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Die Geschichte der Munddusche

Geschichte der MundduscheSchon in grauer Vorzeit befassten sich die Menschen damit, ihre Zähne von Speiseresten zu befreien. Hierfür kamen unterschiedlichste Mittel und Werkzeuge zum Einsatz. So belegen zum Beispiel antike Dokumente, dass man im Alten Rom etwa im Jahre 5.000 vor Christus eine Art Reinigungspaste erfand, mit der es gelang, den Zahnbelag abzuschleifen. Diese Paste bestand aus eher weniger “schmackhaften” Zutaten wie gemahlenen Tierhufen, Eierschalen und zerstampften Knochen bzw. Knochenmehl.

Weil es damit aber recht schwierig war, auch die Zahnzwischenräume adäquat von Nahrungsresten zu befreien, setzte man auf die Verwendung von Zweigen und kleinen Blättern, die man zusammenfaltete und damit die verunreinigten Bereiche säuberte. Aber weder mit der Paste, noch mit einfachen Zweigen oder Blättern konnte es effizient gelingen, aktiv gegen Mundgeruch vorzugehen.

Also machte man sich ans Werk, um auch diesem Übel Herr zu werden. Es entstand mit der Zeit ein Pulver, welches aus pulverisierter Holzkohle und aus der Rinde bestimmter Bäume hergestellt wurde. Dieses vermischte man mit Wasser und gurgelte, wobei im Fokus stand, die geruchsverursachenden Substanzen im Mund und im Rachenraum durch regelmäßige Anwendung dieses Pulvers zu vernichten.

Offenbar war diese Methode recht erfolgreich, denn sie wurde über viele Jahre hinweg von zahlreichen Römern angewendet. Heute hingegen ist die Vorstellung, sich mit Kohleresten, zerriebenen Tierhufen und Knochenmehl den Mundraum und die Zähne zu pflegen, eher übelkeitserregend und in der Tat nur wenig schmackhaft.

Etwa in der Mitte des 3. Jahrtausends waren es die Babylonier, die – eher zufällig – darauf kamen, einen kleinen Zweig von einem Baum zu nehmen, auf dem Ende des abgebrochenen Stücks zu kauen und die so entstehenden Fasern als eine Art Bürste zu nutzen. Damit machte man sich an die Säuberung der Zahnoberflächen und an die Reinigung der Zahnzwischenräume.

Und die Zeit verging…

Rund 1.500 Jahre, nachdem die Babylonier diese Natur-Zahnbürsten erfanden und sie sich in immer mehr Ländern verbreiteten – pulverisierte Kohle, Knochenmehl und Co. waren längst kein Thema mehr – brachten die Chinesen die wahren Vorläufer der heute bekannten Zahnbürste auf den Markt.

Es handelte sich dabei um Borstenzahnbürsten, welche die Form eines Pinsels hatten. Meist bestanden sie aus Knochen oder Bambus, an deren Enden die Borsten von Hausschweinen befestigt wurden. Das Problem bei dieser Variante war, die jedoch in ihrer ursprünglichen Formgebung bis heute erhalten geblieben ist: Die Schweineborsten waren oftmals Auslöser von Zahnfleischbluten, gerötetem Zahnfleisch und Zahnfleischentzündungen, sodass man mit Feuereifer dabei war, Alternativen zu entwickeln.

So kam man später in Europa auf die Idee, statt Schweineborsten Pferdehaar zu verwenden. Aber auch diese Methode setzte sich nicht durch, weil Pferdehaar wiederum viel zu weich war und die Reinigungsergebnisse somit arg zu wünschen übrig ließen.

Es wurden unterschiedliche Borstenvarianten ausprobiert, wobei sich die Borsten von Kühen und Dachsen als besonders vielversprechend erwiesen. Erst im 17. Jahrhundert wurde aus dem Knochen und den Borsten einer Kuh eine Zahnbürste geschaffen, die nicht nur landesweit, sondern in zahlreichen Nationen der Erde Verwendung fand.

Ebenso häufig kamen übrigens kleine Stofflappen zum Einsatz, die mehrfach gefalten und an der Oberfläche leicht angefeuchtet wurden, um dann ein wenig Salz auf diese zu streuen. Damit wollte man den gröbsten Verunreinigungen auf den Zähnen zu Leibe rücken – und in der Tat wurde diese Prozedur mehrere Jahrzehnte lang durchgeführt.

Ende des 17. Jahrhunderts wurde ein William Addis nach mehreren Jahren aus dem Gefängnis entlassen, nachdem er wegen Unruhestiftung verhaftet worden war. Auch in besagtem Gefängnis reinigten sich die Insassen mit den mit Salz benetzten Lappen die Zähne, und von dieser Art und Weise war Addis mehr als angewidert.

Daher beschloss er, nach seiner Haftentlassung etwas Eigenes auf die Beine zu stellen und Zahnbürsten herzustellen, die sich durch mehr Effizienz und eine schonendere Zahnpflege auszeichneten. Er versah Tierknochen mit Löchern und steckte Tierborsten durch diese und wurde auf diese Weise zum reichen Geschäftsmann.

Allerdings erkannten die Menschen einige Jahrzehnte später, dass diese Zahnbürsten, sofern sie nicht regelmäßig gereinigt würden, echte “Krankmacher” seien. Denn in den feinen Poren des Knochens und der Borsten lagerten sich rasch Millionen von Keimen ab. Und so standen die Menschen erneut vor dem Problem, eine Alternative schaffen zu müssen.

Anfang der 1930er Jahre erfand man die Zahnbürste mit Nylonborsten, deren Oberfläche so glatt ist, dass sich keine Bakterien darauf absetzen können. Nichtsdestotrotz stellte sich immer wieder heraus, dass eine Zahnbürste allein nicht das Nonplusultra in der Mundhygiene ist.

Sicherlich war das Sauberkeitsbewusstsein der Menschen während dieser Zeit aufgrund der damals noch nicht vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse hinsichtlich Bakterien, Keimen und Co. noch nicht allzu weit gediehen. Je mehr man aber über diese Thematik im Rahmen wissenschaftlicher Studien erfuhr, desto eher war klar: Es muss eine weitere Gerätschaft her, die in Sachen Reinigung – insbesondere der Zahnzwischenräume – das “Tüpfelchen auf dem i” darstellt.

Erst Anfang der 1960er Jahre wurde die Munddusche erfunden. Verantwortlich für diese bahnbrechende Innovation waren Gerald Moyer und John Mattingly. Ersterer verdiente sein Geld als Dentist und Mattingly war Ingenieur. Die Erfindung der beiden kam bei den Menschen so gut an, dass sie sich entschieden, ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Waterpik Ultra Water Flosser WP-100 MundduscheDie Firma Aqua Tec war geboren. Nur wenige Jahre später wurde sie vom Unternehmen Teledyne aufgekauft. Dieser Betrieb firmierte Mitte der 1970er Jahre um in Teledyne Waterpik – und hat sich bis heute durch eine stete Weiterentwicklung der Munddusche zum Weltmarktführer entwickelt.

Alles begann in den USA, und der Siegeszug der Munddusche von dort aus über den großen Teich bis nach Europa bzw. bis in die ganze Welt nahm kein Ende. Immer mehr Unternehmen kopierten das Prinzip und entwickelten die Technik stetig weiter. Aber dennoch sprechen die US-Amerikaner nur selten von der “Munddusche” als solche, sondern vielmehr ist dort von Waterpiks die Rede.

Während dieses Produkt anfangs so konzeptioniert war, dass nur ein einziger Wasserstrahl abgegeben wird, ist das nun anders. Denn mittlerweile sind außerdem Mundduschen zu haben, die über mehrere Düsen verfügen, aus denen sogar mehrstrahlige Wasserstrahlen generiert werden können. Aber das ist noch nicht alles, denn mit Hilfe spezieller Adapter können Mundduschen – je nach Hersteller – sogar mit Nasenspülgeräten bestückt oder für die Reinigung der Zunge verwendet werden.

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