Beratene Verbraucher:
35890941
Suche
Generic filters
Nur genaue Treffer
Suche im Titel
Suche im Inhalt
Suche in Zusammenfassung
Suche in Kommentaren
Filter by Custom Post Type
Zurück zur Filterkaffeemaschine-Vergleichstabelle Aktualisiert am:

Das Zentrum des Kaffees: Mokka

Mokkakanne zur traditionellen Zubereitung von MokkaNur wenige wissen, was Mokka eigentlich genau ist. Handelt es sich dabei um eine Stadt? Um eine Bohnenart oder um eine Kaffeesorte? Und welche Bezeichnung ist überhaupt richtig? Wo immer man sich umschaut oder einen Mokka bestellt, gibt es unterschiedliche Begrifflichkeiten, wie zum Beispiel Mocha, Mucha, Moca oder Mocca. Diese haben sich im Laufe der Jahre entwickelt und wurden ursprünglich aus den Hauptanbauregionen des Mokka, wie beispielsweise dem Jemen oder Äthiopien, auch in unsere Regionen gebracht.

Wer das kleine Hafenstädtchen am Roten Meer namens Al-Muchá kennt, der wird wissen, dass es sich hierbei um die einst wichtigste Stadt überhaupt handelt, aus der vor vielen Jahren der dort angebaute, ausgesprochen hochwertige Kaffee in alle Welt transportiert wurde. Aus der damaligen Zeit hat sich die Bezeichnung Mucha bzw. Mokka bis heute gehalten.

Wissenswert ist, dass das mittlerweile auch als Türkischer Kaffee bekannte Produkt ein sehr intensives, wohlschmeckendes “braunes Gold” ist, das sich geschmacklich unter anderem auch von gängigen Kaffeesorten durch die sehr feine Säure abgrenzt.

Anspruchsvolle Kaffeegenießer lieben den Mokka, wobei zu beachten ist, dass sich bis heute unterschiedliche Mokka-Varianten etabliert haben, die jedoch allesamt durch ihr köstliches Aroma zu überzeugen wissen.

Mokka – einzigartig vielfältig

Mokka genießt man am Liebsten in geselliger RundeEs hängt davon ab, welche Herstellungsvariante sowohl im Jemen, als auch in den äthiopischen Anbaugebieten angewendet wird. So ist es möglich, dass die Aufbereitung des Mokka-Gewächses sowohl nass, als auch trocken erfolgen kann. Nicht zuletzt erfreut es sich heute einer nahezu stetig wachsenden Beliebtheit, den Mokka-Kaffeesorten auch Spuren von Schwarzkirsche, Cassis oder der Jostabeere beizumengen, um das ohnehin schon kräftige Kakaoaroma und diesen vollen Geschmack noch gehaltvoller und zugleich ein bisschen fruchtiger zu machen. In diesem Zusammenhang kennt also die Kreativität der Anbau-Firmen vor Ort so gut wie keine Limits.

Die Zubereitungsart im Ursprungsland des Mokkas ist so einfach wie effizient. Wer Mokka aus Äthiopien zu schätzen weiß, der wird diese Variante gewiss lieben: So wird der Mokka als erstes über dem Feuer geröstet, wobei man vor Ort immer einen Metalltopf oder dergleichen verwendet. Danach wird der Inhalt zerstoßen – idealerweise kommt dafür ein Mörser aus Keramik oder Holz zum Einsatz.

Sobald das Pulver nach einiger Zeit möglichst klein zermahlen wurde, nimmt man ein spezielles Tongefäß zur Hand, um es darin mit sprudelnd heißem Wasser aufzugießen. Zwar ist der Aufwand im Vergleich zur klassischen Kaffeezubereitung relativ groß, aber die Mühe lohnt sich. Jeder, der einmal einen Mokka genießen konnte, welcher auf diese traditionelle Art und Weise zubereitet wurde, der wird gewiss wohl kaum je wieder etwas anderes trinken wollen.

Grenzenloser Kaffeegeschmack

Traditionell zubereiteter MokkaEbenso “kultig” ist der hierzulande außerordentlich beliebte Türkische Mokka. Auch diese Variation ist uralt und ein wenig aufwändig in der Zubereitung. Wichtig ist es hierbei, dass das Mokkapulver sehr, sehr fein gemahlen ist. Im Vergleich zum normalen Kaffeepulver sollte die Konsistenz in diesem Fall möglichst staubartig sein. Nur dann ist die optimale Basis für herausragenden Genuss des Türkischen Mokkas gegeben. Die üblichen Behältnisse, in denen der “Mokka-Staub” zubereitet wird, werden Briki oder Ibrik genannt.

Das Pulver wird darin mit Wasser übergossen und dann einmal aufgekocht. Nach dem Kochvorgang wird eine großzügige Portion Zucker hinzu gegeben, woraufhin dann traditionelle Gewürze zum Einsatz kommen können. Ganz nach Geschmack kann man dabei entweder auf Zimt, Piment, Kardamom oder auch Anis zurückgreifen. Auch hier sind der geschmacklichen Vielfalt so gut wie keine Grenzen gesetzt.

Mokka – Made in Germany?

Natürlich ließen es sich auch die Deutschen nicht nehmen, Mokka “in Eigenregie” herstellen zu wollen. Dieser Trend begann etwa gegen Ende des 17. Jahrhunderts. Angesichts der Tatsache, dass Kaffee aber in Deutschland rar und die Transportwege vom Jemen oder Äthiopien aus lang waren, wurde kein reiner Mokka produziert, sondern es entstanden diverse Mixturen, die sich allesamt in qualitativer Hinsicht stark von den Ursprungssorten unterschieden.

Und so ging man dazu über, dem Mokka auch Kakaobohnen beizufügen, um auf diese Weise noch mehr Geschmack und ein angenehmeres Aroma zu generieren. Die Franzosen waren es einst, die die Deutschen auf diese Idee brachten.

Nur schien auch diese Version nicht allzu gut zu schmecken, denn der “falsche Mokka” – was übersetzt übrigens so viel wie Mokka faux heißt – hat mittlerweile längst seinen Ruf als “Mukkefuck” weg.

In der Tat also ein negativer Beigeschmack mit Blick auf die wundervolle Welt des Mokkas bzw. des Kaffees.

Mannigfaltige Genüsse

Geht man heute in eines der angesagten Szene-Cafés, werden zahlreiche Mokka- bzw. Kaffeevarianten offeriert. Das beginnt unter anderem beim heiß geliebten Caffé Mokka und hört aber beim Moccacchino lange noch nicht auf. Je nachdem, wie viel Kakao, Kaffee, Milch oder Gewürze beigemengt werden, verändert sich die Konsistenz, der Geschmack oder auch das Aroma.

In jedem Fall gibt es viele gute Gründe, um einfach mal tiefer “einzutauchen” in die faszinierende Welt des Mokka. Denn guter Geschmack zeigt sich diesbezüglich auf unterschiedliche Weise. Ob sanft und mild oder herb und kräftig: Ohne Mokka geht nach Ansicht qualitätsbewusster Genießer eigentlich gar nichts.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1.837 Bewertungen. Durchschnitt: 4,70 von 5)
Loading...