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Geschichte des Metalldetektors

Mit der Industrialisierung, die im 19. Jahrhundert ihren Lauf nahm und am Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem zentralen Element der damaligen Gesellschaft geworden war, wurde auch das Metall, vor allem Eisen, zu einem wichtigen und oft genutzten Rohstoff, der von zentraler Bedeutung für die industrielle Produktion war.

Aus ihm wurden nicht nur verschiedene Produkte hergestellt, sondern auch die Maschinen, die für die vielen verschiedenen Produktionen genutzt wurden. Da Eisenerz schwierig abzubauen ist, wurde jedes noch so kleine Stück Metall wieder verwendet, denn eines der Vorteile dieses Werkstoffs ist es, dass es immer wieder eingeschmolzen werden kann. Hier suchte man nach einem Gerät, dass auch kleine Metallteile direkt lokalisieren konnte. Gleichzeitig versprach man sich von der Entwicklung eines zuverlässigen Metalldetektors, dass man diesen gewinnbringend im Bergbau einsetzen konnte. Mit ihm sollten neue Eisenerzadern entdeckt oder kleine Goldstücke aufgefunden werden.Mann mit Metalldetektor

Der deutsche Physiker Heinrich Wilhelm Dove (1803-1879) studierte ab 1821 Mathematik, Physik, Philologie und Philosophie in Breslau und Berlin. Er entwickelte einen Polarisationsapparat, der auf der Basis des Induktion-Balance-System basierte und der die Grundlage für die ersten Metalldetektoren wurde. Allerdings benötigte sein Metalldetektor große Strommengen und konnte nur in sehr begrenztem Umfang Metall aufspüren, da er sehr anfällig für störende Einflüsse war. Zudem machten vor allem die fehlende Tiefenwirkung und die teilweise enorme Größe das Gerät nur sehr eingeschränkt einsatzfähig.

Der Erfinder Alexander Graham Bell, der mit der Weiterentwicklung des Fernsprechapparates heute bei vielen als Erfinder des Telefons gilt, nutzte diese Technik, als er eine Induktionswaage entwickelte. Damit sollten Metallgegenstände im menschlichen Körper geortet werden können, was bei verschiedenen Verletzungen lebensrettend sein kann. Seine Erfindung kam nach dem Attentat auf den Präsidenten James Garfield in Jahre 1881 zum Einsatz, doch Bell konnte die Kugeln nicht im Körper des Verletzten auffinden, bevor dieser verstarb. Heute geht man davon aus, dass die Metallfedern im Bett für verfälschte Ergebnisse gesorgt haben, sodass die tödlichen Projektile nicht entdeckt werden konnten.

Wirklich voran kam die Entwicklung des Metalldetektors erst in den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Gerhard Richard Fischer wurde 1899 in Bayern geboren und emigrierte nach seinem Studium der Elektrotechnik in die USA.Fischer Metalldetektor F5 Dort gründete er 1931 in Palo Alto die FirmaFisher Recearch Laboratory Inc.”. Sein erstes Projekt war die Entwicklung eines rätes. Im Verlauf dieses Projektes musste er aber feststellen, dass dessen Empfang stark von seiner Umgebung beeinflusst wurde. So störten vor allem Metallteile enorm die Funktionsweise seines Navigationsgerätes, denn die hochfrequenten Wellen wurden dadurch stark beeinflusst. Er experimentierte auch mit erzhaltigen Steinen und kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Statt aber aufzugeben, erkannte er den Vorteil, den diese Entdeckung hatte: So machte er mit seinem Gerät weitere Versuche und setzte ihn dabei als Metalldetektor ein. Hierbei konnte er schnell Fortschritte machen. Nachdem er es weiter verbessert hatte, ließ er sich 1937 seinen Metalldetektor patentieren.Radio-Navigationsge

Die zentralen Probleme dieser ersten Geräte waren vor allem die Größe und die Versorgung mit Strom. Sie waren sehr unhandlich und hatten nur eine sehr geringe Batterielaufzeit, sodass sie kaum außerhalb von Gebäuden eingesetzt werden konnten.

Ein polnischer Offizier erkannte während des 2. Weltkriegs die Bedeutung der Erfindung von Fischer und begann dessen Gerät weiter zu entwickeln. Doch auch seine Entwürfe waren kaum umsetzbar, da sie empfindliche Vakuumröhren beinhalteten und schwere Batterien benötigten.

Wirklich voran brachte dann vor allem Charles Garret die Entwicklung des Metalldetektors. Nachdem er sich 1950 bei der US-Navy gemeldet hatte, durfte er im Rahmen seiner Ausbildung eine sechsmonatige Ausbildung an der “Electrican´s Mate School” absolvieren. Da er große Begabung auf diesem Gebiet zeigte, stieg er schnell auf und wurde als Leutnant auf einem Kriegsschiff im Korea Krieg eingesetzt. Nach seinem Militärdienst begann Garrett ein Studium als Elektroingenieur an der Garette Ace 250 LCD BildschirmLamar Universität in Beaumont in Texas. Nach einem Umzug nach Dallas fand er einen Arbeitsplatz bei der bekannten Elektrofirma Texas Instruments und arbeitete dort fortan bei der Entwicklung von Raumschiffen und im Bereich der Radarerfassung.

Im Laufe der folgenden Jahre entwickelt er unter anderem einen Seismographen mit, der von Neil Armstrong bei der ersten Mondlandung auf dem Mond installiert wurde, und arbeitete an verschiedenen weiteren wissenschaftlichen Projekten mit. Nachdem er sich 1963 zum ersten Mal einen kommerziellen Metalldetektor ausgeliehen hatte, war er enttäuscht über die geringe Leistung und die unpraktische Handhabung dieser Geräte. So begann er in seiner Garage an einem neuen Konzept und einem neuen Design zu arbeiten, um einen effektiven und preiswerten Metalldetektor zu entwerfen.

Nur ein Jahr später, am 1.April 1964, eröffnete er zusammen mit seiner Frau das erste Geschäft für sein Produkt. Unter dem Namen “Dual Searchcoil Hunter” kam sein erster Detektor auf den Markt, der mit einem Listenpreis von 145 Dollar erstaunlich preisgünstig angeboten wurde.

Doch Garrett war natürlich nicht der einzige, der ein solches Gerät anbot. Im Jahr 1967 gab es mehr als fünfunddreißig Firmen, die sich auf die Herstellung von Metalldetektoren spezialisiert hatten. Der Firmeninhaber erkannte, dass er nur dann marktfähig bleiben konnte, wenn er es schaffen würde ein Gerät zu entwickeln, dessen Leistung weit über die seiner Konkurrenten hinaus gingen. So verbesserte er nach und nach sein Gerät und testete es selber bei vielen Feldversuchen. Aus diesen Verbesserungen gingen viele technische Entwicklungen hervor, die bis heute in Metalldetektoren zum Einsatz kommen. Seine Erfindungen und Weiterentwicklungen, die sich der fähige Geschäftsmann alle patentieren ließ, waren ein wichtiger Garette Ace 250 MetalldetektorSchritt in der Entwicklung moderner Metalldetektoren, die sich nun durch ihre Kompaktheit und Zuverlässigkeit auszeichneten.

Im Laufe der folgenden Jahre verbesserte er seine Geräte immer weiter und schrieb einige Bücher. Er organisierte die “The International Treasure Hunting Society” und rief verschiedene Treffen und Wettbewerbe ins Leben. 1983 wurde er sogar gebeten, einen zuverlässigen Metalldetektor für die Olympischen Spiele zu entwickeln, den er ein Jahr später vorstellt. Er hat die bekannte Form eines Tores, die auch heute noch an Flughäfen oder in Gerichtsgebäuden zu finden ist. Zusätzlich zu den insgesamt sechzig Durchgangsdetektoren baute er auch tausend handliche Metalldetektoren, die bei gezielten Personenkontrollen eingesetzt wurden. Dieses bis heute noch verwendete Produkt wurde in diesem Kontext das erste Mal verwendet. Noch bis vor kurzem war Garrett sehr aktiv im Bereich der Weiterentwicklung von Metalldetektoren tätig und ist damit die wichtigste Person des 20. Jahrhunderts, wenn es um die Entwicklung von Metalldetektoren geht. Er starb im April 2017.

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