenen Sucher-Strahlengang, einen Lichtschacht, eine Mattscheibe und einen Spiegel. Das zweite Objektiv ist über dem Hauptobjektiv angebracht. Die TLR besitzt genau wie die SLR die horizontal liegende Mattscheibe, auf der sich das Sucherbild befindet.

Als dritte und vierte Variante gibt es Spiegelreflexkameras mit einem Aufnahmesensor, der digital ist. Diese bezeichnet man als DSLR = Digital-Single-Lense-Reflex. Diese DSLR ist vom mechanischen Aufbau her genauso wie die SLR oder TLR. Lediglich besitzt sie keinen Film, sondern einen Bildsensor.

Der Vorteil dieser Kamera liegt eindeutig darin, dass die aufgenommenen Bilder direkt über die Bilddatei verfügbar sind. Die Filmentwicklung fällt vollkommen weg.

So können fehlbelichtete oder misslungene Aufnahmen sofort wiederholt werden. Die meisten Hersteller der Nikon D3100 SLR-Digitalkamera 2digitalen Spiegelreflexkameras nutzen, wie bei den gewöhnlichen Kameras, ein eigenes Zubehör- bzw. Objektivsystem. Somit ist der Nutzer an dieses System zumeist gebunden. Ein großes Problem bei den digitalen Spiegelreflexkameras ist der Staub oder allgemeine Verunreinigungen am Bildsensor. Diese Verunreinigungen entstehen auf der Aufnahme beim Wechsel des Objektivs auf den Sensor. Auch schlagen sich Verunreinigungen der Mechanikschmierung sowie Abrieb dieser Mechanik darauf nieder. Hier kann kein Filmtransport diese Verunreinigungen abführen, sodass der Schmutz zu Schatten bei kleinen Blenden sichtbar wird. Differenzierte technische Verfahren werden von den Herstellern der digitalen Spiegelreflexkameras zur Reinigung angeboten.

Eine Steigerung dieser digitalen Spiegelreflexkamera ist die Video-DSLR (oder HDSLR, VDSLR), die als vierte Variante in der Lage ist, neben den Fotos auch Videos zu erstellen.

Die Funktionsweise der Königsklasse der Fotoapparate hört sich für den Laien etwas verzwickt an, ist jedoch eigentlich recht simpel. Das Licht gelangt durch die Linsen vom Objektiv und wird mithilfe des Schwingspiegels auf die Einstellscheibe gebracht.

Das Bild wird dann im Sucher sichtbar, wenn mit der Feld- oder Sammellinse die Reflexion im Dachkantpentaprisma erfolgt. Zumeist ist dies mit einem Dioptrienausgleich ausgestattet. Andere Modelle der SR haben einen Lichtschachtsucher oder einen sogenannten Porro-Spiegelsucher, die anstelle des Prismensuchers mit Dachkantpentaprisma verbaut sind.

Vor einer Aufnahme klappt der Spiegel nach oben und der Verschluss öffnet sich. Bei der einäugigen FotografSpiegelreflexkamera wird das Bild dann unmittelbar auf den Film bzw. die Filmebene oder den Bildsensor transportiert. Es gibt auch spezielle Modelle, welche mit einem fest montierten Spiegel, der teildurchlässig ist, anstatt des Schwingspiegels arbeiten. Dies reduziert die Belichtungszeit zwischen Auslösen und Belichten der Bilder. Somit ist eine schnellere Bildfolge möglich, als bei motorgetriebenen Kameras. Das Sucherbild ist jedoch dunkler, denn es wird weniger Licht zum Film bzw. Sensor weitergeleitet, da der Spiegel das Licht teilt. Zwei Drittel werden zum Film oder Sensor durchgelassen und ein Drittel wird nur im Sucher gespiegelt. Hauptvorteil der einäugigen Spiegelreflexkamera ist, dass Tele- oder Weitwinkelobjektive als Wechselobjektiv verwendet werden können. Als Schlitzverschluss gefertigt, liegt dieser unmittelbar vor der Ebene des Films und vereinfacht so den Wechsel des Objektivs. Nur Mittelformatkameras nutzen die im Objektiv enthaltenen Zentralverschlüsse und Schlitzverschlüsse. Entscheidet sich der Nutzer für das Kleinbildformat 24 × 36 Millimeter, ist die einäugige SR empfohlen und gebräuchlich. Selbst beim Mittelformat von 45 × 60 Millimeter, obwohl sie preisintensiver sind, werden die Einäugigen bevorzugt und verdrängen die Zweiäugigen. Moderne Kameras sind in der Regel einäugige Spiegelreflexkameras, die auch für Einsteiger empfehlenswert sind.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Typen dieser Kameras.

In ein- und zweiäugige Spiegelreflexkameras.

  • Die zweiäugigen Spiegelreflexkameras

besitzen immer zwei Objektive gleicher Brennweite an der Vorderseite. Hierbei belichtet das untere Objektiv den Film und das obere Objektiv bildet über den Spiegel das Abbild seitenverkehrt auf die Einstellscheibe ab. Das erste Objektiv (Aufnahmeobjektiv) hat immer einen Zentralverschluss. Das zweite Objektiv (Sucherobjektiv) ist in der Regel recht einfach konstruiert, um Kosten zu sparen, besitzt jedoch die Möglichkeit zu helleren Sucherbildern, da es lichtstärker ist. Auch die Scharfstellung ist hierbei vereinfacht. Beide Objektive besitzen einen Einstellmechanismus für die Entfernung, welche parallel zu bewegen sind. Hiermit wird dann die Einstellscheibe scharf gestellt. Eindeutige Vorteile der zweiäugigen Spiegelreflexkameras sind ein ständig sichtbares Sucherbild, was in keinem Fall von der Arbeitsblende abgedunkelt wird. Zudem ist das Aufnahmegeräusch sehr leise und das Auslösen des Verschlusses verursacht keine Erschütterungen der Kamera. Leider verfügen diese Kameras auch über Nachteile. Da ist zum einen die Anschaffung zweier Objektive, die aus Kostengründen wenig aufwendig gewählt werden. Zum anderen, dass bei Makro- und Nahaufnahmen oftmals ein Parallaxenfehler entsteht, weil sich die Achsen der Objektive gegeneinander verschieben. Aufgrund dessen spielen zweiäugige Kameras nur noch eine untergeordnete Rolle, sind jedoch für Sammler und Nostalgiker interessant.

 

  • Die einäugigen Spiegelreflexkameraseinäugige spiegelreflexkamera

haben sich bei Hobby- oder Profi-Fotografen längst durchgesetzt. Lediglich kann der Nutzer zweiäugige Spiegelreflexkameras mit hochwertigen Objektiven auf dem Gebrauchtmarkt finden. Diese Kameras sind ideal und preiswert für Einsteiger, welche günstig im Mittelformat fotografieren möchten.