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So funktioniert der Marderschreck mit Ultraschall

ein Steinmarder horcht aufmerksamDie Definition für den Ultraschall, abgekürzt US lautet „Schall, dessen Frequenz oberhalb der menschlichen Hörgrenze liegt“. Das sind Töne und Geräusche, die das menschliche Gehör nicht mehr wahrnimmt, wohl aber das von Tieren. Ob es sich für das betreffende Tier um ein angenehmes, ein lästiges oder um ein schreckhaftes Geräusch handelt, liegt sowohl an der Tonfrequenz als auch an der Tonmodulation. In der Tierwelt ganz allgemein dient der Ultraschall unter anderem zur Kommunikation untereinander. Vögel und Fledermäuse orientieren sich akustisch in einem ganz unterschiedlichen Frequenzspektrum. Vergleichbares gilt für den Steinmarder. In seiner Marderwelt kennt er Geräusche und Tonalitäten, die ihm sehr oder weniger bekannt, bis hin zu unbekannt oder erschreckend sind.

Ein typisches Beispiel dafür sind Laute von Großwild, vor dem der Marder Reißaus nimmt. In der Wildnis gilt das Gesetz des Stärkeren. Das kennt auch der Marder als Raubtier, das selbst Fressfeinde hat, also von anderen Tieren als Beute angesehen und verfolgt wird. Vor diesem Hintergrund erweist sich der Ultraschall als ein wirksames Mittel, um den Marder abzuschrecken und ihn so von seinem geliebten Revier fernzuhalten. Das ist vorzugsweise der Motorraum des Autos. Doch auch in Haus und Garten fühlt sich das nachtaktive Tier ausgesprochen wohl und heimisch.

Wenn der Steinmarder einmal sein Revier markiert hat, dann gehört es zu seinem Instinkt, sich dort regelmäßig aufzuhalten und das Gebiet gegen vor allem männliche Konkurrenz zu verteidigen. Dem Menschen als Bewohner oder als Fahrzeugbesitzer kommt die Anwesenheit eines Marders deswegen ungelegen, weil der mit seinem Beißen und Nagen vielfältige Sachschäden verursacht. So liegt nichts näher, als den Marder zu erschrecken und zu vertreiben, ohne ihn zu verletzen.

Ultraschall mit Auslöseautomatik

Der US-Marderschreck wird vorwiegend zum Schutz des Pkw-Motorraums vor Marderbissen eingesetzt. Das handliche Gerät kann aufgrund seiner vielfältigen Funktionalität an jeder anderen Stelle in Haus und Garten platziert werden. Es ist mit einem dynamischen Hochfrequenzlautsprecher ausgestattet. Der sendet Ultraschalltöne mit einem Schalldruckpegel von 120 Dezibel und mehr aus. Dieser Frequenzbereich ist für Menschen nicht mehr hörbar, wohl aber für den Marder oder auch für Haustiere wie Hund und Katze.

Für den Marder handelt es sich bei dieser Frequenzstärke um ein unbekanntes, aber auch unangenehmes bis erschreckendes Geräusch. Entweder vermeidet er es, sich in diese Geräuschrichtung hin zu bewegen oder er verlässt sie schnellstmöglich. Abhängig von Marke und Modell des US-Marderschrecks reicht der akustische Wirkungsbereich mehrere 100 m² weit.

Eine moderne Auslöseautomatik erfasst als Bewegungsmelder sogenannte Wärmebewegungen in einem Radius, der vom Gerätehersteller für das jeweilige Modell sehr genau berechnet ist; ebenso wie der Winkel, in dem der Ultraschall ausgesendet wird. So ist ein Radius von 15 bis 20 Metern keine Seltenheit, und die Winkelstellungen reichen je nach Gerätequalität von 90° bis zur Rundumerfassung mit 360°.

Tonmodulation und LED-Blitzlicht

Instinkt und Trieb veranlassen nicht nur den Marder, sondern jedes andere Tier dazu, in sein einmal angestammtes markiertes Terrain zurückzukehren. Der U-Marderschreck ist sicherlich ein probates Mittel, jedoch keine Garantie dafür, dass der Steinmarder dauerhaft nicht wiederkommt und sein Revier aufgibt. Der US-Schreck sollte eher noch getoppt werden. Möglichkeiten dazu bieten die Hersteller auf zweierlei Weise.

Durch eine wechselhafte Tonmodulation wird der Marder mit immer wieder neuen, ihm bislang nicht bekannten Tönen und Geräuschen konfrontiert. Das Tier hat weder ein Gedächtnis noch ein Erinnerungsvermögen. Mit den immer wechselnden Tönen wird es jedes Mal aufs Neue erschreckt und vertrieben. Ein Gewöhnungseffekt ist bei dieser Wechselhaftigkeit so gut wie ausgeschlossen. Auf Dauer wird der Marder von seinem geliebten Revier ablassen und sich anderweitig orientieren.

Eine Alternative zur Tonmodulation ist die integrierte Intervallschaltung. Sie wird beispielsweise alle 30, 60 oder 90 Sekunden aktiviert. Damit wird verhindert, dass sich das Tier an Regelmäßigkeit und Frequenz des US-Gerätes gewöhnt. Wenn die Intervallschaltung darüer hinaus noch tonmoduliert ist, dann vernimmt der ungebetene Besucher im Minutentakt neue, unbekannte sowie unangenehme Laute. Das nervt und zermürbt.

Das LED-Blitzlicht ist eine ergänzende Möglichkeit, um den Marder optisch zu verschrecken. Er registriert die ihm völlig unbekannten Lichtblitze und wird von ihnen besonders in der Dunkelheit verschreckt. Blitzlicht & Tonmodulation sind als Kombination für den Marder geradezu unerträglich.

Der US-Marderschreck wird sowohl batterie- als auch übe einen zum Set gehören Netzadapter betrieben. Die überwiegende Zahl der Geräte ist mit einer Batterie- beziehungsweise Funktionskontrolle versehen.

Ultraschall – für das Tier erschreckend, aber nicht gefährlich

Der Marder steht als Stein-/Baummarder und wildlebendes Raubtier bundesweit unter Naturschutz. Die Bußgeldkataloge der Bundesländer sind in diesem Punkt einheitlich gestaltet. So kann ein Bußgeld in Höhe von bis zu 5.000 Euro verhängt werden für das Jagen des Marders

  • in befriedeten Bezirken
  • in der Schonzeit
  • ohne Jagdschein
Nach dem Bundesjagdgesetz kann außerdem eine Geld- oder Haftstrafe verhängt werden, wenn der Marder oder ein Elterntier in der Schonzeit vorsätzlich respektive grob fahrlässig gejagt wird.

Diese Gesetzesbestimmungen machen deutlich, wir sorgsam bis umsichtig der Umgang mit dem Marder sein muss. Das Tier darf und soll ausschließlich abgeschreckt bis hin zu verjagt werden, mehr nicht. Daran darf sich auch dadurch nichts ändern, dass der Marder in seinem Jagdrevier viel Schaden anrichten kann. Das unter Naturschutz stehende Tier darf nicht gejagt, nicht verletzt, sondern allenfalls verjagt werden, indem es erschreckt wird. Ultraschall und Lichteffekte sind Möglichkeiten, die von der Industrie unter Tierschutzaspekten entwickelt worden sind. Diese Form des Marderschrecks hilft in der Sache, ohne dem Tier zu schaden.

Die Erfahrungen mit dem Ultraschall-Marderschreck sind ausgesprochen positiv. Das Feedback der Benutzer, und zwar vorwiegend der Fahrzeughalter, ermutigt die Industrie dazu, die US-Geräte auch zukünftig weiter zu entwickeln, sie sozusagen zu tunen. Der US-Marderschreck ist das einzige unter mehreren Geräten, mit denen das Tier nicht körperlich in Berührung kommt. Bei allen anderen Angeboten, seien sie elektrisch oder mechanisch, findet ein unmittelbarer Kontakt der Pfoten mit dem Marderschreck statt. Der schreckt zwar auch ab, stellt jedoch eine gesundheitsbeeinträchtigende Gefahr für das Tier dar. Es kann sich an einer oder mehreren Pfoten verletzen, ohne anschließend medizinisch behandelt oder versorgt werden zu können.

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