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Bestandteile des Rasendüngers im Fokus

NPK, das sind drei Buchstaben, die Ihnen bei jeder Art von Dünger immer wieder begegnen. Es sind die Hauptnährstoffe zur Unterstützung der Pflanzen und heißen Stickstoff, Phosphor und Kalium.

Stickstoff

Stickstoff ist ein chemisches Element und trägt im Periodensystem die Zahl 7. Seinen Namen erhielt er, weil er Flammen löscht, also erstickt und Menschen tötet, wenn sie ihn in zu hoher Dosis einatmen. Sie ersticken ebenfalls.

Ohne Stickstoff ist kein Wachstum möglich. Steht er den Pflanzen nicht oder nur in geringer Menge zur Verfügung, gehen sie ein oder führen nur noch ein kümmerliches Dasein.

Stickstoff ist Hauptbestandteil des pflanzlichen Eiweißes und das ist auch die Erklärung dafür, dass ohne ihn keine Pflanze existieren kann. Er ist ebenfalls der wichtigste Baustein von Enzymen, die maßgeblich an der Steuerung des Stoffwechsels von Menschen, Tieren und Pflanzen beteiligt sind.

Stickstoff bewirkt Wachstum der oberen und unteren Pflanzenteile. Er trägt ebenfalls dazu bei, dass die Gräser ihre kräftige Farbe behalten.

Eine Überversorgung zeigt sich im Geilwachstum der Pflanzen und durch die Bildung von Nekrosen. Gräser knicken um und Pilzkrankheiten schwächen sie zusätzlich. In Regionen, wo es häufig regnet und dabei blitzt und donnert, gelangt Sickstoff in geringem Maße über das Wasser in die Erde und wird auf diese Weise auch für die Pflanzen verfügbar.

Phosphor

Phosphor ist ebenfalls ein chemisches Element und wird im Periodensystem unter der Zahl 15 genannt. Er ist Hauptakteur bei der Energieversorgung der Zellen. Er kommt hauptsächlich in China und Afrika vor und von seinen natürlichen Vorkommen werden 90 % im Pflanzendünger verarbeitet. Zurzeit gibt es noch keine Alternative für Phosphor.

Neben den Vorkommen in der Erdkruste gibt es ihn auch im Kot von Meeresvögeln. Bekannt ist er dann unter dem Namen Guano. Phosphate für Dünger werden aus Kalziumphosphat gewonnen. Der wird mit Hilfe von Schwefelsäure aufgeschlossen und so für die Pflanzen verwertbar gemacht. Phosphat beeinflusst die Fotosynthese und den Wasserhaushalt der Gräser.

Kalium

Kalium macht die Pflanzen widerstandsfähig gegen Krankheiten und bringt Kraft. Die brauchen sie, um sich gegen Witterungseinflüsse und Wildkräuter zu behaupten.

Kalium ist ein wichtiger Nährstoff bei der Düngergabe im Herbst. Es reguliert den Wasserhaushalt der Pflanzen, indem es den osmotischen Druck innerhalb des Gewebes ausgleicht. Es wirkt unterstützend bei der Sauerstoffaufnahme, da es die Stomata (Spaltöffnungen) der Gräser zur Tätigkeit anregt.

Ferner werden Fotosynthese und Transport von Assimilaten angeregt. Das sind Stärke, Eiweiß und Glucose. Gemeinsam stärken sie sämtliche Pflanzenteile.

Spurenelemente

Neben den drei Hauptnährstoffen benötigt der Rasen Spurenelemente. Eisen ist ein wichtiger Akteur bei der Fotosynthese. Es ist zudem elementarer Bestandteil des Blattgrüns (Chlorophyll), also findet ohne Eisen keine Fotosynthese statt. In unserem Ratgeber mit der Nr. 5 gehen wir ausführlich auf die Bedeutung von Eisendünger für den Rasen ein.

Magnesium

Magnesium ist zentraler Bestandteil des Chlorophylls und damit bei der Fotosynthese ein wichtiger Faktor. Es stabilisiert die Außenhaut der Zellen und unterstützt den Mechanismus der Nukleinsäuren.

Das sind Biomoleküle, die bekannter unter den Abkürzungen DNA und RNA sind. Sie kommen im Zellkern der Pflanzen vor und sind Träger des Erbguts. Beide Moleküle werden bei der Gentechnik verändert und haben dann nichts mehr mit einem natürlichen Wachstum zu tun.

Unterversorgung zeigt sich durch blassen Rasen und rötliche Flecken auf den Gräsern. Eine Überdüngung und deren Folgen gibt es nur bei Wassermangel. Dann versauern Boden und Pflanzen und es wird sich mit Sicherheit Kalziummangel einstellen.

Kalzium

Kalziumgaben sind Nahrung für Mikroorganismen im Boden. Ohne sie ist die ausreichende Nährstoffversorgung und Bioverfügbarkeit für die Pflanzen kaum möglich. Kalzium schützt die Gräser vor Chlorose und wirkt der Übersäuerung des Bodens entgegen. Rasenkalk enthält das wertvolle Spurenelement und wird oft als zusätzliche Düngergabe im Herbst benutzt.

Häufige Niederschläge in Form von Schnee, der über mehrere Tage auf dem Rasen liegt, führt zu Fäulnis. Die Gräser können nicht atmen, der Boden verdichtet sich und wird sauer. Kalziumbrücken verhindern das, indem sie eine Verbindung zwischen Ton und Humus schaffen und Staunässe vermieden wird. Wer zu viel kalkt, geht das Risiko ein, dass andere Nährstoffe verdrängt werden und den Pflanzen nicht mehr zur Verfügung stehen. Diese Wechselwirkung muss bei der Gabe von Kalzium Berücksichtigung finden, damit die Nährstoffgabe nicht zu Schäden an den Pflanzen führt.

Humus

Humus ist ein organischer Dünger und er enthält alles, was der Rasen braucht. Er gehört zum natürlichen Kreislauf und eine Überdüngung ist ausgeschlossen. Zu dem Zweck ist nicht erforderlich einen Komposthaufen anzulegen. Schon das regelmäßige Mulchen erfüllt den Zweck und Düngergaben können auf ein Minimum reduziert werden.

Langzeitdünger enthalten alle wichtigen Nährstoffe in optimaler Form. Sie sind mit einer semipermeablen (halbdurchlässig) Haut umhüllt und geben den Dünger nach und nach ab. Wer seinen Rasen auf diese Weise düngt, kann sich zurücklehnen und muss sich keine Gedanken über ein Zuviel oder Zuwenig der einzelnen Komponenten machen.

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