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Nahrungsergänzungsmittel: Sinnvolles Investment oder nur leere Versprechungen?

Die Herstellung und der Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln ist ein Millionenmarkt, der sich über die vergangenen Jahrzehnte prächtig entwickelt hat. Zu den umsatzstärksten Produktkategorien bei Nahrungsergänzungsmitteln gehören unter anderem Magnesiumpräparate und solche mit Vitamin A und D.

Alleine diese Kategorien erzielten im Jahr 2017 einen kumulierten Umsatz von über 330 Millionen Euro. Doch wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel eigentlich im Allgemeinen und lohnt sich der Kauf zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens?

Was genau ist ein Nahrungsergänzungsmittel und welche gibt es?

Nahrungsergänzungsmittel auf einem Teller mit BesteckEs gibt wohl kaum einen Markt im Gesundheitssektor, der in den letzten Jahren ein so starkes Wachstum hingelegt hat, wie der Umsatz mit sogenannten Nahrungsergänzungsmitteln. So fand beispielsweise gemäß einer IQVIA-Studie alleine in den Jahren von 2016 bis 2017 im Segment der sonstigen Nahrungsergänzungspräparate ein Umsatzwachstum von 16,8% statt. Bei den Multivitaminen mit Mineralstoffen für Schwangere und bei Vitamin A- sowie Vitamin D Präparaten betrug die Umsatzentwicklung immerhin noch +14,2% bzw. +13,9%.

Diese zahlen machen deutlich: Klein ist die Industrie schon lange nicht mehr. Doch was sind eigentlich genau Nahrungsergänzungsmittel? Bei ihnen handelt es sich um Nährstoffe bzw. Wirkstoffe, die additiv zur normalen Nahrung dem Körper zugeführt werden. Verschiedene Präparatformen sind erhältlich, darunter:

  • Tabletten
  • Kapseln
  • Pulver
  • Tropfen

Wie die vorstehend genannten Zahlen verdeutlichen, boomt vor allem das Geschäft mit Vitaminen wie A und D. Moderne Portale im Netz ermöglichen die Berechnung des persönlichen Vitaminbedarfs inzwischen bequem von zu Hause und klären darüber auf, welche Vitamine der Körper benötigt.

Ein weiteres Nahrungsergänzungsmittel, dem sein Ruf vorauseilt, ist das Schwarzkümmel Öl, das auch Nigella sativa genannt wird. Gewonnen wird es aus den gleichnamigen Pflanzen bzw. Fruchtkapseln. In einer Ölmühle werden die Samen gereinigt und anschließend kaltgepresst.

Welche Wirkungen können Nahrungsergänzungsmittel entfalten?

Welche Wirkungen können Nahrungsergänzungsmittel entfalten?Neben den genannten Nahrungsergänzungsmitteln gibt es noch viele weitere wie zum Beispiel Eisenpräparate, Magnesiumpräparate oder auch Calciumpräparate.

Während Vitamine den Ruf haben, für mehr Vitalität zu sorgen, wird dem Schwarzkümmel Öl hingegen nachgesagt, dass es unter anderem gegen Probleme mit dem Verdauungstrakt wirken soll – auch Menschen, die über unreine Haut klagen, sollen von diesem Produkt profitieren können.

Doch was ist an diesen beiden Versprechungen dran? Grundsätzlich gilt, dass Vitamine im Körper verschiedenste Funktionen erfüllen. Bei ihnen handelt es sich um organische Verbindungen, die der Körper bzw. dessen Stoffwechsel nicht ausreichend synthetisieren kann. Daraus folgt, dass die Vitamine über die Nahrung zuzuführen sind. Zu den wichtigsten gehören:

  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • Vitamin D
  • Vitamin B1
  • Vitamin B2
  • Vitamin B12
Sie sind insbesondere für einen ordnungsgemäß funktionierenden Stoffwechsel verantwortlich – gleichfalls regulieren sie das Nervensystem und tragen bei ausreichender Zuführung dazu bei, dass wir fit sind und uns wohlfühlen. Des Weiteren sind Vitamine essenziell für ein starkes Immunsystem und an der Verwertung von zugeführten Nährstoffen sind sie ebenfalls beteiligt.

Anders ist das Wirkungspotenzial von Schwarzkümmel Öl ausgestaltet. Dieses enthält hauptsächlich essenzielle Fettsäuren. Das bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sie der Mensch zum Leben benötigt, denn sie sind maßgeblich an der Bildung von Prostaglandinen beteiligt, die unter anderem das Zellwachstum regeln und somit tatsächlich zum Beispiel das Hautbild verbessern können.

Für welche Personengruppen ist die Einnahme der Präparate sinnvoll?

Alte Frau faltet die Hände über ihrem Schoß

Während Magnesiumpräparate das Potenzial haben, wohltuende Linderung zum Beispiel bei Krämpfen und Verspannungen zu verschaffen und sie auch bei Stress oder Kopfschmerzen helfen können, wird aus dem vorstehend Gesagten deutlich, dass Nahrungsergänzungsmittel in der Theorie eine gute Sache sind.

Trotzdem ist das Thema auch kritisch zu sehen – insbesondere deshalb, weil nicht wenige Hersteller durch ihre vollmundigen Versprechungen die Verbraucher glauben lassen, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln für körperliches Wohlbefinden und einen funktionierenden Organismus essenziell ist.

Vielmehr ist es der Fall, dass primär bestimmte Personengruppen von der Einnahme profitieren. Zu den entsprechenden Fallkonstellationen gehören zum Beispiel:

Szenario Potenzielle Problematik
Unausgewogene ErnährungAllgemeiner Nährstoffmangel
Vegane ErnährungEisenmangel und Vitamin B12 Mangel
Mangelhafte Versorgung mit TageslichtVitamin D Unterversorgung
Hohes LebensalterAllgemeiner Nährstoffmangel
Schwangerschaft oder geplante SchwangerschaftZu wenig Folsäure

 

Grundsätzlich gilt: Wer körperlich gesund ist und noch kein höheres Alter erreicht hat, benötigt bei ausreichender Versorgung mit relevanten Nährstoffen über die reguläre Nahrungsaufnahme in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel. Doch genau das ist bei etlichen Menschen nicht der Fall – gerade dann nicht, wenn beispielsweise Fast Food den Speiseplan dominiert, so wie es die nachhaltig steigende Anzahl von Personen mit Übergewicht oder Adipositas bei beiden Geschlechtern offenbart.

Birgt die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln Nebenwirkungen?

Birgt die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln Nebenwirkungen?Wer sich für die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln entscheidet, kann potenziell von einer Vielzahl positiver Effekte profitieren. Allerdings sollte die Anwendung auch nicht gedankenlos erfolgen – vor allem dann nicht, wenn beispielsweise trotz gesunder Ernährung eine chronische Antriebslosigkeit oder Erschöpfung symptomatisch dominierend sind. In derartigen Fällen empfiehlt sich initial ein Gang zum Arzt, verbunden mit der Anfertigung eines Blutbildes.

Abgesehen davon gilt in Bezug auf die Risiken von Supplements: Im Vergleich mit klassischen Arzneimitteln sind sie weitaus weniger risikobehaftet, zumal Nahrungsergänzungsmittel rein rechtlich ohnehin als Lebensmittel angesehen werden und daher nicht pharmakologisch wirken dürfen.

Trotzdem kann es auch bei Nahrungsergänzungsmitteln zu unerwünschten Nebenwirkungen oder allergischen Reaktionen kommen, die individuell verschiedenartige Symptome ausprägen können. Häufig machen sich Unverträglichkeiten im Magen-Darm-Trakt bemerkbar. Auch die Haut kann zum Beispiel mit Juckreiz reagieren.

Wer den Verdacht hat, ein bestimmtes Nahrungsergänzungsmittel nicht zu vertragen, sollte die Einhaltung der Dosierungsempfehlung überprüfen. Gleichfalls können sich anfängliche unerwünschte Nebenwirkungen nach einer Eingewöhnungszeit von ein bis zwei Wochen verflüchtigen.

Abstand genommen werden sollte im Übrigen von Bestellungen aus dem Ausland – Vorsicht ist zudem geboten bei überdosierten Inhaltsstoffen. Mineralstoffe wie Eisen oder Selen können bei zu hohen Dosen toxisch wirken – demgegenüber kann bei antioxidativen Substanzen wie Vitamin E bei zu hoher Dosierung eine prooxidative Wirkung mit vermehrtem Zellstress eintreten.

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