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Die richtige Platzierung des Marderschrecks auf dem Dachboden

ein dunkler DachbodenUm den Marder auf dem Dachboden dauerhaft und nachhaltig loszuwerden, sind vom Grundsatz her alle verschiedenen Marderschrecks mehr oder weniger gut geeignet. Eine Voraussetzung dafür ist die bestmögliche Platzierung. Wo das ist, hängt ganz wesentlich von den örtlichen Gegebenheiten des Dachbodens ab; und darüber hinaus natürlich auch von dem Platz, an dem der Marder nebst Anhang sein Revier markiert hat. Das ist auf dem abgeschlossenen, häufig muffigen und düsteren Dachboden kaum zu „überriechen“.

Die von dem Raubtier gelegten Duftspuren sind ein Gemisch aus seinem Drüsensekret sowie aus Kot und Urin. Der Bewohner muss jetzt mit Können, Geschick und angelesener oder auch praktischer Erfahrung den ausgewählten Marderschreck so erfolgversprechend wie möglich platzieren.

Marderschreck Hochspannung

Illustration eines Hochspannung MarderschreckDas System der elektrischen Hochspannung mit einer beliebigen Anzahl von Kontaktplatten, die an den geschlossenen Stromkreis angebunden sind, erfordert eine recht genaue Kenntnis über den Aufenthaltsort des Schädlings. Dessen Dachbodenrevier kann sowohl groß sein als auch versteckt liegen. Je nachdem, wie viel Kontaktplatten verwendbar sind, kann um das Marderrevier eine regelrechte Kette gelegt werde. Hier bietet sich der umgangssprachliche Vergleich mit dem elektrisch geladenen Weidezaun an.

Je enger die elektrisch geladene Kontaktschleife um das Marderrevier gezogen wird, umso größer ist die Chance, dass der Marder sie mit seinen Pfoten berührt. Das ist für ihn ein Schock, und zwar ein Elektroschock. Doch ob das Tier jetzt das Weite sucht und den Dachboden fluchtartig verlässt, oder ob es kopflos und hektisch über den Dachboden flitzt ohne ihn zu verlassen, lässt sich weder beeinflussen noch feststellen. Insofern besteht die Gefahr, dass dieser Marderschreck auf dem Dachboden nur eine halbe Sache ist.

Dennoch: wenn der Marder wieder zurück in sein angestammtes Revier will, dann muss er gezwungenermaßen erneut die elektrisch geladene Kontaktschleife betreten oder sie mit Glück übertreten. Auch das kann der Bewohner nicht beeinflussen.

Marderschreck Maschendraht

Der Maschendraht gilt als wirksamer Marderschreck aus der Zeit vor den elektrischen Marderschecks. Auch heute noch wird der Maschendraht als wirksamer Marderschreck angesehen, um das Raubtier vom Dachboden zu verscheuchen. Das Unterfangen ist deswegen nicht ganz einfach, weil es eine recht genaue Kenntnis über den Aufenthaltsort des/der Marder erfordert. Wenn der bekannt ist, dann kann der Maschendraht wirksam eingesetzt werden. Zu seinen Vorteilen gehört es, dass er vom Bewohner in jeder beliebigen Größe ganz genau platzierbar ist. Auf der Negativseite steht die Verletzungsgefahr des Tieres, und besonders des Mardernachwuchses.

Erst durch das Berühren des Maschendrahtes mit den mehr oder weniger empfindlichen bis kleinen Pfoten wird der gewünschte Effekt des Marderschrecks erzielt. Doch damit ist der Marder noch nicht vom Dachboden verschwunden. Der Schreck ist sicherlich groß, doch dann folgt die Frage „wohin in der Schrecksituation“. Das Tier wird eher ziel- und planlos herumirren als durch den Schlitz oder durch das kleine Loch im Dachboden respektive im Gebäudedach zu verschwinden. Somit besteht die Gefahr, dass auch dieser Marderschreck keine ganze, sondern nur eine halbe Sache ist.

Marderschreck Nadelsperre

Eine ähnliche, ebenfalls recht unbefriedigende Situation ergibt sich mit der Nadelsperre als Marderschreck. Durch ihren punktuellen Einsatz ist sie mit den Kontaktplatten des elektrischen Hochspannung-Marderschrecks vergleichbar. Die mit Nadeln gespickten Kunststoff- oder Schaumstoffplatten können ebenfalls ganz bedarfsgerecht platziert werden. Zur Optimierung der Wirksamkeit muss ein regelrechter Nadelsperren-Kordon gelegt werden, und das an der richtigen Stelle des Dachbodens beziehungsweise des dortigen Marderreviers. Nur dann ist ein Kontakt des Marders mit der Nadelsperre gewährleistet.

Die Maße der Kontaktplatten müssen in Länge und Breite so groß sein, dass es zu einem Kontakt Pfote-Platte-Nadel kommen muss. Wie das der Tierfreund sieht, der den Marder allenfalls erschrecken und verscheuchen, keinesfalls aber verletzen möchte, bleibt dahingestellt. Allein der Begriff spitze Nadel oder Nadelspitze lässt den tierliebenden Bewohner schaudern. Ein Verletzen der Marderfamilie wird mit der Nadelsperre als Marderschreck zumindest billigend in Kauf genommen. Dem Hausbewohner wird schnell klar, dass es andere Möglichkeiten geben muss und auch gibt, um den Marder zu schrecken.

Marderschreck Ultraschall

Der Ultraschall als Marderschreck erweist sich bei allem Abwägen von Pro und Kontra als die für das Tier verträglichste Form des Marderschrecks – und das nicht nur im Haus. Schallwellen können schlimmstenfalls in den Ohren und im Gehörgang schmerzen; sowohl beim Menschen als auch beim Tier.

Da der US-Marderschreck mit seiner akustischen Wirkung räumlich begrenzt ist, reagiert der erschreckte Marder absolut natürlich: er sucht das Weite. Jetzt liegt es an der richtigen Platzierung des US-Gerätes. Im günstigsten Fall ist bekannt, wo das Marderrevier auf dem Dachboden in etwa verläuft und welche Schlupflöcher nach außen der Marder nutzt. Hier muss mit dem US-Gerät angesetzt werden.

Mit einer optimalen Positionierung kann bei dem entsprechenden Schallwinkel erreicht werden, dass den Marder der „Schallschlag“ trifft, wenn er von außen den Dachboden betreten möchte. Das ist der Idealfall. Hinzukommen sporadische LED-Lichtblitze, die in der Dunkelheit und Düsterkeit des Dachbodens doppelt wirken. Solange das Tier den Dachboden noch nicht betreten hat, sondern mit dem US-Marderschreck davor abgefangen wird, rennt es panisch im Freien davon. Damit ist der erste wirksame Schritt getan, um dem Marder den Aufenthalt in seinem Revier auf dem Dachboden zu verleiden.

Marderschreck Lebendfalle

MarderDie Lebend- oder Marderfalle ist kein Marderschreck im eigentlichen Sinne, sondern ein tierliebes, artgerechtes Umsiedeln vom Dachboden hinaus in die Freiheit. Hier bietet sich der Vergleich mit einer Maulwurffalle auf der gepflegten Rasenfläche an. Der Marder ist ein Gewohnheitstier, das auf sein einmal markiertes Revier nur höchst ungern verzichtet. Die Erfahrung zeigt, dass er eher versuchen wird, zurückzukehren als sich ein neues Revier zu suchen oder zu erkämpfen. Insofern ist die Lebendfalle nicht abschreckend, sondern einfangend mit dem Ziel, das Tier unversehrt auszusetzen. Sie kann somit eher als ein Umsiedlungsprojekt denn als Marderschreck bezeichnet werden.

Andere Möglichkeiten wie Marderspray, besprühte Lappen oder Tücher und dergleichen sind das, als was sie bezeichnet werden, nämlich Hausmittel aus dem vergangenen Jahrhundert. Sie helfen vielleicht temporär, haben jedoch nicht die gewünschte nachhaltige Wirkung den Marder soweit zu erschrecken, dass er sein Revier auf dem Dachboden verlässt und es endgültig aufgibt.

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