Beratene Verbraucher:
35890941
TÜV-zertifizierte Vergleichs- und Testverfahren nach ISO 9001
Suche
Generic filters
Nur genaue Treffer
Suche im Titel
Suche im Inhalt
Suche in Zusammenfassung
News-Übersicht

Weshalb jetzt der richtige Zeitpunkt ist auf digitale Zeiterfassung umzusteigen

Die deutschen Arbeitgeber und -nehmer sind an das Arbeitszeitgesetz gebunden. Dieses besitzt eine uneingeschränkte Gültigkeit in Deutschland und stellt Regelungen für die Arbeitsverhältnisse in Unternehmen, Institutionen, Einrichtungen und Betrieben auf. Das Gesetz bestimmt die Höchstarbeitszeit, fordert regelmäßige Ruhepausen und trägt somit zum Schutz des Arbeitnehmers bei.

Bisher wurden die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland nur bedingt eingehalten. Schließlich kümmern sich nur die wenigsten Betriebe um eine ordentliche Zeiterfassung. Somit fehlt es an einer Dokumentation und Nachweisen der Arbeitszeit. Seit Mai 2019 hat sich dies mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes allerdings geändert. Arbeitgeber werden nun verstärkt dazu aufgefordert, sich Gedanken zum Thema Zeiterfassung zu machen.

Digitale Zeiterfassung für Unternehmen

 

Neue gesetzliche Regelungen zum Thema Zeiterfassung

Im Frühjahr 2019 sah sich der Europäische Gerichtshof mit einer außergewöhnlichen Klage konfrontiert, die weitreichende Folgen haben sollte. Die spanische Gewerkschaft CCOO ging gegen eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank vor. Dem Finanzinstitut wurde vorgeworfen, keine Transparenz in Bezug auf die Arbeitszeiten aufzuweisen und gesetzeswidrig zu handeln. Es wurde mehr Klarheit und ein System zur Erfassung der täglichen Arbeitszeit gefordert.

Der Gewerkschaft wurde recht gegeben, was sich im Anschluss auf die europaweite Gesetzgebung auswirkte. So wurde im EuGH-Urteil beschlossen, dass die Mitgliedstaaten dafür Sorge tragen müssen, dass die Höchstarbeits- und Ruhezeiten eingehalten werden. In welcher Form dies geschieht, bleibt den einzelnen Ländern selbst überlassen.

 

Verschiedene Möglichkeiten der digitalen Zeiterfassung

Die historische Stempeluhr sollte nun ein für alle Mal aus den deutschen Unternehmen verbannt werden. Schließlich ist das Überbleibsel aus den Zeiten der Industrialisierung längst überholt und benötigt dringend eine Modernisierung. Und auch Excel-Tabellen gehen kaum Hand in Hand mit Arbeitsmodellen wie Homeoffice oder Gleitzeit.

Glücklicherweise können sich Unternehmen mithilfe der Digitalisierung von veralteten
Methoden wie dem Stundenzettel verabschieden und auf digitale Tools, wie beispielsweise von Papershift ausweichen.

 

Automatisierte Erfassung mittels Dienstplan

Durch die Unterstützung eines digitalen Dienstplans wird die Zeiterfassung zum Kinderspiel. Jede Schicht des Mitarbeiters wird mit einer automatischen Zeiterfassung gekoppelt, die mit dem Stundenkonto des Angestellten verrechnet wird. Ist der tägliche Sold erfüllt, wandelt sich die Plan-Zeit im digitalen Dienstplan wie von Zauberhand in die Ist-Zeit.

 

Die Browser-Stempeluhr

Eine weitere Möglichkeit stellt die Browser-Stempeluhr dar. Mit nur wenigen Klicks melden sich die Mitarbeiter zu Arbeitsbeginn als anwesend und können sich nach verrichteter Arbeit schnell und einfach abmelden, um den wohlverdienten Feierabend anzutreten. Diese Methode eignet sich für Unternehmen mit festem Arbeitsplatz, aber auch für Angestellte im Homeoffice.

 

Die Stempeluhr-App

Für Unternehmen, die weniger auf Desktop-Arbeitsplätze setzen, sondern auch flexible Arbeitsorte akzeptieren ist die Stempeluhr-App die beste Wahl. Im Unternehmen selbst ist ein zentrales Zeiterfassungsterminal vorhanden, über welches man sich ein- und ausloggen kann. Ist man unterwegs oder arbeitet von zu Hause aus, kann die Stempeluhr-App verwendet werden. Auf Tablets, Smartphones und anderen mobilen Endgeräten kann die Arbeitszeit auf die Sekunde genau notiert werden.

 

Mehrwert für die Unternehmensorganisation durch Zeiterfassung

Während das EuGH-Urteil hauptsächlich den Schutz der Angestellten im Sinn hat, birgt die digitale Zeiterfassung ebenfalls Vorteile für die Unternehmen. So ist es möglich, individuelle Regeln festzulegen, die unerwünschtes Verhalten der Mitarbeiter ausmerzen. Beispielsweise kann das Einstempeln erst zu Schichtbeginn möglich sein und die Angestellten können darüber hinaus nach der geleisteten Schicht automatisch abgemeldet werden. Zudem können die Angestellten aktiv dazu gezwungen werden, die gesetzlich vorgeschriebenen Pausenzeiten einzuhalten.

Weiterhin werden die Daten genau dokumentiert. Das bedeutet, dass sich Arbeitgeber genau über die Arbeitszeiten der Mitarbeiter informieren können. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Daten zu exportieren und auswerten zu lassen. Das spart Zeit bei der Lohnabrechnung und kann ebenfalls für andere Dienste genutzt werden. Denn durch die Dokumentation lässt sich nachvollziehen, ob das eingesetzte Personal den Anforderungen gerecht wird oder ob weitere Ressourcen eingesetzt werden müssen. Die digitale Zeiterfassung ist demnach auch ein praktisches Tool zur Budgetplanung.

Zu unserer Redaktion