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Katzenschmaus: Die richtige Ernährung für Freiläufer in der kalten Jahreszeit

Wenn es draußen eisig kalt ist und der Wind dem Frost ein Liedchen zwitschert, sitzen die meisten Menschen gerne vor dem warmen, heimischen Kamin. Freigängerkatzen allerdings fordern ihren Freilauf trotz ungemütlicher Temperaturen in aller Regel ein. Dank des dicken Winterfells genießt die Freigängerin auch zur kalten Jahreszeit ihre Freizeit am liebsten in der Natur.

Doch was bedeuten Kälte, Wind und Nässe für den kleinen Katzenkörper? Sollte die Ernährung angepasst oder gar umgestellt werden? Braucht die Katze mehr Nahrung? Sind Zusatzpräparate zu empfehlen? Wir klären auf.


Die Grundnahrung der Katze

Die Grundnahrung der Katze ist zunächst einmal zu jeder Jahreszeit gleich. Katzen sind, im Gegensatz zum Menschen und zum Hund, reine Fleischfresser. Das bedeutet, sie können pflanzliche Nahrung fast gar nicht verwerten und benötigen diese nur zu einem klitzekleinen Anteil, um ihre Verdauung in Schwung zu halten.

Die Nahrung der Katze sollte im Idealfall zwischen 95 % und 97 % aus Fleisch oder Fisch bestehen und zu 3 – 5 % aus Gemüse. Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Lockstoffe, Aromastoffe oder Konservierungsstoffe haben nichts in Katzenfutter verloren. Wer diese einsetzt, kaschiert eine minderwertige Fleisch- und Verarbeitungsqualität.

Handelt es sich um abgekochtes Dosenfutter oder Trockenfutter, sollten zudem bestimmte Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt werden, welche durch den Erhitzungsvorgang zum Zweck der Haltbarkeit verloren gehen.

Wir halten fest: Ins Katzenfutter gehören Fleisch, Fisch, Gemüse und einige Vitamine und Mineralstoffe. Mehr nicht. Dieser Grundsatz ändert sich auch im Winter nicht.
Doch was ändert sich im Winter?

Im Winter ist der Energiebedarf höher

Katze tapst im SchneeWas für einen ohnehin schon übergewichtigen Stubentiger weniger ins Gewicht fällt, ist für eine schlanke Katze durchaus relevant: Der Energiebedarf der Freigängerkatzen steigt im Winter an.

Je länger die Katze sich Kälte und Nässe aussetzt, desto intensiver muss der Körper von Innen nachheizen. Gleiches gilt, je dünner das Winterfell ist. Etwa dann, wenn die Katze die Hälfte der Zeit im Wohnzimmer lebt, oder wenn sie einer orientalischen Rasse angehört.

Die Katze sollte, je nachdem, wieviel Zeit sie bei welchem Wetter draußen verbringt, also gut beobachtet werden. Verändert sich ihr Gewicht? Wirkt sie ein wenig dünn oder gar ausgemergelt? Dann sollte die Energie ihrer Nahrung erhöht werden. Am besten in Form von etwas mehr Fett im Futter. Lachsöl, Gänseschmalz, Rinderfett, Lammfett oder Butter bieten sich an. Den maximalen Proteingehalt in Form von Fleisch zu erhöhen, macht weniger Sinn. Protein ist ein Baustoff und weniger ein Energielieferant. Anstatt also die doppelte Menge an Katzendosen zu füttern, sollte entweder selbstständig Fett hinzugefügt oder ein Futter mit einer höheren Energiedichte gekauft werden.

Die Experten von katzenfutter.com sind zum Beispiel eine gute Adresse, um sich weitergehend zu informieren oder auch das passende Futter zu finden.

Das frosttaugliche Katzenfutter

Wird die Katze grundsätzlich im Haus gefüttert, dann ist dieser Abschnitt weniger relevant. Nicht wenige Katzenbesitzer jedoch stellen der Katze auch außerhalb des Hauses einen Futter- und/oder Wassernapf zur Verfügung.

Fallen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, kann es sein, dass nicht nur die Landschaft, sondern auch das Nassfutter und das Wasser im Napf einfrieren. Im besten Falle steht die Futterbar vor der Witterung geschützt im Trockenen. Gegen einen gefrierenden Wassernapf kann ein beheizbarer Wassernapf Abhilfe schaffen, welchen es im Handel in verschiedensten Ausführungen zu kaufen gibt. Nassfutter zu beheizen, sollte jedoch vermieden werden, da dieses schnell schlecht werden kann. Wird die Katze grundsätzlich draußen gefüttert, sollte entweder nur so viel im Napf landen, wie sie auch auf einmal fressen kann, oder es sollte zu Trockenfutter gegriffen werden, welches aufgrund seines geringen Wasseranteils nicht einfriert.

Bedacht werden sollte, dass das Füttern von Trockenfutter über einen längeren Zeitraum die Nieren der Katze schädigen kann. Katzen sind Wüstentiere und nehmen rund 80 Prozent ihres Wassers mit der Nahrung auf. Trockenfutter enthält nur einen Bruchteil des Wassergehalts von Nassfutter. Nachtrinken wird die Katze dieses Defizit ihrer Natur entsprechend nicht. Ergo, leidet sie bei einer konstanten Ernährung mit Trockenfutter unter einem konstanten Wassermangel. Kurzzeitig, etwa über einige frostige Tage, stellt dies kein Problem dar. Langfristig ist Trockenfutter jedoch keine gesunde Lösung.

Vitamin D für Katzen

Vitamin D ist auch für Katzen ein lebensnotwendiger Baustein für die Gesundheit. Während Freigänger in den Sommermonaten gerne in der Sonne liegen und ausreichend Vitamin D tanken, findet in den Monaten zwischen Oktober bis März kaum bis keine Versorgung durch die Sonne statt, da diese zu tief steht, um ihre Vitamin D bildenden UVB Strahlen bis an die Erdoberfläche zu schicken. Ergo, braucht die Katze dringend eine Vitamin D Versorgung über die Nahrung.

Im guten Fertigfutter für Katzen ist dieses in aller Regel enthalten. 5-10 IE Vitamin D3 benötigt eine Katze zur Winterszeit täglich über das Katzenfutter. Da Vitamin D große Mengen an Magnesium verbraucht und so schnell zu einem Mangel mit letzterem führen kann, sollte die Vitamin D Versorgung grundsätzlich mit Magnesium angereichert werden. Entweder mit einem Futter, welches zusätzliches Magnesium beinhaltet, oder durch die selbstständige Zugabe von etwa 50 mg elementares Magnesium über das Futter.


Ob eine Katze im Winter ein wenig anders gefüttert werden sollte als im Sommer, ist individuell zu betrachten. Die Grundnahrung, bestehend aus rund 95 – 97 % Fleisch, 3 – 5 % Gemüse, bleibt. Da der Körper bei Kälte vermehrt Energie verbraucht, kann es jedoch bei einigen Katzen zu einem Gewichtsverlust kommen, wenn der Energiegehalt der Nahrung nicht erhöht wird. In diesem Fall sollte der Fettgehalt des Futters durch zum Beispiel Rinderfett angepasst werden, oder ein Futter mit einem erhöhten Fettgehalt gefüttert werden. Auch auf die Vitamin D Versorgung sollte im Winter unbedingte Wert gelegt werden, damit es zur sonnenarmen Jahreszeit nicht zu einem Mangel kommt.

Bildquelle: © WordWarrior2 @ pixabay
Autor: Redaktion

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