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NAS Server einrichten - unsere 5 Praxistipps

Bevor Sie Ihren neuen NAS Server in Betrieb nehmen können, ist es wichtig, in richtig einzurichten. Da dieses Gerät deutlich komplexer als ein einfacher Wechseldatenträger ist, ist diese Aufgabe hierbei etwas komplizierter als beispielsweise bei einer externen Festplatte. Dennoch sind die einzelnen Schritte relativ einfach und der zeitliche Aufwand hält sich ebenfalls in Grenzen.

1. Festplatten kaufen und einbauen

Einige NAS Server werden bereits komplett mit Festplatten bestückt ausgeliefert. In diesen Fällen können Sie diesen Schritt einfach überspringen. In vielen Fällen handelt es sich bei diesen Produkten jedoch lediglich um ein Gehäuse, das mit einer CPU bestückt ist. Um die eigentlichen Datenspeicher müssen Sie sich dabei selbst kümmern.

Das macht die Einrichtung zwar etwas komplizierter, doch profitieren Sie davon, dass Sie bei der Auswahl vollkommen unabhängig sind. So können Sie Festplatten kaufen, die genau die für Sie benötigte Kapazität aufweisen. Außerdem können Sie Produkte auswählen, die auch in anderen Bereichen die von Ihnen gewünschten Kriterien erfüllen. Zunächst müssen Sie entscheiden, wie viele Festplatten Sie einbauen möchten. Die meisten Angebote verfügen über relativ viele Steckplätze, von denen Sie jedoch nicht alle belegen müssen. Es ist vielmehr sinnvoll, einige Schächte leer zu lassen, um die Kapazität später erweitern zu können.

Bei der Berechnung der erforderlichen Kapazität müssen Sie beachten, dass je nach verwendetem Organisationsprinzip der tatsächliche Speicherplatz des NAS Servers vom nominellen Wert der Festplatten deutlich abweichen kann. Sie müssen außerdem darauf achten, dass die gewählten Modelle für den Dauerbetrieb geeignet sind und dass ihr Format zum gewählten NAS Server passt. Nachdem Sie die Speichermedien eingekauft haben, müssen Sie sie in das Gerät einbauen.

Wie das funktioniert, ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Daher ist es in jedem Fall wichtig, die Bedienungsanleitung zu lesen und den Einbau entsprechend dieser Vorgaben durchzuführen. Bei vielen Produkten können Sie einfach ein kleines Fach öffnen und die Festplatte einlegen. Bei anderen Ausführungen ist es möglich, mit einem Schraubenzieher einen Teil der Verkleidung zu lösen.

Um die Festplatte mit dem NAS Server zu verbinden, müssen Sie den Stecker mit leichtem Druck in die vorhandene Buchse drücken. Dabei gibt es nur eine mögliche Richtung. Um Beschädigungen zu vermeiden, müssen Sie Stecker und Buchse genau betrachten, um die richtige Verbindungsweise auszuwählen.

2. Richtigen Aufstellungsort wählen und Gerät in das Netzwerk integrieren

Im nächsten Schritt ist es notwendig, einen passenden Aufstellungsort für den NAS Server zu suchen. Ein einfacher Zugang ist hierbei nicht wichtig, da die Bedienung fast komplett über das Netzwerk stattfindet. Sie können sich hierfür ganz einfach mit Ihrem PC oder mit dem Smartphone einloggen. Daher können Sie den NAS Server auch problemlos in einem versteckten Winkel aufstellen. Empfehlenswert ist es, einen trockenen und möglichst staubfreien Ort zu wählen. Wenn das Gerät viel Lärm macht, ist es sinnvoll, es nicht im Schlafzimmer oder in anderen häufig benutzten Räumen aufzustellen.

In diesem Fall bietet sich beispielsweise ein Kellerraum an. Für den Betrieb ist eine Steckdose notwendig, sodass diese unbedingt in der Nähe vorhanden sein sollte. Um den NAS Server mit Ihrem Netzwerk zu verbinden, können Sie entweder einen verkabelten Anschluss einrichten oder das Gerät per WLAN integrieren. Beide Möglichkeiten haben einige Vor- und Nachteile. Sollten Sie sich für die verkabelte Alternative entscheiden, profitieren Sie von einem besonders schnellen Zugriff.

Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Sie regelmäßig sehr große Datenmengen abrufen. Allerdings sind Sie dabei in der Standortwahl etwas eingeschränkt: Entweder Sie stellen den NAS Server in der unmittelbaren Umgebung Ihres Routers auf oder Sie müssen zunächst die entsprechenden Kabel verlegen.

Insbesondere für private Anwender empfiehlt sich daher die Anbindung über das WLAN, obwohl die Verbindung dabei geringfügig langsamer ist.

3. Firmware installieren

Jeder NAS Server benötigt ein Betriebssystem, um alle seine Aufgaben erfüllen zu können. Bei einigen Produkten ist dieses bereits vorinstalliert, sodass Sie diese einfach anschließen können. In anderen Fällen sind Sie hingegen selbst für die Installation verantwortlich. Doch ist auch diese Aufgabe sehr einfach und nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Wie Sie hierbei genau vorgehen müssen, kann sich von Hersteller zu Hersteller etbwas unterscheiden. Daher ist es auch hierbei notwendig, die Betriebsanleitung sorgfältig zu lesen, um alle notwendigen Informationen zu erhalten. In den meisten Fällen können Sie die Software jedoch einfach auf der Homepage des Anbieters herunterladen. Der Installations-Assistent führt Sie daraufhin durch alle erforderlichen Schritte.

4. Den ersten Login durchführen

Um den ersten Login durchführen zu können, benötigen Sie die IP-Adresse des NAS Servers. Manche Hersteller verwenden bei ihren Geräten dafür stets die gleiche Nummer. In diesen Fällen genügt ein einfacher Blick in das Handbuch. Bei anderen Marken ist die Vergabe jedoch nicht einheitlich. Die Adresse ermitteln Sie bei diesen Produkten in der Regel einfach mithilfe des Online-Assistenten. Sollte es dabei Probleme geben, können Sie die IP-Adresse auch über die DHCP-Tabelle Ihres Routers abfragen. Wenn Sie die IP-Adresse herausgefunden haben, müssen Sie diese einfach in die Adresszeile Ihres Browsers eingeben und auf Enter drücken. Auf diese Weise gelangen Sie zur Login-Seite des Geräts. Um Zugriff zu erhalten, müssen Sie einen Benutzername und ein Kennwort eingeben. Bei vielen Herstellern ist der Standardwert in beiden Fällen admin. Sollten Sie mit diesen Daten nicht ans Ziel kommen, müssen Sie kurz in der Betriebsanleitung nachschauen, welche Zugangsdaten für das entsprechende Gerät erforderlich sind.

5. Das Gerät nach Ihren Wünschen konfigurieren

NAS Server einrichten - unsere 5 PraxistippsIm letzten Schritt müssen Sie die Konfigurationen für das Gerät vornehmen. Um die Sicherheit zu gewährleisten, ist es empfehlenswert, als erstes den Benutzernamen und das Passwort zu ändern. Da die ursprünglichen Zugangsdaten bei vielen Geräten identisch sind, bieten sie praktisch überhaupt keinen Schutz. Um einen unbefugten Zugriff zu unterbinden, ist es wichtig, ein sicheres Passwort vorzugeben. Der nächste Schritt besteht darin, ein passendes RAID für Ihren NAS Server auszuwählen.

Dabei handelt es sich um die Organisationsstruktur der Daten auf den einzelnen Festplatten. Es gibt Systeme, die die Daten mehrfach abspeichern und Sie daher sehr gut vor einem Verlust schützen. Das ist bei sensiblen Informationen sehr empfehlenswert. Allerdings geht dies zulasten der Kapazität. Wenn für Sie die Datensicherheit nur eine untergeordnete Rolle spielt, können Sie auch ein System auswählen, das keine doppelte Speicherung vornimmt. Schließlich können Sie verschiedene Benutzerkonten vorgeben.

Jeder Mitarbeiter beziehungsweise jedes Familienmitglied erhält dabei seinen eigenen Speicherplatz für persönliche Dateien.

Darüber hinaus können Sie bestimmte Bereiche für eine gemeinsame Nutzung freigeben. Dabei geben Sie genau vor, welcher Anwender Leserechte erhält und welcher Nutzer die Dateien auch verändern darf.
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