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NAS Server selber bauen - Ideen und Impulse zur Umsetzung

Ein NAS Server funktioniert im Prinzip wie ein gewöhnlicher Computer. Der wesentliche Unterschied im Bereich der Hardware besteht lediglich darin, dass die Speicherkapazität der Festplatten dabei ausgesprochen hoch ist, während andere Aspekte wie der Prozessor oder der Arbeitsspeicher eine untergeordnete Rolle spielen. Darüber hinaus ist eine passende Software erforderlich, die alle Aufgaben des NAS Servers organisiert.

Da sich dieser nur unwesentlich von einem gewöhnlichen PC unterscheidet, ist es möglich, ihn aus normalen Computer-Komponenten selbst zusammenzubauen. Diese Alternative spart in der Regel viel Geld und ist nicht einmal allzu kompliziert.

Allerdings sollten Sie dabei beachten, dass Sie sich dabei auf die Grundfunktion des NAS-Servers beschränken müssen – auf die Datenspeicherung im Netzwerk. Sollten Sie noch andere Dienste wie das Streaming von Musik oder andere Multimedia-Funktionen wünschen, wird die Aufgabe deutlich komplizierter. In diesen Fällen ist es sinnvoll, auf ein gekauftes Gerät zurückzugreifen.

Das Gehäuse: Die Grundlage des NAS Servers

Um den NAS Server selbst zu bauen, ist ein passendes Gehäuse notwendig. Im Prinzip können Sie dafür ein gewöhnliches PC Gehäuse verwenden. Allerdings ist dieses relativ groß und viele Anwender möchten den Netzwerkspeicher in einer Ecke im Regal oder in einem anderen Winkel aufstellen. In diesen Fällen ist es sinnvoll, ein kleineres Modell auszuwählen – beispielsweise ein Mini-ITX-Gehäuse.

Dabei ist es wichtig, auf ausreichend Festplattenplätze zu achten. Selbst wenn Sie heute nur eine oder zwei Festplatten verwenden möchten, ist es vorteilhaft, wenn noch einige weitere Plätze vorhanden sind. So können Sie die Speicherkapazität jederzeit erweitern. Eine ausreichende Kühlung ist ebenfalls wichtig. Zwar erzeugen Festplatten nicht allzu viel Wärme. Wenn Sie jedoch mehrere davon im Dauerbetrieb verwenden, kommt es in der Summe trotzdem zu einer relativ großen Hitzeentwicklung.

Mainboard, Prozessor und Arbeitsspeicher

Synology DS115j 1 Bay Desktop-NAS-GehäuseUm alle Rechenprozesse durchzuführen, ist eine CPU notwendig, die auf dem Mainboard angebracht ist. Bei der Auswahl des Prozessors ist es nicht wichtig, auf eine hohe Leistung zu achten. Der Rechenaufwand ist bei einem NAS Server so gering, dass hier selbst sehr langsame Modelle ausreichen. Vielmehr ist es notwendig, auf einen geringen Stromverbrauch zu achten. Das kann die Betriebskosten im Dauerbetrieb erheblich reduzieren.

Damit geht außerdem eine geringe Wärmeentwicklung einher. Dadurch ist manchmal sogar eine passive Kühlung möglich, wodurch die Geräte besonders leise werden. Bei der Auswahl des Mainboards müssen Sie insbesondere auf die richtige Größe achten. Diese muss genau zum verwendeten Gehäuse passen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass viele SATA-Anschlüsse für die Festplatten vorhanden sind. Einige Modelle erlauben lediglich den Anschluss von zwei Speichereinheiten – für die meisten NAS Server deutlich zu wenig. Schließlich ist es notwendig, den Arbeitsspeicher zu integrieren. Dabei ist zwar eine relativ üppige Ausstattung sinnvoll. Spezielle Gaming-Features wie übertaktbare RAMs sind hierbei jedoch vollkommen überflüssig.

Passende Festplatten auswählen

Speichern, synchronisieren und teilen Sie Ihre Inhalte in Ihrer eigenen CloudDie wichtigsten Bestandteile des NAS Servers sind ohne Zweifel die Festplatten. Hier speichern Sie alle Ihre Daten ab. Während ein gewöhnlicher PC in der Regel nur wenige Stunden am Stück in Betrieb ist, läuft der NAS Server rund um die Uhr.

Das bringt eine ganz andere Belastung für die Speichermedien mit sich. Daher sollten Sie hierbei nicht zu gewöhnlichen PC-Festplatten greifen. Sie können nach speziellen Server-Festplatten suchen oder Modelle mit dem Kürzel 24/7 verwenden.

Hierbei ist die Ausfallrate deutlich geringer, sodass sie sich hervorragend für diese Aufgabe eignen. Von großer Bedeutung ist dabei die Speicherkapazität. Die Zugriffsgeschwindigkeit spielt hingegen kaum eine Rolle.

Die Übertragungsgeschwindigkeit über das Netzwerk ist ohnehin geringer. Daher ist es empfehlenswert, zu kostengünstigen langsamen Festplatten zu greifen. Diese bieten außerdem den Vorteil, dass sie leiser und weniger anfällig gegenüber Störungen sind.

Den NAS Server zusammenbauen

Synology DS218J 2 Bay Desktop-NAS-Gehäuse test

Im nächsten Schritt müssen Sie die Komponenten, die Sie für den NAS Server gekauft haben, zusammensetzen. Diese Aufgabe ist deutlich einfacher, als wenn Sie einen gewöhnlichen PC selbst bauen.

Das liegt daran, dass hierbei keine Anschlüsse für Peripheriegeräte wie eine Tastatur, einen Monitor oder eine Maus erforderlich sind.

Die Bedienung erfolgt durch andere Endgeräte über das Netzwerk. Daher müssen Sie lediglich das Mainboard mit dem Prozessor in das Gehäuse einsetzen und den Arbeitsspeicher in den entsprechenden Steckplatz einführen. Anschließend verbinden Sie die Festplatten über die SATA-Anschlüsse mit dem Mainboard und schon ist der Server zusammengebaut.

Die Installation des Betriebssystems

Damit der NAS Server ordnungsgemäß funktioniert, ist nicht nur die entsprechende Hardware notwendig, sondern auch ein passendes Betriebssystem. Dieses regelt alle Vorgänge rund um die Datenspeicherung und die Einbindung in das Netzwerk. Ein gewöhnliches PC-Betriebssystem – beispielsweise Windows oder Ubuntu – eignet sich hierfür nicht. Daher müssen Sie ein spezielles NAS-Betriebssystem installieren.

Dafür stehen Ihnen verschiedene Programme zur Auswahl. Beliebte Produkte sind beispielsweise NAS4Free, Open Media Vault oder FreeNAS. Diese eignen sich hervorragend für alle Aufgaben, die der NAS Server erfüllen soll.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die genannten Betriebssysteme kostenlos erhältlich sind. Dadurch reduzieren sich die Gesamtkosten für Ihren Netzwerkspeicher erheblich.

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