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Fachbegriffe zur Überwachungskamera erklärt

Wer sich mit Überwachungskameras beschäftigt, stößt auf viele Fachbegriffe, die sich nicht immer sofort erklären. Gerade die digitalen Überwachungsgeräte werden mit vielen Begriffen beworben, die der Verbraucher nicht direkt versteht. Aus diesem Grunde erklären wir die wichtigsten Begriffe, die bei der analogen und bei der digitalen Überwachung von Bedeutung sind.

Automatische Verstärkungsregelung (AGC)

Durch die AGC-Funktion, die nicht in jeder Kamera vorhanden ist, wird der Spannungsausgleichspegel der Kamera reguliert, wenn die Lichtverhältnisse schlechter werden. Viele CCTV-Überwachungskameras, die analoge Daten senden, sind mit dieser Funktion ausgestattet, um bei schlechteren Lichtverhältnissen ein brauchbares Bild aufnehmen zu können. Allerdings kann das Videomaterial unter der Signalverstärkung leiden, wodurch die Qualität der Bilder beeinträchtigt wird.

AL-Objektiv

Viele Sicherheitskameras sind mit einem besonderen Objektiv ausgerüstet, das über eine automatische Irissteuerung verfügt. Diese Al-Objektive arbeiten durch eine selbstständige Steuerung der Blende, die über einen Vergleichsverstärker reguliert wird. So kann die Überwachungskamera aktiv daran arbeiten, eine gleichmäßig belichtete Aufnahme zu erzeugen.

Bildauflösung von Videos

Ein wichtiges Kriterium, an der sich die Qualität einer Überwachungskamera erkennen lässt, ist die Auflösung. Mit dem diesem Wert geben die Hersteller an, über wie viele Pixel das erzeugte Bild verfügt. Einfache Kameras arbeiten lediglich mit niedrigen Auflösungen. So gibt es CIF-Kameras, die lediglich ein Bild von 352 mal 288 Pixeln versenden. Es existieren aber auch bessere Varianten, die ein HD-Bild mit 1920 mal 1080 Bildpunkten aufnehmen. Sie sollten sich für eine möglichst hohe Auflösung entscheiden, wenn Sie eine Kamera erworben wollen, die ein detailreiches Bild sendet.

Bildkompression bei digitalen Videos

Aktuelle Kameras nehmen ein digitales Bild auf, das per LAN– oder WLAN versandt wird. Damit beim Transport die Datenmenge gering bleibt, müssen die Bilder verpackt werden. Für eine effektive Kompression der Daten werden verschiedene Dateiformate wie MPEG2, H.246 oder MPEG4 verwendet. Ganz besonders moderne Überwachungskameras nutzen zudem grafische Datenformate wie JPG, weil auch Einzelbilder gesichert werden können.

CCD-Bildsensor

Anschließen einer CCTV Überwachungskamera ZMODOIm Innern von vielen Überwachungskameras findet sich ein elektrisches Bauteil, das lichtempfindlich ist. Dort wird ein CCD-Bildsensor verbaut, durch den auftreffendes Licht durch ein Sensorfeld aufgenommen wird. Dadurch entsteht ein elektrischer Impuls, mit dem das Videobild entstehen kann.

Dabei arbeiten die CCD-Sensoren oftmals mit einer Auflösung von 500 mal 582 Bildpunkten. Die letztendlich entstehende Bildqualität wird aber nur zum Teil durch den Sensoren erzeugt. Schließlich sind weitere Bauteile wie das Objektiv, das sich vor dem CCD-Sensor befindet, entscheidende Faktoren, die sich ebenfalls auf die Qualität des aufgenommen Bildes auswirken. CCD steht im Übrigen für „Charge-Couplet-Device„, was in etwa ladungsgekoppeltes Bauteil bedeutet.

Derartige Teile wurden bereits 1969 entworfen. Damals entwickelten Willard Boyle und Goerge Smith in den Laboratorien von Bell den ersten CCD-Sensor zur Datenspeicherung. Ab 1975 wurden die Sensoren in Fernsehkameras eingesetzt. Später erfolgte der Einbau in Überwachungskameras, die für den Verbraucher geschaffen wurden.

CCTV

CCTV steht für „Closed Circuit Television“. Es handelt sich um die Abkürzung und den Namen für klassische Analogkameras, die zur Videoüberwachung eingesetzt werden. CCTV-Kameras senden die Daten per analogem Kabel an einen Monitor oder an ein Aufnahmegerät. Derartige Systeme werden bei der Überwachung von privaten Räumlichkeiten genutzt.

Allerdings wird diese Art der Videoüberwachung zunehmend durch andere Systeme abgelöst, die digitale Videobilder aufnehmen und versenden. Schließlich existieren mittlerweile IP- und WLAN-Kameras, die sich flexibler nutzen lassen – und weitaus mehr Möglichkeiten bieten.

H.264-Kompressionsverfahren

Viele IP- und WLAN-Kameras nutzen das MPEG2 oder das MPEG4 Verfahren, um die aufgenommene Datenmenge zu verkleinern. Noch modernere Systeme arbeiten mit dem H.246 Kompressionsverfahren. Mit dieser Verkleinerungsmethode wird eine hohe Kompressionsrate erzielt, wodurch sich die Daten besser in Netzwerken verteilen lassen. Gespeicherte Videos benötigen weitaus weniger Speicher, was die dauerhafte Sicherung erleichtern.

Bei gleicher Bitrate kann eine ungleich höhere Videoqualität erzielt werden. Die reduzierte Größe der Dateien ist ein großer Vorteil, der sich schnell bemerkbar machen kann. Allerdings benötigen die Kameras mehr Rechenleistung, damit das Bild komprimiert wird. Der bauliche Mehraufwand hat leider seinen Preis. Trotzdem sind die IP- und WLAN-Kameras zu empfehlen, die mit dem H.264 Verfahren arbeiten.

IEEE 802.3af

Mit dieser kryptischen Bezeichnung machen die Hersteller von LAN-Kameras deutlich, dass die Stromversorgung nicht über ein separat anzubringendes Netzteil oder ein Stromkabel, sondern über die Netzwerkverbindung erfolgt. Einige Modelle, die wir ebenfalls getestet haben, verfügen über eine „Power Over Ethernet“-Funktion, bei der die Versorgung mit Energie durch das Netzwerkkabel durchgeführt wird. Das erspart baulichen Aufwand, weil nur ein Kabel verlegt werden muss. Informieren Sie sich am besten in unseren Produktberichten, ob die Geräte über diese Funktion verfügen.

Schärfentiefe

Durch die Schärfentiefe wird der Bereich definiert, in welchem die Videokamera ein scharfes Bild erzeugen kann. Die Schärfe des Bildes, das Überwachungskameras aufzeichnen, wird durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst. Sie hängt stark mit der Qualität des Objektivs zusammen. Die Schärfentiefe wird auch durch die Blende bedingt, die sich vor dem Objektiv befindet. Wenn diese bei schlechteren Sichtverhältnissen geöffnet wird, um mehr Licht einzulassen, reduziert sich der Schärfenbereich, der kleiner wird. Bei geschlossener Blende wird die Schärfentiefe erweitert.

Schwenk-Neigekopf

Steuerbare Überwachungskameras, die vor allem im Gewerbe und Industrie eingesetzt werden, besitzen häufig einen Schwenk-Neigekopf, der durch den Nutzer kontrolliert werden kann. Diese besonderen Kameras arbeiten häufig mit Motorzoom-Objektiven, die große Kontrolle ermöglichen. So kann Wachpersonal eine Szene detailliert beobachten, um kleine Handbewegungen zu analysieren, die auf einen Diebstahl hindeuten.

Viele Überwachungskameras, die für den privaten Verbraucher geschaffen werden, besitzen keinen schwenk- und neigbaren Kopf. Sie nehmen stattdessen einen stationären Bereich auf, weil sich die Position des Kopfes nicht ändern lässt.

TCP/IP-Datenversand

Schwenk-Neigekopf einer ÜberwachungskameraIm Bereich von Netzwerken und beim Datenverkehr im Internet wird das TCP/IP Protokoll eingesetzt. Dieses Protokoll kennen auch viele LAN- und WLAN-Überwachungskameras, die die aufgenommenen Daten über das Netzwerk oder sogar ins Internet senden. Dabei werden kleine Pakete erschaffen, die auf unterschiedlichen Wegen zum Empfangsgerät gelangen, das die Datenpäckchen erneut zusammensetzt. So wird eine hohe Leitungsauslastung und eine effektive Übertragung von Überwachungsvideos ermöglicht.

Transport Layer Security

Einige WLAN-Kameras senden die aufgenommen Daten unverschlüsselt, sodass Hacker leichtere Angriffspunkte finden. Bessere Ausführungen der Sicherheitssysteme nutzen das „Transport Layer Security“-Verfahren (TLS), das eher unter der vorherigen Bezeichnung „Secure Sockets Layer“ (SSL) bekannt ist.

Das hybride Verschlüsselungsprotokoll wird von einigen Überwachungskameras genutzt, um die Daten sicher an den Bestimmungsort gelangen zu lassen. Nutzer einer WLAN-Kamera sollten unbedingt darauf achten, dass das erworbene Gerät mit dem SSL- oder TLS-Verfahren arbeitet. Manchmal muss diese Einstellung im Webinterface der Kamera vorgenommen werden.
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