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Holz oder Aluminium - die Materialfrage beim Carport-Bau

Welchen Stil Sie für den Carport bevorzugen, ist nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks und des Budgets, sondern letzte Entscheidung liegt bei der Baubehörde. Falls Sie einen Bausatz erwerben möchten, raten Ihnen, vor dem Kauf mit einem Prospekt beim Bauamt vorzusprechen. Dort wird anhand des Bebauungsplans entschieden, ob für Ihren Wunsch-Carport eine Baugenehmigung erforderlich ist.

Neben den Abmessungen greifen noch verschiedene andere Vorgaben, beispielsweise welche maximale Schrägung das Carportdach haben darf. In einigen Gebieten sollen auch die Materialien zur Dachabdeckung einheitlich sein, um ein abgestimmtes Straßenbild zu wahren. Wenn Ihnen schon aufgefallen ist, dass die Carports Ihrer Nachbarn begrünte Dächer haben, können Sie davon ausgehen, dass dies aufgrund einer Auflage so ist. Auch Ihr Carport wird dann nur mit einer Wiese auf dem Dach bewilligt. Wenn alle Details zur Bauausführung bekannt sind, können Sie den Carport aus dem Material Ihrer Wahl errichten – Vorschriften zur Verwendung von Holz oder Aluminium gibt es nicht.

Ein Carport aus Holz

Viele Hausbesitzer bevorzugen Holz, da es wohnlicher und rustikal wirkt. Vielleicht gibt es bereits eine Pergola oder eine Terrassenabdeckung aus dem natürlichen Rohstoff.
Aus massivem Holz lassen sich sehr  tragfähige Konstruktionen errichten. Holz ist ein Material, dass sich bearbeiten lässt. In Ihrem fertigen Holz-Carport können Sie nachträglich ganz einfach einen Schraubhaken eindrehen, um eine Blumenampel oder ein Handtuch aufzuhängen. Auch die Optik des Holz-Carports lässt sich nach Wunsch gestalten: Weiß lackiert, passend zur Autofarbe oder in Klarlack, um die ursprüngliche Maserung schön hervorzuheben.

Kommen wir nun zu den Nachteilen, besser gesagt den Bedingungen für einen Holz-Carport. Vor Beginn der Bauarbeiten ist das hohe Eigengewicht des Naturmaterials zu berücksichtigen. Der Untergrund muss so beschaffen sein, dass der Carport nicht absacken kann. Ein begehbares Flachdach oder eine aufwendige Dachkonstruktion mit Stauraum verlangen vom Eigengewicht her zumindest gegossene Punktfundamente, um die Balkenschuhe sicher zu verankern. Beim Bau eines großen Doppel-Carports sollten Sie die Statik im Auge behalten, wenn es um eine hölzerne Dachkonstruktion geht.

Holz für den Außenbereich benötigt kontinuierliche Pflege. Sonne, Wind, Frost und Regen greifen die Oberfläche an. Das Streichen mit speziellen Lacken und Imprägnierung mit Pflegeöl beugt Rissen, grauen Flecken und Sprödigkeit vor. Auch Feuchtigkeit setzt ungeschützten Holzbalken zu: Pilzbefall, Holzschädlinge und Verrottung setzen der Substanz zu.

Wenn Sie sich für einen Holz-Carport entscheiden, sollten alle Komponenten aus druckimprägniertem Holz bestehen. Gut abgelagertes Holz arbeitet weniger und verzieht sich nicht so stark wie frische Bohlen.
Einzelne Komponenten lassen sich nach Jahren schwer austauschen, da das Holz durch Feuchtigkeit aufquillt und sich in langen Trockenperioden zusammenzieht. Verwendete Schrauben lassen sich meist nicht mehr herausdrehen, sondern müssen durch Aufbohren entfernt werden. Damit wird das Bauteil unwiederbringlich zerstört.

Ein Carport aus Aluminium

Aluminium punktet durch Stabilität bei geringem Eigengewicht: Ein Carport-Dach hält die hohe Schneelast von 75 kg – 213 kg pro Quadratmeter aus. Der Aufbau eines leichten Carports aus Aluminium gestaltet sich einfacherals ein Holzmodell. Auch an den Untergrund werden nicht so hohe Ansprüche gestellt. Doppel-Carports wirken leicht und elegant, da sich auch große Dachflächen mit schlan Alu-Streben und Plexiglas-Abdeckungen optisch ansprechend überbrücken lassen.

Aluminium in farbigen Lackierungen erhältlich. Das witterungsbeständige, nicht korrosive Metall benötigt keine besondere Pflege. Damit entfallen jegliche Reparatur- und Wartungskosten. Nehmen Sie bei Gelegenheit den Gartenschlauch und entfernen Staub und Schlammspritzer einfach mit klarem Wasser.

Ein Aluminium-Carport hat einen gravierenden Nachteil gegenüber seinem Pendant aus Holz: Der hohe Preis. Für ein geschwungenes Dach mit integriertem Fallrohr und elegantes Design zahlen Kunden mindestens das Doppelte, wie für einen Holz-Carport. Bei zu hoher Belastung neigen Alustreben zum Verbiegen, weshalb auftretende Belastungen bei Dachkonstruktionen nur durch möglichst starke Streben aufgefangen werden: Begehen Sie ein Alu-Dach lieber nicht, wenn ein Spielball darauf gelandet ist.

Ebenso sollten Sie darauf verzichten, Löcher in die hohlen Stützen zu bohren. Dadurch kann die gesamte Konstruktion in Mitleidenschaft gezogen werden. 

Verankern Sie den Aluminium-Carport sehr gut am Boden und sichern das Dach mit hochwertiger Verschraubung, damit der nächste Sturm es nicht wegfegen kann.
Filigrane Aluminium-Dächer sind naturgemäß windempfindlicher, als ein massives Holzdach.

Welches Material eignet sich ideal für einen Carport?

Aluminium und Holz haben sich beide als Baumaterial für Carports bewährt. Vor- und Nachteile halten sich in etwa die Waage, nur der hohe Preis des Aluminium-Carports drückt die Wertung. Davon abgesehen kommt es immer auf Ihre persönliche Vorliebe an, dieses oder jenes Modell zu wählen. Größere Carports empfehlen sich als Aluminium-Variante. Ansonsten steigt die optische Wirkung beider Ausführungen durch die Hausfront im gleichen Baustil: Holz harmoniert mit rustikaler Bauweise, Aluminium wirkt vor Neubauten mit Chromdetails wie aus einem Guss.

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