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Die Geschichte des Trampolinspringens

Der Anfang mit Walroßhaut

Es wird gesagt, dass die erste Art von Trampolin durch die Eskimos erfunden wurde: mit Hilfe von gespannten Häuten von Walrössern konnten Sie im Falle eines Feuers oder Hausbrandes die Menschen, die sich durch einen Sprung aus dem Fenster retten mussten, sicher auffangen. Die Funktionsweise des ersten Trampolins ähnelte also eher einem modernen Sprungtuch.

In Anchorage, Alaska, gibt es Postkarten, die die Eskimos bei diesen ersten Sprungmanövern zeigen. Es gibt auch Hinweise auf Artisten aus England, die sich gegenseitig mit Hilfe von Trampolin-ähnlichen Konstruktion gegenseitig in die Luft katapultierten.

Obgleich es sich bei den Engländern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht um die ersten Anfänge des Trampolinspringens handelt wurden hier Sprungmanöver auf dem Trampolin zum ersten Mal gezielt zur Unterhaltung des Publikums eingesetzt.

Weiterentwickelt vom Trapezkünstler

Das Trampolin wie wir es heute kennen wurde zum ersten Mal von einem Künstler namens Du Trampolin benutzt. In einem Sicherheitsnetz für das Trapez sah Du Trampolin, der Namensgeber der heutigen Trampoline, die Möglichkeit es zur Beschleunigung und Abfederung des eigenen Körpergewichts zu verwenden. Es folgten zahlreiche Tests mit Trampolinen unterschiedlicher Konstruktion, Netzstärke und Größe.

In den frühen 1930er Jahren entwickelte George Nissen ein Trampolin in seiner Garage und erprobte verschiedene Sprünge und Stunts . Er merkte schnell, dass er das Publikum damit auch unterhalten konnte und ließ immer mehr Besucher an ersten Demonstrationen und Vorführungen teilnehmen. Das war der Anfang einer neuen Sportart: das Trampolinspringen war geboren!

Das Trampolin während der Zeit des zweiten Weltkriegs

Ein aufgebautes Gartentrampolin in einem Garten

Während des 2. Weltkriegs entwickelte die United States Navy Flight School spezielle Trampoline, um die damit verbundenen Übungen während der Schulung von Piloten und Navigatoren zu nutzen. Damit waren plötzlich Körperbeherrschungs- und Orientierungsübungen möglich, die bis dato unvorstellbar waren.

Nach dem Ende des Krieges brachte die Entwicklungsabteilung des Space Flight Programm das Trampolin erneut zum Einsatz: jetzt zur Schulung von sowohl amerikanischen als auch sowjetischen Astronauten. Vor den Flügen ins Weltall konnten die Astronauten auf dem Trampolin bereits vorab verschiedene Körperpositionen während eines Fluges simulieren. Die Art der Trampolinbenutzung ist natürlich, einfach und intuitiv, und die Kraft des federnden Sprungbereichs ermöglicht den Teilnehmern Spaß und die Aufregung durch einen Sprung, den sie sonst niemals in der Lage wären durchzuführen. Dazu trainierten sie viele Fähigkeiten wie die Landung auf den Füßen, im Sitz oder auch auf dem Bauch oder Rücken.

Körperliche Vorteile

In den USA erkannten Ärzte und Pädagogen schnell, dass das Trampolin etwas absolut Neues war und als Sportgerät eingesetzt die Landschaft der verfügbaren Trainingsgeräte deutlich bereichern konnte. Durch die Beobachtung der physischen Vorteile, die das Trampolinspringen während der Kriegsjahre mit sich brachte und auch auf Grund der Begeisterung, die Teilnehmer beim Training auf dem Trampolin empfanden wurde ein Entschluss gefasst:  das Trampolinspringen wurde in der Schule als Sportunterricht eingeführt und es entstanden zeitgleich die ersten privaten Sport- und Turnvereine rund um dieses Thema. Natürlich gab auch Kritiker, dass die Aktivität für gefährlich hielten und auch befürchteten, dass das Trampolinspringen durch die mechanische Unterstützung der Federn beim Sprungvorgang die Muskeln der Beine durch fehlende Benutzung schwächen konnte. Auch über Jahre hinweg konnten diese Behauptungen und Ängste mehrfach widerlegt werden: das Trampolin kam langsam in der Mitte der Gesellschaft an!

Was beim Trampolinspringen dazu kommt ist der Umstand, dass fast jedermann in jedem Alter Trampolinspringen kann. Es ist eine Sportart, die Spaß macht, begeistert, aerob effektiv ist und kein Höchstmaß an Können oder Wissen voraussetzt, über das nur einige wenige verfügen. Gerade bei den ganz jungen Kindern und Jugendlichen ist das Springen auf dem Trampolin nach wie vor beliebt, die jetzt das aufgestellte Trampolin an Stelle des großen Bettes der Eltern für erste Sprungmanöver nutzen.

Wettbewerbe

Die ersten Wettkämpfe wurden in Hochschulen und Schulen in den USA und dann in Europa ausgetragen, die ersten Weltmeisterschaften fanden in London im Jahr 1964 statt. Kurt Baechler aus der Schweiz und Ted Blake aus England waren die europäischen Trampolin-Pioniere. Es folgten schon bald die ersten Nationalen Meisterschaften in England im Jahr 1958. Bald nach der ersten Trampolin-Weltmeisterschaft war die Sitzung führender Trampolinspringer und -förderer in Frankfurt, um die Bildung einer Internationalen Trampolinföderation zu diskutieren. 1965 in Twickenham wurde die Föderation offiziell als internationaler Dachverband für den Trampolinsport anerkannt.

1969 fand die erste Europameisterschaft in Paris statt, die der damals 18-jährige Paul Luxon souverän gewann. Bei den Damen siegte Ute Czech aus Deutschland. Von diesem Zeitpunkt an haben sich Europa- und Weltmeisterschaften abgewechselt. Während zunächst die Amerikaner die Weltmeisterschaften noch dominieren konnten wurde im Laufe der zeit auf Grund einiger Sportunfälle und bedingt durch verschärfte Gesetzgebungen in Folge der vielen Klagen über Trampolinspringen immer weniger Möglichkeiten in Bildungseinrichtungen geschaffen. Damit sank auch die hohe Leistungsfähigkeit der Amerikaner. Die Europäer zogen allmählich nach und in den letzten Jahren haben die russischen Athleten die ersten Plätze bei den Meisterschaften fast vollständig unter sich aufgeteilt. Nur die Briten konnten regelmäßig noch mithalten und gewannen im Laufe der Jahre 4 Mal den Weltmeistertitel. Deutschland ist die dritte große “Trampolin-Nation”.

Obwohl in den meisten Ländern etwa zur gleichen Zeit – in den fünfziger und sechziger Jahren – das Trampolinspringen begann haben einige Länder sich nicht so stark entwickelt wie die großen europäischen Länder oder die USA.

Frauen beim Training auf einem Minitrampolin

Immer mehr Länder schließen sich auch weiterhin der International Trampoline Federation an und es gibt mittlerweile genügend Athleten und Sportler auf nahezu allen Kontinenten, so dass im Zuge der olympischen Spiele im Jahre 2000 in Sydney auch die Olympische Anerkennung.

Eine Randsportart hat sich damit im Laufe der Jahre als eine beliebte Sportart bei Jung und Alt etablieren können und bietet Athleten auf der ganzen Welt Möglichkeiten, sich in offiziellen Wettkämpfen und Olympiaden zu messen.

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