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Rennsport-Club Pfarrkirchen e.V. im DMV – Motorsport für jedes Alter

Das Interview mit Uwe Hofbauer vom Verein RSC Pfarrkirchen

Bitte stellen Sie sich und Ihren Verein RSC Pfarrkirchen vor

Ein Interview über den Verein RSC PfarrkirchenGegründet wurde der RSC Pfarrkirchen 1966 von 18 Motorsportbegeisterten. Seit dieser Zeit hat sich einiges getan. siehe unsere Chronik (http://www.rsc-pfarrkirchen.de/archiv/Chronik_Corel.pdf)

Leider wird es immer schwieriger die Rennen zu finanzieren. In den Medien wie Fernsehen ist kaum was davon zu sehen. War früher noch der BR bei unseren Rennen mit einem Kamerateam vor Ort und berichtete abends bei Blickpunkt Sport, so wird derzeit nicht einmal von einem WM Endlauf, der jährlich in Mühldorf ist, berichtet.

Mein persönlicher Dank gilt hier Helmut Degenhard von TRP1 Niederbayern TV der jedes Jahr einen tollen Bericht von unseren Rennen im Lokalfernsehen zusammenstellt. Leider werden auch die Zuschauerzahlen immer weniger. Waren in den 80iger 90iger Jahren noch 10.000 Zuschauer bei unseren Rennen, so sind derzeit 1.000 eher die Regel. Schade, wenn man sieht, was für vergleichsweise wenig Geld (20 € Eintritt) den ganzen Tag für spektakulärer Sport geboten wird.

Wie bereits erwähnt, sind wir mit Nachwuchs leider nicht so sehr gesegnet. Aus diesem Grunde haben wir seit 2010 ein “Training für Jedermann” heißt Motorsportbegeisterte können mit ihren eigenen Enduro- Straßenmaschinen ein paar Runden auf unserer Sandbahn drehen. Gerne wird dieser Termin auch von “Profis” zum Training Anfang des Jahres und von Kindern als Schnuppern verwendet. Zusätzlich haben wir seit ein paar Jahren ein “Mofarennen” veranstaltet. Hier erhoffen wir uns ebenfalls Nachwuchs von Jugendlichen für unseren Verein.

Warum begeistern Sie sich für Motorsport und wie alt waren Sie als Sie sich das erste Mal für Motorsport interessierten?

Bereits im Alter von 4 Jahren durfte/musste ich mit auf die Rennbahn. Mein Vater war Mechaniker bei einem Rennfahrer und zugleich Helfer bei den Rennen in Pocking und Pfarrkirchen. Somit war ich schon früh mit dem Virus infiziert.
Schließlich startete ich aus der Not an Helfern 1987 die Arbeit im RSC im Pannenfahrzeug beim Rennen.

2010 wurde ich wieder völlig überraschend in die Vorstandschaft gewählt und gleich zum Sportleiter ernannt. Seit 2014 bin ich hauptverantwortlich für die Organisation unserer Rennen. Das beinhaltet die Verpflichtung der Fahrer und die Zusammenarbeit mit den Offiziellen und die Koordination der Aufgaben.
Da ich persönlich nicht einmal den Motorradführerschein habe, werde ich häufig gefragt, warum ich mir diesen ganzen Stress überhaupt antue. Ich lade dann immer zu unseren Rennen ein und beschreibe den Geruch von Öl und Sand zusammen mit den spektakulären Läufen als den Virus, der mich infizierte.

Seit 1966 gibt es bereits Ihren Verein – Welches war der größter Erfolg der Vereinsgeschichte?

Interview mit Uwe Hofbauer vom vom Verein RSC PfarrkirchenEiner der größten Erfolge war die Einzel WM 1986. Des weiteren wurden einige WM-Endläufe durchgeführt nachdem auf ein Mehrtagesfinale umgestellt wurde. Zahlreiche Deutsche Meisterschaften sowohl Solo als auch Seitenwagen wurden auf unserer Bahn ausgetragen, wofür wir vom DMSB (Deutscher Motorsport Bund) stets gute Kritiken bekamen.

Mit Markus Venus / Markus Heiß haben wir eines der erfolgreichsten Seitenwagen Gespanne im Verein.
Die beiden haben bereits zahlreiche Deutsche und Süddeutsche Meisterschaften gewonnen und waren in der Europameisterschaft sehr erfolgreich.

Wo nehmen Sie mit Ihrem Verein teil und kann dort jeder aus dem Verein teilnehmen?

Europameisterschaft 2020. Dies führte auch dazu, dass wir mit der Austragung der Europameisterschaft 2020 beauftragt wurden. Da es in dieser Klasse keine WM gibt, ist es das höchste Prädikat. Hierzu musste ich bereits 2018 unsere Bewerbung abgeben. Wenn das gut läuft, ist das sicher mein größter Erfolg in meinem Vereinsleben.

Neben Mofarennen bieten Sie zudem Stockschützen an. Bitte erläutern Sie unseren Lesern kurz, um was es sich hierbei handelt und wieso ihr Verein diese Sportart auch anbietet?

Leider ist auch das Asphaltschießen nicht mit Nachwuchs gesegnet, sodass wir diese Abteilung leider aufgeben werden.

Wie garantieren Sie mit Ihrem Verein Sicherheit beim Motorsport?

Seit 8 Jahren sind wir verpflichtet zum zusätzlichen Schutz für Fahrer und Zuschauer sogenannte APD (Air Protaction Devices) einzusetzen. Das sind Luftkissen ähnlich einer Hüpfburg, die in den Kurven vor die Bande montiert werden. Diese stellen allerdings einen großen Aufwand an zusätzlicher Arbeit und Kosten für den Verein dar. Aber für die Sicherheit all unserer Teilnehmer und Zuschauer machen wir das natürlich gerne.

Herzlichen Dank, Uwe Hofbauer. Wir von ExpertenTesten wünschen Ihnen und dem Verein RSC Pfarrkirchen weiterhin viel Erfolg.

Über die Redakteurin

Laura Hoffmann

Laura Hoffmann arbeitet als freie Redakteurin seit 2016 für expertentesten.de. Ihr Kernbereich liegt dabei in der Recherche spannender Interviewpartner aus den Ressorts Kultur, Sport und Wirtschaft.

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