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Acrylamid in Kaffee – Starbucks muss künftig auf Krebsgefahr durch Kaffee aufmerksam machen

Im amerikanischen Kalifornien hat ein Gericht entschieden, dass die Kaffeehauskette Starbucks zukünftig vor der Krebsgefahr warnen soll,die von ihren Kaffeeprodukten ausgeht. Dies geschieht, weil die krebserregende Substanz Acrylamid auch in Kaffeebohnen enthalten ist.

Acrylamid entsteht laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) durch eine Reaktion von Zucker mit Eiweißbausteinen bei Temperaturen ab 120 Grad Celsius. Es gibt für Acrylamid keine tolerierbaren Aufnahmemengen, da diese Stoffe Krebs erzeugen können und ebenfalls im Verdacht stehen, dass menschliche Erbgut zu schädigen. Laut AGES sollte daher alles dafür getan werden, das Niveau des Gehalts an Acrylamid möglichst niedrig zu halten.

Untersuchungsergebnisse von 2007 zeigen, dass der Wert an Acrylamid in löslichem Kaffee um ein Vielfaches höher ist als in geröstetem. Generell nimmt der Mensch nur ca. 5 % seines Acrylamids über den Kaffee auf. Es gibt zahlreiche Lebensmittel die höhere Werte aufweisen. Hierunter fallen zum Beispiel die allseits beliebten Kartoffelchips. Generell entsteht Acrylamid bei Herstellungsprozessen, die Lebensmittel besonders lecker machen: beim Rösten, beim Braten oder beim Frittieren. Aber auch das Backen von Pizza, Brot und Keksen lässt diesen Stoff freiwerden. Prinzipiell gilt die Regel: Je heißer der Prozess ist, umso mehr Acrylamid wird freigesetzt.

Starbucks wird Widerspruch gegen das Urteil einlegen

Bisher hatte es der Kaffeeriese verabsäumt, auf die Substanz in seinem Kaffee hinzuweisen. Ein Richter hat sie nun aber dazu verdonnert, weil andere Unternehmen ähnlicher Branchen (es ist nicht nur Starbucks betroffen, sondern z.B. auch Dunkin‘ Donuts oder aber McDonald‘s) nicht überzeugend darlegen konnten, dass die Gefahr durch die beim Rösten entstehenden Chemikalien zu vernachlässigen seien, erklärte Richter Elihu Berle in Los Angeles.
Die betroffenen Unternehmen können noch bis zum 10. April Widerspruch gegen das Urteil einlegen und werden dies auch tun. „Krebswarnungen auf Kaffee wären irreführend“, sagt Verbandspräsident William Murray. Im Gegenteil: Zahlreiche Studien hätten in der Vergangenheit bereits die gesundheitlichen Vorteile von Kaffee belegt.

Deutschland und andere Länder der EU wurden bereits in der jüngsten Vergangenheit dazu angehalten, ihre Lebensmittelprozesse so anzupassen, dass möglichst wenig Acrylamid entsteht. Dass dies bereits geschehen ist, konnte ExpertenTesten bei einem der letzten Tests feststellen: Nur in einem getesteten Kaffeeprodukt wurden minimal erhöhte Acrylamidwerte festgestellt.

 

Redakteurinnen: Alexandra Dahmen | Mobil: +49 (0) 151 65867805 | Mail: [email protected]; Claudia Felbermayer | Mobil: +43 (0) 676 6489269 | Mail: [email protected]

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