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Handtücher aus Frottier im Test

Frottier-Handtücher sind die unbestrittenen Handtuch-Klassiker. Allerdings: Frottier ist nicht gleich Frottier. Es gibt diverse Arten von Frottiergewebe und sie haben unterschiedliche Qualitäten. Wir stellen diese Unterschiede vor und testen die jeweiligen Eigenschaften. Dafür betrachten wir die Materialverarbeitung und beschreiben, wie sich die Handtücher anfühlen.

Handtücher aus Frottier im Test

pixabay.com / @TesaPhotography

Handtuch aus Walk-Frottier und 100 % Baumwolle

Handtücher aus flauschigem Walk-Frottier sind am meisten verbreitet. Beim Walk-Frottier wird zunächst das Handtuch aus ungefärbtem, einfachem Garn gewebt. Dieses Roh-Handtuch, wie wir es nennen wollen, wird anschließend eingefärbt und gewaschen. Dadurch quellen die Baumwollfasern auf und das Gewebe wird schön dicht und saugfähig. Das Handtuch kann beim Waschen in der Waschmaschine kaum noch einlaufen. Für das Handtuch-Material stehen übliche Baumwolle oder sogenanntes „Premium Cotton“ zur Verfügung. Letzteres Material hat längere Naturfasern als gewöhnliche Baumwolle, ist also noch weicher und geschmeidiger

Wie flauschig das Handtuch ist, hängt außerdem von der Schlingenhöhe und dem Volumen des Handtuchs ab. Besitzt ein Handtuch „Superior Volume“-Qualität, hat es besonders voluminöses und weiches Gewebe. Ein Handtuch, das Premium Cotton mit großem Volumen vereint, fühlt sich besonders geschmeidig und flauschig an. Man spürt auch in trockenem Zustand, dass es sehr viel Feuchtigkeit aufsaugen kann.

Handtuch aus Zwirn-Frottier und 100 % Baumwolle

Zum Zweiten haben wir ein Handtuch aus Zwirn-Frottier getestet. Bei diesem Frottier werden zuerst zwei oder mehr Garnfäden miteinander verzwirnt. Dieses Garn ist fester als weiches Frottier-Einfachgarn. Der Flor ist nicht so hoch und die Schlingen sind insgesamt kürzer als bei  Handtüchern aus Walk-Frottier. Diese ebenmäßige Optik fällt auch klar ins Auge. Weil der flachere Schlingenflor weniger Luft als Walk-Frottier einschließt, ist dieses Material kompakter. Handtücher aus Zwirn-Frottier sind sehr saugfähig und insgesamt robuster als Walk-Frottier-Produkte. Sehr beliebt ist ihr Einsatz in Hotels, denn sie können unendlich oft gewaschen werden und behalten ihre Qualität. Sie wärmen auch gut auf der Haut und eignen sich für Gewebemuster – beispielsweise für Reliefmuster oder eine Jaquardeinwebung. Die griffige und feste Qualität kann für sanfte Massagewirkung eingesetzt werden.

Handtuch aus Velours-Frottier und 100 % Baumwolle

Für diese Frottier-Art haben wir Strandtuch ausgewählt. Bademäntel und Strandtücher sind beliebte Einsatzgebete für Velours-Frottier. Man darf es sich wie Walk-Frottier vorstellen. Aber auf der einen Seite des Handtuchs werden die Schlingen gewissermaßen fein abrasiert. Sie bleiben also nicht geschlossen, sondern öffnen sich durch das Aufschneiden. Dadurch entsteht eine sehr gleichmäßige und samtene Oberfläche. Auf der entgegengesetzten Stoffseite hat man das übliche Walk-Frottier. Der Vorteil: Beim Strandtuch kann man sich auf der samtenen Seite zum Sonnen hinlegen, nach dem Baden trocknet man sich dann mit der Walk-Frottier-Seite ab. Diese nimmt mehr Feuchtigkeit auf als die Velours-Seite.

Walk-Frottier aus Mischgewebe

Walk-Frottier muss nicht aus reiner Baumwolle bestehen. Es kann sogar aus Kunstfaser hergestellt werden. Weil Baumwolle saugfähig, weich und pflegeleicht ist, eignet sie sich grundsätzlich bestens als Frottier-Material. Mischgewebe dienen dazu, einige Eigenschaften des Baumwoll-Frottiers bewusst zu beeinflussen. Wir wählen als Beispiel ein Frottier-Handtuch aus 80 % und 20 % Leinen.  Leinen besteht aus sehr festen Fasern, aber lässt Feuchtigkeit schnell verdunsten. Das Handtuch aus Baumwolle mit Leinen hat deshalb eine festere Griffigkeit und wirkt weniger flauschig. Reibt man damit über die Haut, spürt man einen feinen Massageeffekt. Es trocknet  außerdem etwas schneller als reine Baumwoll-Handtücher.

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