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Carsharing: Das Auto Teilen statt Besitzen

Sharing is caring.” Wo früher noch galt, Fahrzeug, Finanzen und Frauen verleiht man nicht, gelten jetzt ganz andere Regeln. Es wird geteilt, was das Zeug hält, es werden Ressourcen gespart und genutzt wird nur, was man wirklich braucht: beim Couchsurfing werden die Wohnungen getauscht, Kleidung wird verliehen, gebraucht genutzt und Fahrgemeinschaften werden gebildet.

Auch vor geistigem Eigentum, wie Filmen und Musik, macht dieser Trend nicht halt. Die Sharing Economy und die dazu gehörige Community wächst. Ein nicht ganz neuer Trend ist Carsharing. Der Grundgedanke dieses Konzepts ist es, dass nicht jeder, der mal ein Auto benötigt, gleich dauerhaft ein eigenes Auto braucht.

Was ist Carsharing?

Carsharing soll die Lücke zwischen einem eigenen Auto und dem lokalen Nahverkehr schließen. Wer kennt das Problem nicht, dass der Bus gerade weg ist, an Feiertagen zur gewünschten Zeit keiner mehr fährt oder die zu transportierenden Güter einfach zu groß sind. Dann wäre der Besitz eines Autos die optimale Problemlösung. Manchmal macht es allerdings keinen Sinn sich für diesen Einzelfall ein eigenes Auto anzuschaffen. Carsharing soll die Lösung bieten.

Im Grunde kennen zum Beispiel Landwirte das Konzept seit jeher. Ein Mähdrescher oder eine andere landwirtschaftliche Maschine lohnt sich als Anschaffung nicht für den einzelnen, also wird sie gemeinsam angeschafft und jedes Jahr einfach sinnvoll geteilt bis alle Felder abgefahren sind. Carsharing basiert auf einem ähnlichen Prinzip. Die Anschaffung eines eigenen Fahrzeuges lohnt sich nicht, also wird das Fahrzeug geteilt.

Carsharing ist:

  • effizient
  • kostenreduzierend
  • schnell
  • spontan
  • umweltfreundlich

Die Rolle des Fahrzeughalters übernehmen im Fall von Carsharing Privatpersonen, Vereine, Unternehmen oder Unternehmensgruppen. Mieter können die Fahrzeuge dann gegen ein vorher festgelegtes Entgelt und für eine bestimmte Zeit benutzen.

Mithilfe von Apps und technischen Voraussetzungen in den Fahrzeugen, ist es möglich die Zeit und die gefahrenen Kilometer genau zu tracken und zu bestimmen. Somit ist eine Abrechnung ohne Personal möglich, die das Fahrzeug abgibt und wieder entgegennimmt. Das macht Carsharing und besonders die Standorte an denen es stattfindet sehr flexibel und vergleichsweise ortsungebunden.

Carsharing-Möglichkeiten findet man besonders in Städten und Ballungsgebieten. Einzelne kleinere Gemeinden bieten Fahrzeuge zum Carsharing an um die Orte als Wohnort attraktiver zu machen. Das System ist ganz einfach. Es gibt ein Auto für mehrere Personen, wer es fahren möchte reserviert und nutzt es.

Wie funktioniert Carsharing?

Carsharing soll im Vergleich zu einer klassischen Autovermietung weniger kompliziert und wesentlich flexibler sein. Das bedeutet in der Praxis, dass lange Planung und langfristige Voranmeldung wegfallen.

Die Idee ist im Grunde, dass sich Nutzer auf dem Weg durch die Stadt befinden und spontan ein Fahrzeug anmieten können, dass in ihrer Nähe auf öffentlichen Flächen, in einem Parkhaus oder an einer Station vom Vormieter abgestellt ist.

Sinn der Sache ist es, dass das Fahrzeug wirklich nur dann gezahlt wird, wenn es genutzt wird bzw. auf den Mieter reserviert ist. Das spart dem Nutzer im Unterschied zu einem eigenen Auto eine hohe Summe an Fixkosten, die anfallen würden, wenn ein Fahrzeug nicht genutzt wird und in der Garage oder auf einem Parkplatz vorm Haus steht.

Diese Fixkosten lohnen sich erst ab einer gewissen Fahrleistung (je nach Fahrzeugmodell und Versicherungskosten um die 15.000 bis 20.000 Kilometer im Jahr). In dem Moment, wo die Schwelle überschritten ist, ist die Anschaffung eines eigenen Fahrzeugs lohnenswert. Bis dahin kann gut und finanziell rentabel auf Carsharing-Fahrzeuge zurückgegriffen werden.

Carsharing-Fahrzeuge gehören Privatpersonen, Carsharing-Unternehmen, eigens dafür gegründeten Kooperationen, Vereinen oder Städten und Gemeinden. Die Fahrzeuge stehen immer dann, wenn sie nicht genutzt werden, der Allgemeinheit gegen eine Mietgebühr zur Verfügung.

So werden die Fahrzeugkapazitäten besser genutzt und es wird Leerlauf vermieden. Denn Fahrzeuge, die nur stehen, kosten viel Geld, sind ineffizient und umweltschädlich. Je besser ein Carsharing-Fahrzeug ausgenutzt wird, desto umweltfreundlicher und effizienter ist es, denn mag geht davon aus, dass für diese Zeit kein eigens dafür angeschafftes Fahrzeug verwendet wird.

Vorteile & Anwendungsbereiche von Carsharing

Der große Vorteil von Carsharing ist es, dass dem Nutzer gegenüber einem eigenen Fahrzeug viele dauerhafte Pflichten und Kosten entfallen. Das Auto wird nur gezahlt, wenn es auch tatsächlich gebraucht und genutzt wird. So fallen nicht nur die Anschaffung, sondern auch Versicherungskosten, Steuern, Reparatur- und Wartungskosten und TÜV-Gebühren weg.

Hinzu kommt, dass Carsharing-Fahrzeuge im Grunde immer da stehen, wo man sie gerade braucht. Das ist bei einem eigenen Fahrzeug nur selten der Fall. Wer steigt schon in irgendeiner Großstadt aus dem Flieger und kann behaupten, sein Fahrzeug steht für ihn bereit?

Vorteile von Carsharing

  • Geringe Fixkosten 

Ein Auto, das seht, kostet unnütz Geld: Versicherung, Steuer, Wartungskosten, Kosten für AU und HU, Parkgebühren und andere Kosten fallen für ein Fahrzeug an. Dabei ist es egal, ob das Fahrzeug bewegt wird oder nicht. Im Gegensatz zum eigenen Auto, ist die Nutzung von Fahrzeugen über Carsharing mit wenig Fixkosten verbunden. Im Normalfall fällt eine Anmeldegebühr an. Abo-ähnliche Angebote sind zwar auch auf dem Markt zu finden, aber bei den meisten Anbietern wird tatsächlich nur gezahlt, wenn das Auto auch in Benutzung ist.

  • Höhere Flexibilität 

Wer zum Beispiel die Stadt mit dem Zug oder mit dem Flugzeug wechselt, der findet beim Carsharing in jeder Stadt ein Fahrzeug vor. Das eigene Auto bleibt in der Regel am Wohnort stehen.

  • Immer das passende Fahrzeug 

Für einen Friseurtermin am anderen Ende der Stadt, reicht ein Smart durchaus aus. Für den Großeinkauf vor Weihnachten oder einen Ausflug zum Möbelriesen, könnte es da stauraumtechnisch schon schwierig werden. Beim Carsharing muss man sich nicht dauerhaft auf einen Fahrzeugtyp festlegen.

  • Umweltfreundliche Lösung für Mobilität 

Kein eigenes Auto zu besitzen, ist ressourcenschonend und somit umweltfreundlich. Werden Fahrzeuge geteilt, sind insgesamt weniger davon auf der Straße unterwegs. Carsharing-Autos verursachen pro Nutzer weniger CO2 Ausstoß während der Produktion und weniger Materialverbrauch. Denn beides wird auf viele Nutzer aufgeteilt. Zudem ist im Verhalten von Carsharing-Nutzern die Vermeidung von unnützen Fahrten öfter zu erkennen, als bei denjenigen, die ein eigenes Auto vor der Tür stehen haben.

  • Stellplatzprobleme entfallen 

Gerade Mieter und Besitzer von Eigentumswohnungen kennen das Problem: die Parkplatzsuche vorm Haus. Nicht jeder hat ein eigenes Carport oder eine Garage zur Verfügung. Mehrere Runden zu drehen oder ggf. im Parkverbot zu stehen, ist eine Sache. Das nächste Problem sind die Stellzeiten. In vielen Wohngebieten gibt es zwar spezielle Parkausweise, doch oft ist auch dort die Stelzest begrenzt. Städte sind ebenfalls dankbar darüber, wenn mehrere Nutzer ein Auto benutzen. Denn diese müssen dann gar nicht erst so viele Parkflächen zur Verfügung stellen. Das bedeutet einen Umweltvorteil. Denn es bleibt mehr Platz für Grünflächen, es muss weniger betoniert oder geschottert werden und bei Parkhäusern kann vielleicht sogar auf eine Etage verzichtet werden. Das spart städtische Kosten und unser aller Steuergeld.

Anwendungsbereiche für Carsharing

Im Grunde kann sich jeder, der ein Auto nutzt, einmal die Mühe machen, sich Carsharing-Konditionen etwas genauer anzuschauen. Zur Zielgruppe gehört jeder, der einen Führerschein hat und gelegentlich ein Auto nutzt.

Denn es kann sich durchaus rentieren, mit seinem derzeitigen Nutzungsmodell zu vergleichen. Das kann sich sowohl für die regelmäßige Nutzung mit vielen gefahrenen Kilometern, als auch die unregelmäßige Nutzung, lohnen.

  • Privatbereicht
  • Business-Nutzer
  • Fahrgemeinschaften

Carsharing im Privatbereich 

Carsharing ist im Privatbereich für viele Unternehmungen eine tolle Sache: Der Service schafft einen großen Luxusvorteil bei der Freizeitplanung. Wer eben einkaufen will und kein eigenes Auto zur Verfügung hat, der kommt mit Hilfe von Carsharing zum fahrbaren Untersatz. Auch ein spontaner Ausflug zum weiter entfernten Ausflugszielen oder vielleicht ein Badeausflug zu einem See ist dank Carsharing schnell geplant und umgesetzt.

Noch sinnvoller ist Carsharing als Ersatz für die Anschaffung eines Zweit- oder Drittfahrzeuges. Die meisten Familien nutzen schon das zweite Fahrzeug sehr unregelmäßig oder nur in Engpässen, wenn sich dringende Termine überschneiden. Das dritte Auto wird oft für Kinder und Schwiegerkinder angeschafft. Das ist natürlich sehr bequem. Aber es lohnt sich zu teilen. Denn für solche Engpasse ist das Carsharing-Konzept perfekt zugeschnitten und sozusagen dafür gemacht. Denn es lohnt sich finanziell sehr, für diese Engpässe kein eigenes Auto vorzuhalten, sondern auf Carsharing zurückzugreifen.

Carsharing für Business-Nutzer 

Geschäftsleute profitieren wohl besonders bei Businessreisen in fremde Städte von Carsharing. Öffentliche Verkehrsmittel sind auf Langstrecken oft die bessere Methode. Wer allerdings nicht nur nach München, sondern ins Münchner Umland möchte, der kann im Flieger und im ICE noch gut nebenher arbeiten. In der S-Bahn ist dieser Vorteil oft nicht mehr vorhanden und es lohnt sich für mehr Flexibilität ein Auto anzumieten.

Allerdings sollte man beachten, dass die meisten Carsharing-Unternehmen zwar Firmenprofile und die Abrechnung darüber anbieten, dass die Zugangsdaten personenbezogen sind. Das liegt zum einen daran, dass die Zugangsberechtigung an den Führerschein gekoppelt ist, zum anderen an der Problematik der Haftung. Sollen also mehrere Personen via Carsharing auf Businessreise gehen, müssen diese einzeln verifiziert werden.

Carsharing kann von Unternehmen übrigens nicht nur firmenintern, sondern auch durch die Mitarbeiter privat als Geldwerter Vorteil genutzt werden. Das wirkt beim Recruiting modern, umweltfreundlich und schafft vielleicht die Nasenspitze Vorsprung zum Konkurrenzunternehmen um die Gunst der Mitarbeiter zu gewinnen.

Carsharing für Fahrgemeinschaften 

Beruflich oder privat genutzt. Noch umweltfreundlicher als Carsharing ist Carsharing in Kombination mit einer Fahrgemeinschaft. Denn die geliehenen Fahrzeuge können gemeinsam genutzt werden, wenn der geplante Weg es zulässt.

Was allerdings nicht oder nur mit etwas organisatorischem Aufwand funktioniert, ist ein Fahrerwechsel. Denn der muss in der App oder direkt in der Fahrzeugbox festgehalten werden. Diese Option ist nicht bei allen Anbietern so einfach anwählbar. Eine Lösung ist hier oft, dass Fahrzeug theoretisch abzustellen und die Fahrt dann als nächster Mieter wieder aufzunehmen.

 

So werden Carsharing-Anbieter getestet

Wie bei jedem Erfolgsmodell, gibt es mittlerweile auch beim Carsharing verschiedene Anbieter. Sie unterscheiden sich in Preis, Zahlungsmethoden und dem Netzwerk an Fahrzeugen in verschiedenen Städten.

In Tests werden verschiedene Anbieter regelmäßig einmal oder in bestimmten Abständen wiederkehrend unter die Lupe genommen. Natürlich kann ein Service nicht mit genau den gleichen Kriterien getestet werden, als etwa ein Produkt oder andere Dienstleistungen.

Deshalb werden für Carsharingtests spezielle Kategorien und Kriterien festgelegt und für Tests unabhängiger Testunternehmen, von Prüfstellen oder auch von Zeitschriften und Onlineportalen zu Rate gezogen.

Carsharing Test:

So werden Carsharing-Unternehmen sinnvoll vergleichen:

Im Grunde funktionieren die Carsharing-Unternehmen alle gleich. Es werden von verschiedenen Unternehmen oder Unternehmenszusammenschlüssen Fahrzeuge zur Verfügung gestellt und die können bei Bedarf gegen ein Entgeld genutzt werden.

Der Kunde spart sich den Anschaffungspreis eines eigenen Fahrzeugs, eventuelle Leasing-Gebühren, Reparaturen und eigene Versicherungen. Dafür zahlt er eine Nutzungsgebühr für Fahrzeuge, die ihm frei zur Verfügung gestellt werden.

Die Konditionen und Nutzungsbedingungen scheinen sich bei den einzelnen Unternehmen nur marginal zu unterscheiden. In der Praxis kann das aber durchaus einen Kosten- und Aufwandsunterschied machen:

Fahrzeugflotte

Es gibt verschiedene Carsharing-Unternehmen, die entweder Tochterunternehmen oder Kooperationen von Fahrzeugherstellern sind. Natürlich sind deren Fahrzeugflotten dann meist an eine Marke oder Dachmarke gebunden. Generell unterscheiden sich die Fahrzeugflotten aber durchaus in Umweltfreundlichkeit, verfügbaren Fahrzeugklassen und -ausstattungen. Ein Preisvergleich allein, wäre wenig aussagekräftig, wenn man verschiedene Fahrzeugklassen betrachtet. Denn allein der Wert, des Fahrzeugs, welches dem Mieter überlassen wird, kann sehr stark schwanken.

Gebühren

Das Preis-Leistungsverhältnis sollte natürlich stimmen. Die Kosten unterscheiden sich aber bei Carsharing-Angeboten nicht nur in der Höhe des Preises. Die können nämlich teilweise gar nicht 1:1 vergleichen werden. Durch verschiedene Abrechnungssysteme, anfallende Gebühren für die Anmeldung oder monatliche Abos wird der Preis pro angemietete Stunde nicht unwesentlich beeinflusst. Denn bei manchen Anbietern ist eine Anmeldegebühr (Bei DriveNow zum Beispiel um die 30 Euro) erforderlich. Es können Bereitstellungskosten oder Reservierungskosten anfallen. Einige Carsharing Angebote sind im ersten Monat, im ersten Halbjahr oder gar im ersten Jahr gebührenfrei. Erst danach fällt eine Grundgebühr an. All' diese Kriterien müssen berücksichtigt werden, denn der günstigste Stundenpreis ist nicht immer gleich der günstigste Mietpreis insgesamt.

Abrechnungszeiträume

Auch zeitabhängige Preise werden unterschiedliche abgerechnet. Die einen rechnen minutengenau ab, andere im 15-Minuten-Takt oder angebrochene Stunden. Einige Unternehmen rechnen auch nach gefahrenen Kilometern ab. Sich solche Unterschiede genauer anzuschauen, macht besonders dann Sinn, wenn die Nutzungszeiten vorher schon planbar und vorhersehbar sind. Denn das eine Modell rechnet sich eher für Vielnutzer, das nächste für Menschen, die nur sehr selten fahren.

Versicherungskonditionen

Die Versicherungskonditionen sind kein unwesentlicher Faktor. Denn die Höhe der Selbstbeteiligung spiegelt sich im Preis wieder. Je höher die Selbstbeteiligung des Fahrers, desto günstiger können Versicherungspreise sein und desto günstiger kann das Carsharingunternehmen diese Kosten weiter berechnen. Eine kleine Selbstbeteiligung, ist bei den Versicherern natürlich auch teurer.

Die günstige Variante ist so lange praktisch, bis doch einmal etwas passiert. Denn dann kann eine Selbstbeteiligung von 1.500 Euro schwer Einfluss aufs Budget machen. Gerade wenn man betrachtet, dass oft auch Studenten den Service Carsharing nutzen, für die ein solches Ereignis finanziell desaströs wäre, wurde die Kategorie in vielen Tests gesondert aufgenommen.

Apps

Über eine App verfügen nahezu alle Carsharingunternehmen. Diese unterscheiden sich aber in der Praxis tatsächlich sehr. Läuft die App ohne zu ruckeln? Stürzt sie ggf. bei der Buchung ab? Wie ist die Qualität der App, wie das Handling und welchen Mehrwert bietet sie dem Nutzer? Einige zeigen den aktuellen Benzin- oder Dieselstand des Fahrzeugs an. Andere bieten Mehrwerte wie: nächstgelegenes verfügbares Fahrzeug nach Ausstattung.

Die Apps müssen unter gleichen Bedingungen betrachtet werden. Denn die vorhandene Internetverbindung zum Beispiel wirkt sich wesentlich auf das Tempo und die Ausführung einer App aus.

Reservierung

Natürlich ist auch eine Inbetriebnahme ohne vorherige Reservierung möglich. Ein gesehenes Auto kann sofort in Betrieb genommen werden, wenn es nicht gerade für jemanden anders reserviert ist. Hat man allerdings ein Fahrzeug per App gefunden und bewegt sich gerade darauf zu, ist es mehr als ärgerlich, wenn einem dieses Auto vor der Nase weggeschnappt wird. Deshalb bietet zum Beispiel DriveNow, wie viele andere Carsharing-Anbieter auch, eine kurzfristige oder auch längere Reservierung von Fahrzeugen an. Die Reservierungsbedingungen unterscheiden sich allerdings ebenfalls und sind nicht einfach pauschal zu vergleichen. Reservierungen bis zu 15 Minuten sind bei diesem Anbieter kostenlos. Alles darüber hinaus ist gebührenpflichtig.

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme der Fahrzeuge erfolgt je nach Carsharing-Modell entweder an einer bestimmten Station oder in einem bestimmten Bereich der Stadt, wo die Autos geparkt sind. Bei der zweiten Variante können dies öffentliche Parkplätze, Parkhäuser oder freie Parkplätze direkt an der Straße sein. Das Auto muss meist im selben Bereich wieder abgestellt werden. Der Fahrer identifiziert sich mit einem PIN, einer Chipkarte oder einem QR-Code, den er auf sein Telefon bekommen hat. Manche Carsharingunternehmen lesen auch bereits Ausweise oder Kreditkarten direkt am Auto aus.

Mietzeit

Die Mietzeiten und die zugehörigen Preise unterscheiden sich tatsächlich sehr und ein Preisvergleich lohnt sich. Denn nicht jede Mietzeit-Preis-Kopplung ist für jeden Bedarf auch geeignet. So haben einige Anbieter eine Höchstdauer von 48 Stunden. Bei manchen Anbietern wird ab einigen Stunden nicht mehr nach Zeit, sondern der komplette Tag abgerechnet (Tageshöchstpreis). Einige Carsharing-Unternehmen haben eine Mindestmietzeit. Auch das sollte bei der Buchung bedacht werden.

Verfügbarkeit

Klar im ersten Moment ganz einfach: ein Unternehmen stellt ein Auto zur Verfügung, ich kann es nutzen. Aber allein bei den verfügbaren Modellen bestehen große Unterschiede. Wer Wert auf umweltfreundliche Fahrzeuge legt, der wird sich bei einem anderen Unternehmen wohlfühlen, als jemand, der seinen Fokus auf eine schnelle Verfügbarkeit gelegt hat. Viele Unternehmen sind städtegebunden und die Fahrzeuge müssen auch im gleichen Stadtgebiet wieder abgegeben werden. Auch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Fahrzeuge ist nicht ganz unwichtig, wenn man regelmäßig zeitnah ein Fahrzeug benötigt und nicht viel Planungsspielraum für Wartezeiten zur Verfügung steht.

Zustand der Fahrzeuge

Ein Carsharing-Auto ist natürlich kein Neuwagen. Auch werden die Fahrzeuge nicht sofort nach jeder Nutzung komplett gereinigt. Sauber und fahrbereit sollten die Fahrzeuge allerdings schon sein. Niemand erscheint zu einem Geschäftstermin gerne mit einem Fahrzeug, dass vorher in einem Schlammloch gesteckt hat oder macht sich die Hose gern an Ketchupflecken auf dem Sitz dreckig. Die Reinigung der Fahrzeuge erfordert allerdings Personal und stellt somit einen hohen Kostenfaktor dar. Deshalb sind hier tatsächlich Unterschiede zu erkennen. Pech kann man natürlich trotzdem haben, wenn der Vermieter nicht achtsam mit dem Fahrzeug umgegangen ist. Deshalb ist diese Bewertung nicht zwingend zu 100 % repräsentativ. Aber Tendenzen lassen sich durchaus vergleichen und bewerten. Das lässt sich in unabhängigen Tests ganz einfach überprüfen, indem unangemeldet Fahrzeuge angemietet und begutachtet werden.

Zahlungsbedingungen

Die Zahlungsbedingungen unterscheiden sich vor allem in der Art der Abrechnung und den Zahlungsmethoden. Bei einigen Carsharingunternehmen ist der Besitz einer Kreditkarte ein Muss. Bei anderen wird auch Bankeinzug und Paypalzahlung angeboten.

Abgerechnet wird entweder im Minutentakt, nach gefahrenen Kilometern oder nach Zeiteinheiten (zum Beispiel je angefangen Viertelstunde). Das scheint auf den ersten Blick kein entscheidender Unterschied zu sein, stellt aber für den ein oder anderen Kunden durchaus ein Entscheidungs- bzw. Ausschlusskriterium dar.

Service

Wo Kunden schnell einsteigen und losfahren möchten, bleibt für Extrawürste nicht viel Platz, denkt man. Allerdings bieten einige Carsharingunternehmen tatsächlich durchaus erwähnenswerte Zusatzoptionen und Hilfeleistungen bei Unfall oder Pannen. Auch das Entgegenkommen der Mitarbeiter und deren Freundlichkeit variieren durchaus und sich testenswert. Wer zusätzliche Optionen am Fahrzeug (Anhängekupplung) oder besondere Verfügbarkeiten braucht, sollte sich übrigens nicht scheuen, einfach mal nachzufragen, auch wenn sich der Service nicht direkt in der Ausschreibung des Unternehmens befindet.

Welche Arten von Carsharing gibt es?

Carsharingunternehmen können nach verschiedenen Kriterien spezifiziert werden. Üblich ist meist die Trennung nach dem Ort, an dem die Fahrzeuge stehen. Das können zum einen variable öffentliche Orte sein, zum anderen feste Stationen.

Die Carsharing-Unternehmen unterscheiden sich allerdings in noch einigen anderen Dingen. Die einen haben eine Art grüne Flotte, die sich auf Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge spezialisiert hat. Andere haben besonders große Wagen. Auch die Verbreitungsgebiete und die Firmierung der einzelnen Unternehmen unterscheiden sich.

Da es den Nutzer allerdings in der Praxis wenig beeinflusst, ob er es mit einem Privatunternehmen oder einem Verein zu tun hat, betrachten wir hier die verschiedenen Arten nach den Orten der Ausleihe:

Carsharing nach Geschäftsgebieten

Die Autos bei Carsharing nach Geschäftsgebieten stehen in einem festgelegten Gebiet und sind öffentlich zugänglich. Das bedeutet in der Praxis, man findet sie zum Beispiel in Parkhäusern, auf öffentlichen Parkplätzen oder direkt an der Straße.

Anbieter für Carsharing nach Geschäftsgebieten sind zum Beispiel: Car2Go oder DriveNow. Die Autos werden dann per App oder direkt am Fahrzeug freigeschaltet und können genutzt werden.

Was im ersten Moment sehr flexibel erscheint, kann aber auch zum Problem werden. Zum Beispiel, wenn im gewünschten Geschäftsgebiet gerade ein Markt stattfindet oder man in der Haupteinkaufszeit einen Parkplatz für die Rückgabe des Fahrzeugs sucht. Denn genau wie überall, wo man in Deutschland mit einem Fahrzeug unterwegs ist, gilt auch für Carsharing-Autos die StVO. Das Auto muss auf einem zeitlich unbegrenzten Parkplatz abgestellt werden.

Carsharing an festen Stationen

Flinkster, Stadtmobil und Greenwheels zum Beispiel haben feste Mietstationen. Das liegt zum einen daran, dass sie einen Fuhrpark nutzen, der zum größten Teil aus Elektroautos besteht (und die sind auf Ladestationen angewiesen) und zum anderen daran, dass die Fahrzeuge für Viel- und Mehrfachnutzer so schneller gefunden werden. Bei Carsharing-Unternehmen mit festen Stationen, muss die Nutzung oft vorher gebucht werden und ist ggf. nicht mehr stornierbar.

Das hat zwar den Vorteil, dass sowohl der Weg zum Fahrzeug, als auch die Fahrt selbst besser planbar sind. Es schränkt allerdings die Flexibilität und Spontanität der Nutzer auch etwas ein. Denn die Fahrzeuge müssen auch wieder an der ursprünglichen Station abgegeben werden.

Worauf muss ich beim Carsharing achten?

Entscheidend für ein positives Carsharing-Erlebnis ohne böse Überraschungen sind die Versicherungskonditionen und eine ordentliche Übergabe bzw. Übernehme des Fahrzeugs. Ähnlich einer Autovermietung, werden Schäden, die nicht vor Fahrtantritt gemeldet oder dokumentiert wurden, dem Mieter zugeordnet, der das Fahrzeug als letztes genutzt hat. Wer dann einen Vertrag mit hoher Selbstbeteiligung unterschrieben hat, für den kann es schnell teuer werden.

Übergabeprotokolle

Übergabeprotokolle gibt es sowohl bei Unterlagen in Papierform, als auch in Apps bereits vorbereitet. Dort können eventuelle Schäden, wie Kratzer, Dellen oder kleinere Schrammen können dort eingetragen und dokumentiert werden. Dazu ist allerdings ein wenig Zeit notwendig. Der genaue Gang ums Fahrzeug ist allerdings ein Muss. Selbst wenn man schnell ins Auto springen und “nur mal eben von A nach B2” fahren möchte, sparen diese drei bis vier Minuten bares Geld und jede Menge Ärger.

Strafzettel

Strafzettel gibt es auch mit Carsharing-Fahrzeugen: Egal, wem das Auto gehört, begeht der Fahrzeugführer einen Verstoß gegen Verkehrsregeln, so wird dieser auch geahndet. Dank den im Carsharing-Vertrag angegebenen Daten und Zeiten, werden solche Strafzettel von den Unternehmen an die Mieter weitergeleitet. Das bedeutet in der Praxis, dass Kosten für falsch geparkte Autos, überfahrene rote Ampeln oder zu hohe Geschwindigkeiten zu lasten des Fahrers gehen.

Accounts für berufliche und private Nutzung

Verschiedene Accounts für beruflich und private Nutzung: Die Businessnutzung von Carsharing ist steuerlich absetzbar. Allerdings müssen hier die Rahmenbedingungen für das Finanzamt stimmen. Alle großen Carsharinganbieter halten die Möglichkeit vor, zusätzlich zum privaten Account noch einen Firmenaccount einzurichten. Dieser hat auch gleich noch den Vorteil, dass die Rechnungsadresse den Firmennamen und alle relevanten Daten für das Einreichen beim Finanzamt enthält. Private Fahrten müssen aus dem Business-Account natürlich rausgerechnet werden. Im besten Fall werden sie gar nicht erst im Business-Account berechnet, sondern neben dem für berufliche Nutzung, existiert noch ein separater Account für die Privatnutzung.

Geld sparen

Carsharing als Geldwerter Vorteil: dürfen Arbeitnehmer die Carsharing-Flotte des Unternehmens auch privat nutzen, dann gilt dieses als Geldwerter Vorteil. Da der Arbeitnehmer nicht das komplette Fahrzeug refinanziert, gilt hier auch nicht, wie bei Unternehmensfahrzeugen die sogenannte 1%-Regelung. Es lohnt sich, solche Abmachungen und Vorteile vorher mit dem Steuerberater zu besprechen und ggf. auch sowohl für Arbeitnehmer, als auch für den Arbeitgeber einmal durchzurechnen.

Kurzinformation zu führenden sieben Anbietern

Carsharing-Anbieter können sowohl Privatpersonen, Vereine oder auch Unternehmen, sowie deren Zusammenschlüsse sein. Die Anbieter sind meist lokal gebunden und haben sich auf bestimmte Städte und Gebiete spezialisiert. Das bedeutet je nach Wohnort oder Wunschort für die Nutzung, ist die Wahl der Unternehmen vielleicht gar nicht ganz so groß.

In Großstädten oder Ballungsgebieten hat der Carsharing-Kunde allerdings durchaus die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern. Der Markt ist vergleichsweise neu und somit einem stetigen Wandel unterworfen. Zusammenschlüsse, Übernahmen und der Ausstieg von Marktteilnehmern aus diesem Zweig, ist nicht selten. Auch das sollten Nutzer wissen und sich ggf. darauf einstellen. Wobei es meist nicht dazu kommt, dass Guthaben verloren geht oder Mietverträge abgesagt werden müssen.

Die derzeitig größten bzw. bedeutendsten sieben kurz auf einen Blick:

  • DriveNow
  • Flinkster
  • Multicity/Free2Move
  • Car2Go
  • Drivy
  • Greenwheels
  • Stadtmobil

1. DriveNow

DriveNow (Fahr jetzt) ist ein gemeinsames Carsharing Angebot von BMW und dem Autovermieter Sixt. Das Know How beider Unternehmen sorgt dafür, dass die gewarteten Fahrzeuge zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort stehen. Die Flotte besteht aus circa 6.000 Fahrzeugen und umfasst verschiedene Mini und BMW-Modelle. Diese sind unter anderem in den Städten München, Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg, Wien, London, Kopenhagen, Stockholm, Mailand und Brüssel verfügbar.

Was in München 2011 begann, besticht derzeit zumindest Marketingtechnisch mit einem professionellen Auftritt und gutem technischen und logistischem Background.

2. Flinkster

Flinkster ist das Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn und wahrscheinlich auch das in Deutschland flächendeckendste mit den meisten Kooperationspartnern. Was als DB Carsharing, einer Kooperation zwischen BwFuhrparkService (dem Fuhrparkservice der Bundeswehr) und DB Rent, begann, wurde im März 2009 in Köln und Stuttgart im Rahmen eines Pilotprojektes schnell größer. Aus 130 Wagen unter der Flagge Flinkster wurden laut Deutsche Bahn im Jahr 2015 3300 Fahrzeuge an 1000 Standorten in 200 Städten. Ebenfalls sind Elektrofahrzeuge verschiedener Modelle und Größen erhältlich: die e-Flinkster. Seit 2015 können Flinkster-Kunden auch Car2Go Angebote nutzen.

3. Multicity/Free2Move

Multicity ist ein auf Berlin beschränktes Carsharing-Angebot. Der französische Automobilhersteller Citroën bot dieses Projekt als offiziell erstes reines E-Auto-Carsharing-Angebot an. Der Fuhrpark umfasste circa 350 Autos im Stadtgebiet Berlin. Multicity-Kunden können mit ihrem Multicity-Konto ohne zusätzliche Voranmeldung auch Flinkster-Fahrzeuge nutzen. Das Unternehmen warb für die weiß/magentafarbenen Fahrzeuge mit Tageshöchstpreisen und 200 Kilometern inklusive pro Tag. Der Service wurde allerdings zum Oktober 2017 eingestellt und durch Free2Move ersetzt bzw. abgelöst.

4. Car2Go

Car2Go (Auto zum Mitnehmen) ist ein Angebot des Automobilherstellers Daimler und der Autovermietung Europcar. Die car2go GmbH hat ihren Sitz in Leinfelden-Echterdingen (Deutschland) und ist im Besitz der Daimler AG. Die verschiedenen Landesgesellschaften werden unter der Car2Go Europe GmbH mit Sitz in Stuttgart gebündelt. Die Car2Go Europe GmbH ist ein Joint Venture zwischen Europcar und Daimler. Car2Go selbst läuft mittlerweile in Deutschland unter Daimler Mobility Services GmbH. Car2Go bietet Fahrzeuge in Hamburg, Düsseldorf und Köln, Berlin, Stuttgart, München, Frankfurt am Main und verschiedene Städte in den USA, in Italien, Spanien und Kanada.

5. Drivy

Drivy ist eine Autovermietung und eine Art Marktplatz für privates Carsharing in Frankreich, Deutschland und Spanien. Der Service ist in Berlin gestartet und basiert auf dem Bedürfnis mal eben schnell mit dem Auto eines anderen zu fahren. Die Autobesitzer lassen eine Box in ihr Auto einbauen, die das Öffnen per Smartphone erlaubt. Die DrivyOpenbox verfügt über GPS und ein Mobilfunkmodul. Das Fahrzeug lässt sich darüber orten und kommuniziert mit dem Smartphone des Mieters und des Vermieters. Der Fahrzeuginhaber entscheidet wann und an wen der das Fahrzeug vermietet. Der Mieter bekommt ein Zeitfenster zur Verfügung gestellt, in dem er es mit seinem Smartphone öffnen kann. Vor Antritt der Fahrt muss er das Auto auf eventuelle Schäden untersuchen und in der App dokumentieren. AB Fahrtantritt sind Fahrer und Fahrzeug über den Drivy-Partner Allianz versichert und nicht mehr über die Fahrzeugversicherung des Fahrzeughalters.

6. Greenwheels

Greenwheels ist das erste Carsharing Unternehmen in Deutschland überhaupt gewesen. 1988 wurde das Unternehmen zunächst als StattAuto CarSharing GbR gegründet. 1998 fusionierte die StattAuto Hamburger CarSharing GmbH mit der Berliner StattAuto CarSharing GbR. Seit 2005 gehört die StattAuto CarSharing AG der niederländischen CollectCar B.V.. 2006 wurde die Berliner Tochter in Greenwheels AG umbenannt. Nach mehreren Übernehmen und Umfirmierungen ist das Unternehmen derzeit mit circa 500 Fahrzeugen in 7 Bundesländern, (unter anderem Berlin, Sachsen, Bayern, Hamburg und diverse Städte in Nordrhein-Westfalen) tätig. Greenwheels ist eng gekoppelt und verbunden mit den beiden Vereinen, StattAuto Berlin e.V. und StattAuto Hamburg e.V..

7. Stadtmobil

Stadtmobil ist kein eigenes Unternehmen, sondern ein Carsharingverbund. Dieser wurd 1999 gegründet. Mehrere lokal gebundene Stadtmobil-Unternehmen arbeiten gemeinsam an einem Markenauftritt und einem einheitlichen Marketing. Für die Carsharing Software und die Infrastruktur der IT wurde ein gemeinsames zusätzliches Unternehmen gegründet: cantamen GmbH. Die da entwickelte Software wird von 26 Organisationen in mehreren europäischen Ländern genutzt. Von all dem bekommt der Kunde allerdings nichts mit. Carsharingkunden können in verschiedenen Städten über die Stadtobilflotte meist über stationsgebundenes Carsharing verfügen. JoeCar und spezielle Hybridfahrzeuge sind ebenfalls Teil der Stadtmobil-Fahrzeugflotte, die sich unter anderem in Berlin, Essen, Frankfurt am Main, Hannover, Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart finden lässt.

 

Internet vs. Fachhandel: wo buche ich Carsharing am Besten?

Carsharing ist ein Onlinebusiness. Auch wenn die Fahrzeuge lokal gebunden sind, ist die Software und die Logistik sehr onlinelastig. Hier ist ein Vergleich, ob online oder offline fast nicht notwendig. Natürlich lohnt es sich bei einigen ländlichen Gemeinden und Kleinstädten nachzufragen, ob es spezielle lokale Angebote gibt. Ohne App zum Reservieren und Buchen läuft beim Carsharing zumindest bei den großen Anbietern allerdings meist gar nichts.

Einen Fachhandel und feste Counter gibt es nur sehr selten (bei Europcar und Sixt, wobei die eher der Autovermietung dienen). Einige Carsharingunternehmen haben lokale Büros um personenbezogene Daten direkt persönlich zu prüfen, Kautionen entgegenzunehmen und Chipkarten auszugeben. Für Reservierungen und Fahrzeugübergaben sind diese Büros allerdings meistens weder konzipiert, noch werden sie in der Praxis dafür genutzt.

Um die Flexibilität und den Sinn des Carsharing auch wirklich komplett auszukosten, ist ein Smartphone notwendig. Denn nur dann kann spontan und schnell gebucht werden und man kann ohne langes planen gleich losfahren.

Auch das checken der Verfügbarkeit ist ohne Internetzugang sehr umständlich. Denn niemand möchte von Station zu Station laufen und schauen, ob da gerade ein Auto zur Verfügung steht. Buchungen per Telefon sind nahezu gar nicht möglich.

Wissenswertes & Ratgeber

Carsharing ist zum Trend geworden und wird mittlerweile als Patentrezept für viele Umwelt- und Verkehrsprobleme gehändelt. Bereits die ersten Versuche wurden von einem großen Medieninteresse begleitet.

Die Geschichte des Carsharing

Bereits in den 1960ern gab es die ersten Konzepte für Carsharing in Umweltberichten und Zukunftsperspektiven. Geteilt wurden Autos sicherlich privat schon früher. Die erste schriftlich überlieferte und dokumentierte Carsharing-Organisation war die Schweizer Selbstfahrergenossenschaft (SEFAGE). In den 70ern gab es bereits ein Projekt (ProcoTip-System) in Frankreich, dass sich leider nicht durchsetze und bereits nach zwei Jahren wieder eingestampft wurde.

Die Geschichte des Deutschen Carsharing begann wohl bereits 1988 mit einem alten Opel Kadett und dem Unternehmen “Stattauto” (später Greenwheels) in WestBerlin. Damals war das Medieninteresse laut Angaben der Anbieter teilweise größer, als das Interesse der Kunden. So konnte es durchaus passieren, dass an manchen Tagen laut Inhaber mehr Medienanfragen, als Reservierungen für das Fahrzeug im Büro ankamen.

Den Durchbruch erlebte das Modell Carsharing Anfang der 90er Jahre in den Großstädten. Dort ist das Modell auch heute noch weiter verbreitet und durchaus erfolgreicher, als in ländlichen Gebieten. Das liegt natürlich am vermehrten Auftreten der Zielgruppe und an der Tatsache, dass der durchschnittliche Großstadtbewohner sein Auto nicht täglich benötigt. Mittlerweile ist Carsharing in aller Munde und ein Thema sowohl im Startup-Bereich, als auch als Umweltlösung.

Mittlerweile kann durchaus behauptet werden, dass sich Carsharing als Modell durchgesetzt hat. Um Probleme Verkehrs- und Feinstaubprobleme in Städten und Ballungsgebieten zu lösen, ist das Modell allerdings längst noch nicht weit genug verbreitet und genutzt.

Carsharing als Umweltlösung

Jedes produzierte Fahrzeug ist eine Umweltbelastung. Je mehr Menschen ein eigenes Fahrzeug haben, desto höher die Umweltbelastung. Werden Fahrzeuge geteilt, wird die Belastung logischerweise verringert. Natürlich ist die Frage ob Carsharing umweltfreundlich ist oder nicht, auch an die Frage gekoppelt, welches Verkehrsmittel Carsharing gerade ersetzt.

Fährt man mit dem geteilten Fahrzeug anstatt das Rad, den Bus oder die Bahn zu nutzen, dann ist auch Carsharing eher eine Belastung für die Umwelt und keine Schonung. Jeder gefahrene Kilometer hat natürlich Auswirkungen auf die Umwelt. Manchmal lässt sich das aber einfach nicht vermeiden.

In der Praxis ist Carsharing oft die Alternative zu einem eigenen Fahrzeug. Dann ist es durchaus schonend für die Umwelt, wenn kein eigenes Fahrzeug angeschafft wird, sondern mehrere Personen sich ein und das selbe Auto teilen. Zudem handelt es sich bei Carsharing-Fahrzeugen meist um vergleichsweise “grüne” Autos. Während ein wesentlicher Teil der Zielgruppe sich tatsächlich eher größere Familienkutschen anschafft, wird beim Carsharing auf kleine E-Autos, Hybride oder Kleinwagen zurückgegriffen.

Geteilte Fahrzeuge haben noch einen wesentlichen Vorteil, der vielleicht der Autoindustrie nicht zusagt, aber der Umwelt zugute kommt: je weniger Autos gekauft werden, desto weniger werden in Zukunft produziert. Das schont die Umwelt langfristig und spart Ressourcen und Energie.

Zahlen, Daten, Fakten rund um das Thema Carsharing:

Die Zahlen beweisen eine bereits lange vorhergesagte Tendenz. Nun kommt zum praktischen Konzept eine Generation des Teilens, die nach und nach ihren Führerschein macht.

Carsharing erlebt gerade einen ungebrochenen Aufschwung und das nicht ohne Grund:

  • Nach einer Studie für das Umweltbundesamt (UBA)Nutzen statt Besitzen” könnte ein koordinierter Ausbau von Carsharing und öffentlichem Nahverkehr die klimaschädlichen CO2-Emissionen um mehr als sechs Millionen Tonnen pro Jahr senken.
  • In hunderten Städten und Gemeinden gibt es mehr oder weniger professionell organisierte Carsharing Unternehmen und Vereine
  • Die Schwelle, ab der sich ein eigenes Auto gegenüber der Nutzung von Carsharing lohnt liegt je nach Fahrzeugklasse und Kosten des Carsharinganbieters ungefähr bei 10.000 bis 20.000 Kilometer pro Jahr
  • Bei einem Wikipediabeitrag zum Thema Carsharing ist angegeben, dass die Stiftung Warentest bei einer theoretischen Berechnung mit 5.000 Jahreskilometern auf Kosten von 138 Euro pro Monat kam, 206 Euro pro Monat sind mit einem eigenen Fahrzeug angefallen.
  • StattAuto-Gründer, Carsten Petersen, wurde zum Ökomanager des Jahres 1999
  • bis zum Jahr 2020 werden um die 15 Millionen Carsharing Nutzer in Europa prognostiziert
  • In Deutschland sind durchschnittlich 45 Fahrtberechtigte auf jedes Carsharing-Fahrzeug in stationsbasierten Angeboten gemeldet, bei stationsunabhängigen Angeboten handelt es sich um 126 Fahrtberechtigte pro Fahrzeug. (Quelle: Bilanzpressemitteilung des Bunddesverbandes Carsharing e.V.
  • Umweltplaketten, Wartung, Hauptuntersuchung und ähnliches sind nicht Sorge des Nutzers, sondern Sorge des Anbieters.
  • Zum 1. Januar 2017 waren laut Bundesverbandes CarSharing e. V. in Deutschland insgesamt 1,7 Millionen Bürger bei Carsharing – Anbietern registriert.

Carsharing: in 6 Schritten zum Fahrzeug

Das Motto von Carsharing ist “einsteigen – losfahren“. Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Carsharing ist mit etwas Vorbereitung tatsächlich sehr unkompliziert. Beim ersten Mal Carsharing oder bei einem Anbieterwechsel, kann es allerdings tatsächlich etwas länger dauern, bevor man zum ersten Mal in einem fahrenden Carsharingauto auf dem Weg zum Wunschziel ist.

  • Schritt 1
  • Schritt 2
  • Schritt 3
  • Schritt 4
  • Schritt 5
  • Schritt 6

1. Anmeldung bei einem Carsharing-Unternehmen

Vor dem ersten Mietvorgang müssen sich potentielle Nutzer beim gewünschten Anbieter registrieren. Das erfolgt meist mit Abgleich der Stammdaten und des Führerscheins. Es kann durchaus vorkommen, dass eine Anmeldegebühr fällig wird. Die Anmeldung erfolgt via App, teilweise über Post-Ident, teilweise nur über das Einreichen von Scans und Fotos der gewünschten Dokumente. Bei einigen lokalen Carsharingunternehmen gibt es eine Kundenkarte nur gegen das Hinterlegen einer Kaution, die zum Beispiel um die 100 Euro beträgt.

2. Reservierung 

Reservierungen können je nach Organisation und Anbieter teilweise Monate im voraus, teilweise aber auch erst 15 Minuten vor Fahrtantritt vorgenommen werden. Reserviert wird direkt bei Carsharing Stationen oder via Onlineplattformen oder Apps. Auch die Art der Reservierung und die anfallenden Kosten sind sehr unterschiedlich. Hier lohnt es sich, sich vor Registrierung über eventuell anfallende Gebühren und Pflichten zu informieren.

3. Öffnen

Geöffnet werden können die Fahrzeuge sehr unterschiedlich. Bei Drivy via App über eine Box. Bei stationsgebundenen Carsharing-Angeboten teilweise über die Eingabe eines PIN-Codes oder über Chipkarten.

4. Inbetriebnahme

Nachdem das Fahrzeug auf eventuelle Mängel, wie Kratzer, Beulen und Dellen untersucht wurde, kann einem Ausflug damit eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Erkannte Schäden sollten vor Fahrtantritt noch dokumentiert werden. Dabei ist darauf zu achten, dass nicht nur der Lack und der Außenbereich des Fahrzeugs Schäden aufweisen können, sondern auch der Innenraum. Alles, was bei Fahrtantritt angegeben wird, wird dem Vormieter angelastet. Danach kann es losgehen. Meist ist der Schlüssel irgendwo im Auto deponiert oder der Start erfolgt ebenfalls über eine Chipkarte.

5. Rückgabe

Die Rückgabe erfolgt je nach Carsharingunternehmen irgendwo im abgemachten Bezirk auf einem Parkplatz indem man das Auto verschließt und sich ausloggt oder direkt an einer festgelegten Station. Bei Rückgabe sollte das Fahrzeug im selben Zustand sein, wie bei Übernahme.

6. Bezahlung 

Die Abrechnung wird bei den meisten Carsharingunternehmen via Bankeinzug oder Paypal vorgenommen. Bei einigen Unternehmen ist eine Anmeldung nur mit Kreditkarte möglich und über diese wird dann auch abgerechnet. In jedem Fall erfolgt die Abrechnung direkt nach der Buchung bzw. Rückgabe und das entweder nach gefahrenen Kilometern oder nach dem Nutzungszeitraum.

 

Tipps zu Carsharing

Carsharing steht für schnellen unkomplizierten und wenig bürokratischen Fahrspaß. Trotzdem sind ein paar Dinge zu beachten. Die Rahmenbedingungen für das Teilen des Fahrzeuges sollten Stimmen und alle Parteien sollten fair miteinander umgehen. Mit ein paar Tricks und Kniffen lassen sich böse Überraschungen im Nachhinein leicht vermeiden und der spontanen Autofahrt steht nichts mehr im Wege:

  • Tipp 1
  • Tipp 2
  • Tipp 3

Checken Sie die Versicherungskonditionen und die Eigenbeteiligung im Schadensfall

Zu den Dingen, die man im besten Fall schon vor Fahrtantritt und Buchung erledigt beim Carsharing, gehört eindeutig das Überprüfen der Versicherungskonditionen. Denn sind die einigermaßen fair geregelt, lässt es sich nachts nicht nur besser schlafen, es kann auch viel Ärger im Nachhinein sparen.

In der Regel ist nur die buchende Person als Fahrer des Carsharing-Fahrzeugs versichert. Die Unterschiede beim Eigenanteil können durchaus zwischen 150 und 1500 Euro liegen.

Studenten sparen mit besonderen Tarifen

Studenten haben selten viel Geld zu verschwenden. Das wissen auch Carsharing-Anbieter. Nicht alle, aber einige Anbieter haben gesonderte Tarife für Studenten. Das spart bares Geld. Flinkster Campus zum Beispiel ist ein spezielles Angebot für Studenten, die ein Carsharing Angebot in Anspruch nehmen wollen.

Dokumentieren Sie Schäden wirklich sorgfältig

Natürlich ist es sehr verlockend ein Fahrzeug schnell in Betrieb zu nehmen, sich hineinzusetzen und sofort loszufahren. Aber die Medaille hat auch eine Kehrseite. Denn alle Schäden, die vielleicht schon am Auto waren und nicht dokumentiert sind, werden dem letzten Fahrer angerechnet. Es ist also unheimlich wichtig VOR FAHRTANTRITT jeden Schaden in der App zu dokumentieren. Auch wenn ein Kratzer oder eine kleine Delle nicht der Weltuntergang sind, wird der Streit um die Kosten schnell zum Ärgernis. Auch Flecken im Innenraum können in der App dokumentiert und festgehalten werden.

 

Nützliches Zubehör

Um beim Carsharing Fahrzeugzubehör zuzubuchen, muss man Abstriche bei der schnellen Verfügbarkeit machen. In den seltensten Fällen stehen die Carsharing-Fahrzeuge bereits mit Dachgepäckträger, Schneeketten und Fahrradhalterung und ähnlichem Zubehör zur Verfügung.

Einige Unternehmen bieten dieses Zubehör gar nicht erst an, andere benötigen einige Tage der Vorbereitung. Wer also einen Skiausflug in den Harz plant, der sollte sich vorzeitig informieren. Denn aufschließen, einsteigen, losfahren ist hier nicht immer angesagt und mit Sonderwünschen teilweise nahezu unmöglich.
  • Apps

Die verschiedenen Anbieter bieten Apps zur Reservierung, zur Überprüfung der Verfügbarkeit und verschiedenen andere Serviceangebote rund um Carsharing. Sowohl im Appstore (Apple), als auch im Playstore (Android) finden sich Apps wie: Autonetzer, Cambio, Car2go, Citeecar, Tamyca, Stadtmobil, Nachbarschaftsauto, Multicity, Hertz On Demand, Greenwheels, Flinkster und vielen mehr. Diese kleinen Programme dienen teilweise zum Öffnen der Fahrzeuge, zeigen die Eckdaten des verfügbaren Fahrzeugs an und damit kann auch direkt gebucht werden.

  • Tankanzeige 

Kein direktes Zubehör, aber ein grandioses Gadget, welches zum Beispiel Teilauto anbietet, ist die Tankanzeige in der App. Gerade in eiligen Notfällen wäre es echt doof, wenn das Fahrzeug vor der geplanten Strecke noch getankt werden muss.

  • Carsharing Boxen 

Wer sein Fahrzeug teilen will, der muss technisch dafür Sorge tragen, dass es geöffnet werden kann und dass die Zeiten abgerechnet werden können. Der Carsharing – Marktplatz Drivy und mittlerweile auch einige kleinere Anbieter haben für diesen Zweck spezielle Carsharingboxen auf dem Markt. Bei Drivy zum Beispiel ist die Box dafür zuständig, dass das Auto mit Hilfe einer App geöffnet werden kann und dass das Auto via GPS gefunden wird. Sowohl Mieter, als auch Vermieter können übers Handynetz mit dem Fahrzeug in Verbindung treten. Die Box wird vom Anbieter kostenlos zur Verfügung gestellt und muss fachmännisch eingebaut werden. Für die Nutzung fallen dann Gebühren an.

Alternativen zu Carsharing:

Natürlich ist auch Carsharing kein Mobilitäts-Allheilrezept. Es gibt durchaus noch andere Möglichkeiten ein Auto zu nutzen. Die Entscheidung, ob Carsharing das richtige Mittel zum zurücklegen von Wegen und Strecken ist, ist sehr individuell und abhängig von eigenen Eckdaten, der gewünschten Bequemlichkeit und dem geforderten Komfort. Alternativen gibt es durchaus einige, die es zu bedenken lohnt:

Ein eigenes Auto

Ein eigenes Auto ist nicht nur fahrbarer Untersatz, sondern auch Statussymbol. Ab einer gewissen Fahrleistung ist ein eigenes Auto durchaus lohnenswert und auf Dauer auch günstiger, als Carsharing oder ein Mietwagen. Wie hoch diese jährliche Laufleistung ist, hängt von mehreren Faktoren ab, die bereits mehrmals genannt wurden. Ein eigenes Fahrzeug ist natürlich auch durchaus bequem. Denn es steht immer bereit auf dem Parkplatz, in der Garage oder im Carport vorm Haus. Es muss nicht auf Verfügbarkeiten oder den momentanen Standort des gewünschten Fahrzeugs geachtet werden. Zudem können Regenschirme, Jacken und individuelle Gegenstände auch mal im Auto bleiben.

Privates Carsharing

Eine ernstzunehmende Alternative zum eigentlichen kommerziellem Carsharing bieten Plattformen wie Tamyca und Nachbarschaftsauto. Hier handelt es sich um das Teilen privater Fahrzeuge. Der Fahrzeughalter bietet sein privates Auto zum Carsharing an. Preise und Konditionen werden entweder vom Vermieter selbst oder von der Plattform abhängig von Fahrzeuggröße, Baujahr und Zustand, festgelegt.

Mieter und Vermieter vereinbaren Übergabeorte. Die Zahlung und im besten Fall auch die Versicherung des Fahrzeugs während der Mietdauer wickelt das Portal ab. Der eigentliche Vermieter bekommt die Miete nach Rückgabe des Fahrzeugs abzüglich einer Provision auf sein Konto, seine Kreditkarte oder sein Paypalkonto gutgeschrieben.

Autovermietungen

Ein weitaus älteres und traditionelleres Modell die Mobilität zu erhöhen ohne ein eigenes Auto, ist es, ein Auto zu mieten. Das geht bei einigen Anbietern, die auch Inhaber bzw. Teilhaber von Carsharingunternehmen sind, wie zum Beispiel Sixt oder Europcar. Die Autos sind teilweise größer und man muss keine langfristigen Verträge eingehen, sondern unterzeichnet nur einen Vertrag für die einmalige Anmietung eines bestimmten Fahrzeuges. Dieses Modell hat sich besonders für Umzugswagen (deren Fahrzeugklasse im Carsharing nahezu nicht vertreten ist) oder für gewerbliche Kunden durchaus bewährt und wird sich deshalb sicherlich auch noch länger halten. Auch wer zwingend bestimmte Zubehörteile, wie Dachgepäckträger oder Gepäcknetze benötigt, ist bei einer Autovermietung teilweise besser aufgehoben, als beim Carsharing.

Öffentliche Verkehrsmittel

Noch mehr Fahrzeug teilen, kann man mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer sich mit Bahn und Bus fortbewegt, der ist vielleicht nicht ganz so flexibel, in jedem Fall aber mindestens genauso umweltfreundlich, wie mit einem Carsharing-Fahrzeug. Bei der Nutzung von Öffentlichen Verkehrsmitteln ist man an Fahrpläne und Bushaltestellen gebunden. Das funktioniert tagsüber in Städten, Großstädten und Ballungsgebieten durchaus ganz gut. Nachts und an Feiertagen kommen diese Verkehrsmittel allerdings ab und auch an ihre Grenzen, weil Fahrpläne gekürzt sind und ganze Strecken gar nicht befahren werden. Spätestens, wenn man sperrige Güter transportieren will, ist ein Auto zugegebenermaßen schon die komfortablere Lösung.

Fahrgemeinschaften

Wer nicht zwingend selbst fahren möchte, der kann sich auch auf ene Fahrgemeinschaft einlassen. Die hat den Vorteil, dass man auf größeren Strecken nicht allein unterwegs ist und zusätzlich zur Gesellschaft auch noch die Benzinkosten teilen kann. Natürlich ist der Freundeskreis oft sehr begrenzt und die geplanten Wege führen nur selten in die gleiche Richtung. Eigens dafür konzipierte Portale machen es möglich, dass sich auch komplett fremde Menschen, die den gleichen Weg nehmen wollen, finden und über den aufgerufenen Preis einig werden.

Diese Art der Fortbewegung steht übrigens auch Menschen ohne Führerschein zur Verfügung. Das ist im Gegensatz zu, Carsharing ein entscheidender Unterschied und eröffnet auch Menschen ohne gültigen Führerschein den Tür zur Mobilität im Auto.

Weiterführende Links und Quellen