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Förderverein SEECAMPUS Schwarzheide-Lauchhammer e.V. – Modernes Schul- und Bildungszentrum

Das Interview mit Paul-Gerhard Thiele vom Förderverein SEECAMPUS Schwarzheide-Lauchhammer e.V.

Bitte beschreiben Sie Ihren Verein SeeCampus Förderverein Schwarzheide-Lauchhammer e.V.

Ein Interview mit Paul-Gerhard Thiele vom Verein SeeCampus Förderverein Schwarzheide-Lauchhammer e.V.Der Verein wurde gegründet, als es sicher war, dass der SeeCampus gebaut wird. Mit dem SeeCampus entstand ein modernes Schul- und Bildungszentrum, das die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes deutlich aufwertete. Das Projekt SeeCampus hatte und hat Modellcharakter.

Der Verein setzt sich für die inhaltliche Weiterentwicklung und die aktive kommunikative Außenwirkung des SeeCampus im Sinne der Projektziele ein. Schwerpunkte unserer Arbeit sind die Organisation öffentlicher, klassischer Konzerte und wissenschaftlicher Vorträge, das Kunstprojekt, die Mitwirkung bei der Gestaltung der Anlagen zwischen See in Gebäude. Mit einem Buch und 2 Broschüren haben wir alles um den SeeCampus dokumentiert.

Das Besondere ist, dass wir nicht eine Schule im Blick haben, sondern dass wir ein Gebäude bei der inhaltlichen Nutzung, baulich und bei der Gestaltung des Umfeldes mit voranbringen wollen. Nutzer sind ein Gymnasium, ein Oberstufenzentrum, die Bibliothek der Städte Lauchhammer und Schwarzheide und eine Cafeteria, die neben der Schülernutzung auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Wie bringen Sie sich persönlich in den Verein mit ein?

Mit meinen Kollegen Ingo Senftleben bin ich Vereinsvorsitzender, damit obliegt uns die Führung des Vereins. Darüberhinaus organisiere ich die Konzerte und wissenschaftlichen Vorträge in der Aula des Seecampus, die 6 – 8mal jährlich stattfinden. Damit wollen wir ein Band zwischen den Schulen und der Bewohnern des Umlandes knüpfen. Ich kümmere mich aber auch um Projekte. Das momentan Wichtigste ist unser Kunstprojekt.

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Seit der Gründung des Vereins sind bereits 10 Jahre vergangen. Wie hat sich der Verein seitdem verändert?

Wir haben im Wesentlichen an unseren Zielen festgehalten, auch wenn wir verschiedene Vorhaben erfolgreich abschließen konnten. Zu Beginn haben wir Mitglieder für den Verein gewinnen können. Die weitgehend konstante Mitgliedschaft ist unser Fundament für Beständigkeit in unserer Arbeit.Allerdings haben wir uns Anerkennung für das bisher Geleistete erarbeitet. Ein wichtiger Erfolgsfaktor war dabei die enge Abstimmung mit anderen Aktiven um den SeeCampus und mit denen, die die Verantwortung haben z.B. dem Landkreis als Schulträger.

Allerdings steht der SeeCampus heute nicht mehr so im Zentrum des Interesses der Öffentlichkeit. Am Anfang haben wir viel Kraft für die Außendarstellung aufgewendet. Wir haben neben anderen Aktivitäten 1Buch und 2 Broschüren veröffentlicht. Mit der Realisierung des Kunstprojektes bis 2021 peilen wir aber auch einen neuen kommunikativen Höhepunkt an.

Der SeeCampus ist ein Projekt mit hohem Anspruch – bestimmt traten hier auch an der ein oder anderen Stelle auch Probleme und Herausforderungen auf. Haben Sie hier konkrete Beispiele und wie haben Sie diese gemeistert?

Das Interview über den Verein SeeCampus Förderverein Schwarzheide-Lauchhammer e.V.Eine ständige Herausforderung ist die Sicherung der Finanzierung unserer Vorhaben. Leider sind wir mit unseren Förderanträgen nicht so sehr erfolgreich. Deshalb erfolgt die Finanzierung aus der Region heraus. Wir sind allen Mitgliedern, Spendern und Sponsoren außerordentlich dankbar für Ihre Unterstützung, die durchaus nicht selbstverständlich ist.

Der hohe Anspruch an den SeeCampus prägte auch die Erwartungen an unser Kunstprojekt. Wir besitzen selbst kein ausreichendes Wissen zur erfolgreichen Gestaltung eines solchen Vorhabens. Also suchten wir Partnerschaft bei Kunstvereinen oder Stiftungen, die solche Projekte unterstützen. Leider lange Zeit ohne Erfolg. Der Durchbruch kam mit einem Telefonat. Der GF des Brandenburger Kunstvereins Potsdam, Gerrit Gohlke, konnte sich für unsere Idee erwärmen. Nach einem Besuch im SeeCampus stellten wir weitgehende Übereinstimmungen bei unseren Realisierungsvorstellungen fest. Und noch ein Positivum, wir bekamen die Neuen Auftraggeber mit ins Boot.

Diese französische Stiftung hatte in verschiedenen europäischen Ländern ähnliche Projekte an Schulen bereits realisiert. Im Verständnis dieser Stiftung soll die Kunst vor Ort weitgehend von den Nutzern des jeweiligen Vorhabens bestimmt werden. Also wurden die Schüler und Lehrer beider Schulen befragt und ihre Positionen in die Ausschreibung für den Kunstwettbewerb aufgenommen. Sechs international renommiert Künstler nahmen an dem Wettbewerb teil. Alle besuchten den SeeCampus und gestalteten Projekttage mit den Schülern. Eine Jury mit großer künstlerischer und regionaler Sachkunde nahm die Bewertung der eingereichten Arbeiten vor. Martin Kaltwasser aus Berlin erhielt den Zuschlag und damit den 1. Preis. Inzwischen liegen seine fertigen Entwürfe vor. Die Realisierung wird den SeeCampus deutlich verändern und neue Möglichkeiten für die Schüler im Pausen- und Freizeitbereich schaffen.

Eine adäquate Herausforderung hatten wir seit Bestehen des SeeCampus nicht und wir hätten diese auch nicht erfolgreich bewältigen können. Die ständige Organisation der Konzerte mit klassischer Musikund wissenschaftlichen Vorträge verlangt auch Zielstrebigkeit und Ausdauer. Inzwischen ist der Veranstaltungsort zu einer guten Adresse für Künstler und Wissenschaftler geworden.

Der SeeCampus wurde ja nach den Vorgaben des PPP-Verfahrens gebaut. Was bedeutet das und wie haben Sie dies umgesetzt?

Es bedeutet, dass die Baufirma das Gebäude auch 30 Jahre betreibt. Deshalb ist eine enge und juristisch fundierte Zusammenarbeit notwendig. Das hat natürlich Vor- und Nachteile. Es bedeutet aber auch, dass das Gebäude mit den Inneneinrichtungen so weit notwendig erhalten oder modernisiert wird. Es ist auch eine andere Finanzierungsmethode im Vergleich zur in Kommunen Üblichen.

Der Förderverein hat dazu keinen Beitrag geleistet, hier war und ist allein der Schulträger in Verantwortung. Aus unserer Sicht ist das ein erfolgreicher Weg zur Errichtung kommunaler Bauten, ihrer Betreibung und der Vermeidung der Unterlassung von Instandhaltungsmaßnahmen.

Eines Ihrer Ziele ist es ein nachhaltiges Gebäude zu bauen. Was wünschen Sie sich allgemein mehr vom Staat und der Gesellschaft in Bezug zur Nachhaltigkeit?

Die Zielsetzung konnte mit dem SeeCampus weitestgehend realisiert werden. Dabei wurde Wert darauf gelegt, dass die Finanzierung im normalen Bereich bliebe. Mit Erreichen des Passivhausstandards konnte die Nachhaltigkeit auch deutlich gezeigt werden. Das ist immerhin 10 Jahre her. Inzwischen ist ja das Thema Klimawandel im Fokus mit vielen Forderungen je nach Interessenlage. Meine Position dazu ist, wenn bei allen Vorhaben der öffentlichen Hand die Umsetzung der Nachhaltigkeit geprüft und ohne Ressortinteressen umgesetzt würde, wären wir schon einen Schritt weiter.

Herzlichen Dank, Paul-Gerhard Thiele. Wir von ExpertenTesten wünschen Ihnen und dem Förderverein SEECAMPUS Schwarzheide-Lauchhammer e.V. weiterhin viel Erfolg!

Über die Redakteurin

Laura Hoffmann

Laura Hoffmann arbeitet als freie Redakteurin seit 2016 für expertentesten.de. Ihr Kernbereich liegt dabei in der Recherche spannender Interviewpartner aus den Ressorts Kultur, Sport und Wirtschaft.

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