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Carport Bausatz - das sollten Sie wissen

Nicht wenige Bauherren verzichten bei einem neuen Eigenheim bewusst auf eine Garage, um diese Kosten auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Da es schwieriger ist, mit eigenen Händen eine komplette Garage zu bauen, fällt oftmals die Entscheidung, einen Carport in Eigenleistung aufzustellen.

Die Werbung verspricht: “Einen Carport aufbauen kann wirklich jeder”, doch selbst mit einem fertigen Bausatz droht so mancher Fallstrick, wenn man das Projekt zu unüberlegt oder zu sorglos angeht.

Die Auswahl verschiedenster Bausätze ist riesig, da Carports in den vergangenen Jahren große Popularität genießen. Sie haben die Wahl zwischen frei stehenden Modellen oder solchen, die sich an die Hauswand lehnen. Bei den Carports aus Holz, Stahl oder Aluminium für ein oder mehrere Fahrzeuge, mit integriertem Abstellraum und verschiedenen Dachformen findet jeder das Passende. Doch allein mit der Montage des Bausatzes ist es nicht getan – was beim Carport-Bau sonst noch zu beachten ist, erfahren Sie nun.

Zuerst alle Gehmigungen einholen

Bevor Sie das Bauvorhaben beginnen, sollten Sie sich beim Bauamt erkundigen, ob eine Baugenehmigung  notwendig ist. Die Bausätze für Carports kommen zwar standardmäßig geprüft in den Handel, doch die Auflagen und Vorschriften sind in jeder Kommune anders geregelt.
Aus diesem Grunde sollten Sie sich an die zuständige Behörde wenden und für Ihren Standort die verbindliche Auskunft einholen. Wenn von Amts wegen alles geklärt ist, sollten Sie mit dem Nachbarn über die geplante Bebauung sprechen.

Ohne Einwilligung des Nachbarn dürfen Sie nahe der Grundstücksgrenze einen Carport von 9 m Länge mit maximal 3 m hohen Seiten aufbauen. Achtung: In manchen Städten gelten abweichende Abmessungen – erkundigen Sie sich beim Bauamt danach! Falls Sie ein Wohnmobil unterstellen möchten und deshalb die erlaubten 9 m Länge und 3 m Höhe überschreiten, ist eine schriftliche Einwilligung des Nachbarn nötig. Erkundigen Sie sich dahin gehend, ob ein formloses Schreiben ausreicht oder im Baulastenverzeichnis beurkundet werden muss.

Den Stellplatz vorbereiten

Bevor Sie einen massiven Holz-Carport aufbauen, lassen Sie den Untergrund auf ausreichende Festigkeit prüfen und ob der Grund eben verläuft. Möglicherweise muss abfallender Untergrund ausgeglichen werden, um die Standfestigkeit des Carports zu gewährleisten. Bestellen Sie einen Landschaftsgärtner, um den Höhenausgleich vorzunehmen. Danach geht es an die Vorbereitung eines soliden Fundaments für die Holzpfosten.

Wenn Sie ungeschütztes Holz wie Zaunpfähle einfach in den Boden rammen, finden diese im weichen Untergrund keinen Halt und fallen nach einer Weile einfach um. Bei festem Boden besteht die Gefahr, das eingeschlagenes Holz durch Feuchtigkeit verrottet. Heben Sie Löcher aus, kleiden diese mit Plastik aus und verfüllen diese mit Beton. Setzen Sie Balkenschuhe in den Beton ein, die den Holzpfosten festen Halt geben.

Besitzt der Carport-Bausatz eine geprüfte Statik?

Hochwertige Carport-Bausätze aus Holz bestehen aus massiven Bauteilen. Diese sind auf angemessene Stabilität geprüft und passend konfektioniert, wenn sie in den Handel kommen. So sollte ein Heimwerker mit üblicherweise vorhandenem Werkzeug den Carport selbst montieren können. Der Hersteller gibt Garantie auf sein Produkt und gewährleistet qualitative Fertigung der Teile.

Falls Sie ein Schnäppchen ohne Statik-Zertifikat sehen, lassen Sie es lieber stehen. Falls sich im Winter eine dickere Schneedecke bildet und die Konstruktion über Ihrem Pkw zusammenbricht, erhalten Sie keinen Cent Erstattung von der Versicherung.

Imprägniertes Holz verwenden

Achten Sie bei einem Holz-Bausatz auf Druckkessel-Imprägnierung. So behandeltes Konstruktionsholz erkennen Sie an der typischen grau-grünen Oberfläche, die vor Witterungseinflüssen schützt. Die Bauteile lassen sich nach einer Grundierung in der gewünschten Nuance lasieren oder mit Holzschutzlack gegen Fäulnis konservieren. Jährliche Holzpflege erhöht die Lebensdauer und die Sicherheit des Carports.

Welche Neigung sollte das Dach haben?

Flachdächer sind schnell aufgebaut, doch Regenwasser kann schlecht abfließen. Feuchtigkeit kann ins Material und in Zwischenräume eindringen. Mit der Zeit kann durchregnen oder Fäulnis bildet sich. Günstiger ist ein Pultdach oder ein Spitzdach mit mindestens 10 Grad Neigung.

Die Eindeckung mit verzinktem Trapez- oder Wellblech ist einfacher, als Dachziegel zu setzen. Bei geneigten Flachdächern haben sich auch Lichtplatten und Kunststoffbedachungen bewährt, falls Sie die Fläche später mit einer Fotovoltaik-Anlage, Solar-Ziegeln oder einer Grünfläche bestücken möchten.

Den Carport für die Zukunft planen

Möglicherweise gehen Sie heute den bequemen Weg und entscheiden sich für einen kostengünstigen, genehmigungsfreien Carport. In einigen Jahren hat sich möglicherweise Ihre Lebenssituation geändert, Kinder werden geboren. Anstelle des Kleinwagens fahren Sie eine Limousine und wollen mehrere Fahrräder im integrierten Abstellraum unterbringen. Länger Freude haben Sie an einer schlichten, aber größeren Ausführung. Planen Sie für einen Mittelklassewagen einen Carport mit 3 – 4 m Breite, 5 – 7 m Länge sowie 2,20 – 3 m Höhe ein.

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