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Das Für und Wider einer Videofunktion bei Türsprechanlagen

Es gibt viele Punkte, die sowohl für als auch gegen eine Türsprechanlage mit Video sprechen. Letztendlich müssen Sie entscheiden, ob Sie eine solche Anlage installieren wollen oder nicht.

Die Vorteile der Videofunktion

Im Vergleich zu einer Türsprechanlage, die nur Audiosignale überträgt, bringt eine Anlage mit Videoübertragung ein deutliches Plus an Komfort und Sicherheit. Schließlich können Sie sehen, wer da bei Ihnen an der Tür klingelt. Bei einer klassischen Türsprechanlage müssen Sie sich bemerkbar machen und fragen, wer Einlass begehrt. Bei einer Türsprechanlage mit Video sehen Sie dagegen sofort, wer klingelt. Sie können entscheiden, ob Sie sich bemerkbar machen wollen oder nicht.

Zudem wird die Technik immer leistungsfähiger, kompakter und günstiger. Moderne Kameras sind in das Außenteil der Türsprechanlage integriert und fallen kaum noch auf. Trotz ihrer geringen Größe liefern sie gestochen scharfe Bilder, benötigen jedoch nur wenig Strom. Viele Modelle gestatten auch die Aufzeichnung von Bildern oder Videos.

Was spricht gegen Türsprechanlagen mit Videofunktion?

Derartige Systeme sind wesentlich teurer als einfache Türsprechanlagen, die nur Ton übertragen. Ihre Installation ist komplizierter und muss in vielen Fällen von einem Fachmann vorgenommen werden.
Zudem benötigen Türsprechanlagen mit Videofunktion Zusatzeinrichtungen, um einwandfrei zu funktionieren. Dazu gehört im besonderen Maß eine ausreichende Beleuchtung. Gerade nachts ist es gut zu wissen, wer vor der Tür steht. Zwar haben viele Modelle eine integrierte Beleuchtung durch LEDs, diese reicht aber oft nicht aus. Eine Zusatzbeleuchtung, zum Beispiel eine Außenleuchte mit Bewegungssensor, wird benötigt, um die Türsprechanlage zu ergänzen. Derart komplexe Systeme sind weitaus anfälliger gegen Störungen als eine einfache Gegensprechanlage.

Dazu kommt, dass auch die beste Türsprechanlage mit Videofunktion keine hundertprozentige Sicherheit bieten. Fast jedes technische System kann getäuscht oder überlistet werden. Das ist auch bei einer Videokamera kein großes Problem. Beispielsweise kann eine harmlos wirkende Person an der Tür klingeln, während weitere außerhalb des Blickwinkels der Kamera warten und mit ins Haus huschen, wenn die Tür geöffnet wird. Kriminelle verkleben auch einfach vor dem Klingeln das Objektiv der Kamera. Wird geklingelt, erscheint kein Bild. Der Bewohner glaubt, die Kamera hätte eine Fehlfunktion und verlässt sich ausschließlich auf die Tonübertragung. Er öffnet, ohne zu wissen, wen er einlässt. Ungebetene Besucher brauchen sich auch einfach nur zu vermummen. Dagegen ist selbst die beste Kamera machtlos.

Welche rechtlichen Aspekte müssen Sie beachten?

Der Gesetzgeber gestattet Ihnen selbstverständlich, den Eingangsbereich Ihres Hauses zu überwachen, um sich vor Eindringlingen und ungebetenen Besuchern zu schützen. Sie dürfen jedoch nicht einfach so drauflos filmen, wie es Ihnen passt. Die Videoüberwachung darf sich nur auf Ihre eigene Haustür erstrecken. Spätestens an der Grenze zum Nachbargrundstück oder einer öffentlichen Straße bzw. Platz muss aber Schluss sein. Sie müssen die Kamera so justieren, dass diese Bereiche nicht erfasst werden können.

Manche Modelle sind mit einer Schwenkfunktion ausgestattet. Diese Funktion muss entweder abgeschaltet werden oder Sie müssen Sichtblenden montieren, die den Blick auf das Nachbargrundstück oder öffentliches Gelände unmöglich machen. Zudem müssen Sie an der Eingangstür einen Hinweis anbringen, dass eine Videokamera zum Einsatz kommt. Sie dürfen keine Personen ohne deren Wissen bzw.heimlich filmen. Wenn Sie gegen diese Bestimmungen verstoßen, können Sie gerichtlich belangt werden und unter Umständen mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.

Dazu kommt, dass Videokameras einen abschreckenden Effekt auf potentielle Kriminelle haben. Wenn diese wissen, dass sie gefilmt werden oder gar Aufzeichnungen gemacht werden, ziehen sie in vielen Fällen weiter und suchen sich lieber ein Objekt, das weniger gut gesichert ist.

Zusammenfassung

Türsprechanlagen mit Videofunktion sind technisch hoch entwickelte Systeme, die einen hohen Bedienkomfort bieten und große Sicherheit gewährleisten. Sie sind jedoch nicht unfehlbar und können Vorsicht und gesunden Menschenverstand nicht ersetzen. Sie sollten sich nicht vollkommen auf die Anlage verlassen, sondern sich auch durch einen Blick aus dem Fenster oder durch den Türspion davon überzeugen, wer da draußen steht und zu Ihnen kommen will. Eine Kette oder ein guter Riegel sind eine zusätzliche mechanische Sicherung, die ein gewaltsames Eindringen zumindest erschweren.

Türsprechanlagen mit Videofunktion eignen sich hauptsächlich für Einfamilienhäuser oder Doppelhäuser. In Mehrfamilienhäusern sind sie dagegen nur selten anzutreffen, weil sie wesentlich teurer als herkömmliche Audio-Türsprechanlagen sind. Beim Kauf empfiehlt es sich, ruhig etwas mehr Geld zu investieren und ein Modell mit WLAN Funktion zu verwenden. Solche Anlagen benötigen in den Innenräumen keine feste Sprechstelle mehr. Stattdessen kann jedes beliebige Smartphone, auf dem die zur Steuerung benötigte App installiert ist, als Innenteil (einschließlich Türöffner) fungieren.

Das ist ein großer Vorteil, wenn bettlägrige oder behinderte Personen im Haus leben oder wenn Sie sich in Ihrer Freizeit viel im Garten hinter dem Haus aufhalten. Hilfsbedürftige Bewohner können mit solchen Anlagen beispielsweise dem Notarzt oder der Feuerwehr die Tür öffnen und Sie bekommen auch bei einer Gartenparty mit, wenn beispielsweise ein verspäteter Gast Einlass begehrt.

Das Außenteil wird am besten am Tor des Vorgartens zur Straße angebracht. Dadurch können sich Besucher rechtzeitig bemerkbar machen und brauchen nicht direkt an der Haustür zu klingeln.
Auch wenn das Gehäuse des Außenteils aus wetterfesten Material wie Aluminium oder Edelstahl besteht, sollte es trotzdem vor direkten Regen und Schnee geschützt montiert werden. Zudem lassen sich solche Anlagen sehr einfach montieren und beinahe beliebig erweitern. Sie können zum Beispiel in ein so genanntes Smart-Home-System integriert werden.

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