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Den Stromverbrauch eines Kühlschranks reduzieren - 5 Praxistipps

Wussten Sie schon, dass der Kühlschrank zu den größten Stromfressern im Haushalt gehört? Ein Kühlschrank in einem Drei-Personen-Haushalt verbraucht ungefähr 330 Kwh Strom pro Jahr. Das sind etwa 63 Euro oder rund 10 Prozent der Jahresrechnung. Sie können jedoch den Verbrauch durch relativ einfache Mittel reduzieren.

1. Standort

Dieser Faktor hat einen entscheidenden Einfluss auf den Energieverbrauch des Geräts. Die Temperatur im Inneren des Kühlschranks ist niedriger als die der Umgebung. Die Kühlung kann auf verschiedene Art und Weise technisch realisiert werden. Gleich welcher Prozess auch immer verwendet wird, Energie wird für alle benötigt.

Die Umgebung hat einen erheblichen Einfluss darauf, wie viel Energie benötigt wird. Je wärmer es ist, um so mehr Energie wird gebraucht, um das Innere des Kühlschranks auf der gewünschten Temperatur zu halten.

Deswegen sollte ein Kühlschrank niemals so aufgestellt werden, dass er direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist. Auch ein Platz unmittelbar neben einem Heizkörper oder dem Küchenherd ist nicht zu empfehlen, weil solche Wärmequellen den Energiebedarf unnötig in die Höhe treiben.

Am besten ist ein schattiger Ort, der keinen schroffen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Außerdem sollte der Kühlschrank nicht zu dicht an der Wand stehen, so dass sich die warme Luft vom Kühlaggregat nicht stauen kann, sondern an die Umgebung abgeleitet werden kann.

2. Kühlschrank-Temperatur

Bei der richtigen Kühlschranktemperatur handelt es sich immer um einen Kompromiss. Wird sie zu hoch eingestellt, verbraucht das Gerät zwar weniger Energie, dafür sinkt jedoch die Haltbarkeit bzw. Lagerfähigkeit der Lebensmittel drastisch. Wird sie zu niedrig eingestellt, bleibt der Inhalt des Kühlschranks zwar länger frisch, das Gerät benötigt aber mehr Energie, um die niedrige Temperatur aufrecht zu erhalten.

Experten empfehlen +7°C als optimale Kühlschrank-Temperatur. In der Praxis lässt sich dieser Rat jedoch nur schwer umsetzen, weil die meisten Kühlschränke nicht über eine integrierte Temperaturanzeige verfügen und ein Kühlschrankthermometer als Zubehör nur eine Notlösung darstellt. Deswegen sind die meisten Kühlschränke zu kalt eingestellt und verschwenden dadurch Energie. Bei den meisten Kühlschränken kann die Temperatur durch einen Regler in mehreren Stufen eingestellt werden. In der Regel ist die Stufe 2 völlig ausreichend.

Es gibt einen einfachen Trick, mit dessen Hilfe Sie erkennen können, ob die Kühlschrank-Temperatur richtig eingestellt ist. Wenn Sie ein Stück Butter aus dem Kühlschrank nehmen, muss sie streichfähig sein. Sollte sie zu hart sein, ist die Temperatur zu niedrig eingestellt.

Erhöhen Sie die Temperatur langsam, bis Sie die richtige Einstellung gefunden haben. Dafür gibt es keine Richtlinien, sie ist bei jedem Kühlschrank anders und hängt nicht nur vom Modell, sondern auch vom jeweiligen Standort ab. Wenn Sie die Innentemperatur des Kühlschranks um ein Grad senken, sparen Sie ungefähr 6 Prozent Strom.

3. Wartung und Pflege

Gute Wartung und Pflege leistet einen entscheidenden Beitrag zur Verringerung des Stromverbrauchs. Damit ist in erster Linie das Abtauen gemeint. Die Eisschicht, die sich auf dem Verdampfer bildet, wirkt als ein Isolator und verhindert, dass die Kälte vom Verdampfer in das Innere des Kühlschranks gelangt. Schon eine relativ dünne Eisschicht treibt nicht nur den Stromverbrauch in die Höhe, sondern verkürzt auch die Lebensdauer des Geräts, weil das Kühlaggregat viel häufiger läuft.

Es gibt keine festen Regeln, wie oft ein Kühlschrank abgetaut werden sollte. Als Faustregel empfehlen Fachleute das Abtauen mindestens ein- zweimal pro Jahr. Wie oft es in der Praxis notwendig ist, unterscheidet sich von Fall zu Fall. Die meisten Verbraucher machen jedoch den Fehler, damit zu lange zu warten. Wenn sich auf dem Verdampfer bereits ein kleiner Gletscher gebildet hat, kann durch die Überlastung das Kühlaggregat kaputt gehen. Außerdem dauert das Abtauen unnötig lange.

Regelmäßiges Abtauen senkt nicht nur den Stromverbrauch, sondern ist auch wichtig für die Hygiene im Kühlschrank. Das Abtauen sollte nämlich immer mit einer gründlichen Reinigung des Innenraums verbunden werden.

Zur Wartung und Pflege gehört auch, die Rückseite des Kühlschranks von Staub und Frasen zu befreien, weil die Ablagerungen die Luftzirkulation behindern und einen Wärmestau verursachen können.

Ein oft vernachlässigtes Kapitel ist die Türdichtung. Sie wird im Laufe der Zeit brüchig und schließt nicht mehr dicht. Gegebenenfalls muss sie erneuert werden. Ob das nötig ist, können Sie mit einem einfachen Trick feststellen. Sie nehmen eine Taschenlampe, schalten sie ein, legen sie in den Kühlschrank und schließen die Tür. Dann schalten Sie in der Küche das Licht aus. Wenn Sie das Licht der Taschenlampe durch die geschlossene Kühlschranktür schimmern sehen können, muss die Dichtung erneuert werden. Sie kann als Ersatzteil in vielen Onlineshops bestellt werden.

4. Kühlschrank befüllen

Selbst die Art, wie der Kühlschrank mit Lebensmitteln bestückt wird, hat Einfluss auf den Energieverbrauch. Der Sachverhalt ist beim Kühlschrank genau umgekehrt wie beim Gefrierschrank. Ein Gefrierschrank arbeitet dann am effizientesten, wenn er gut gefüllt ist und das Gefriergut darin dicht gepackt gelagert wird. So eine Art der Befüllung treibt dagegen bei einem Kühlschrank den Energiebedarf in die Höhe.

Die Kühlung des Innenraums erfolgt mit Hilfe von kalter Luft. Damit die Lebensmittel gut gekühlt werden können, muss sie ungehindert zirkulieren können. Deswegen darf der Kühlschrank nicht zu sehr vollgestopft werden. Das treibt nicht nur den Stromverbrauch in die Höhe, sondern verringert auch die Lagerfähigkeit der Lebensmittel.

5. Schlechte Gewohnheiten

Oft sind es auch nur schlechte Gewohnheiten, die den Energiebedarf unnötig in die Höhe treiben. Eine weit verbreitete Unsitte ist das zu lange Öffnen der Kühlschranktür. Dadurch erwärmt sich nicht nur das Innere, es gelangt auch Feuchtigkeit aus der Luft hinein. Sie schlägt sich auf dem Verdampfer nieder und bildet dort eine Eisschicht mit allen bereits geschilderten negativen Folgen.

Darum empfiehlt es sich, vorher genau zu überlegen, was benötigt wird und die Tür nur so kurz wie möglich zu öffnen. Für Haushalte mit kleinen Kindern kann es besser sein, einen Kühlschrank mit Warneinrichtung zu wählen. Wenn die Tür zu lange offen steht, ertönt ein Warnton, der den Benutzer darauf aufmerksam macht. Eine andere Möglichkeit sind Kühlschränke, bei denen sich die Tür durch einen integrierten Mechanismus (Feder) automatisch schließt, sobald sie losgelassen wird.

Eine andere schlechte Angewohnheit besteht darin, warme Speisen zum Abkühlen in den Kühlschrank zu stellen. Das zwingt das Kühlaggregat zu unnötiger Arbeit und erhöht den Stromverbrauch. Sie sollten Speisen immer erst auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, bevor sie in den Kühlschrank gestellt werden.

Speisen (außer Obst, Gemüse und Eier) sollten nie unverpackt im Kühlschrank gelagert werden. Lebensmittel und Speisen sollten entweder in Folie verpackt oder in dicht schließenden Behältern aufbewahrt werden. Dadurch wird verhindert, dass sie Feuchtigkeit an das Innere abgeben können, die zur Bildung von Reif beiträgt. Außerdem ist es hygienischer, weil sich weniger Gerüche bilden können und der Inhalt der Behälter vor Keimen geschützt ist.

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