Was ist der Unterschied zwischen einem Teleskop und einem Fernrohr?

teleskop und einem fernrohr 300x300 - Was ist der Unterschied zwischen einem Teleskop und einem Fernrohr?Beide Instrumente werden zur Himmelsbeobachtung eingesetzt, arbeiten aber unterschiedlich. Hier sind die Erklärungen mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen.

Das Prinzip eines astronomischen Instruments besteht darin, die Fläche zu vergrößern, die Licht sammelt, um es in einem Punkt zu konzentrieren, der als „Brennpunkt“ bezeichnet wird. Dazu nutzt das Teleskop die Brechung, bei der die Lichtstrahlen durch zwei Linsen laufen (für einen Lupeneffekt), während das Fernrohr auf die Reflexion setzt, bei der ein Hohlspiegel das Licht auf den Brennpunkt fokussiert.

Teleskop oder Fernrohr, was soll man wählen?

Im Allgemeinen wird das Teleskop zur Beobachtung der Planeten verwendet, während das Fernrohr für die Beobachtung des „Deep Sky“ (Sterne, Galaxien, Nebel…) bevorzugt wird. Für Anfänger ist das Teleskop zu empfehlen, da die Planeten leichter zu erkennen sind und es einfacher zu justieren ist. In Situationen mit Lichtverschmutzung ist das Teleskop tendenziell weniger effizient und muss bei jeder Verwendung neu eingestellt werden. Außerdem ist ein Teleskop leichter zu transportieren und wartungsarm, da der Tubus luftdicht ist.

Astronomisches Fernrohr oder Teleskop, was sind die Vorteile?

funktioniert fernrohr 300x200 - Was ist der Unterschied zwischen einem Teleskop und einem Fernrohr?In beiden Fällen gilt: Je größer der Durchmesser, desto weiter entfernte Details können gesehen werden. Bei gleichem Durchmesser liefert ein Teleskop ein qualitativ hochwertiges Bild, aber seine Vergrößerung erreicht eine bestimmte Grenze: Da die Linsen nicht gebogen werden können, muss die Brennweite zwischen der Linse und dem Brennpunkt des Bildes vergrößert werden, um das Bild zu vergrößern. Die größten Gläser wurden Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt: Das von Yerkes hat einen Durchmesser von mehr als einem Meter. Darüber hinaus wird das Objektiv zu schwer und verformt sich unter seinem eigenen Gewicht.

Für genauere Beobachtungen greift man daher auf Teleskope zurück, deren Spiegel ausgedünnt oder segmentiert werden können, wie zum Beispiel beim Gran Telescopio Canarias (GTC). Sein Hauptspiegel besteht aus 36 sechseckigen Spiegeln, was einem sphärischen Spiegel von 10,4 Metern Durchmesser entspricht. Die meisten Großteleskope sind heute zusätzlich mit einer adaptiven Optik ausgestattet, die optische Störungen durch die Atmosphäre vermeidet.