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Alternativen zum Nachtsichtgerät

Wenn es um das Sehen in der Nacht geht, fällt fast jedem sofort das Nachtsichtgerät ein. Diese praktischen Restlichtverstärker sind auch in der Lage, bei Dämmerlicht oder in kompletter Dunkelheit mit zugeschalteter IR-Beleuchtung auf Entfernungen bis 600 Meter brauchbare, lebensnahe Bilder zu liefern.

Bei den meisten Nachtsichtgeräten werden die Bilder in dem bekannten Grünton gezeigt.
Nachtsichtgeräte gibt es mit unterschiedlichen Ausstattungen zu Preisen zwischen rund 100 Euro und 3.000 Euro oder mehr.
Aber gibt es auch Alternativen zu Nachtsichtgeräten?

Wildkamera mit Nachtsichtfunktion

Wildkamera - Alternative zum NachtsichtgerätGrundsätzlich arbeiten alle im Handel erhältlichen Wildkameras nach dem gleichen Prinzip. Das Kernstück einer Wildkamera ist die in einem wetterfesten Schutzgehäuse untergebrachte digitale Einheit, welche über Sensoren aktiviert wird.

Die meisten Wildkameras bieten zwei Möglichkeiten der Aufnahme. Zum einen Videoaufnahmen mit 640 x 480 Pixeln, welche auf eine festgelegte Aufnahmedauer beschränkt sind. Flexibler zeigen sich die Kameras in Bezug auf Bilder.

In kurzen Abständen werden eine oder mehrere Aufnahmen geschossen. Einige Wildkameras sind zudem mit einer Zeitrafferfunktion ausgestattet. Dazu wird manuell ein bestimmter Zeitintervall eingestellt, in welchem die Videokamera dann automatisch Fotos schießt.

Sensoren für Wärme und Bewegung

Überwachungskameras mit Nachtsichtfunktion sind mit Sensoren ausgestattet, welche automatisch die Aufnahme starten, sobald sich im Erfassungsbereich ein Mensch oder ein Tier bewegt. Da beide Sensoren, Bewegung und Wärme, zusammenwirken, kommt es nur sehr selten zu Fehlaufnahmen.

Die Auslöseverzögerung für die Aufnahme ist bei fast allen Wildkameras unterschiedlich eingestellt. Bei einem Wildwechsel als Aufstellort der Kamera sollte die Auslösung sehr schnell geschehen, da das Wild hier immer nur kurzzeitig im Erfassungsbereich ist. An anderen Stellen spielt die Auslösezeit keine so große Rolle.

Speicherplatz für Aufnahmen

Die Hersteller der meisten Wildkameras statten diese mit einer SD-Karte als Speichermedium aus. Das macht das anschließende Betrachten der Aufnahmen recht einfach, die Aufnahmen können beispielsweise nach der Entnahme der SD-Karte in einer mitgeführten Digitalkamera sofort oder später daheim auf dem Computer ausgewertet werden. Mit einer Speicherkapazität von 32 GB erlaubt die SD-Karte, die Kamera ununterbrochen über mehrere Tage im Einsatz zu belassen.

Aufnahmen in Farbe oder Schwarz-Weiß

Moderne Nachtsichtkameras zur Beobachtung von Wild nehmen Bilder und Videos grundsätzlich in Farbe auf. Wenn das Tageslicht abnimmt und die Dämmerung hereinbricht, schalten diese Geräte automatisch auf Schwarz-Weiß um.

Gewöhnliche Nachtsichtgeräte liefern im Gegensatz dazu ja zumeist Bilder in Grüntönen. Da der Erfassungsbereich der Wildkamera bei abnehmendem Licht mit Infrarot-LEDs ausgeleuchtet wird, erlaubt die Technik nur noch Bilder in unterschiedlichen Grauabstufungen.

Zudem gibt es Kameras, die mit Weißlichtblitz ausgerüstet sind, wodurch auch in dunklen Nächten scharfe Farbbilder möglich sind. Oftmals werden die Tiere aber durch den Blitz erschreckt und wandern sofort wieder ab.

Zur besseren Orientierung zeichnen die meisten Modelle der Wildkameras Mondphasen, Temperatur sowie Datum und Uhrzeit am unteren Bildrand auf.

Wärmebildkamera

Eine weitere Alternative zu einem Nachtsichtgerät ist eine Wärmebildkamera.
Eine Wärmebildkamera in Form einer Infrarot-Kamera erkennt im Gegensatz zur allgemeinen Bezeichnung keine Temperaturen, sondern zeichnet die im Infrarotbereich entstehende Strahlung auf. Für das menschliche Auge ist diese Strahlung nicht sichtbar.

Mittels einer Infrarot-Kamera wird die Infrarot-Strahlung in sichtbare Bilder umgewandelt. Um eine vereinfachte Auswertung zu bekommen, werden die Bilder in Form von Farbpaletten oder Grauwerten dargestellt. Der Bereich der Wellenlängen einer Infrarot-Strahlung liegt zwischen 0,9 und 14 µm, während das menschliche Auge nur Strahlungen im Bereich von 0,4 bis 0,7 µm wahrnehmen kann.

Neues Nachtsichtkonzept mit der Nachtsichtbrille

Um neuen Wind auf den Markt für Nachtsichtgeräte zu bringen, hat eine österreichische Firma ein komplett neu entwickeltes Nachtsichtkonzept vorgestellt, die Nachtsichtbrille.
Inzwischen sind auch diese Brillen bereits in der 2. Generation und kommen genau wie die Geräte aus der 1. Generation komplett ohne die störungsanfälligen Bildverstärkerröhren aus.

Yukon 1825025 Nachtsichtgerät Goggles 1x24 (Headmount)Diese werden in der Nachtsichtbrille durch einen hochempfindlichen Halbleitersensor ersetzt, welcher das aufgefangene Bild in Echtzeit mittels einer Bilddatenverarbeitung aufbereitet und in der Brille über ein Miniaturdisplay visualisiert. Eigens für die Nachtsichtbrille wurden Objektive und Okulare entwickelt.

Zudem können von der Nachtsichtbrille aus externe Quellen zugeschaltet werden. Das kann ebenso eine Nachtsichtkamera eines anderen Typs oder eine thermische Kamera sein, deren Daten in der Brille angezeigt werden.

Anders, als es von den meisten herkömmlichen Nachtsichtgeräten bekannt ist, ist die Brille eher ein taktisches Nachtsichtgerät. Sie benötigt keine weitere Halterung, da sie fest am Kopf sitzt. Somit kann der Träger der Brille damit laufen oder klettern, ohne dass er sie verlieren könnte.

Im Tragekomfort ähnelt sie laut den Aussagen von Testpersonen einer Sportbrille. Eine ihrer vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten besteht darin, dass die Nachtsichtbrille sogar für Brillenträger geeignet ist.

In kompletter Dunkelheit kann an der Nachtsichtbrille eine effektive Infrarot-Beleuchtung zugeschaltet werden, welche für das menschliche Auge außerhalb der wahrnehmbaren Wellenlängen liegt.

Zehn High-Power-LEDs sind in der Lage, auch größere Räume komplett auszuleuchten. Die Nachtsichtbrille liefert nicht nur in großer Entfernung gute Bilder, sondern auch im absoluten Nahbereich.

Vergleich herkömmliche Nachtsichtgeräte und Alternativen

Wildkameras eignen sich sehr gut zur stationären Beobachtung von Wild auch über einen längeren Zeitpunkt. Vorteil dieser Kamera ist, dass sie bedingt durch die selbstständige Sensorauslösung keinen Bediener benötigt. Für den mobilen Einsatz, was heißt, mit der Kamera in der Hand herumzulaufen, ist sie nicht konzipiert.

Weiterhin vorteilhaft ist die Übertragung auf andere Endstellen sowie die Speicherung von Videos und Bildern auf eine integrierte SD-Karte mit hoher Speicherkapazität.

Die neu entwickelten Nachtsichtbrillen hingegen könnten in Zukunft eine brauchbare, vielleicht verbesserte Alternative zu den herkömmlichen Nachtsichtgeräten darstellen. Bisher werden die Nachtsichtbrillen aber überwiegend von der Polizei, speziell von SEKs benutzt.

Die innovative Technik der Nachtsichtbrillen bringt vielleicht auch die Hersteller der Nachtsichtgeräte zum Nachdenken, sodass sich auch auf diesem Markt in absehbarer Zeit etwas regen wird, denn während herkömmliche Nachtsichtgeräte durchschnittlich über Reichweiten bis 600 Meter verfügen, spricht der Hersteller der Nachtsichtbrillen von einer guten Sicht auf mehrere Kilometer.

Beide genannten Alternativen sind zurzeit sicherlich nur für den Profibereich eine Alternative.
Wer für sein Hobby ein Nachtsichtgerät sucht, ist sicherlich mit einem Nachtsichtgerät der herkömmlichen Bauweise besser beraten, da allein von der Preisgestaltung her ein Nachtsichtgerät aus der 1. oder 2. Generation für den Normalverbraucher in einem erschwinglichen Rahmen liegt.

Wie schon des Öfteren erwähnt, muss bei einem Nachtsichtgerät immer das Preis-Leistungs-Verhältnis über einen Kauf entscheiden. Wichtig ist, ein Gerät auszuwählen, welches dem Benutzer den meisten Nutzen bringt.

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