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Hygienevorschriften beim Kochen mit einer Heißluftfritteuse

Wenn Sie in Fernsehreportagen asiatische Straßenküchen sehen, sind Sie sicherlich sehr froh, dass in unseren Breiten die Hygienevorkehrungen im Umgang mit Lebensmitteln gesetzlich geregelt sind. Trotzdem ist es erschreckend genug, wenn jedes Jahr 200.000 Menschen in Deutschland mit Lebensmittelvergiftungen ins Krankenhaus müssen.

Strenge Qualitätssicherung sorgt dafür, dass nur einwandfreie Lebensmittel in den Handel kommen. Das nutzt manchmal wenig, da Gefahr einer Erkrankung durch Fehler bei der Lagerung und der Zubereitung zu Hause droht. Hygiene in der Küche ist sehr wichtig und im Grunde ganz einfach, wenn Arbeitsweisen zur Gewohnheit werden.

Schon beim Einkauf auf Hygiene achten

Nicht erst, wenn Sie Ihre frisch geputzte Heißluftfritteuse starten, kommt die Hygiene zum Tragen. Genau genommen beginnt gesunde Küchenhygiene bereits beim Einkauf. Ob Sie über den Wochenmarkt schlendern oder im Supermarkt nach Angeboten Ausschau halten, sollten Sie einen Blick fürs Wesentliche entwickeln.

Schauen Sie sich die Auslagen in der Verkaufstheke sn. Sind die Ränder an Wurstscheiben und Käse eingetrocknet oder appetitlich frisch? Ist der Allesschneider und die Theke sauber? Wenn Sie angefaultes Obst in den Kisten sehen, Schnee auf Tiefkühlpaketen klebt oder die Foliendeckel von Milchprodukten aufgebläht sind, scheint das Management mit diesem Markt überfordert zu sein.

Ist die Ware in Ordnung, liegt es nun an Ihnen, richtig zu planen. Kaufen Sie kritische Lebensmittel wie frischen Fisch oder Fleisch, Milchprodukte und Eier nur in Portionen ein, die schnell verbraucht werden. Hackfleisch vom Metzger und Tartar zum Rohverzehr müssen am Einkaufstag verzehrt werden, denn das zerkleinerte Fleisch bietet Bakterien eine sehr große Angriffsfläche. Achten Sie bei abgepacktem Hack oder Geflügelteilen auf das Haltbarkeitsdatum. Möchten Sie selbst Mayonnaise oder Tiramisu zubereiten, sollten Sie dazu ausschließlich frisch gekaufte rohe Eier verwenden.

Die richtige Lagerung

Die richtige Lagerung beginnt ebenfalls schon beim Einkauf: Sorgen Sie besonders im Sommer für eine durchgehende Kühlkette. Packen Sie frische Lebensmittel auf dem Weg nach Hause in eine Kühltasche, um die Vermehrung von Keimen zu vermeiden.

Die Temperatur im Kühlschrank sollte unter 8 °C liegen, eine Tiefkühltruhe ist mit -18 °C bis -20°C richtig eingestellt. Falls ein Stromausfall eintritt, halten Gefrierschränke um die 5 Stunden ihre Temperatur. Vermeiden Sie überflüssiges Öffnen der Tür, doch prüfen Sie bei Wiedereintritt, ob sich die Oberfläche eines Fleischpakets noch hart anfühlt – dann können Sie es bedenkenlos zurücklegen in den Tiefkühlschrank. Angetaute Lebensmittel, auch Speiseeis, sollten Sie nicht mehr einfrieren, sondern sofort verbrauchen.

Lebensmittel richtig auftauen

Geflügel oder Fleisch bei Zimmertemperatur aufzutauen, ist riskant. Hygienischer ist langsames Auftauen im Kühlschrank in einer verschlossenen Box mit Gitterboden, worin das Tauwasser ablaufen kann.

Vielleicht fragen Sie sich, warum in den Rezepten für die Heißluftfritteuse mindestens 10 Minuten Garzeit bei Fleischgerichten angegeben ist. Es ist darum, weil nach 10 Minuten bei 70 °C Kerntemperatur alle Mikroorganismen abgetötet sind.

Bevor Sie mit dem Kochen beginnen

Küchenhygiene fängt mit Händewaschen an: Heißes Wasser und Seife sind die wichtigsten Zutaten einer bekömmlichen Mahlzeit. Als selbstverständlich setzen wir eine saubere Arbeitsfläche, Besteck und Schneidebretter voraus. Wenn Sie gerade Fleisch portionieren, reinigen Sie anschließend die Unterlage und das Messer gründlich, um die Übertragung von Bakterien von einem zum anderen Lebensmittel einzudämmen.

Leider ist es so, das verschmutzte Messer oder Schneidebretter das nachfolgend geschnittene Gemüse “anstecken” können. Dann ist zwar das Fleisch ordnungsgemäß verarbeitet und gart bei hoher Temperatur durch, doch die Salmonellen essen Sie dann mit dem Salat. Der Fachbegriff für diese Infektion heißt “Kreuzkontamination”. Idealerweise gibt es in Ihrer Küche Utensilien, die separat nur für Fleisch, Fisch und Gemüse benutzt werden.

Bei Krankheit bleibt die Küche kalt

Stellen Sie sich nicht hin und kochen, wenn eine Grippe im Anmarsch ist oder akute Magen-Darm-ProblemeIhnen das Leben schwer machen. Erstens schränkt eine Erkältung den Geschmackssinn ein – Pfeffer und Salz dringt beim Abschmecken kaum durch, wenn Sie in krankem Zustand das Essen abschmecken. Zweitens ist die Infektionsgefahr zu groß und am Ende ist die ganze Familie krank.

Falls Sie es sich nicht nehmen lassen, selbst das Essen zu kochen, lassen Sie es langsam angehen. Kündigt sich Hustenreiz oder Niesen an, nehmen Sie Abstand von der Arbeitsplatte und wenden sich ab. Auch nach dem Naseputzen empfehlen wir Ihnen, die Hände erneut zu waschen. Wenn Sie sich geschnitten haben, decken Sie vor dem Kochen die Wunde mit einem neuen wasserfesten Pflaster ab.

Hygiene in der Küche: Darauf kommt es an

Durch einfache Verhaltensweisen können Sie Hygiene beim Kochen gewährleisten. Hier sehen Sie nochmals im Überblick, wo Gefahren lauern.

  • Beginnen Sie Küchenarbeit nur mit frisch gewaschenen Händen. Wenn Sie Teig verarbeiten, nehmen Sie Schmuckringe ab und achten auf saubere Fingernägel
  • Halten Sie rohe Eier, Fisch und Fleisch getrennt von allem fern, was roh gegessen wird. Auf Salat, Sahne, Brot oder Obst übertragen sich Salmonellen unsichtbar.
  • Probieren aus dem Topf: Wenn Sie vom Rührlöffel abschmecken, bringen Sie unzählige Keime ins Essen. Benutzen Sie den Rührlöffel, um etwas auf einen zweiten Löffel zu geben, der nicht mit dem Essen in Kontakt kommt. Das gilt auch für den Marmeladenlöffel im Glas.
  • Bei Schimmel reicht es nicht, nur die befallene Stelle auszuschneiden. Die unsichtbaren Sporen haben längst das Brot oder den Käse durchzogen.
  • Überlagerte Lebensmittel sollten Sie entsorgen. Auch beim Frittieren können hitzebeständige Krankheitserreger aktiv bleiben.
  • Spültücher und Schwämme sind das wahre Paradies für Bakterien. Wechseln Sie ein- bis zwei Mal im Monat Ihre Utensilien aus.

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