Schlafmangel: Ist Schlafentzug gefährlich?

Kurzfristig erhöht Schlafentzug das Risiko von Tagesmüdigkeit und damit von eingeschränkter Wachsamkeit. Zahlreiche Studien haben einen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und einem erhöhten Risiko für Stürze oder Verkehrsunfälle gezeigt. Ihre Folgen können aber auch längerfristig auftreten.

Die Folgen von Schlafmangel

was schlafmangel 300x300 - Schlafmangel: Ist Schlafentzug gefährlich?Mehrere Studien haben außerdem gezeigt, dass Schlafmangel und Tagesschläfrigkeit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Ebenso wie eine schlechte Schlafqualität aufgrund von Erkrankungen wie dem Schlafapnoe-Syndrom (SAS) oder dem Restless-Legs-Syndrom.

Auch bestimmte Stoffwechselstörungen wie Diabetes wurden bei jungen Schläfern festgestellt. Eine im September 2010 im Jama (Journal of the American Medical Association) veröffentlichte Studie berichtete über ein erhöhtes Risiko für Fettleibigkeit bei Säuglingen, die kurze Nächte hatten.

Schlafentzug kann auch das Risiko einer Depression erhöhen. Im Juni 2011 zeigten amerikanische Forscher (Dallas), dass Männer – und nur Männer – die weniger als 6 Stunden pro Nacht oder mehr als 9 Stunden schliefen, stärker von Depressionen betroffen waren als diejenigen, die durchschnittlich 6 bis 9 Stunden schliefen.

Quellen:
Interview mit Professor Yves Dauvilliers (CHU Montpellier), 6. September 2011
25th Anniversary Meeting of the Associated Professional Sleep Societies, 14. Juni 2011
Jama, 6. September 2010