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Glyphosat in österreichischem Bier gefunden!

Das österreichische Testmagazin des bundesnahen Vereins für Konsumenteninformation (VKI) hat in Zusammenarbeit mit der AgrarMarkt Austria (AMA) insgesamt 13 Biere auf Schadstoffe, insbesondere auf Glyphosat, getestet. 11 der 13 wurden in Brauereien in Österreich hergestellt und abgefüllt. Nur zwei kamen aus dem Ausland. In den folgenden Bieren wurden Rückstände des Pestizids gefunden:

Gösser Märzen

Gösser Gold

Ottakringer Fassl Spezialbier

Wieselburger Gold

Ottakringer Helles Bier

Pilsner Urquell

Die Konzentration des gemessenen Glyphosats lag bei 0,7 bis 1,8 µg/kg. Der Grenzwert für Wasser liegt bei 0,1. Für Biere gibt es keine gesetzlich festgehaltenen Beschränkungen. Der Blick auf den Wasser Grenzwert lässt aber erahnen, wie groß die Belastungen der Biere sind.

Bereits im Jahre 2016 machten Untersuchungen des deutschen Umweltinstitutes in München aufmerksam

Damals wurden das Unkrautvernichtungsmittel in 14 deutschen Bieren festgestellt. Man vermutete, dass das Pestizid damals über das Getreide in die Biere gelangte. Da die Deutschen mit etwa 107 Liter Bier pro Jahr pro Kopf sehr viel davon zu sich nehmen, wurde damals schon gefordert: Das Glyphosat muss raus, denn es passt nicht zum Reinheitsgebot des Bieres, und belastet Mensch und Umwelt.

Bundesamt für Naturschutz möchte Gebrauch von Glyphosat stoppen

Obwohl es für den Menschen als nicht krebserregend gilt, leidet das Ökosystem beträchtlich unter dessen Einsatz. Vor allen Dingen wildlebende Tiere sind stark betroffen, da ihre natürlichen Nahrungsquellen dank des Glyphosates nach und nach ausgerottet werden. Hierzu zählen vor allen Dingen die Bienen, welche einen beträchtlichen Einfluss auf unser aller Leben haben. Ihr Rückgang und das Sterben anderer Insekten hat eine Kette negativer Auswirkungen zur Folge, über das sich die Industrie kaum bis gar keine Gedanken zu machen scheint.

Glyphosat ist nach wie vor das Pestizid, welches mengenmäßig am meisten eingesetzt wird. Gefordert wird daher ganz bewusst eine maximale Verwendungsbeschränkung bis zum endgültigen Glyphosat-Verbot. Expertentesten hat am 22.02.18 darüber berichtet.

Quellen: konsument.at / Umweltinstitut München

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