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Darum ist Eisen im Rasendünger so wichtig!

Die Fotosynthese ist ein biochemischer Prozess, der in allen Pflanzen mit Blattgrün stattfindet. Ohne sie wäre das Leben von Menschen und Tieren auf der Erde undenkbar. Dass Wälder als die „grüne Lunge“ bezeichnet werden, ist also nachvollziehbar. Aus Wasser und Kohlenstoff stellen Pflanzen Sauerstoff und Glucose her. Einige von ihnen können sogar mitwirken, die Raumluft zu verbessern. Die Fotosynthese findet nur statt, wenn Sonnenstrahlen und Wasser zur Verfügung stehen. Ein weiterer Stoff, der zwingend notwendig ist, ist das Chlorophyll. Es ist verantwortlich für das Grün der Blätter und Kohle und Erdöl sind aus der Fotosynthese entstanden. Und das vor Millionen von Jahren durch die Urweltpflanzen. Einer von diesen Bäumen ist übrigens der Urweltmammutbaum, der bis heute überlebte.

Aus Forschung und Technik

Julius Robert Meyer war ein Naturwissenschaftler, der zum ersten Mal erkannte, wie sich während der Fotosynthese aus Licht Nährstoffe entwickeln. Er wies schon damals darauf hin, wie wichtig die Pflanzen zur Ernährung der Erdbevölkerung sind. Er konnte jedoch nie herausfinden, wie genau der Prozess abläuft. Das gelang dem Professor für Chemie, Melvin Celvin aus Kalifornien. Der erhielt für seine Forschungen im Jahr 1961 den Nobelpreis für Chemie.

Noch detaillierter waren die Forschungsergebnisse dreier Deutscher Wissenschaftler, die im Jahr 1988 den Nobelpreis für ihre Arbeiten erhielten. Sie konnten bis ins kleinste Detail (er)klären, wie aus Sonnenlicht Energie wird. Vor etwa drei Milliarden Jahren begannen Algen und später auch Grünpflanzen mit der Fotosynthese. Sie erzeugten dabei Sauerstoff, der das Leben auf der Erde erst ermöglichte. Die so produzierte Biomasse wird mittlerweile auf eine Milliarde Tonne pro Tag geschätzt.

Pflanzengrün als Motor des Wachstums

Ohne Chlorophyll kann die Fotosynthese nicht stattfinden und das wird von den Pflanzen durch Eisen produziert. Eisen ist also eigentlich kein Spurenelement, sondern einer der wichtigsten Nährstoffe. Fehlt Eisen, dann fehlt Chlorophyll, und der Mangel ist bei Rasenflächen deutlich zu erkennen. Statt sattem Grün sieht der Gärtner nur zarte Grüntöne, gelbe Spitzen und im schlimmsten Fall nur gelbe Gräser. Chlorose ist die Bezeichnung für Eisenmangel.

Es genügt nicht, bei den Symptomen in einen Laden zu gehen, Eisendünger zu kaufen und diesen danach zu verteilen. Es muss feststehen, dass tatsächlich der Mangel besteht oder ob andere Gründe für die Chlorose vorliegen.

Es kann sich um alkalische Böden handeln, die einen PH-Wert von über 7,5 zeigen. Dann ist die Verfügbarkeit des Eisens für alle Pflanzen gesenkt, obwohl genug davon in der Erde vorhanden ist. Böden, die viel Ton und Humus enthalten, sind ebenfalls oft der Auslöser für die mangelnde Verfügbarkeit des Spurenelementes.

Vorsicht bei Herbiziden

Wer regelmäßig seinen Rasen mit Herbiziden abspritzt, gefährdet ihn ebenfalls. Kupfer und Nitrate, die sowohl in Spritzmitteln als auch Düngern enthalten sind, schwächen die Eisenverfügbarkeit. Der Rasen zeigt die Symptome einer Chlorose.

Das gilt vor allen Dingen dort, wo Wasser nicht abfließt, der Boden verdichtet ist. Abhilfe schafft das Verlegen einer Drainage, die Lockerung der Erde mit Sand oder Kies sowie das Gießen mit Regenwasser. Leitungswasser enthält Kalk, und der kann die Aufnahme von Eisen ebenfalls behindern.

Bodenproben sind optimal, um tatsächlichen Eisenmangel im Boden festzustellen. Sie können im Internet bestellt werden und ihre Anwendung ist einfach. An verschiedenen Stellen wird ein wenig Erde entnommen und diese in einen Beutel gefüllt. Danach folgt der Versand an ein Labor, welches die Proben auf ihren Eisengehalt hin untersucht. Das Ergebnis wird ebenfalls auf dem Postweg mitgeteilt. Das ist die sicherste Art, eine eventuell notwendige Düngung mit Einzelgaben durchzuführen.

Natürliche Signalgeber

Auch die sogenannten Zeigerpflanzen können darauf hinweisen, dass den Pflanzen die Aufnahme von Eisen nicht möglich ist. So ist vermehrtes Vorkommen von Löwenzahn ein Zeichen für verdichtete Böden, die viel Stickstoff enthalten. Das führt zur Übersäuerung und die macht es den Pflanzen mit der Zeit unmöglich, Eisen aufzunehmen.

Weitere Hinweise

Eisen gibt es einzeln oder als Bestandteil eines Volldüngers zu kaufen. Reine Eisendünger sind in flüssiger oder pulverisierter Form im Angebot. Sie dürfen keinesfalls bei warmem Wetter aufgebracht werden, da die Pflanzen verbrennen würden. Ideal ist dafür die kalte Jahreszeit ab etwa Oktober bis Ende Februar oder Anfang März. Dann ist gewährleistet, dass Kinder und Haustiere die Fläche nicht betreten.

Eisendünger, der zunächst aufgelöst und danach über den Rasen gegossen wird, ist eher für kleine Flächen gedacht. Da Eisendünger nicht ungefährlich ist, muss die Aufwandmenge unbedingt beachtet werden.

Handschuhe sind ein Muss und bei windigen Wetter ist von der Düngergabe abzusehen. Rauchen, essen und trinken bitte nur dann, wenn vorher die Hände gewaschen wurden.

Es gibt einige Hersteller, die Eisendünger auch als Mittel gegen Moos bewerben. Moos ist kein Symptom für Chlorose, sondern für verdichtete Böden und schattige Stellen im Garten. Unter großen Bäumen siedelt es sich gerne an und das hat nichts mit Eisenmangel im Boden zu tun. Hier sind andere Maßnahmen die bessere Lösung. Dazu gehören das regelmäßige Vertikutieren, die optimale Rasensamenmischung und das Verlegen einer Drainage.

Klar, das Fällen des Baumes ist auch eine Alternative. Ob die dann aber tatsächlich den Wünschen des Besitzers entspricht, das bezweifeln wir doch stark. Nachdem Presse und Fernsehen vor einigen Jahren mehrfach auf die Gefährlichkeit von Eisendüngern hinwiesen, hat der Handel reagiert und bietet mittlerweile organische Produkte an. Sie sind aus natürlichen Stoffen und auf pflanzlicher Basis gemischt.

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