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Laubsauger und die Mikro-Flora im Garten

MarienkäferModerne Laubsauger arbeiten effizient, sie sind leistungsstark und funktional. Wer mit einem solchen Gerät arbeitet, der spart Zeit und Nerven. Denn mit nur wenigen Handgriffen bzw. einfach per Knopfdruck ist es möglich, Gehwege, Hauseingänge, Auffahrten, Höfe, Rasen, Beete und so weiter von herum liegenden Blättern, kleinem Geäst und so weiter zu befreien.

Man nimmt einfach das Gerät zur Hand und legt mit der Arbeit los. Sicherlich ist ein nicht unerheblicher Geräuschpegel damit verbunden, was aber die meisten Verbraucher keineswegs davon abhält, sich für den regelmäßigen Einsatz dieses “Helferleins” zu entscheiden. Vorbei sind die Zeiten, in denen noch Rechen, Kehrblech und Eimer herhalten mussten und man in zum Teil mühevoller Kleinarbeit die Blätter zusammenkehren und sodann im Kompost zu entsorgen hatte.

Eine rundum gründliche Arbeitsleistung, die sich buchstäblich sehen lassen kann. Apropos gründlich: Haben Sie einmal daran gedacht, dass ein Laubsauger keineswegs nur Blätter, kleine Äste und Co. einsaugt, sondern dass noch viel mehr in der scheinbar “immer hungrigen” Öffnung des Gerätes verschwindet?

Einfach mal genauer hinsehen…

Die Rede ist in diesem Zusammenhang davon, dass die Mikro-Flora im Garten durch den regelmäßigen Einsatz eines Laubsaugers – gleich, welcher Art – nachhaltig in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Denn Fakt ist, dass keineswegs allein das Laub, sondern auch Millionen winziger Kleintierchen und Mikroorganismen eingesaugt werden. Und genau da liegt das Problem. Denn die kleinen Tierchen, wie zum Beispiel Käfer, Asseln, Spinnentiere und andere “krabbelnde Gesellen” sowie die wertvollen Mikroorganismen, die man mit bloßem Auge überhaupt nicht erkennen kann, leisten einen kostbaren Beitrag mit Blick auf die Gesunderhaltung der Bodenfauna bzw. der Bodenflora.

Was der Laubsauger “in großem Stil” zu erledigen vermag, das leisten die kleinen “Erdbewohner” im Kleinen. So tragen sie auf ihre ganz individuelle Art und Weise dazu bei, das Laub abzubauen und es zu verwerten. Im Zuge dessen kann die Bildung von kostbarem und für die Gesunderhaltung des Bodens unerlässlichem Humus erfolgen.

Wird aber rigoros und in zu häufiger Regelmäßigkeit der Laubsauger zum Einsatz gebracht, so werden die hilfreichen Kleinstlebewesen sukzessive eingesaugt, sodass es über kurz oder lang überhaupt nicht mehr möglich ist, dass der Boden mit Humus angereichert wird.

Gesetzt den Fall, dass diese wesentliche Nahrungsgrundlage also nachhaltig entzogen wird, indem man “gnadenlos” den Laubsauger “schalten und walten” lässt, wird schon nach einer bestimmten Zeit die Qualität des Bodens arg zu wünschen übrig lassen. Pflanzen wachsen nicht mehr und der Garten erscheint trist und ausgelaugt.

Tiere des Gartens brauchen Schutz

Genauer hinschauenNatürlich werden durch die Laubsaugerarbeiten nicht nur besagte kleinste Lebewesen eingesaugt und somit die Nahrungsgrundlage für humusreichen Boden vernichtet. Sondern immer wieder zeigt sich auch, dass größeres Getier, wie zum Beispiel kleine Kaninchen, Igel, Frösche oder Mäuschen vom Laubsauger eingesaugt werden. Im Inneren des Behältnisses sterben diese Tiere zumeist einen langen und qualvollen Tod.

Wer trotz alledem auf den Einsatz des praktischen Laubsaugers nicht verzichten möchte, der hat unterschiedliche Möglichkeiten, mit diesem Gerät zu Werke zu gehen und dennoch das Gefahrenpotenzial für die kleinen und größeren Tiere sowie für die Mikro-Flora im heimischen Garten so gering wie möglich zu halten.

Diesbezüglich ist es ratsam, die zu bearbeitenden Areale zunächst kurz mit einem Rechen zu “durchkämmen”, um zumindest die größeren Tiere aufzuscheuchen. Diese Vorarbeit ist meist binnen kurzer Zeit erledigt, aber Sie können auf diese Weise Leben retten und die Tiere davor schützen, von Ihrem Laubsauger eingesaugt zu werden. Auch schadet es nicht, die Leistungsstärke, wenn möglich, ein wenig zu reduzieren, um so die Saugkraft zu verringern.

Augen auf bei den Laubsaugarbeiten

KomposterEine ebenso sinnvolle Alternative ist, häufiger mal auf die Blasfunktion umzuschalten. Die meisten Laubsauger sind mit einer solchen Funktion ausgestattet, mit der das Laub nicht eingesaugt, sondern weggepustet wird. Sammeln Sie auf diese Weise das Laub und türmen es zu kleinen Häufchen. Diese können Sie dann in altbewährter Manier mit Handfeger bzw. Schaufel und Kehrblech auf dem Kompost entsorgen. So werden sowohl die Mikroorganismen, als auch die kleinen und größeren Tiere geschützt.

Achten Sie bei der Anschaffung eines Laubsaugers in jedem Fall darauf, dass das Gerät mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet ist. So ist es zum Beispiel wichtig, dass die Leistung des Laubsaugers stufenweise eingestellt werden kann. Ebenso relevant ist, dass das Gerät nicht nur mit einer Saugfunktion ausgestattet ist, sondern dass es ebenso gut auch das Laub wegpusten kann. Im Sinne einer nachhaltigen Arbeitsweise in Ihrem Garten ist dieser geringe Zusatzaufwand in der Tat sinnvoll.

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