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innodaten – Energie- und Gebäudeautomationsspezialist

Das Interview mit Michael Vogt vom Unternehmen innodaten

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen kurz vor:

innodaten – Wir machen Gebäude smarter!

Gebäudeautomation: Unsere Produkte und Lösungen managen Gebäude und technische Einrichtungen/ Anlagen vollautomatisch unter dem Gesichtspunkt der Kosten- (Energiemanagement) und Prozessoptimierung (Qualitätsmanagement).

Qualitätsmanagement: Wir liefern somit vollautomatische Qualitätsmanagementsysteme (QMS). Mit uns messen, kontrollieren, visualisieren, speichern, verarbeiten, regeln und steuern sie Einrichtungen der Kälte-, Klima-, Lüftungs-, Heizungs-, Beleuchtungs- sowie Prozesstechnik.

Energiemanagement: Sie erhalten weltweite Transparenz in Echtzeit sowie optimierte Verbrauchskosten für Strom, Wärme, Gas und Wasser der Gebäude ohne teure Software und ohne PC-Kenntnisse. Alles läuft über ihnen bekannte Internet Browser oder per Smartphone. Die Daten sind graphisch aufbereitet und die Bedienung ist selbsterklärend.

Über unsere externen Leitwarten/ Fernservicezentralen wird ihre Einrichtung 24/7 überwacht und ihre Einsparungen sowie die Nachhaltigkeit der Produkte und Lösungen an 365 Tagen im Jahr auf ihrem PC nachgewiesen.

In der Medizintechnik gibt es zudem spezielle Lösungen für Blutbanken oder Arzneimittelkühlungen, die komplette Krankenhäuser überwachen und vollautomatische QMS abbilden, ohne dabei die Fachkräfte zusätzlich zu belasten.

Wie viel Geld und Energie können Ihre Kunden durch Ihre Lösungen sparen?

Diese Frage ist an sich und in der heutigen Zeit für die Anwendungen zu kurz gedacht und daher schwer zu beantworten. Die Einsparung hängt vom Ausgangszustand ab, es gibt Vergleiche mit Resultaten von 10% bis 50%.

Ein weiterer, sehr wertvoller Effekt unserer Systeme sind die Potentiale in der Einsparung von Human Resources (Servicekosten), sie liegen in der Regel weit höher, als die der Energiekosteneinsparung.

Ein Beispiel:
Die gesetzliche Einhaltung/ Überwachung von Temperaturen (Temperature Compliance) für Blutbanken, Crybanken, Apotheken, Lebensmittelproduzierende Betriebe etc. nach EN12830 ist mit unseren Lösungen ein reines Invest ohne dafür zusätzlich Personalkosten beim Kunden zu verursachen.

In einem aktuellen Gegenbeispiel hat ein Kunde, für den wir seit 10 Jahren für sein Blut unterwegs sind, sich vor einiger Zeit aus Kostengründen für eine dezentrale Lösung entschieden. Sie war in der Anschaffung günstiger, verursacht aber für ihn nun laufende Personalkosten, da er sein eigenes Personal zum Auslesen/ Austauschen der Daten-Logger schicken muss und eine Fachkraft (Apothekerin) zur Aufbereitung und Beurteilung der Daten benötigt. Er landet jährlich bei zusätzlichen Personalkosten im sechsstelligen Bereich, wie er kürzlich feststellt, nur weil er beim Einkauf ein paar Tausend gespart hatte.

Der Blick auf das Wesentliche sowie die Betrachtung von Vergleichsdaten über mehrere Jahre wären für die konkrete Beurteilung der Energiekosten-Einsparung notwendig. Es fehlt in der Regel an beidem.

Im Energiemanagement können Vergleichsdaten von zwei aufeinanderfolgenden Wintern, einer war sehr hart mit viel Frost, der darauffolgende sehr mild, keine konkrete Aussage treffen, da die externen Faktoren (Wetter, Temperatur) einen großen Einfluss auf das Ergebnis haben.

Der aktuell veraltete Stand der Gebäudetechnik in Deutschland lässt den Schluss zu, dass fundierte Vergleichsbetrachtungen zwischen existierenden und aktuell technisch möglichen Gebäudetechniklösungen nicht stattfinden. Teilweise laufen die Gebäude mit Technik, die 30 Jahre und älter ist, da es an Systemintegrations-, Übergewerklichem- und Technisch-/ Kaufmännischem-Denken fehlt.

Dabei wird der Austausch alter Gebäudetechnik durch aktuelle immer und garantiert eine höhere Rendite bringen, als die aktuelle Verzinsung von Geld.

Aus diesem Grund sind es oftmals die „Financial Officers“ von Großkunden, die für die Erneuerung der Technik plädieren und treibende Kraft dabei sind und nicht das technisch verantwortliche „Facility Management“ der Gebäude.

Hierbei wird jedoch oft der Komfortfaktor dem Kostenfaktor untergeordnet. Das kann dann bspw. bei den Gebäudenutzern auf Widerstand treffen.

Beispiele:
Automatische Regelung der Heizung: Ist die Heizungsanlage auf Kernarbeitszeiten eingestellt, bekommen frühe Vögel und/ oder Nachtschwärmer schon mal kalte Füße im Büro.

Bei der Beschaffung zu sparen, bringt gewiss einen aktuellen Effekt auf dem Konto, jedoch sind die Folgekosten weitaus höher, als die einmalige Einsparung.

FAZIT: Ein Invest in die Gebäudetechnik ist nicht sexy und Einsparungen sind schwer nachzuweisen, dennoch erhält man immer mehr zurück, als wenn man nichts tun würde.

Inwiefern trägt Ihr Unternehmen zur Nachhaltigkeit bei?

Weil wir nur die Energie verbrauchen, die notwendig ist – wir verschwenden keine Energie. Dabei schalten wir sie nicht einfach ein oder aus (was wir natürlich könnten), sondern der Betrieb einer Anlage o.ä. wird nach Bedarf (Festlegung von Soll-/ Grenz-/ Schwellwerten etc.) des Verbrauchers/ Nutzers zugelassen und wird anhand aktueller Umwelt- und Betriebsparameter optimiert.

Diese Steuerung zeichnen wir lückenlos auf und machen sie transparent, für Dritte objektiv prüfbar und nach eigenen Vorgaben (Management by Acceptance) überwachbar. Das bedeutet z.B. ungewollte Anlagenzustände (bspw. Beleuchtung ist nach Betriebsschluss eingeschaltet) werden vollautomatisch weltweit sichtbar, sie können Dritten mitgeteilt werden (E-mail, SMS, Messenger etc.), um sie in Echtzeit zu korrigieren und Kosten zu vermeiden

Vergleichstests zum Thema:

Prioenergie Kuendigen Muster
Hitstrom Kuendigen Muster
Heizkoerperthermostat Test
Pelletheizung Test
Infrarotheizung Test

Wird zu viel Energie „Verschwendet“?

Es ist offenkundig, dass in deutschen Gebäuden zu viel Energie verbraucht wird. Eine große Rolle spielt dabei, dass die Eigentümer für die Anlagen zuständig sind, die Mieter aber die Nebenkosten zahlen müssen. Für die Eigentümer sind Energiekosten ein durchlaufender Posten oder aber die Politik erlaubt ihnen Ausnahmen siehe EEG (energieintensive Betriebe verbrauchen etwa 20% des Gesamtstroms, beteiligen sich aber mit <1% an der Umlage).

Die Motivation eine Einsparung der Energiekosten herbeizuführen hat meist idealistische Gründe oder wird zum „green washing“ genutzt.

Mieter haben aktuell keinen Anspruch auf optimierte Energiekosten oder aber eine Handhabe dagegen, sie sind auf das „Good Will“ vom Eigentümer zum Umdenken angewiesen.

Die Hilfslosigkeit der Politik ist unübersehbar, nach Jahren des Nichtstuns und Inaktivität beim Umweltschutz versucht sie nun über diverse Verbote und Aktionismus (bspw. Verbot der Ölheizung ab 2030 o.ä.) die CO2-Ziele zu erreichen.

Es fehlt der Politik an Zukunftsvisionen, durchdachten Strategien und nachhaltigen Alternativen zur Deckung unseres Energiebedarfes und -mixes von morgen.

Ausstieg aus der Kohle ohne den Ausbau von Windkraft- oder Solaranlagen, den heute größten Energieträgern, lässt nur eine Steinzeitlebensweise als Alternative zu. Erst recht, wenn gleichzeitig Elektromobilität propagiert wird, was letztendlich kurzsichtiger Aktivismus ist.

Das Festhalten der Politik an der Selbstregulierung von Industrien ist kontraproduktiv, denn ein gewinnorientiertes Unternehmen wird immer den Cash Flow, nicht aber seine/ unsere Ökobilanz im Fokus haben. Wenn Fördergelder im Spiel sind, sollten diese erst fließen, wenn objektiv nachweisbar ist, dass es ganzheitlich und nachhaltig zu Energieeinsparungen gekommen ist.

FAZIT: Es gibt weder politisch noch wirtschaftlich ausreichend Rahmenbedingungen zur Energieeinsparung/ Energiewende. Die steigenden Kosten der alten Technik sind für die dafür Verantwortlichen (Eigentümer) ein Durchlaufposten oder man ist von den Preiserhöhungen befreit. In Einzelfällen gelingt auch mal ein großer Wurf und wir haben eine kleine, engagierte Idealisten-Lobby. Unterm Strich bleibt die Prognose für Energieeinsparung, aus meiner Sicht, finster.

Wie beraten Sie Ihre Kunden?

Tu etwas, kein anderer wird es für dich tun und wir alle zusammen tun noch viel zu wenig.

Jeder von uns bedient täglich mindestens einen Schalter oder Sollwertsteller, der am Ende zum Energieverbrauch beträgt. Ohne Transparenz wird einem nie bewusst, welcher Verbrauch wann unnötig ist/ war.

Der Kunde hat am Ende für sich zu entscheiden, ob er glauben oder wissen möchte, wenn er Begriffe wie „witterungsgeführt“, „COP 4 und besser“, „Einsparung x%“ etc. nicht objektiv überprüfen kann, welchen Wert haben sie dann für ihn?

Wir verkaufen dem Kunden Lösungen, die ihm Daten und Informationen liefern, die ihn als Dritten – mit den Problemen Unerfahrenen – in die Position bringen, zu WISSEN was in Echtzeit passiert und nicht zu glauben und zu orakeln.

Ab welcher Größenordnung lohnt sich Ihr Service für Kunden?

Jede Größe, denn jede unnütz bzw. ungebrauchte aber verbrauchte kWh war vermeidbar!

Herzlichen Dank, Michael Vogt. Wir von ExpertenTesten wünschen Ihnen und dem Unternehmen Innodaten weiterhin viel Erfolg!

Über die Redakteurin

Laura Hoffmann

Laura Hoffmann arbeitet als freie Redakteurin seit 2016 für expertentesten.de. Ihr Kernbereich liegt dabei in der Recherche spannender Interviewpartner aus den Ressorts Kultur, Sport und Wirtschaft.

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