Open Data: Was ist das? Eine Definition

open data was ist das 300x300 - Open Data: Was ist das? Eine DefinitionOpen Data ist eine Veröffentlichungspraxis unter einer offenen Lizenz, die den freien Zugang zu digitalen Daten garantiert und deren Wiederverwendung ohne technische, rechtliche oder finanzielle Bedingungen ermöglicht. Ihr Interesse gilt dem Thema Big Data.

Diese Inhalte können von öffentlichen Stellen, Vereinen oder privaten Unternehmen verbreitet werden. In einem kulturellen Kontext entsprechen offene Daten einer Philosophie, Wissen mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen. Im politischen Kontext entspricht Open Data einem Ansatz von Transparenz und Bürgerbeteiligung.

Nach der von der Sunlight Foundation aufgestellten Definition gelten Rohdaten als offen, wenn sie: vollständig, primär, zeitnah, zugänglich, nutzbar, nicht diskriminierend, nicht urheberrechtlich geschützt, lizenzfrei, dauerhaft und frei sind.

Frankreich, einer der Pioniere für Open Data

Das Recht auf Zugang zu öffentlichen Informationen ist in der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 in Artikel 15 enthalten, welche besagt, dass „die Gesellschaft das Recht hat, jeden öffentlichen Beamten ihrer Verwaltung zur Rechenschaft zu ziehen“. Auch wenn das Prinzip des freien Zugangs zu öffentlichen Informationen seit mehreren Jahrzehnten im Recht der großen westlichen Nationen verankert ist (vgl. das Gesetz vom 17. Juli 1978, das das Recht auf Zugang zu öffentlichen Informationen in Frankreich festschreibt), ist es in der Tat das Aufkommen der digitalen Technologie, das Open Data einen entscheidenden Anstoß gegeben hat. In den 2000er Jahren waren die Vereinigten Staaten und Kanada Vorreiter, in Europa waren es Großbritannien und Frankreich.

Open Data und lokale Behörden

Laut dem Open Data Index, der den Stand der Offenheit öffentlicher Daten in mehr als 120 Ländern auflistet, belegte Frankreich 2015 mit einem Offenheitsgrad von 63 % den zehnten Platz. Im Jahr 2011 wurde das Internetportal www.data.gouv.fr ins Leben gerufen, das es den Nutzern ermöglicht, Open Data von öffentlichen Diensten, lokalen Behörden und privaten oder öffentlich-rechtlichen Einrichtungen, die einen öffentlichen Auftrag erfüllen, einzusehen. Jeder Bürger hat auch die Möglichkeit, diese Daten zu erzeugen, anzureichern oder zu ergänzen.