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Die Erfindung und Geschichte des Vertikutierers

Vertikutierer MesserBeim Vertikutieren werden Grasnarben des Rasens angeritzt. So können Mulch und Moos entfernt und der Boden wieder ausreichend belüftet werden. Die Etymologie dieses Begriffs setzt sich aus zwei englischen Wörtern zusammen. Erstens wird der englische Ausdruck vertical für senkrecht dabei verwendet, da der Vertikutierer senkrecht in die Erde gestoßen wird. Zweitens ist das Wort to cut darin zu finden, mit dem auf den Schneidevorgang hingewiesen wird.

Vorläufer des Vertikutierens

AL-KO 112799 Combi Care 38 P ComfortDas Vertikutieren ist keine Erfindung der letzten 10 Jahre, denn schon 1946 setzte Thomas Mascaro erste Schritte in diese Richtung, indem er das Aerifizieren erfand. Erst 1955 setzte sich das Vertikutieren durch. Das Aerifizieren ist dem Vertikutieren allerdings sehr ähnlich. Beim Aerifizieren wird der Rasen ebenfalls mit Sauerstoff versetzt, um das Wachstum des Grases zu verbessern. Mit Hilfe der sogenannten Spoons werden in die zu bearbeitende Rasenfläche jeweils 5 bis 9 Löcher gestochen.

Dabei weisen diese Löcher im Schnitt einen Durchmesser von 1 bis 2 Zentimeter auf. Mittels Stacheln wird die Verdichtung des Bodens aufgebrochen und die entstandenen Löcher anschließend mit Sand gefüllt. Dem Sand werden allerdings meist noch Rasensamen und etwas Dünger hinzugefügt. Mit Hilfe des Aerifizieren können Staunässe und das Wachstum von Moos ein wenig gedämmt werden.

Der Unterschied zum Vertikutieren besteht darin, dass nicht nur die Oberfläche des Rasens bearbeitet wird, sondern auch der Boden und das Erdreich. Das Ziel des Aerifizierens besteht darin, dass der Boden auch in tieferen Schichten ein wenig aufgelockert wird. Dabei entstehen Drainagen, durch die das Regenwasser in den Boden eindringen und wieder ungehindert abfließen kann.

Die Vorgänger des Vertikutierers können den heutigen Modellen kaum gleichgestellt werden. Obwohl es sich beim Vertikutieren und beim Aerifizieren um unterschiedliche Vorgänge handelt, wird Letzteres auch heute noch als Vorläufer gesehen.

Mit dem Aerifizieren legte Mascaro bereits 1946 den ersten Grundstein für das Vertikutieren, das aus der heutigen Gartenarbeit kaum noch wegzudenken ist. Als Mascaro mit dem Aerifizieren immer mehr Erfolge erzielte, war es nur noch ein kleiner Schritt bis der Vertikutierer schließlich erfunden wurde.

In seiner Grundform wurde dieses Gartengerät erstmals 1955 entwickelt und hat bisher zahlreiche Veränderungen und Verbesserungen erfahren. Das Gehäuse, der Aufbau und die Verarbeitung mögen zwar nicht mehr an den ersten Vertikutierer erinnern, der Grundaufbau ist allerdings der selbe geblieben.

Vom Belüften über Auflockern zum Vertikutieren

Die ersten Geräte, die von Mascaro erfunden wurden, können noch heute im Mascaro-Steininger Turfgrass Museum begutachtet werden. Hier finden sich die ursprünglichen Geräte, die zum Belüften und zum Auflockern des Rasens erfunden wurden. Bis die Geräte aber jenen der heutigen Zeit ähnlich waren, vergingen nicht nur viele Jahre, sondern es steckte auch viel Tüftelei dahinter.

Zahlreiche Modelle wurden erfunden und getestet, aber nur ein geringer Teil davon hat tatsächlich den Durchbruch geschafft, um über den Ladentisch gehen zu können. Immer wieder wurden Neuerungen eingebunden, um dann zu erkennen, dass diese nicht sonderlich von Nutzen waren, weswegen diese Geräte erst gar nicht auf den Markt kamen.

Zwar sind die Vertikutierer, die derzeit auf dem Markt verfügbar sind, alle nach dem gleichen Prinzip erbaut, dennoch gibt es auch hier massive Unterschiede zu verzeichnen. Denn laut Stiftung Warentest können nur wenige Geräte tatsächlich mit guten Bewertungen versehen werden.

Immer wieder gibt es bei Vertikutierern Probleme bei der Verarbeitung oder der Rasen wird damit nicht ausreichend belüftet. Strenge Kriterien sollten deswegen auch stets beim Kauf eines Vertikutierers beachtet werden. Nur wenn dieser auch seinen Zweck erfüllt, kann der Rasen wieder neu belebt werden.

Die Funktionsweise des Vertikutierers

Beim Vertikutieren werden einzelne Federn oder auch Stahlmesser in den Boden gestoßen, wobei der Eintrittswinkel der Klingen stets senkrecht ist. Da die Federstahlmesser senkrecht in den Boden eindringen, können Unkraut-Pflanzen, die oberflächlich angesiedelt sind und kurze Wurzelwerke sofort entfernt werden. Immer wieder stellen sich Hobbygärtner die Frage, wie es beim Vertikutieren möglich ist, dass zwar Unkraut entfernt, das Gras aber vollständig belassen wird.

Da die Messertiefe sehr marginal ist und nur etwa 2 bis 3 Millimeter beträgt, werden die Wurzeln des Grases oder anderer Kulturpflanzen nicht angegriffen, da diese weitaus tiefer in den Boden reichen. Der Vertikutierer erreicht diese Wurzeln nicht mal ansatzweise, weswegen dem Gras und anderen Kulturpflanzen kein Schaden zugeführt wird. Moos hingegen wächst sehr oberflächlich und fällt dem Vertikutierer stets zum Opfer.

Es gibt unterschiedliche Vertikutierer. Wer nach dem Vertikutieren keine Nacharbeit mehr leisten möchte, der sollte sich für ein Modell entscheiden, das mit einem Auffangsack ausgestattet ist. So wird das Vertikutiergut nicht am Rasen abgelegt, sondern direkt in den Auffangbehälter oder -sack geleitet.

Beachtet werden sollte, dass der Rasen vor dem Vertikutieren auf jeden Fall gemäht werden sollte. Wenn das Gras zu hoch ist, kann der Vertikutierer seinen Arbeitsvorgang nicht zur Zufriedenstellung durchführen. Idealerweise sollte das Gras nicht höher als 2 bis 4 Millimeter sein.

Sollte das Gras zu hoch sein, kann der Vertikutierer nicht mehr in die Oberfläche des Grundes eindringen und kann damit das Gras verletzen, verrichtet seine eigentliche Arbeit allerdings nicht.

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