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Was ist ein Cloud-Speicher? Definition und Vergleich zu anderen Speichermöglichkeiten

Ihre private CloudDas Grundprinzip der öffentlichen Cloud-Speicher ist immer gleich. Ein Anbieter stellt Server zum Beispiel im Rahmen einer Server-Farm an einem bestimmten Standort zur Verfügung, auf den seine Kunden von jedem beliebigen Ort aus über das Internet zugreifen können.

Der Zugriff ist dabei passwortgeschützt. Für den Anwender ergibt sich der Vorteil der Standortunabhängigkeit und dass er den Speicherplatz nicht in seiner lokalen Netzwerkumgebung zur Verfügung stellen muss. Statt zum Beispiel eine zusätzliche externe Festplatte zu kaufen und diese an einen der Router im lokalen Netzwerk anzuschließen, kann der zusätzliche Speicher einfach in der Cloud dazugebucht werden. Dadurch lässt sich eine viel schnellere Skalierbarkeit von Speichermöglichkeiten erreichen und deren Nutzung gestaltet sich flexibler.

Neben diesen sogenannten Public Clouds stehen auch private Clouds für die Errichtung einer privaten Rechnerwolke zur Verfügung. Weiterhin sind hybride Rechnerwolken bekannt, die die Eigenschaften der Public Cloud und der Private Cloud miteinander verbinden. Eine private Cloud wird immer nur von einer Organisation betrieben, bei der es sich zum Beispiel um ein Unternehmen handeln kann. Der Zugriff ist dann nur über das Unternehmensnetzwerk möglich.

Western Digital 3TB My Cloud persönliche Cloud NAS Festplatte - LAN - WDBCTL0030HWT-EESN im testDamit von Cloud-Computing gesprochen werden kann, müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein. So müssen die Leistungen der Cloud über Standardmechanismen des Netzwerks erreichbar sein (broad network access), Netzwerkressourcen müssen zwischen den Nutzern der Cloud geteilt werden können (resource pooling) und es muss eine Selbstzuweisung von Leistungen aus der Cloud durch den Nutzer möglich sein (on-demand self-service).

Weiterhin müssen die virtuellen Ressourcen nahezu unbegrenzt skalieren können (rapid elasticity), wovon neben der Speichergröße zum Beispiel auch die Rechenleistung betroffen ist und die Nutzung der Ressourcen muss sich überwachen lassen (measured service). Die hier genannten Charakteristika einer Cloud sind in dieser Form vom National Institute of Standards and Technology (NIST) festgelegt worden.

Amazon Cloud Drive TestDie Idee des Cloud-Speichers ist bereits viele Jahrzehnte alt. Bereits Anfang der 1990er Jahre wurden entsprechende Konzepte entwickelt. Grundsätzlich geht es bei der Etablierung einer Cloud darum, dass Computer und deren Leistungen auf das Netz verteilt werden. Statt die Ressourcen lokal zur Verfügung zu stellen, stehen diese im Internet global für alle Teilnehmer bereit.

Ein großer Vorteil der Cloud besteht darin, dass mit ständig wachsenden Systemen besser umgegangen werden kann und dass sich Spitzenlastzeiten besser bewältigen lassen.

In einer Cloud verändern sich die zur Verfügung stehenden Ressourcen sehr viel schneller als in einer lokalen Computerumgebung. Aus diesem Grund unterscheidet sich die Cloud auch grundsätzlich von Speicherlösungen wie zum Beispiel einfachen externen Festplatten.

Die Nachfrage nach Cloud-Lösungen stieg vor allem zu Beginn der 2000er Jahre, als Internetkonzerne wie Google oder Amazon vor der Aufgabe standen, mit schnell wachsenden Nutzerzahlen umgehen zu müssen.

Die Architektur sollte von nun an serviceorientiert sein und die Netzwerkdienste selbst wurden zu einem Produkt, das sich auch verkaufen ließ. Aus diesem Grund sind Unternehmen wie Amazon heute die größten Anbieter von Netzwerkkapazitäten im Rahmen der Cloud und betreiben riesige Rechnernetzwerke.

Die Cloud im Vergleich zu anderen Speichertechnologien

Wie jede andere Technologie auch weisen Cloud-Speicher spezifische Vor- und Nachteile auf. Wer Cloud-Speicher in der Zukunft nutzen möchte, sollte diese Eigenschaften kennen. Ein wesentlicher Vorteil im Vergleich zu lokalen Speichern wie etwa internen oder externen Festplatten besteht darin, dass wir uns nicht um die Verwaltung der Ressourcen kümmern müssen, die für die Sicherung und Nutzung der Daten erforderlich sind.

Der Anwender merkt es nicht, wenn im Rechenzentrum eines Cloud-Anbieters eine Festplatte ausfällt, die Kapazität erweitert wird oder Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Der Nutzer sieht nur die jederzeitige Verfügbarkeit seiner Daten und muss sich um die technischen Details der Speicherung nicht kümmern.

Western Digital 3TB My Cloud persönliche Cloud NAS Festplatte - LAN - WDBCTL0030HWT-EESNEin wesentlicher Vorteil ist auch in der beliebigen Skalierbarkeit des Speicherplatzes zu sehen. Im Prinzip steht uns ein unendlich großer Speicherplatz zur Verfügung. Es liegt im eigenen geschäftlichen Interesse der Anbieter der Clouds, den Speicherplatz mit der steigenden Kundennachfrage stetig zu vergrößern.

Nur so können die Kunden gehalten werden und nur so kann das Unternehmen gegenüber anderen Cloud-Anbietern bestehen. Aus Sicht des Nutzers ist das sehr vorteilhaft.

Nachteile gegenüber lokalen Speichermöglichkeiten wie etwa Festplatten oder USB-Speichern sowie Flash-Laufwerken und Disketten ist in der erforderlichen Onlineanbindung zu sehen. Die Cloud kann nur genutzt werden, wenn eine Verbindung zum Internet besteht. Wer nicht online ist, hat auch keinen Zugriff auf seine Daten. Das ist immer dann ein Problem, wenn die Internetinfrastruktur nicht optimal ist oder wenn die Daten unterwegs genutzt werden sollen und eine Internetverbindung zum Beispiel nicht durchgehend sichergestellt werden kann.

Es ist daher fraglich, wie nützlich eine Cloud sein kann, wenn keine stabile Anbindung an das Internet gegeben ist. Hier bietet schnelles Internet zum Beispiel über VDSL große Vorteile. Neben dem Download ist dabei auch der Upload entscheidend. Schließlich müssen die Daten erst einmal in die Cloud hochgeladen werden, bevor sie dort zur Verfügung stehen können.

Fraglich ist bei der Nutzung von Cloud-Speichern auch immer die Sicherheit der Daten. Zwischen dem Anwender und dem Provider muss ein gewisses Vertrauensverhältnis bestehen, da alle Daten in ein Netzwerk hochgeladen werden, über das der Anwender keine Kontrolle hat. Hier haben die lokalen, klassischen Speichermöglichkeiten ihre Vorteile, da der Zugriff auf die Daten besser beschränkt werden kann. Sicherheitsrisiken bestehen aber nicht nur bei der Speicherung der Daten. Die Übertragung der Daten bietet ebenfalls Angriffspunkte. Hier ist eine lokale Lösung in der Regel sicherer.

Allerdings stellen die Cloud-Anbieter längst aufwendige Verschlüsselungsverfahren zur Verfügung, mit denen die Daten auf den Servern gesichert werden können. Weiterhin können zum Beispiel per SSL auch die Datenverbindungen vor unbefugten Zugriffen abgesichert werden. Es kann also nicht pauschal behauptet werden, dass Online-Speicher unsicher wären.

Cloud-Speicher bringen in jedem Fall die Besonderheit mit sich, dass bei der Verwaltung der eigenen Daten eine Abhängigkeit von einem Provider hergestellt wird. Das stellt kein Problem dar, wenn dieser Provider lange am Markt bleibt und seine Dienstleistung über viele Jahre hinweg unterbrechungsfrei anbietet. Probleme können sich dann ergeben, wenn sich ein Provider vom Markt zurückzieht und die Kontinuität des Angebots nicht mehr gegeben ist.

In diesem Fall wäre der Umzug zu einem neuen Provider erforderlich. Da ein solcher Umzug der Daten mit einem hohen Aufwand verbunden sein kann, sollte ein solcher Wechsel des Providers nach Möglichkeit vermieden werden.

Hier gilt es bei der Suche nach einem Provider auf einen verlässlichen Partner zu setzen. So sollte der Provider zum Beispiel nicht gezwungen sein, irgendwann aus Rentabilitätsgründen seinen Cloud-Service zu beenden. Große Unternehmen bieten hier einen gewissen Vorteil.

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