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Die Geschichte des Fahrrades

Heute besitzt fast jeder ein eigenes Fahrrad. Von Kindesbeinen an dient es uns als Fortbewegungsmittel in der Freizeit, auf dem Weg zur Schule, zur Universität oder zur Arbeit.

Viele benutzen es darüber hinaus auch als Sportgerät um sich fit zu halten. Doch seit wann gibt es das Fahrrad eigentlich?

Vom Laufrad zum modernen Fahrrad

Fahrrad-antike2Fahrräder haben nicht immer so ausgesehen, wie wir sie heute kennen.

Die Geschichte des Fahrrades begann im Jahr 1817. Karl Drais, der bis 1849, einen Adelstitel trug, hatte die Vision, dass man sich mit Hilfe von zwei Rädern wesentlich effektiver fortbewegen können musste als zu Fuß. Und so entwickelte er das Laufrad.

Das Laufrad bestand im Wesentlichen aus zwei Rädern aus Holz.

Die beiden Räder durch einen Balken miteinander verbunden. Auf dem Balken nahm der Fahrer Platz. Das vordere Rad war mit einem Lenker ausgestattet, mit dem man die Richtung bestimmten konnte, in die sich das Laufrad bewegen sollte.

Mit seiner Erfindung konnte Karl Drais auch große Entfernungen schnell zurücklegen. Es gibt Berichte, nach denen Karl Drais eine etwa 50 km lange Strecke binnen vier Stunden zurückgelegt haben soll.

Fahrrad-antike1Im Jahr 1861 folgte dann die nächste Stufe auf dem Weg zum Fahrrad. In jenem Jahr wurde in Frankreich der Tretkurbelantrieb entwickelt. Dafür wurde das Vorderrad mit Pedalen ausgestattet.

Das sogenannte Tretkurbelveloziped war nicht mehr aus Holz, sondern hatte einen Metallrahmen. Es verfügte über einen gefederten Sattelhalter und die Räder hatten Speichen und waren aus Vollgummi.

Da eine Umdrehung der beiden Pedalen bei dem Tretkurbelveloziped eine Umdrehung des Vorderrades bedeutete, war das Vorderrad etwas größer als das Hinterrad, damit höhere Geschwindigkeiten erzeugt werden konnten.

Auf das Tretkurbelveloziped folgte dann im Jahr 1869 das Hochrad. Dieses war nach einem ähnlichen Prinzip wie das Tretkurbelveloziped aufgebaut, trieb den Geschwindigkeitswahn jedoch auf die Spitze.

Denn je größer das Vorderrad war, desto weiter konnte man mit einer Pedalumdrehung kommen.

Und so wurde das Vorderrad auf einen Durchmesser von bis zu 150 cm gebracht. Damit konnten dann auch tatsächlich Geschwindigkeiten von bis zu 40 Stundenkilometern erreicht werden.

Fahrrad-antikeAllerdings war das Auf– und Absteigen auf das Hochrad ein echtes Abenteuer. Zudem verlangte das Fahren auf dem Hochrad einiges an Geschick. Stürze von dieser Konstruktion waren nicht selten und häufig hatten sie schwere Folgen

Das Jahr 1878 stellte dann einen Wandel dar. In diesem Jahr wurde dann von Thomas Shergold das sogenannte Sicherheitsfahrrad entwickelt.

Shergold hatte eine Methode gefunden, wie man in Zukunft auf die Nutzung der gefährlichen Hochräder verzichten konnte. Bei ihm hatten beide Räder die gleiche Größe. Die Besonderheit hier war die Kette, die das Hinterrad mit antrieb.

Kurze Zeit später, im Jahr 1885 hatte das Fahrrad dann endlich die Form angenommen, in der wir es auch heute noch kennen. Im Wesentlichen sind alle Bauteile auch heute noch so wie an dem Modell von 1885.

FahrradDennoch ging die Entwicklung des Fahrrades auch in den darauf folgenden Jahrzehnten stetig weiter.

1888 wurden dann auch die Vollgummireifen durch luftbefüllte Reifen ersetzt. Zu verdanken haben wir diese Entwicklung John Boyd Dunlop. Diesem gelingt der Nachweis, dass ein lufbefüllter Reifen wesentlich besser ist als ein Vollgummireifen.

Erfunden hat Dunlop den Luftreifen allerdings nicht. Das Patent dafür wurde nämlich schon im Jahr 1845 von dem Engländer Robert William Thomson angemeldet.

Leute-mit-FahrradIm Jahr 1900 folgt dann ein weiterer Evolutionsschritt in der Geschichte des modernen Fahrrades. In diesem Jahr meldet die Firma Fichtel und Sachs eine Freilaufnabe mit Rücktrittbremse zum Patent an. Die Rücktrittbremse sorgt seither für deutlich mehr Sicherheit auf dem Fahrrad.

Kurz darauf, im Jahr 1905, entwickelt ein Franzose mit dem Namen Paul de Vivie die Kettenschaltung mit Umwerfer. So konnten zwei verschiedene Übersetzungen angewählt werden. In den darauf folgenden Jahren wurde die Gangschaltung immer weiter ausgebaut.

Diese stetige Weiterentwicklung führte dann im Jahr 1933 zur Erfindung der ersten Schnellschaltung. Entwickelt wurde sie von dem aus Italien stammenden Radprofi Tullio Campagnolo.

Bis heute ist die Firma Campagnolo auf die Herstellung von Produkten für den Radsport spezialisiert.

ebikeDie Weiterentwicklung des Fahrrades ging daraufhin unaufhörlich weiter. Und auch wenn viele Komponenten des „UrFahrrades“ im Wesentlichen erhalten blieben, so wurden die Fahrräder im Laufe der Zeit immer weiter spezialisiert. Und so war das Fahrrad auch längst nicht mehr nur ein Fortbewegungsmittel, sondern auch ein Sportgerät.

Das Jahr 1981 gilt als Geburtsstunde des Mountainbikes. Dieses überzeugt seither mit seiner fein abgestimmten Gangschaltung, die das Fahren im Gelände erleichtert. Zudem sind bei einem Mountainbike die Räder breiter und haben ein dickeres Profil.

Auch die Federung der Gabel und des Sattels spielen bei diesem Sportrad eine größere Rolle als bei herkömmlichen Citybikes oder bei Rennrädern.

In den vergangenen Jahren wurden bei den Fahrrädern nur noch kleinere Modifikationen vorgenommen. So wurden beispielsweise die Bremssysteme verbessert oder die Rahmenkonstruktion wurde optimiert, um die Räder leichter und dennoch stabiler zu machen.

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